Ist Gmail (sicher genug)?

Traut ihr Gmail? (2 Antworten sind möglich)

  • Ich traue Gmail

  • Ich traue Gmail aber würde trotzdem wechseln (bitte Grund nennen)

  • Ich traue Gmail nicht (bitte Grund nennen warum)


Die Ergebnisse sind erst nach der Abstimmung sichtbar.
Warum sollte man GMail grundsätzlich nicht trauen? Die Frage ob man GMail nutzen sollte oder nicht ist ja eher die Frage, wie viel Informationen möchte ich Google freiwillig geben. Die Frage kann man so oder so beantworten.
Im Endeffekt jubeln wir alle, wenn uns Google oder auch Apple (und andere Dienste) automatisch Vorschläge anhand von E-Mails macht. Zum Beispiel das Erstellen eines Kalendereintrags. Oder die Erkennung einer Bestellung mit der Möglichkeit sie ggfs. sogar im Wallet nachzuverfolgen. Oder gar das Ticket, das man direkt im Wallet hinterlegen kann.
Das funktioniert natürlich nur, wenn "mitgelesen" werden kann. Auch das Thema "personenbezogene Werbung" kann man negativ sehen - weil gezielte Werbung vielleicht erfolgreicher ist. Dafür wird man dann aber eben auch nicht unbedingt mit Werbung zu Schrott bombardiert. Kann also ein Vorteil sein.

Persönlich: Ich nutze GMail quasi gar nicht mehr. Mein Hauptpostfach habe ich bei Mailbox.org. Ich nutze für diverse Dienste eigene Alias-Adressen mit Tags (bspw. reisen+tui@tld.de). Hilft bei der Einordnung. Hilft im Zweifel auch bei einem Sicherheitsleck bei einem Anbieter das zu erkennen bzw. eine geleakte Adresse im Zweifel auch totzuschalten... Meine Haupt-E-Mail-Adresse bei Mailbox.org, also die, mit der ich mich einlogge, trage ich quasi nirgendwo ein.

Trotzdem nutze ich hier und da noch GMail, auch Outlook oder mein T-Online-Postfach.

Ehrlich hätte ich aber auch keine Bauchschmerzen, einfach meine GMail-Adresse überall zu nutzen. Einfach auch, weil ich eh überall andere Passwörter nutze und auch konsequent auf 2FA setze. Allein das sichert einen vor Missbrauch.

Und ich muss sagen: Meine Adressen sind eigentlich relativ Spam-Frei. Es hilft hier sicher, dass man E-Mail-Adressen nicht einfach in jedes Formular packt oder sie öffentlich erreichbar hinterlegt.
Beispiel? Für eine Kontakt-E-Mail-Adresse auf einer Internetseite, z.B. einem Impressum, würde ich immer eine eigene Adresse wählen mit eigenem Postfach :D
 
kachiri schrieb:
Und ich muss sagen: Meine Adressen sind eigentlich relativ Spam-Frei.
Ja das kann ich von meinen 2 Email Adressen auch nur bestätigen.
Was jedem klar sein soll: ein Spam freier Ordner funktioniert nur dann, wenn der Anbieter deine E-Mails mitliest.
 
Da Google wie die anderen Anbieter eine riesige Datenkrake ist, traue ich den großen Anbietern bei sensiblen Dingen (und da gehören Mails meiner Meinung nach dazu) nicht und habe mir stattdessen ein Postfach bei Posteo geholt. Das kostet zwar 1 € im Monat, dafür stehen die Server aber in Deutschland.
 
Gmail ist genauso sicher wie eben andere der Großen Mail Anbieter. Gutes Passwort und selbst nicht Überall drauf klicken vorausgesetzt.
Wenn du Angst hast das die US Regierung daherkommt und zugriff auf dein Konto haben will, das geht nur mit Richterlicher Befugnis.
Hast du da in den Staaten groß was ausgefressen? Wenn Nein dann mach dir keine Sorgen. Wenn ja dann ist Gmail dein kleinstes Problem.
 
In den Staaten habe ich zwar nichts angestellt, aber ich bewahre solche wichtigen Daten wie Mails trotzdem lieber bei einem Anbieter auf, der großen Wert auf Datenschutz legt.
 
Amy_Well schrieb:
aber ich bewahre solche wichtigen Daten wie Mails trotzdem lieber bei einem Anbieter auf, der großen Wert auf Datenschutz legt.
Man muss ehrlich sein - für viele kleinere Anbieter ist Datenschutz einfach nur ein USP um sich von anderen (größeren) Anbietern abzugrenzen. Insbesondere, wenn diese kostenlos sind. Wie eben GMail. Du musst die Leute ja mit irgendwas locken können. ;)

Bei einem reinen Mail-Anbieter wie Posteo oder Mailbox.org habe ich da jetzt auch keine großen Bauchschmerzen, dass das mal anders sein könnte. Bei Proton hat bei mir ehrlich gesagt schon immer der Faktor "Schweiz" missfallen. Auch wenn das jahrelang eher als "Gütesiegel" behandelt wurde.
Aber man sieht ja relativ schnell: Egal wo die Server liegen - wenn sich die Gesetzgebung vor Ort ändert...

Im Endeffekt einfach selbst auf die Datenhygiene achten. Man muss beispielsweise E-Mails nicht ewig im Postfach archivieren. Konsequentes Löschen von kurzfristigen Informationen hilft ebenso, wie das sinnvolle ablegen von langfristigen Informationen (z.B. Rechnungen) in eine logische Ablagestruktur mitsamt Backup-Strategie.

Wenn ich manchmal sehe, wie die Leute ihr Postfach pflegen, dann bekomme ich Pickel im Gesicht.
 
Das Geschäftsmodell von Google/Alphabet ist der Handel mit Daten. GMail liest dazu alle deine E-Mails und verkauft die daraus gewonnen Informationen weiter. Das hat mit Vertrauen aber nichts zu tun, das ist quasi der Vertrag den du dafür eingehst, deren Dienste nutzen zu können.

Ein Thema, das hier glaube ich noch nicht erwähnt wurde: Google kann jederzeit deinen Account sperren. Kann dabei um Fotos auf photos.google.com gehen oder um Uploads auf Youtube oder was mit dem Google Playstore, muss also nichts mit E-Mails zu tun haben. Wenn das passiert, dann verlierst du den Zugang zu allen Diensten, die hinter einem Google-Login sind, also inklusive E-Mail. Kundenservice gibt es nur sehr eingeschränkt bzw. gar nicht und insbesondere keine direkte Kommunikation mit einer Person.

Ich habe immer mal wieder einzelne glaubwürdige Fälle gelesen, wo sowas scheinbar zufällig passiert. Das kann aber auch passieren, wenn du irgendetwas machst, das aus Google Sicht problematisch ist - muss nicht unbedingt rechtlich problematisch sein.

Die Chance, dass das innerhalb von 10 Jahren passiert ist im Durchschnitt vermutlich ziemlich gering (0,005% vielleicht?), aber das sollte man verstehen, wenn man deren Dienste intensiv nutzt und GMail ist insofern unsicherer als andere E-Mail Dienste.
 
Dudde schrieb:
Kurzum: Mir kam die Idee allen US Kram von allem anderen zu trennen. Da es sich dabei nur um PayPal und Amazon handelt, dachte ich mir einfach eine Google Mail nur für diesen Kram zu behalten.
Also entweder trennst du dich von PayPal und Amazon, weils Ami-Kram ist und ziehst das komplett durch. Weil Amazon und Paypal sind ziemliche Big Player. Natürlich nutzt du auch Windows, alles Ami-Kram...
Aber davon abgesehen, würd ich Gmail als sicher betrachten. Ich hab eigentlich schon ein Gmail-Konto, seits Gmail gibt. Nutze das Konto aber nur für ein paar Dinge... hab mehrere Konten bei verschiedenen Anbietern, welche alle in Thunderbird konfiguriert sind.
 
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Amy_Well schrieb:
aber ich bewahre solche wichtigen Daten wie Mails trotzdem lieber bei einem Anbieter auf, der großen Wert auf Datenschutz legt.

Solch Art Daten haben in eMail nix zu suchen. Egal bei welchem Anbieter.

Anyway.
Wird Zeit das der TE @Dudde sich mal meldet und die gestellten Fragen beantwortet.
 
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Im Grunde ist ALLES, was man nicht 100% selbst betreibt ein "Trust me Bro". Ab einem gewissen Punkt muss man sich entscheiden: Bis hier hin ist der Aluhut ok, danach wirds krankhaft. Das liegt für jeden anders, aber grundsätzlich, wenn ich das Verhalten von Apple, Microsoft, Google, Meta, X und Amazon in der westlichen Welt und ich habe nicht mal Ahnung wie die ganzen Pendants in Indien, China und Russland heißen, aber...

KEINES dieser Unternehmen hat MEIN Bestes im Sinn. Es sind ALLE durch die Bank Werbetreibende, Alle sind mit "Wir scannen mal, was der User uns anvertraut" und anderen Schweinereien aufgefallen. Alle dieser Firmenhaben mehr oder weniger den selben Dreck am Stecken und treiben die Enshittification ganz massiv vorran, da ist keiner unschuldig.

Das heißt aber nicht, dass andere Firmen, nur weil sie kleiner oder auch "nur" klein sind, besser sind. Eine Email ist per se NICHT sicher. Es ist völlig egal, wie viel Aufwand du auf deiner Seite treibst, dein Problem wird immer derjenige sein, mit dem du dich austauscht. Was nützt dir ein Protonaccount, wenn dein Gegenüber einen Gmail, GMX, WEB.DE etc-Account hat? Dann wirds eben beim anderen Abgegriffen, nicht bei dir.

Davon gehe grundsätzlich davon aus, dass JEDE Unterhaltung komprometiert ist, die Frage ist: wer ist derjenige, der zusieht? UNd was sind seine Absichten?

PayPal ist etwas sensibles, hat mit Zahlungsinformationen und Geld zu tun. Das ist gerade das, was jemand der Werbung treibt, am allerwenigsten wissen muss. Ich habe keinen Zweifel, dass auch Paypal neben seiner Provosion gerne noch Geld mit meinen Daten macht. Die Frage ist, muss Google direkt meine Paypal Konto und meine Einkäufe kennen? Ist es nötig, dass man sie mit diesen Infos füttert? Gerade wenn es um die Kommunikation mit Behörden, Ärzten, Banken, Anwälten oder sonstigen vertrauenswürdigen Infos geht würde ich es Google & Co. so schwer wie möglich machen, ihr Profil über mich zu vervollständigen.

Und ja, auch ich habe beschlossen, meinen digitalen Fußabdruck kleiner zu machen. Ich habe zweifellos noch einen, alleine dadurch, dass ich in den Adressbüchern meiner Familie und Kollegen stehe. Einige sind echte Google Junkies, da kann man nur wenig machen.

Trotzdem, immer überlegen, brauche ich das Konto, welche Alternativen gibt es? Muss ich diese Kröte schlucken? Wie viel "Unbequemlichkeit" halte ich aus?

Ich muss mich vor keiner Regierung vertecken, also ich brauche sicher keine Edward Snowden Sicherheit und ich bin auch noch nicht so weit abgedriftet wie The HatedOne, aber ich denke durchaus 2 oder 3 mal nach, was ich wem mitteile und ob ich mitunter nicht einfach auch mal verzichte.

Bau dir erstmal ein Threadmodel, vor was und wem genau du dich schützen willst, was passiert im Falle eines Lecks? Wozu bist du bereit, wozu nicht?

Ich habe nach gründlicher Recerche rausgefunden: ich komme an IOS/Android nicht vorbei. Ich würde gerne GraphenOS nutzen, aber ein funktioniert nicht/vielleicht/eingeschränkt ist für Onlienbanking und (Ich habe Familie in Übersee) beim Reisen einfach nur bedingt praktikabel. Dafür nutze ich intensiv Fossify Apps, soweit es geht oder Fairemail, OSMand etc.

Wie gesagt, es ist immer ein Kompromiss, aber Aktionismus ist, was dich deinem Ziel am allerwenigsten vorwärts bringt. Und ja, das Thema zwingt zu viel Recherche, lesen, lernen und abwägen von Gefahren/Optionen.

Und nein, die US-Privacy-Szene hilft dir in Europa nur bedingt weiter, weil vieles da grundsätzlich anders läuft, etwa z.B. die klassische SMS dort einen ganz anderen Stellenwert hat als hier.
 
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Dudde schrieb:
Ich mach das mal in einen separaten Thread um kurz und knackig auf meine Frage einzugehen:
"Kurz und knackig" ist Dein Text wahrlich nicht. (Sowie div. interpretierende Beiträge hier ebenfalls nicht. 😉)

Und: Sicherheit ist relativ.
Nenn mir Deine Kriterien für Sicherheit - dann kann man dazu Stellung nehmen.

Ansonsten liest sich Dein Text eher nach "Fischen nach Zustimmung" - weniger nach einer Frage.

Verwende gmail, wenn Du möchtest - tue ich für bestimmte Aktionen auch - und gut ist. 🤷‍♂
 
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Dudde schrieb:

Ja, ich habe ein Konto für Google Play.

Dudde schrieb:
Da es sich dabei nur um PayPal und Amazon handelt, dachte ich mir einfach eine Google Mail nur für diesen Kram zu behalten.

Zu den Anbietern - da ist Gmail dabei

Kostenlose E-Mail-Adresse erstellen: 7 E-Mail-Anbieter im Check | IONOS

Besserer Datenschutz
  • mailbox.org
  • Posteo
  • Proton - es gibt ein kostenloses Konto mit Einschränkungen

Dudde schrieb:
ABER das bezieht ich nur über die deutsche Telekom (Magenta TV + paar Streaming Dienste gratis dazu.

Bei der Telekom E-Mail können bis zu 10 E-Mail Adressen vergeben werden:

Paketdetails Mail S​

Angebot​

  • Mail S

Monatlicher Preis​

  • kostenlos für Telekom-Anschluss-Kunden

Leistungen​

  • 1 GB E-Mail-Speicher
  • Werbereduziertes Postfach
  • Telekom Mail App
  • Sync-Plus
  • Datenhaltung in Deutschland
  • 10 E-Mail Adressen
  • 100 E-Mails am Tag / 1000 im Monat versenden
  • 32 MB große Anhänge
  • 500 MB große Link Anhänge
  • 30 Ordner
  • 15 GB MagentaCLOUD Speicher für Telekom-Anschluss-Kunden kostenlos zubuchbar *

Beim Provider-Wechsel wird halt aus einem Mail S Konto ein Freemail Konto - beides bei der Telekom.

Generell sollte der E-Mail-Provider und das Konto zur Sicherheitsanforderung passen - unten Mein Sicherheitsmodell. Ein Konto mit einer maximalen und hohen Sicherheitsanforderung muss abgesichert sein.



Mein Sicherheitsmodell

1. Identität & Konten

Die E-Mail-Adresse hat hier eine Schlüsselrolle und die Hauptkonten werden nach dem Zweck getrennt:
  • maximale Sicherheit - rechtlich/finanziell kritisch:
    Banken, Depot/Broker, Behörden (Finanzamt, Rentenversicherung, usw.), Verträge mit Identitätsbezug, usw.
  • sehr hohe Sicherheit - weniger kritisch, aber noch finanziell relevant
    Amazon, PayPal, Klarna, Revolut / Wise, Trading-Apps, Apple/Google Payments, usw.
  • hohe Sicherheit - weniger kritisch, aber wegen der Datensicherheit relevant
    Online-Dienste, wie Apple, Google, Microsoft, E-Mail, usw.
  • weniger kritisch
    Foren, Newsletter, usw.
Schutzmechanismen:
  • Passkey oder getrenntes und starkes Passwort (Passwortmanagement)
  • 2FA: TOTP (Authenticator-App) - wo dies nicht möglich ist SMS
Schützt gegen:
  • Passwortdiebstahl
  • einfache Phishing-Angriffe
  • Credential Stuffing
Rest-Risiko:
  • Phishing in Echtzeit (Push-/Login-Missbrauch)
  • kompromittierte E-Mail-Session
 
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Hallo zusammen, ich nutze meinen Gmail-Account nur für mein Smartphone. Sonst nicht weiter. E-Mails schreibe ich keine über Gmail, oder empfange auch keine. Was ich gut finde: Ich habe noch nie eine Junk-Nachricht erhalten.
 
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Ich nutze schon lange gmail, sogar mein gmail passwort ist im darknet aufgetaucht aber bisher hatte noch kein Fremder Zugriff. Ich sollte mal das Passwort ändern. Was soll an einer e-mail addy sicher sein ? Von mir aus können ruhig andere meine mails lesen. Geheimnisse gibts da nicht. Da es von google ist haben US amerikanische Geheimdienste Zugriff aber was sollen die mit meinen mails anfangen ?
 
Gmail ist sicher. vermutlich sogar einer der sichersten Anbieter.
Aber google analysiert deine Emails. Als Vorteil bekommt man den absolut besten Spamfilter der Welt. Das geht nur genau wegen dieser Emailanalyse so gut.
Google hat da auch noch nie ein großes Geheimnis draus gemacht.

Weil Google die "gmailify" Option abgekündigt hat, teste ich parallel Proton Mail. Aber da Proton Mail auch kein vollwertiges gmailify-Pendant bietet, werde ich eher nicht auf Proton Mail wechseln. Free würde ich vielleicht, aber das Free Volumen reicht mir nicht. Ich habe in gmail von Mails aus 2006 und finde das super, noch alte Rechnungen zu finden. Da will ich nicht drauf verzichten.
Ich sitze es erstmal im Parallelbetrieb aus, bis gmailify wirklich tot ist.

Ein weiteres Problem ist die Nutzung von gemeinsamen (Google) Kalendern mit der Partnerin. Das ist von Proton Mail aus ebenfalls nicht möglich. Ich musste sie ja schon beknien etwas anderes als Web.de zu nutzen, damit wir einen Kalender teilen können. Zu einem kostenpflichtigen Proton Account werde ich sie nie überredet bekommen, nicht mal wenn ich den für Sie bezahlen würde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nachdem hier viele GMail zu nutzen scheinen und mein Beitrag offenbar unter gegangen ist:

Wenn Google euren Account sperrt - wegen etwas das auf Youtube, im Playstore oder sonstwo passiert ist - dann verliert ihr natürlich auch den Zugriff auf den GMail Account und damit auf alle E-Mails die nicht runtergeladen wurden.

Kann sein, dass ein Nutzer einen Youtube Kommentar meldet o.ä. und man dann Pech hat. Kommt nicht super häufig vor, soweit ich weiß, aber dessen sollte man sich bewusst sein. Google hat keinen echten Kundenservice und man hat keine wirkliche Handhabe, wenn da fälschlich entschieden wurde.
 
@h00bi Ich bin vor einiger Zeit von GMail zu Proton gewechselt und habe auch eine Frau. Kann dir also praxisnahe Tipps geben.
"Gmailify" ist eine Weiterleitungsfunktion, oder? Momentan habe ich bei Google auch automatisches Weiterleiten zu meiner Proton Adresse an, das funktioniert also.
Proton bietet auch eine Programmierung (sieve) an, bei der du alle deine Mails automatisch filtern, einsortieren, labeln, usw. kannst.

Wegen Kalender:
Ich habe einen bezahlten Account, sie nicht. Meine Frau kann meine Kalender also ganz normal öffnen und anschauen.
Wenn sie mal einen Termin hat, erstellt sie sich den in ihrem eigenen Proton Kalender und fügt mich einfach als Teilnehmer dazu. Solange also min. 1 Person einen bezahlten Zugang hat, geht das recht easy.
 
FreshLemon schrieb:
"Gmailify" ist eine Weiterleitungsfunktion, oder?
Nein, gmailify ist eine Abholfunktion. Es ist vergleichbar mit der Proton Mail Importfunktion für Gmail.
Aber gmailify funktionert halt mit JEDEM Anbieter weil alleinig von google gesteuert, z.B. auch mit dem Netcup Mailserver, wo meine eigene Domain liegt.
Bei dem Proton Import muss der andere Anbieter ja mitspielen, also z.B. google.
Ergänzung ()

FreshLemon schrieb:
Wegen Kalender:
Ich habe einen bezahlten Account, sie nicht.
Aber sie hat trotzdem einen Proton Free Account für den Kalender? Das lehnt meine ab.
 
BeBur schrieb:
Wenn Google euren Account sperrt - wegen etwas das auf Youtube, im Playstore oder sonstwo passiert ist - dann verliert ihr natürlich auch den Zugriff auf den GMail Account und damit auf alle E-Mails die nicht runtergeladen wurden.

Das ist einer der Gründe, warum mein Google Account im Grunde nur für alles genutzt wird, was direkt mit meinem playstore account zu tun hat.

Proton und Tutanota nutze ich aus einem ganz einfachen Grund nicht: Ich kann keinen standard EMail-Client nutzen bzw. bei Proton nur in Verbindung mit der Proton Bridge. Das gleiche gilt für den Kalender.

Auch auf dem Handy müsste ich deren App nutzen statt FairEmail. Das ist für mich der Dealbreaker. Ich habe mich daher für Mailfence entschieden, mir schien das Paket am Besten, ist aber jedem nach seinen Vorlieben überlassen. Ich bin aber auch jemand, der keine Weblogins per Browser für Mails/Kallender mag, ich "brauche" da einen Client (meine Vorliebe).

Das Problem bei Google, Apple, MS etc. ist ja nicht direkt, dass sie meine Emails (Auch für Spamschutz) scannen können. Die Daten können leider auch missbraucht werden. Was heute eventuell unprobleatisch ist, vielleicht sieht es in 10 Jahren ganz anders aus.

Als ich Kind war, war es völlig normal "Negerkuss" zu sagen, das hatte keinen rassistischen Kontext, das war einfach der Name der Süßware. Dann musste es unbedingt in "Schokokuss" umbenannt werden, weil es "problematisch war. Weiß ich, ob ich in 5 Jahren Dank KI als Rassist geflagged werde, weil ich vor 20 Jahren eine Email mit einem Rezept für eine "Negerkusstorte" von meiner Mama zum Ausdrucken bekommen habe und die seit dem friedlich in meinem Postfach schlummert?

DAS ist eine meiner persönlichen Bedenken: Was vor 5, 10 oder 15 Jahren völlig "egal" war ist plötzlich "problematisch". Und dann wegen sowas seinen Account zu verlieren weil ich von einem Bot einfach mal geflagged wurde und nichtmal weiß wieso... muss ich nicht haben.
 
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