Kaufberatung 3D Drucker

Kingriki schrieb:
Der aktuelle Wandel am Markt hin zu Toolchangern, die weniger Müll produzieren erscheint es mir Wert diesen Abzuwarten.

Und da ich aktuell sehr eingebunden bin in Job und drei Kindern, wäre etwas warten nicht so tragisch, weil das Jahresende im Job und Familie immer sehr intensiv ist und eh wenig Zeit für ein Hobby bleibt.
Schätzungsweise wird es im Februar/März entspannter.

Nachdem Du ja Eingangs Dein Budget mit max. 1000 EUR genannt hast, würde ich an Deiner Stelle beim X2D für aktuell 749 EUR zuschlagen. Die Toolchanger-Geräte werden sicherlich nicht mit Deinem Budget zusammenpassen, da wirst Du noch lange warten müssen, bis da was passendes daherkommt.

Ich hab vor zwei Monaten beim X2D zugeschlagen, und habe ebenfalls drei Kinder. Gerade am Anfang braucht es eigentlich nur den Drucker, viel PLA und Makerworld. Damit druckst Du dann gefühlt einmal den halben Laden leer. Deine Kinder werden voll viel Sachen die wackeln, klicken und sich verwinden darin finden, die ja alle super toll sind, und die sie unbedingt brauchen. Also einfach mal ausdrucken. Meine Frau und ich haben eher Deko und die praktischen Sachen auf dem Radar gehabt und gedruckt. Dann fängt man mal an, Farben zu ändern und Größen anzupassen, dann wird beim X2D dank zweiter Düse erstmalig PETG als Stützmaterial verwendet, und so tastet man sich eben langsam vor. Ich hab noch nie selbst was konstruiert, und trotzdem macht es riesig Spaß. Und ja, man kann viel Zeit darin liegen lassen, aber man kann gerade am Anfang auch nur drucken ohne viel Ahnung zu haben und viel Zeit zu investieren.

Ich denke beim X2D hast Du innerhalb Deines Budgets schon ein sehr gutes Gerät gefunden, und dieses ist aufgrund der Bauraumheizung und dem zweiten Extruder nicht morgen schon veraltet. Die ganzen Toolchanger-Geräte sind sicherlich genial, aber halt aktuell immer noch sehr teuer und weit von der Mittelklasse entfernt.
 
flo222 schrieb:
Nachdem Du ja Eingangs Dein Budget mit max. 1000 EUR genannt hast, würde ich an Deiner Stelle beim X2D für aktuell 749 EUR zuschlagen. Die Toolchanger-Geräte werden sicherlich nicht mit Deinem Budget zusammenpassen, da wirst Du noch lange warten müssen, bis da was passendes daherkommt.
Den Snapmaker U1 gibt es derzeit ebenfalls für 749€ - und das ist ein Toolchanger. Ein sehr guter sogar.
 
Entgegen dem, was andere hier empfohlen haben würde ich für den Anfang einen Drucker wählen, den du technisch wirklich verstehst.
Auch wenn die Werbung natürlich etwas anderes verspricht, gerade am Anfang, wenn man sich mal von dem mitgelieferten PLA und den typischen Benchis und Flexi T-Rex wegtraut, klappt vieles nicht mehr auf Anhieb.

Da haftet das Filament nicht auf dem Bett, da warpt es, Überhänge sehen aus als würden sie Schmelzen, die Düse verstopft, der ganze Bauraum voller Spaghetti, etc.
Je komplexer dann das Setup desto schwieriger für einen Anfänger dahinter zu kommen, was hier eigentlich das Problem war und wie man es dauerhaft abstellt.

Meine Empfehlung für jemanden der einstiegt und nicht ganze genau weiß was und aus was er drucken wird:
  • CoreXY
  • Geschlossener Bauraum
  • Etablierter Hersteller, der auch eigenes Filament verkauft
  • Man hat sich vorher den Slicer angeschaut und für nutzbar befunden oder ist sicher, dass ein anderer Slicer auch funktioniert
  • 20cm x 20cm sollte für die meisten Dinge passen
  • Der Drucker sollte mindestens 6 Monate auf dem Markt sein und unabhängige Tests sollten für den geplanten Einsatzzweck passen.

Toolchanger, Filamentwechsler, Bauraum deutlich über 30cm x 30cm, Spezialformen wie Delta-Drucker würde ich tatsächlich als optional einstufen, wenn man nicht genau weiß, dass man es braucht. Eine Kombination mit Laser, UV-Drucker oder CNC finde ich auch nicht besonders toll. Ich würde hier, wenn der Platz vorhanden ist, auf mehrere Geräte setzen, die dann auch wirklich zum Anwendungsfall passen.

Multifilamentdruck mit Filamentwechsler ist mMn eines der am Meisten überschätzten Features überhaupt. Es verschwendet gewaltige Mengen an Filament, der Druck dauert sehr lange und zu 90% wird es für Nippes verwendet (z.B. Gelbe Ente mit weißen Augen und Schwarzer Pupille). Gerade wenn man nicht selbst konstruiert, sondern sich bei Thingyverse und Printables bedient, sind die allermeisten Multimaterialdrucke reine Optik. Dazu lässt sich das bei vielen aktuellen Druckern auch nachrüsten, man muss sich die MMU-Einheit nicht direkt mitbestellen.

Ansonsten: Da 3D-Drucker Rudeltiere sind, kann man sich dann beim 2. oder 3. Drucker das holen, was einem noch fehlt.
 
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SternburgExport schrieb:
Auch wenn die Werbung natürlich etwas anderes verspricht, gerade am Anfang, wenn man sich mal von dem mitgelieferten PLA und den typischen Benchis und Flexi T-Rex wegtraut, klappt vieles nicht mehr auf Anhieb.

Da haftet das Filament nicht auf dem Bett, da warpt es, Überhänge sehen aus als würden sie Schmelzen, die Düse verstopft, der ganze Bauraum voller Spaghetti, etc.
Ich habe mir im Laufe des Jahres von jeder Sorte Filament eine Rolle besorgt und mich rangetastet wie das Ergebnis ordentlich wird.

Wenn einem der Drucker dabei schon viel abnimmt, ist es umso besser.

TPU und ABS waren etwas fummelig aber nach etwas Tuning und Testen auch super druckbar.

Auch den Umstieg vom P2S auf X2D bereue ich keinesfalls. Die zweite Düse ist super nützlich. Entweder bei Zweifarbdruck oder eben bei unterschiedlichen Materialien.

Wenn das Geld da ist würde ich nach wie vor den X2D als Einstieg empfehlen.
 
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