[Kaufberatung] Eigenbau 4 Bay-NAS

chris2603

Lieutenant
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Apr. 2012
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Liebes Forum,

ich spiele schon seit langem mit dem Gedanken ein NAS zu zulegen. Da ich mir noch nicht so sicher war was es werden sollte und das nötige Kleingeld fehlte habe ich mir ersteinmal eine WD MyCloud mit 2 TB besorgt, diese ist mitlerweile beinahe voll.

Nach diversen recherchen und dem durchrechnen meines Budgets habe ich festgestellt das ich gerne eine 4-Bay Lösung möchte, diese aber von Synology und Qnap relativ hochpreisig sind. (ca. ~400€)

Aus diesem Grund möchte ich mir gerne selber ein NAS zusammenstellen. Außerdem habe hab ich wieder Lust einen PC zusammen zu bauen :D

Hauptsächliches Anwendungsgebiet ist Ablage und Streaming von DVD, Bluray und Musik in das lokale Netzwerk. Außerdem würde ich mir gerne die Option freihalten eine TV-Karte einzubauen und Fernsehen ins Heim-Netzwerk zustreamen.

Die Netzwerkumgebung wird eine Fritzbox 7330 angeschlossen per LAN daran ein PC und per Wlan eine Android TV Box (XBMC), Android Tablet und 2 Android Smartphones.

Die Konfiguration die ich mir vorstelle sieht wie folgt aus:


Würde mich über Vorschläge zu alternativen oder Bewertungen meiner Zusammenstellung sehr freuen, damit ich weiß ob ich die richtigen Kompenenten habe.

Gruß

chris2603
 
Statt dem E350 -> http://geizhals.de/asrock-q1900-itx-90-mxgrs0-a0uayz-a1102397.html (wesentlich mehr Leistung bei weniger Verbauch + lautlos)

Evtl auch über ein MB + Intel Celeron G1840 nachdenken, vom Idle Verbrauch ist das relativ ähnlich.

Performance von NAS4Free kann je nach Setup relativ bescheiden sein, mal über OpenMediaVault nachdenken und ob man das ganze OS nicht auf eine SSD spielt (USB Sticks haben nicht unbedingt die allerhöchste Lebensdauer als OS Laufwerk).
 
Danke für die Antworten.

Den HP Server habe auch schon lange im Auge Preis / Leistung ist er wohl absolut top. Habe zu dem Gerät auch sehr wenig schlechte Meinungen gelesen. Nur meine ich das dieser nicht ganz so leise ist. Jemand konkrete erfahrung hierzu?

Klar würde ich auch ne SSD verbauen. Die Frage stellt sicht nur wie ich bei einem mini ITX 4 Platten ran bekomme + eine SSD ohne eine PCI Karte.

Jemand nen Tipp?
 
chris2603 schrieb:
Die Frage stellt sich nur wie ich bei einem mini ITX 4 Platten ran bekomme + eine SSD ohne eine PCI Karte.
µATX kaufen. Die Größe scheint ja nicht so ausschlaggebend zu sein, wenn du das vergleichsweise große Gehäuse auswählst.
 
Ich habe bei mir ein ähnliches Setup (allerdings mit 5 Platten), auch an einem E350. Allerdings läuft der schon einige Jahre. Würde heute wohl auch das Q1900 nehmen. Zum OS@USB: Hatte ich anfangs ebenfalls, der Stick ist mir durch die häufigen Zugriffe recht schnell kaputt gegangen. Ich habe seitdem einfach eine kleine Partition auf einer der Datenplatten mit drauf. Ich habe Ubuntu Server laufen, allerdings gilt ja eh für alle Linux-Server-Systeme, dass man diese Partition sehr kompakt halten kann.
Ist zwar keine allzu saubere Lösung, aber allzu großes Schadpotential habe ich da auch nie gesehen und da ich alle verfügbaren SATA-Ports hauptsächlich für Daten nutzen will, ist das für mich die beste Variante.
 
chris2603 schrieb:
Den HP Server habe auch schon lange im Auge Preis / Leistung ist er wohl absolut top.

Leider ist der mittlerweile Asbach (die Neuauflagen alle wesentlich teurer), für das selbe Geld bekommt man eine MB+ Intel G1840 Kombie (+ Gehäuse etc) die wesentlich mehr Power hat und den selben Verbrauch.

Diese Kombie würde auch deine Sata Probleme lösen, weil 6 Sata sind da ja kein Problem (~20€ teurer gegenüber J1900 Variante).
Alternativ kannst du auch einen Sata Controller kaufen, der kostet ca 20€, da kannst du gleich den G1840 nehmen. Alternativ kann man die SSD z.B. per USB anschließen, da kommst du aber auch wieder bei 20€ für ein USB Gehäuse raus -> G1840.
 
chris2603 schrieb:
Den HP Server habe auch schon lange im Auge Preis / Leistung ist er wohl absolut top. Habe zu dem Gerät auch sehr wenig schlechte Meinungen gelesen. Nur meine ich das dieser nicht ganz so leise ist. Jemand konkrete erfahrung hierzu?

Ich habe so ein Teil hier schon seit ein paar Jahren stehen. Der Lüfter ist auf jeden Fall deutlich hörbar, der Server ist auf jeden Fall nichts für Silent-Fans. Allerdings würde ich die Geräusche nicht wirklich als laut bezeichnen, deutlich hörbar auf jeden Fall. Wenn ich Musik über Kopfhörer laufen habe, höre ich allerdings nichts mehr davon. Da der Server nicht dauerhaft läuft, sind mir die Geräusche auch ziemlich egal, ich kann mir allerdings schon vorstellen, dass empfindliche Naturen sie als zu laut empfinden würden.

Ein enormer Pluspunkt ist auf jeden Fall die geringe Größe. Ich habe hier ein Expedit-Regal von Ikea, da passt das Ding prima in ein Fach rein. Wenn Du selber einen Rechner in der Größe zusammenbauen willst, wird die Liste der möglichen Komponenten schnell recht übersichtlich. Wenn allerdings µATX reicht, würde ich heute wohl auch die Celeron-Variante selber bauen.
 
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CvH schrieb:
Leider ist der mittlerweile Asbach (die Neuauflagen alle wesentlich teurer), für das selbe Geld bekommt man eine MB+ Intel G1840 Kombie (+ Gehäuse etc) die wesentlich mehr Power hat und den selben Verbrauch.
Der HP-Server hat aber Wechselrahmen und ein sehr kompaktes Gehäuse. Wer das nicht braucht, kann natürlich auch selber bauen, dann aber mit µATX/ATX. Da sind dann auch 8 SATA-Anschlüße preiswert und ohne Zusatzkarten kein Problem.
 
Hey,

hast du drüber nachgedacht auf ZFS zu setzen?

Ist IMO das mit Abstand beste Dateisystem für NAS Systeme. Du gewinnst jede Menge Sicherheit (kein Risiko durch Silent Data Corruption), kannst unendlich viele Snapshots machen und sparst dir teure Raid Controller.
 
KurzGedacht schrieb:
Ist IMO das mit Abstand beste Dateisystem für NAS Systeme. Du gewinnst jede Menge Sicherheit (kein Risiko durch Silent Data Corruption), kannst unendlich viele Snapshots machen und sparst dir teure Raid Controller.

Ob nun Software Raid5, Software ZFS oder gar btrfs macht im Endefffekt nicht die Welt an Unterschied. Diese Softwarelösungen kannst du aber nicht mit einem Hardware Raid vergleichen. Für zuhause reichen die Softwarelösungen aber allemal.

Von ZFS kann man jetzt halten was man will, dafür würde ich mir jetzt aber kein NAS4Free anschaffen, wenn man das wirklich haben wollen würde, könnte man es ja auch in OpenMediaVault benutzen (per Plugin).
 
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CvH schrieb:
Ob nun Software Raid5, Software ZFS oder gar btrfs macht im Endefffekt nicht die Welt an Unterschied. Diese Softwarelösungen kannst du aber nicht mit einem Hardware Raid vergleichen. Für zuhause reichen die Softwarelösungen aber allemal.

Von ZFS kann man jetzt halten was man will, dafür würde ich mir jetzt aber kein NAS4Free anschaffen, wenn man das wirklich haben wollen würde, könnte man es ja auch in OpenMediaVault benutzen (per Plugin).

Jetzt bin ich gespannt.

Warum kann ich die Software Lösungen nicht mit einem Hardware Raid vergleichen? Sie erfüllen schließlich die gleiche Aufgabe.

Hardware Raid hat gegenüber Software Raid unter bestimmten Umständen Vorteile. Umgekehrt gilt das aber genauso.

Mal ganz abgesehen davon, dass kein mir bekannter Hardware Raid Controller die Funktionen von ZFS ersetzen kann.

Ich setze sowohl Hardware Raid 5, als auch Software Raid 5 (mit mdadm) und RaidZ1 (also Raid 5 mit ZFS) ein und würde behaupten, dass es da ganz erhebliche Unterschiede gibt.

Ein Hardware Raid 5 mit ordentlichem Controller ist jedenfalls nicht unbedingt schneller als ein RaidZ1. Dazu würde ich behaupten, dass das RaidZ1 sicherer ist.
Warum also kann ich das nicht vergleichen?

edit: Du hast natürlich völlig Recht, dass die Software Lösungen für den Heimgebrauch ausreichen. Sie sind meistens sogar zu bevorzugen, da sie billiger und flexibler sind.

edit2: Nas4free würde ich auch nicht nehmen. Finde OmniOS bzw. napp-it genial (http://www.napp-it.de/), Für den privaten Gebrauch kostenlos und prima durch Plugins erweiterbar.
 
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