Kaufberatung Router, Fokus auf WLAN

40l0so

Lieutenant
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726
Guten Abend liebe Community,

nach langem Ärger mit Vodafone und der bekannten Easybox 804 (Schrott), möchte ich mir nun einen neuen Router für meinen 50Mbit Anschluss zulegen.
Es werden ca. 10-12 Geräte damit verbunden, davon sind meist nur 2-4 gleichzeitig aktiv die auch wirklich Bandbreite nutzen. (Ps4, Fire Tv, Smartphone und Notebook zB)
Da ich mitten in Berlin lebe und ich so einige Nachbarn habe, hatte ich bisher immer Probleme mit den Kanalzuweisungen (da natürlich jeder wie wild jeden Kanal belegt...).
Das größte Problem ist, das die Easybox es nicht schafft, das WLAN Signal bis ins Wohnzimmer zu senden (2-3m Entfernung keine Wand). Hab auch schon mein Glück mit einem Fritz Repeater probiert, aber leider kann der nur das weitersenden was ankommt - nichts.

Nun habe ich zwei Kandidaten rausgesucht die mir bisher zusagen
AVM Fritz Box 7530
AVM FRITZ!Box 3490

Kann einer von Euch eventuell direkt Erfahrungen teilen und oder die Vorschläge absegnen ?
Nehme natürlich auch komplett andere Vorschläge an =)

Budget liegt so bei 100€ pi mal Daumen.

LG
 
7530 zukunftssicherer und kann mehr
 
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Ob dir ein neuer WLAN-Router hilft sei mal dahingestellt. Auch das WLAN von Fritzboxxen ist nicht über jeden Zweifel erhaben.

Wenn zuviel Konkurrenz im WLAN herrscht - dies gilt in der Regel nur für WLAN-n @ 2,4 GHz - kann man eigentlich nur auf WLAN-ac @ 5 GHz ausweichen. Je nach Bausubstanz kann es aber sein, dass 5 GHz eine geringere Reichweite hat, weil das hochfrequente Signal stärker von Wänden, etc absorbiert wird. Zumindest zum Teil wird das aber durch die deutlich höheren Übertragungsraten kompensiert.

Repeater verschlimmern bereits schlechte WLAN-Umgebungen noch weiter, weil eine weitere Funkstrecke dazukommt. Wenn FritzRepeater, dann bitte via LAN-Kabel an den Router anklemmen und als Access Point konfigurieren.
 
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Telefon-Anschlüsse oder DECT nötig? Dann die 7530

Ohne Telefon (DECT oder analog) ist die 3490 eine gute Wahl. VOIP kann sie über (W)LAN übrigens auch.
 
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@Raijin ich stimme in jedem Punkt zu. Eine Kabelverbindung zum Repeater muss ich leider vorerst mit dem Vermieter abklären, da ich hierfür paar Bohrungen machen müsste. Was ärgerlich ist, dass einige Geräte eben kein 5Ghz können und und daher 2.4Ghz nutzen "müssen".
Der neue Router soll zusätzlich auch einfach ein besseres Management ermöglichen als die Easybox, ich kann das Dashboard nicht mehr ertragen. :evillol: Der Thread soll zusätzlich der allgemeinen Kaufberatung eines "ordentlichen" Routers dienen.
Aber vielen Dank schonmal!

Habe noch ergänzend zwei Router gefunden, die mir von den "Möglichkeiten" relativ gut gefallen. Bevor es dann eine Fritzbox wird, dachte ich - zieh ich diese mal in Erwägung.
Asus RT-AC68U
Asus RT-AC58U

Vielen Dank schonmal an alle Poster :)
 
N1nuzzo schrieb:
...
Eine Kabelverbindung zum Repeater muss ich leider vorerst mit dem Vermieter abklären, da ich hierfür paar Bohrungen machen müsste...

Wieso ? Wenn du die Bausubstanz nicht veränderst, darfst du bohren wie du willst, ohne vorher die Erlaubnis einholen zu müssen.
 
Dachte ich auch, jedoch ist unser Vermieter altbacken und da gabs mit dem Vormieter schon einige Probleme. (Man müsste baubedingt direkt durch einen Rahmen der Zimmertür)
 
Es gab vor einigen Jahren ein Grundsatzurteil, dass "das Bohren von Löchern zum Zwecke der Kabelverlegung Bestandteil der sachgemäßen Nutzung eines Mietobjekts ist". Selbst etwaige Klauseln im Mietvertrag, die eben dieses verbieten, sind null und nichtig. Der Vermieter kann höchstens verlangen, dass die Wohnung beim Auszug wieder auf den alten Stand gebracht wird, die Löcher also zugespachtelt werden müssen. Und natürlich müssen die Bohrarbeiten im Rahmen bleiben. Einen Mauerdurchbruch für eine Durchreiche erfüllt diese Bedingung wohl kaum.

Da ich jedoch kein Jurist bin und obige Erkenntnis nur auf eigener Recherche basiert, übernehme ich natürlich keine Haftung dafür ;)

Allerdings ist es sogar so, dass gut verlegte Kabel - im Idealfall mit Dosen - sogar den Wert der Wohnung steigern können. Schließlich würde der Nachmieter vor demselben Problem stehen wie du.

Wie dem auch sei. Was die Asus-Router angeht, musst du gebauer hinsehen. Diese haben kein Modem und können daher unabhängig vom DSL-/Kabelabschluss genutzt werden, benötigen aber eben zusätzlich ein separates Modem, über das letztendlich die Internetverbindung hergestellt wird. Easyboxxen und Fritzboxxen haben eingebaute Modems.
 
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Wow, vielen Dank für diese Infos, werde diesbezüglich nach der Arbeit auch nochmal schauen. Aber klingt so natürlich erstmal plausibel!
Das mit dem DSL Modem muss ich übersehen haben - Wenn Asus dann der DSL-AC68U.
Würdest Du denn eher AVM oder Asus in Betracht ziehen ? Die 7530 "brauche" ich nicht, da kein DECT genutzt wird. Dann eher die 3490, oder eben den genannten Asus Router - bieten Beide für mich interessante Funktionen (VPN, USB Anbindung für Storages, ...)
Und laufen hoffentlich stabiler als meine bisher zwei EB 804. (auch im Bezug auf überhaupt laufen - ohne nervige Restarts)

Aber danke schonmal für sehr informativen Beiträge!
 
N1nuzzo schrieb:
Würdest Du denn eher AVM oder Asus in Betracht ziehen ?
Solche Fragen sind schwierig. Da ich weder noch über einen relevanten Zeitraum im Einsatz hatte bzw genauer gesagt bei anderen im Einsatz gesehen und konfiguriert habe, kann ich keine belastbare Empfehlung geben. Prinzipiell genießt AVM auf dem deutschen Markt einen guten Ruf, der zwar nicht immer an allen Stellen gerechtfertigt ist, aber das Gesamtpaket muss sich keineswegs vor der Konkurrenz verstecken.

Auf 100 Fritzboxxen kommen in Deutschland gefühlt 5-10 Asus Modem-Router. Bei den Routern ohne Modem wird es für Asus wohl etwas besser aussehen. Das muss aber explizit nicht heißen, dass die Asus-Router schlecht sind!

Den USB-Port als Datenspeicher würde ich aber sofort vergessen, wenn es um mehr als ein paar Office-Dokumente geht. Auch wenn da teilweise von USB 3.0 die Rede ist, werden nicht mal ansatzweise solche Geschwindigkeiten erreicht. Nicht selten schaffen USB-Speicher am Router nur 5-10 MByte/s. Zum Vergleich : Ein halbwegs vernünftiges NAS für den schmales Geldbeutel kommt auf 50+ MByte/s.
 
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Dann bleib ich wohl bei meinem Raspberry@OpenMediaVault, das läuft zumindest über meinen Switch relativ stabil (sofern es die Easybox zulässt).
Okay dann bedanke ich mich rechtherzlich bei dir! Ich werd nochmal ein wenig das Web durchstöbern und mir die EB erstmal austauschen lassen und ein Kabel verlegen, damit ich überhaupt erstmal wieder konstant Netz bekomme. Ein neuer Router wirds auf lange Sicht aber denke trotzdem :)
 
Raijin schrieb:
Nicht selten schaffen USB-Speicher am Router nur 5-10 MByte/s. Zum Vergleich : Ein halbwegs vernünftiges NAS für den schmales Geldbeutel kommt auf 50+ MByte/s.
Eine Ausnahme hiervon: Eine Fritzbox 4040 mit OpenWRT (FritzOS nicht getestet): 110MByte/s lesend, 60-70 schreibend (Sandisk 64GB UltraFit, also Billigstick)

Und OpenWRT für die 7530 (gleicher Chipsatz wie die 4040) ist in Arbeit ;)
 
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till69 schrieb:
Eine Ausnahme hiervon: Eine Fritzbox 4040 mit OpenWRT
Das ist dann in der Tat eine Ausnahme. Nach meinem Kenntnisstand ist nämlich sonst auch das "NAS" der Fritzboxxen schnarchlahm.
 
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