Kennt jemand ein Abnehm-Medikament dass nicht beschiss ist?

andi_sco schrieb:
Magenverkleinerung
Ist eher ultima ratio, wenn Ernährungsumstellung und Sport zu keiner adäquaten Gewichtsreduktion führen.
Magenband und Schlauchmagen sind noch halbwegs vertretbar, der Magenbypass birgt diverse Risiken, erfordert danach lebenslange Medikamentengabe (vor allem Vitamin B12, welches im Magen resorbiert wird) und (Spät)Komplikationen (Dumping Syndrom) und man sollte sich auch immer im klaren sein, das abgesehen vom Magenband alles irreversible Eingriffe sind.
In der Regel werden solche Eingriffe aber auch nur bei massiver Adipositas eingesetzt.

Medikamente gibt es meines Wissens nach keine, die relevanten Einfluss auf die Nahrungsaufnahme haben.
Effektiver als Kohlehydratblocker sind vermutlich größere Mengen von Abführmitteln, um die Magen-Darm-Passage zu beschleunigen, kommt aber auch nicht ohne (teilweise gefährliche) Nebenwirkungen.

Ich hab auch keine Lust auf Sport und muss mir auch mindestens drei mal die Woche in den Hintern treten, meine 30-45 Minuten Kardio und danach 60 Minuten Muskelaufbau zu machen, aber ohne Sport dauert mir das einfach zu lang und ich muss auf viel verzichten.

Ich habe meine Ernährung auf viele Ballaststoffe und möglichst wenig KH umgestellt, statt Weiß- oder Mischbrot/Brötchen gibt es Schwarzbrot oder Haferbrot (ohne Mehl), Quark mit Obst und/oder Haferflocken, Vollkornnudeln statt Normaler.

Im Endeffekt musst du aber das passende Rezept für dich finden, ich brauche die Ballaststoffreichen Sachen für mein Sättigungsgefühl, dann kommen auch keine Heißhungerattacken und ich komme lange ohne Mahlzeit aus, aber was bei mir passt, muss bei dir nicht funktionieren.
 
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versteht mich nicht falsch ich hab das zeug nicht tatsächlich abgesetzt aber bei jeder Lebensmittelgruppe findet man einen grund warum es aus abnehmtechnischen oder gesundheitlichen gründen schlecht ist. Die Debatten über Fleischverzehr sagen ja alles, dasselbe zu Eier und Cholesterin. Und es ist ein Fakt dass sogar viele Gemüsearten zucker haben. Und Obst erst Recht. Denn wenn Fruchtsäfte Tabu sind, beim Obst ist das noch extremer. Fruchtsäfte werden zumindest oft mit Wasser vermatscht.

Deswegen lehne ich eine Ernährungsumstellung ab, esse aber auch nicht wirklich ungesund. Ich koche jeden tag selbst mit frischen Zutaten. Eine ausgewogene Ernährung, jeden Tag etwas anderes. Mal gibt's Fleisch, mal gibt's Fisch, mal mit Nudeln, mal mit Reis. Japanische Küche ist auch ganz vorne. Suppen und jeden Tag nen Apfel bzw. anderes Obst zwecks Vitaminzufuhr. Aber das Problem bei einer ernährungskuhr ist dass bei allem, wirklich allem was du isst sagt dir der eine "Ja, das ist voll gesund" und der andere "Bah! Das ist voll ungesund! Damit nimst du nie ab."

Ich esse auch keine großen Mengen mehr. Frühs trink ich eigentlich nur Kaffee - Verdauung und so. ansonsten esse ich eigentlich nur Abends, außer halt den Apfel am Tag.

Und nebenbei was den Therapeuten angeht, sowas funktioniert bei mir nicht. Ich bin nebenbei offenbar auch immun gegen medizinische Hypnose. und keiner, wirklich kein Arzt und erst recht kein Psychologe hat mich jemals ernst genommen. Aber das ist auch Wurst. Denn meine Depression liegt nicht an einem Trauma, einer beschissenen Kindheit oder sonst irgendwas worüber man sich hinweg therapieren kann. Ich kämpfe dagegen an aber sich jeden Tag mit Sport und Entzug von allem was Spaß macht zu verschlimmern, nein danke.

Ich arbeite an meinem Ziel aber bevor ich überhaupt daran denken kann es zu erreichen vergehen noch ein paar Jahre und ich würde mich gerne möglichst noch solange am Leben erhalten bis ich es angehen kann. Hätte ich einen Cheat Code zum Abnehmen wäre zwar nach wie vor die ganze Welt gegen mich aber wenigstens würde ich mir selbst weniger vorkommen wie ... nunja. Aber da das im Grunde so irrelevant ist versteht ihr sicher warum ich mich weder zu Sport noch zu gesunder Ernährung durchringen kann. zumindest noch nicht.
 
Kokujou schrieb:
aber bei jeder Lebensmittelgruppe findet man einen grund warum es aus abnehmtechnischen oder gesundheitlichen gründen schlecht ist.
Dann beziehst du Infos aus minderwertigen Quellen. Das übliche Mediendrama kann man schlicht ignorieren, das ist alles nur Clickbait.

Mein Eindruck ist aber insgesamt, dass du insgesamt zu wenig Leidensdruck hast bzw. Änderungsbereitschaft noch zu gering ist. Es soll halt einfach gehen, das geht leider nicht. Wenn du wirklich jetzt was verändern willst musst du deine Komfort-Zone verlassen und auch akzeptieren, bisherige Wahrheiten zu hinterfragen.
Ansonsten machst du jetzt einfach weiter wie bisher, was auch voll ok ist, du sagst ja du bist nicht stark übergewichtig. Vom Eindruck her wäre eine Behandlung der psychischen Probleme sowieso erst einmal angebracht bevor das Gewichtsthema angegangen wird. Dir ist sicher schon klar, dass Depression nicht immer bzw. nicht immer nur mit Therapie behandelt wird, sondern ggf. auch Medikamenten-begleitend. Ich vermute aber auch hier, dass du das für dich ausschließt.

In der Summe bleibt nicht viel übrig an sinnvollem Ratschlag. Du willst unbedingt deinen eigenen Weg gehen, was voll ok ist und hast hier jetzt ein bisschen Input bekommen zum Thema.
 
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Kokujou schrieb:
Und sobald man was anderes ist als Wasser und Tofu ist man selbst dran Schuld.
1. keine Süßgetränke mehr (Cola, Fanta ...)
2. Alkoholkonsum einschränken oder ganz sein lassen
3. Süßkram generell einschränken (Achtung vor den versteckten Zuckerarten)
4. Fettige Speißen und Getränke meiden oder reduzieren (z.B. von 3,5% Milch auf 1,5% Milch wechseln
5. Fertiggerichte meiden (Pizza, Lasagne ...)
6. wenn das alles nix bringen sollte würde ich zum Arzt und Ernährungsberater gehen

Viel Erfolg!
 
@Kokujou

Du scheinst da sehr viel Halbwissen zu haben und wenig belastbare Informationen, was du wirklich machen sollst.

Der einzige Weg, der dich zum Erfolg führen wird, ist deine Kalorienaufnahme auf deinen Kalorienbedarf abzustimmen. Daher ja meine Empfehlung einer Grundumsatzbestimmung.
Diese ganze Kacke mit das darfst nicht, das ist ungesund, ihh wie kann man nur...vergiss es. Es ist VÖLLIG wurscht, was du isst, wenn du nur deinen Verbrauch mit deiner Aufnahme abstimmst und ein wenig auf Mischkost achtest.

Du willst Cola trinken: Juhu rein damit,
Du willst nen Stück Schokolade essen: aber klar,
Du willst mal so richtig reinfuttern und stopfen: sicher doch,
solange das nicht der Normalzustand ist.
Nur mal ein Wert in die Runde geworfen: 1kg reines Fett (energiereichste Speicherform) hat ca. 7000 Kcal. Willst du also 10kg abnehmen musst du 70000 Kcal weniger aufnehmen oder mehr verbrauchen, als deinem Grundumsatz entspricht.

Du willst keinen Sport machen? Dann lass es, aber dazu mal angemerkt: Sport macht anfangs echt keinen Spass, der entwickelt sich erst, denn es ist ein echt GEILES Gefühl, wenn man etwas schafft, was man sich nie zugetraut hat (bei mir wars die erste Radtour auf nen Berg). Nimm dir halt einen Sport vor, der dich nicht von Anfang an ankotzt. Ich z.B. würde NIEMALS freiwillig joggen gehen, obwohl man das doch lieben müsste und es so toll ist.

Wichtig ist: bau Muskelmasse auf, denn Muskeln brauchen auch in Ruhe RICHTIG viel Energie. Konzentrier dich dabei auf die großen Muskeln.

Und abschließend: deine Essgewohnheiten sind schlecht. Du isst die Hauptmahlzeit am Abend, wenn dein Körper schon im Speichermodus rennt. Dein Organismus lernt, dass er tagsüber in der Hauptaktivitätsphase (und das ist physiologische festgelegt) einen Mangel hat und fährt daher dauerhaft im Krisenmodus. Versuch es mit mehreren kleinen Mahlzeiten, damit du aus diesem Teufelskreis rauskommst.

LG
 
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Wie viel wiegst du?
Wie groß bist du?
Wie alt bist du?

Mein eigener Weg (80 % Ernährung/20 % Bewegung)

1. Grundumsatz berechnen
2. Leistungsumsatz berechnen

Damit kennst du deinen Kalorienbedarf.

3. Eine nachhaltige gesunde Ernährung erfordert eine Verhaltensänderung.

4. Ernährungstagebuch führen (1 Monat).

5. Ist man bei der Ernährung gebildet, benötigt man keine Ernährungsberatung. Das sehe ich bei dir aber nicht, deshalb --> Ernährungsberatung mit deinem Tagebuch. Schaden tut es nicht.

6. Mit der Zeit sind Lebensmittel gleichzeitig hochkalorischer und komprimierter geworden.

Was bedeutet das? Du kannst dir in der "modernen" Welt eine Tafel Schokolade zwischen die Zähne hämmern und hast 534 kcal zugenommen. Du kannst eine Tüte Chips vernichten und hast 544 kcal hinter dir. Eine 1,5 l Flasche Apfelschorle am Tag, weil du kein Wasser magst? 390 kcal.

Machen solche Lebensmittel satt? Nein.

7. Wasser, ungesüßten Tee, Kaffee ohne Zucker. Wasser kann man entsprechend pimpen mit Zitrone, Ingwer, ein Schuss Saft (100 %). Stumpf Wasser muss es also nicht sein.

8. Die klassischen Süßigkeiten weglassen. Alternativ Karotte mit Kräuterfrischkäse, Nüsse (wertvolles Fett) etc.

Kontrolliert Süßigkeiten essen aber Achtung, ich konnte es beispielsweise nicht. Schokolade nur lutschen und nicht direkt kauen.

9. One apple a day ... Jeden Tag ein Stück Obst oder Gemüse.

10. 16:8 Intervallfasten.

11. Langsamer Essen

12. Spazieren ist wohl das Einfachste der Welt. Fang mit x Minuten am Tag an, steigern kann man immer noch. Einfach immer (jeden Tag) in Bewegung bleiben, damit man fit bleibt. Muss nicht spazieren sein.

12. Egal ob du schwimmst, ins Fitness-Center gehst: mindestens 2 Mal in der Woche, sonst kannst du dir das schenken.

Setz' dein Pferd nicht auf Sport, sondern auf Ernährung. Du gehst 1 Stunde joggen? Hey, du hast nur einen Snickers abgenommen, wenn du den danach wieder isst, bist du bei +-0.

13. KEIN cheatday einführen. Bei mir läuft es so: Wir gehen mindestens einmal in 2 Wochen fett essen (zurzeit Buffet beim Asiaten), als Motivation hilft mir das sehr.

Alles abhängig davon, wie stark übergewichtig zu bist.

Wiegen einmal die Woche an einem Routinetag. Morgens nach dem Aufstehen und vor dem Kacken? Ok, dann aber immer zu diesem Zeitpunkt.

Wichtig: notieren, denn Erfolge, und wenn es nur 100 g sind, bestätigen und motivieren.

Übrigens: Eine Magenverkleinerung setzt eine Verhaltensveränderung voraus. Das ist ein langer Prozess und wird nur durchgeführt, wenn eine angepasste Ernährung nicht zum Erfolg führt. Kein Arzt der Welt wird dich operieren, wenn du dein Verhalten nicht geändert hast.
 
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Kokujou schrieb:
Ich esse auch keine großen Mengen mehr. Frühs trink ich eigentlich nur Kaffee - Verdauung und so. ansonsten esse ich eigentlich nur Abends, außer halt den Apfel am Tag.
Vielleicht erreichst Du schon eine Menge, wenn Du nur die Zeitpunkte umstellst. D.h., am Morgen gut Frühstücken, mittags normal und am Abend wenig essen plus über den Tag immer gut reines Wasser trinken.
 
Die Motivation zum Sport steigert sich auch ungemein, wenn man das mit Freunden/Bekannten macht.

Nach meinem Sporteinbruch durch Corona hab ich das auch schleifen lassen, bin dann dieses Frühjahr (Mai) mit Mountainbiking angefangen. Im Bekanntenkreis sind Leute die das verschieden intensiv betreiben wo man sich dann dran hängen kann wenn es zeitlich passt.
Im Mai war ich nach 20km mit 600 Höhenmeter im Gelände tot. Für 2 Tage. Im Juli bin ich mit paar Bekannten 63km mit 1500 Höhenmeter im Gelände fahren. Morgens um 9 am Auto los, Abends um 8 wieder am Auto, viel geflucht, aber am Ende doch schwer zufrieden.
Die Runde die mich am Anfang tot gemacht hat fahre ich jetzt, je nach Gruppe sehr entspannt mit oder halt mit den Bekloppten auf Zeit - und bin danach wieder einen halben Tag tot. Aber auch Glücklich.

Die Motivation die eine Gruppe mitbringt sollte man da nicht unterschätzen.
Fitnessstudio ist, wenn man ehrlich ist, bezogen auf die Übungen an Monotonie kaum zu schlagen. Da finden sich dann aber halt auch Leute mit denen man quatschen kann. Donnerstag ist es bei uns im Studio halt meistens Wer wird Millionär gucken und zerreden gewesen. Das Motiviert dann wieder.
 
Ich bin 1.83 und wiege 115 kilo. Gott sei dank denn ich komm mir vor als hätte ich 120/130 drauf, bin seit wochen nicht mehr auf die Wage gestiegen, aber gott sei dank nur 115 XD

Ich hab meine Ernährung soweit umgestellt wie ich es aushalte. Von 3 kilo Putengeschnetzeltes mit Sahnesoße und Nudeln am tag auf 500g stark variierende Hausmannskost. Süßigkeiten kaum und wenn nur im Ausnahmefall. Keine Cola, kein Alk, keine sonstigen Drogen (brauch ich eh nicht). Ich versuch so viel ungesüßtes zeug zu trinken wie ich reinkriege. manchmal hab ich derbe durstattacken und könnte ausm bottich saufen, manchmal bleibts bei einem Liter am Tag, weil ich sone Mischdinger wie Frucht-Wasser oder Schorle einfach widerlich finde. Ich quäle mich nicht durch meine Ernährung. Alles was ich esse ist selbstgekocht. oder halt mal ein Restaurant. ganz selten mal n Fast-Food. Macces, n schöner Döner. aber das eher so auf einmal im Jahr basis...

Das ist alles was ich mir abverlangen kann. natürlich könnte man jetzt argumentieren dass vemrutlich alles was ich koche für die Füße ist, 90% davon fett macht, aber was hab ich denn sonst im Leben? Ich hab keine Freunde oder so mit denen ich joggen gehen könnte. Und offenbar ist joggen auch wieder völlig Sinnlos wenn man nur einen Snickers damit verbrennt.

Wisst ihr was das Problem ist? Nihilismus. Der Gedanke dass alles vollkommen sinnlos ist. Es gibt keine Hoffnung. Alles was man macht ist vergebens. Klar ich könnte mirmein Leben jeden Tag zur Hölle machen. Sport. Nie wieder ein Kohlenhydrat essen. Mich von Wurzeln und Kraut ernähren. Aber wozu? selbst wenn ich aussehe wie Gott, dann kann ich mich selbst besser leiden aber was bringt das wenn man für dne Rest der Welt nach wie vor ausschuss ist?

Ich meine allein hier höre ich 8 verschiedene aussagen raus. Allein schon übers Ernährung umstellen kommen hier x verschiedene Meinungen. und von Ernähurngsberatern kommen auch je 20 neue. meiner meinung nach ist dieses Kalorien zählen doch auch nur ne Ausrede. Du rechnest solange rum bis du dir endlich deinen Schokoriegel reinzwängen kannst. Das sind doch alles nur ausreden. Dasselbe wie Sport. die einen sagen jogge halt, die andern sagen jogge auf keinen Fall, fahr lieber Rad. andere sagen sport ist komplett überflüssig und schadet dem abnehmen mental sogar eher...

ich glaub ich futter einfach jeden Tag n paar chips capsaicin... vielleicht funktioniert das ja
 
Ich kann jetzt nur von mir reden.
Ich bin, nur über Ernährungsumstellung von 96,6 auf 79 kg in einem Jahr runter.
Teilweise, wegen Homeoffice, weniger Bewegung als sonst.

Niemand möchte "Nie wieder ein Kohlenhydrat essen. Mich von Wurzeln und Kraut ernähren."
Ich esse auch mal was Schokolade oder Lakritz oder Obst (alles mit Zucker)
Bei mir bringt halt Vollkornnudeln statt "normaler", Pute statt Schwein, mehr kleinere Mahlzeiten statt mehrerer großer was.
Bei dir lese ich raus, dass es primär die Getränke sind.
(Zitat: Ich versuch so viel ungesüßtes zeug zu trinken wie ich reinkriege. manchmal hab ich derbe durstattacken und könnte ausm bottich saufen, manchmal bleibts bei einem Liter am Tag, weil ich sone Mischdinger wie Frucht-Wasser oder Schorle einfach widerlich finde.)

Das wäre für mich der erste Punkt, bei dem ich ansetzen würde.
 
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Kokujou schrieb:
Ich meine allein hier höre ich 8 verschiedene aussagen raus. Allein schon übers Ernährung umstellen kommen hier x verschiedene Meinungen. und von Ernähurngsberatern kommen auch je 20 neue. meiner meinung nach ist dieses Kalorien zählen doch auch nur ne Ausrede.
Na ja das ist doch Quatsch. Eine vernünftige Ernährung hat rein gar nichts mit Kalorien zählen zu tun. Vielleicht suchst Du aber auch nur solche Vorwände? Weiß Ich nicht. Aber am Ende wirst du nur das weiter kommen. Willst es aber nicht. Daher wird sich das hier auch weiterhin im Kreis drehen.
 
Ich hab hier noch keine abweichende Meinung gelesen, es sind sich alle einig, nur das einige ein Kaloriendefizit eben mit konkreten Maßnahmen (z.B. kein zucker) erreicht haben.

Du vermittelst aber grad eh das Gefühl, dass du nur eine Bestätigung gesucht hast für die Überzeugung "ist alles viel zu schwierig, jeder sagt was anderes, ...".
 
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Okay, 115 kg bei 183 cm ist jetzt nicht wirklich stark übergewichtig. Grundsätzlich nimmt man immer schwieriger ab, wenn man weniger wiegt, sprich mach' dir erst einmal nichts draus.

Berechne wirklich Mal deinen Grund- und Leistungsumsatz. Seriöse Seiten gibt es zu Hauf. Gerade der Grundumsatz ist eine Formel, die kann man im Taschenrechner hauen.

Wäre doch Mal interessant, ab wann du circa einen Kaloriendefizit nach oben bzw. unten hast.

Nimmst du aktuell zu, ab oder hälst du dein Gewicht?
 
Hi @Kokujou
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass du dort bist wo ich vor 3-4 Jahren war.

Anfang 2018 hatte ich mein Höchstgewicht von 118,5 Kg, bei 178cm höhe erreicht.
Ich habe seit dem langsam aber stetig meine Ernährung umgestellt. Und damit meine ich ich nicht, dass ich mir X-beliebiges zeug verboten habe.. ich habe ganz einfach ein "iss mit Verstand" umgesetzt.
Ganz getreu dem Motto "muss ich wirklich 120g Teigwahren kochen, oder reichen doch 80g?" (ps: 80 sind mehr als genug), oder auch "muss ich echt die ganze Tafel Schokolade essen, oder reicht eine Reihe?".
Ausserdem bei den Chips habe ich einfach nicht mehr das grosse, sondern das kleine pack gekauft. Wenn man nichts süsses zuhause hat, kann man auch nichts süsses essen.

Sich ständig einschränken hat mich aber psychologisch belastet, denn auf lange Dauer ist es eben deprimierend.
Ich habe dann den Vorschlag meiner Freundin umgesetzt und auch knallhart durchgezogen. Anfangs nicht so einfach, aber nach ein Paar Woche gewöhnt man sich dran. Diesen Tipp gebe ich dir gerne weiter und lege Ihn dir zu herzen, das auch umzusetzen.

Ich nenne es: die "Ja Tag / Nein Tag Diät"
Ja Tag = essen was man will soviel man will (wenn möglich mit Kopf und ohne zu übertreiben, aber das kommt automatisch mit der Zeit)
Nein Tag = nur Wasser trinken (generell sind Cola, Fanta usw. die Grössten Kalorienschleudern überhaupt, und sollten auch am Ja Tag vermieden werden), gesundes essen und abgewogene Portionen (z.b. 60g Teigwahren)

So ist es unter der Woche eigentlich einfach, denn wenn du Bock auf Pizza, Cordon-Bleu, Döner, oder was auch immer hast, dann kannst du das problemlos machen, aber nur an einem ja Tag! Soll heissen du kannst immer spätestens "morgen" was richtig geiles essen, und das ist psychologisch voll ok.

Mit der Zeit habe ich dann angefangen eher viel zum Mittag zu essen, und das Abendbrot eher zu reduzieren.

Resultat: 10Kg Gewichtsverlust pro Jahr
Stehe nun bei 88Kg, also insgesamt -30Kg.
Fühlte mich dabei weder Psychisch noch Physisch eingeschränkt oder belastet.
Das Resultat ist deutlich sichtbar, und 1Kg Gewichtsverlust pro Monat ist wirklich einfach zu erreichen und dadurch motivierend.

ich hoffe das hilft dir weiter!
Liebe Grüsse
 
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Puh, hier kommt ja vieles zusammen. Angesprochen wurde schon die Depression, die sicherlich auch mit dem Gewicht, dem Selbstbild, dem Nihilismus und dem nichtexistenten Freundeskreis zusammenhängt. Was jetzt zuerst kommt und alles auslöste, dürfte ein typisches Henne-Ei-Problem sein und das eine bedingt das andere.

Zuallererst: mind over matter. Klingt komisch, ist aber so. Solange du @Kokujou deiner Depression freien Lauf lässt, wird sich nie etwas ändern. Der Zustand mag sich mit einem anderen Körpergewicht und Selbstbewusstsein sicherlich ändern, aber meiner Meinung nach solltest du zuerst bei der Psyche ansetzen. Ich kann dir nur eine Therapie empfehlen - ja, das ist immer noch in manchen Kreisen und Altersklassen etwas stigmatisiert, tut aber nicht weh. Im Gegenteil, ich finde jeder könnte von einer Therapie profitieren, denn jeder trägt sein Gepäck mit sich rum, und das muss nicht mal etwas schlimmes sein. Man lernt sich kennen, verstehen und mögen - das ist nicht für jeden selbstverständlich und muss tatsächlich angelernt werden. Das Beste: Therapie ist vollkommen gratis, aber längst nicht umsonst.

Zum Futtern: Verbote bringen nichts, das lehrt schon die Menschheitsgeschichte. Ersatz und Zügelung dagegen viel besser, dann muss auf nichts verzichtet werden und der Genuss kommt nicht zu kurz. Eines der Hauptprobleme sind die Portionsgrößen und die Häufigkeit. Du hast Bock auf Nudeln? Mach das, aber halt 250g anstatt 500g. Pizza? Ja gerne, aber nur einmal pro Woche und ohne Extrakäse. Nachtisch? Zum Besuch bei Oma OK, ansonsten nur mal einen Apfel oder Joghurt. Es ist definitiv eine Umgewöhnung, aber nach einer Weile stellt sich kein so starkes Hungergefühl mehr ein, das einem gebietet den Kühlschrank leerzuräumen. Kalorienreiche Snacks sind eine gefährliche Falle. Einen Schokoriegel am Tag reinschieben bedeuten schnell 3000kCal pro Woche, die einfach unnötig sind.

Was also tun? Kohlenhydrate vermeiden (insbesondere Zucker), Proteine hoch, gutes Fett ist nicht so böse wie früher propagiert. Viel Wasser trinken, viel frisches Obst und Gemüse. Viel mageres und qualitativ hochwertiges Fleisch ist OK, solange auch viel Grünzeug dazukommt. Zucker durch Süßstoff ersetzen, Weizenmehl durch Mandelmehl, Schokotafel durch Schokostückchen, Chips durch eine Handvoll ungesalzene Nüsse. Ganz wichtig: was nicht gekauft wird, wird auch nicht gegessen. Also vor dem Einkauf eine Liste erstellen und sich daran halten. Ja, die Fressalien an der Kasse liegen nicht umsonst da, aber stark bleiben. Auch sehr gut: die täglichen Gerichte im Voraus nach Geschmack und Kalorienanzahl planen und sich daran halten. Keine Zugabe, nix. Kalorienzählen ist ist für zwei Wochen sinnvoll, um überhaupt ein Gefühl dafür zur erhalten, wie viel man wann isst. Das kann man ruhig dauerhaft machen, muss man aber nicht zwingend.

Ad Sport: einfacher kann man eigentlich nicht abnehmen, denn das benötigt in der Regel weit weniger Überwindung als gesunde Ernährung (Zucker und Fett machen süchtig, nicht umsonst ist das überall in stark verarbeiteten Lebensmitteln IMMER drin). Für den Anfang reicht ein täglicher Fußmarsch von 30-60 Minuten. Fahrrad fahren und Schwimmen sind bei Übergewicht für die Gelenke leicht vertragbar und reduzieren effizient die Speckfalten. Gleichzeitig kann man sich mit leichtem Muskelaufbau beschäftigen - wie bereits geschrieben verbrennen Muskeln auch in passiven Phasen aktiv viel Energie. Schlankwerden durch Sitzen, quasi. Hierbei ganz wichtig: Bewegung muss zur Gewohnheit werden! Sobald es eine Gewohnheit ist, muss man nicht mehr darüber nachdenken, sich aufraffen und qualvoll vom Sofa schälen. Auf einmal fällt es ganz leicht, es ist Teil der täglichen Routine. Schreib dir deine Sporteinheiten in den Kalender, zu einer genauen Zeit und zieh es 6 Wochen lang durch - dann ist es eine Gewohnheit. Ja, der Anfang ist schwer und voll von Ablenkungen und faulen Ausreden, aber es lohnt sich. Und auch wenn es am Anfang einschüchternd wirken kann, ein Verein oder Fitnessstudio ist eine gute Möglichkeit, Bewegung mit sozialen Kontakten zu verbinden.

Edit: guter Schlaf und bewusstes, langsames Essen/Kauen sind auch wichtig - nicht durch die Glotze oder PC ablenken dabei, sondern tatsächlich nur essen.
 
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Du kannst fast alles fressen was du willst am Tag. Es zählt eine bestimmte Kalorien Zahl nicht zu überschreiten. Das ist eigentlich alles. Hältst du das ein und trinkst viel, dann geht das Gewicht zurück.
 
Gibt es nicht auch Kohlsuppen mit negativen Kalorien? Das Zeug zu verdauen verbraucht mehr Energie, als es bringt. Wobei ich mich nie weiter in das Thema eingelesen habe.
 
@Axxid: Klingt nach einer urban legend, die vielleicht daher kommt, dass mal wieder jemand so doof war die kcal-Angabe von Kohl mit der cal-Angabe für die Verdauungsarbeit zu vergleichen - siehe auch der Mythos um das kalte Bier für dessen Erwärmung man angeblich mehr Energie benötigt als es beinhaltet.
-> von beidem kann man netto Energie gewinnen aber vom Kohl kann man wenigstens satt werden ;)
 
Richtig satt essen soll man sich aber halt auch nicht.
Ansonsten wie oben schon geschrieben -> Kaloriendefizit.
Ich verstehe nicht, warum da immer so eine Wissenschaft draus gemacht wird.

Kalorien tracken für ne Weile ist auf jeden Fall gut, denn die Wahrnehmung geht da weit auseinander.
Oft genug schon erlebt, die Leute erzählen mir die essen ja kaum was und am Ende kommen 3500+ kcal pro Tag bei rum 😄
 
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