Knoten im WLAN?

ashen

Cadet 4th Year
Registriert
Dez. 2006
Beiträge
117
Hallo zusammen,

ich habe hier ein merkwürdiges Phänomen, dem ich auch nach längerer Recherche nicht Herr werden kann.

Ich versuche, per WLAN Dateien zwischen meinen beiden Windows 7 Pro 64 Bit-PCs per Netzwerkfreigabe zu kopieren und erreiche dabei Geschwindigkeiten von maximal 1,3MB/s, getestet mit großen Dateien mit > 1 GiB. Die Verbindungsqualität beider WLAN-Karten ist hervorragend, der Online Speedtest bescheinigt mir bei jedem PC permanent 50MBit (~6MB/s).

Habt Ihr eine Idee, was die langsame Kopiergeschwindigkeit zwischen den PCs verursachen könnte, ich komme gerade nicht weiter...:affe:

- PC A verfügt über Draft-N 300MBit/s, PC B dito mit 150MBit/s, die FritzBox 6360 bescheinigt mir anliegende 216-300 Mbit/s bzw. 150MBit/s
- Auf der FritzBox 6360 ist WPA2 (CCMP) mit 802.11 n+g im 2,4GHz Band aktiv mit 300MBit-Kanaloptimierung (5Ghz ist nicht mit beiden Atheros-Chipsätzen kompatibel)
- beide WLAN-Treiber (Atheros) habe ich vom Windows-Standard auf den aktuellsten Stand gebracht (April 2012), ohne Erfolg
- QoS habe ich auf beiden Rechnern testweise aktiviert, ohne Erfolg
- Auch per FTP komme ich ebenfalls nicht über die 1,3MB/s hinaus
- ...
 
Zuletzt bearbeitet:
1. Netto-Übertragunsraten ungleich (Brutto-) Hersteller- und Fritzboxangaben.
2. Online-Speedtest sind oft Mist
3. Wenn beide Rechner per WLAN am gleichen Router hängen, teilt sich die verfügbare Bandbreite nochmal auf.

Insgesamt sind 1,3MB/s nicht wirklich berauschend, aber doch noch im Rahmen und du scheinst auch keine optimale WLAN-Hardware zu haben.
 
real_general schrieb:
1. Netto-Übertragunsraten ungleich (Brutto-) Hersteller- und Fritboxangaben.
2. Online-Speedtest sind oft Mist
3. Wenn beide Rechner per WLAN am gleichen Router hängen, teilt sich die verfügbare Bandbreite nochmal auf.

Insgesamt sind 1,3MB/s nicht wirklich berauschen, aber doch noch im Rahmen und du scheinst auch keine optimale WLAN-Hardware zu haben.

Moin, das musst Du mir mal genauer erklären. Ich habe auch real gemessen 5-6MB/s Downloadraten, erst kürzlich von 32MBit auf 50MBit upgegrated, mit linearer Geschwindigkeitssteigerung.

Auch die geteilte Bandbreite sollte ja locker reichen, selbst in meinem alten G-Netzwerk hatte ich schnellere Übertragungsraten. (FritzBox 7170)

Wieso ist meine WLAN Hardware nicht optimal, die volle Bandbreite des Internetanschlusses kann ich zumindest schon einmal nutzen.
 
Meine Vermutung ist:
Dein WLAN liefert bei Benutzung durch PC A deine beschriebenen 5-6 MB/s (ganz ordentlich für Draft-n). Wenn du was zwischen Rechnern kopierst, die beide per WLAN am gleichen Router hängen, halbiert sich das schonmal. Hinzu kommt, dass PC B nicht völlig n-kompatibel ist, also muss der Router noch zwischen verschiedenen Modi hin und her switchen. Dann sind die 1-2 MB/s schon realisitisch.

Was du mal probieren könntest: Häng PC B per LAN dran und schau was passiert!
 
Der Flaschenhals läge bei der 150MBit/s WLAN Verbindung, die Netto ~75MBit/s bei optimaler Verbindung überträgt. Da du mit beiden Rechner mit 50MBit/s zum Internet (d.h. auch WLAN AP) kommst, liegt es also nicht an einem einzelnen Rechner. Dein Problem besteht offenbar auf der Verbindung zwischen den beiden Geräten.

Möglicherweise ist die FritzBox mit zwei WLAN Geräten ausgelastet oder hat wegen der unterschiedlichen Modi Probleme bzw. arbeitet am Limit. Du könntest ein dritten Gerät per Ethernet an den Router hängen und anschließend testen ob du von den beiden WLAN Clients zeitgleich mit hoher Geschwindigkeit auf den dritten Rechner zugreifen kannst (und optimal wie die Geschwindigkeit einzeln ist).

Zu Testzwecken kannst du darüber hinaus probieren, die Frequenzbreite von 40MHz auf 20MHz zu reduzieren.
 
Das habe ich natürlich gleich einmal ausprobiert Wenn PC B am GBit-LAN und PC A am WLAN hängt, erreiche ich 8,5MB/s,
anders herum erreiche ich 5,5MB/s.

Das erklärt mir jetzt vor allem, dass beide WLAN-Gerät ordentlich funktionieren, aber nicht, wenn beide über den Access-Point nur mit mageren 1,3MB/s funken... D.h. dass auch bei halbierter Bandbreite deutlich mehr drin sein müsste!

@andy_0: Damit spricht allerdings einiges dafür, dass die Fritzbox am Limit läuft. Wie Kann ich die Frequenzbreite reduzieren?

Ich wusste doch, dass ich die 10M LAN-Kabel noch mal gebrauchen werde ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist leider kontraproduktiv, damit sinkt die Transferrate auf 1,0MB/s.. ich denke ich probiere es mal mit einer zweiten 300MBit-Karte...
 
So, nun auch mit zweiter 300MBit WLAN-Karte probiert, leider keine Verbesserung der Transferrate. Der AVM-Support verweist auch in der ersten Antwort nur auf den Standardartikel. Diese Einstellungen habe ich so natürlich schon vorgenommen.

Damit werde ich über WLAN wohl keine HD-Filme streamen können...
 
Müsste man das ganze genauer Testen. Vielleicht ist das schon generell das Limit vom AP d.h. er kann bei zwei Clients gar nicht schneller oder es liegt doch an etwas anderen.

Kauf dir günstig einen TP-Link TL-WR941ND (http://www.amazon.de/TP-Link-TL-WR9...4DPI/ref=sr_1_6?ie=UTF8&qid=1342380219&sr=8-6) für 35 Euro. Sollte für deine Zwecke ausreichend sein.

In einem Haus würde ich, insbesondere wenn ich mehrere WLAN Clients habe, einen hochwertigeren WLAN AP (Netgear WNDR4000 oder WNDR4500, Asus RT-N66U) einsetzen. Du kannst aber gerne mal den TP-Link probieren. Wenn er dir nicht passt, schickst du ihn zurück.

Bei Fragen zur Konfiguration des WLAN APs poste hier.
 
Das mit dem AP ist schon ein Dilemma, das ist die Kabel-Fritzbox, die ich nur für diesen Zweck nicht noch durch einen weiteren AP erweitern möchte. Komplett ersetzen lässt diese sich damit nicht. Dann muss ich wohl auf USB-Speicher zurückgreifen, wenn ich große Dateien kopieren möchte...
 
Komplett ersetzen kannst du die FritzBox nicht, sollst du aber auch nicht. All-In-One Geräte sind häufig unbefriedigend sobald man eine gewisse Anforderung an die Hardware stellt. Das du keinen dedizierten WLAN AP möchtest, ist natürlich deine Entscheidung. Dann musst du die Daten per Speichermedium übertragen oder die Geräte mit Ethernet anbinden.
 
Mich ärgert vor allem dass die Geräte gerade einmal 5 Meter auseinander stehen, da sollte es doch einigermaßen funktionieren... Zumal die fritzbox jeden Monat Geld kostet...
 
@ ashen
Die Entfernung ist nur ein Problem, wenn es sich um eine Limitierung der Signalstärke handelt. Bei dir ist offenbar die Signalverarbeitung am Access Point ausgelastet.

Kannst du die Geräte nicht per Ethernet anschließen? Ein Kabel kann durch nichts ersetzt werden, außer durch ein noch dickeres Kabel ;).

Das dies ärgerlich ist, glaube ich dir gerne. Man ärgert sich bei sowas sehr lange, bis man irgendwann einsieht, dass es auch für den Heimgebrauch jeweils ein Gerät für einen speziellen Zweck benötigt (einmal Router evtl. mit Modem, einmal WLAN AP, einmal Telefoniegateway) und diese All-In-One Geräte auf lange Sicht Geld und Nerven kosten.

Bei den Kosten ist so ein All-In-One Gerät mit vlt. 150-200 Euro billiger als ein Router mit Modem und ein WLAN AP mit jeweils 100 Euro. Aber die Geräte halten ja auch nicht ewig. Geht das All-In-One Gerät kaputt, darf man sich ERNEUT für 150-200 Euro Ersatz beschaffen. Geht z.B. der WLAN AP kaputt sind es eben "maximal" nur 100 Euro (für ein sehr gutes Gerät im Heimbereich).
 
Per Ethernet kommt gar nicht in Frage ^^ Der AVM Support hat nun erst einmal angeboten, eine Detailanalyse durchzuführen, ich bin gespannt...
 
Zurück
Oben