Leserartikel Koexistenz im Koaxialkabel – kleiner MoCA Test

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Guten Abend liebes Forum!

Oft liest man von Problemen mit der Datenübertragung über das Stromnetz. Als Alternativen werden dann Kabel legen oder besseres WLAN empfohlen. Lange Zeit hat auch mir WLAN ausgereicht, aber irgendwann hab ich dann doch Löcher gebohrt und Kabel gelegt. Das geht aber leider nicht an allen Stellen, manche kennen das: Zu viel Aufwand, sieht scheiße aus, handwerklich unbegabt, Handwerker zu teuer, … . Dem Marketing sei Dank greift man dann zu dLAN/PowerLAN. Naja, ich nicht :D Aber beschäftigt hat mich das Thema trotzdem. Ich bin kein Freund von der Datenübertragung über die Stromleitung. Die allermeisten Stromleitungen sind ungeschirmt, was heißt, dass im Nahfeld Störungen verursacht werden können, z.B. beim Empfang von Rundfunk oder beim Amateurfunk oder beim Internet, wenn dies über DSL realisiert wird. Für dLAN wird der HomePlug Standard verwendet, welcher Frequenzen von 2 bis 28 MHz bzw. 2 bis 68 Mhz verwendet. Neuere PowerLAN-Geräte nutzen den Standard G.hn, welchem im Stromkabel den Bereich von 2 bis 86 MHz belegen können. Zum Vergleich: Super Vectoring VDSL2 arbeitet im Moment bei bis zu 35 MHz. Wenn man diese Frequenzen beim PowerLAN nun ausspart, reduziert sich die nutzbare Datenrate.

Aber das Thema soll hier nicht die Datenübertragung im Stromnetz sein, sondern das Vorurteil, dass die Datenübertragung über Koaxialkabel teuer und instabil ist.

Der Standard G.hn lässt sich auch im Koaxialkabel (Antennen, Kabel, Sat-Fernsehen) einsetzen. Die Geräte von Allnet z.B. verwenden eine höhere Bandbreite als ihre Pendants im Stromnetz. Es ist eine Nettodatenrate von 360 Mbit/s im Frequenzbereich von 2 bis 200 MHz angegeben. Ethernet over Coax Geräte von Axing arbeiten bei 5 bis 204 MHz, die Angabe hier lautet 1.800 Mbit/s zwischen den Geräten. Allnet hat auch Geräte im Angebot die nach G.fast arbeiten. Neben Axing und Allnet kann man auch Giga Copper erwähnen, die ebenfalls G.hn-Adapter anbieten für Anwendung auf Koaxialkabel und auch Telefonkabel. Koaxialkabel sind geschirmt, bei korrekter Anwendung ist also keine Störung von benachbarten Geräten zu erwarten. Ein Freund dieser Geräte bin ich dennoch nicht. Denn im Koaxialkabel belegen sie die Frequenzen von Kabelfernsehkanälen und Internet-Upstream. Wenn man Internet nicht über EuroDOCSIS, sondern über DSL oder Glasfaser und Fernsehen über Antenne oder Satellit empfängt, ist das allerdings egal.

Ich beziehe Internet jedoch über EuroDOCSIS und habe nun eine Stelle im Haus, zu der ich nicht mit vertretbarem Aufwand ein Netzwerkkabel legen kann. An Start und Ziel liegen jedoch Multimediadosen. Ein Netzwerkkabel parallel zum Koaxialkabel einziehen geht nicht und Netzwerkkabel statt Koaxialkabel ist auch nicht gewünscht. Ethernet over Coax ist auch keine Lösung, WLAN ist mir auch nicht mehr lieb, also was nun?​
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Die Antwort lautet MoCA. Gelegentlich wird auch im Forum hier darauf verwiesen. Aber was ist der Unterschied zwischen Ethernet over Coax und MoCA? Beide Ansätze nutzen zur Datenübertragung ein stinknormales 75 Ohm Antennenkabel. MoCA nutzt aber Frequenzen über 1.125 MHz (MoCA D-Band). Das MoCA D-Band liegt also oberhalb der von Kabelfernsehen und EuroDOCSIS genutzten Frequenzen von 5 bis 862/1.002 MHz. Beide Übertragungstechniken können also im gleichen Kabel koexistieren.
Es gibt noch Geräte für das MoCA E und F-Band, diese arbeiten unterhalb von 950 MHz, sind also interessant, wenn Satellitenfernsehen auf dem Koaxialkabel genutzt wird.

Ich habe mir also mal zwei MoCA Adapter von goCoax besorgt. Wenn ich mir die Preise von PowerLAN angucke, sind MoCA Geräte nicht wirklich teuer. Geschenkt werden Sie einem natürlich trotzdem nicht. Wie die meisten aktuellen MoCA Geräte arbeitet goCoax nach Version 2.5 im D-Band. Das D-Band umfasst die Frequenzen von 1.125 bis 1.675 MHz. Hier können mit MoCA Version 2.5 insgesamt 5 Kanäle à 100 MHz gebündelt werden.
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Sollte EuroDOCSIS mal auf 1.218 MHz ausgebaut werden, können nur noch 4 Kanäle à 100 MHz genutzt werden. Oder man reorganisiert seine Installation (DOCSIS Modem direkt an den Verstärker und die oberen DOCSIS Frequenzen im Restnetz über PoE-Filter aussperren).
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Bildquelle: MoCA Alliance

Brutto liefert ein Kanal maximal 700 Mbit/s, netto sollen es noch 500 Mbit/s sein (70% Netto vom Brutto). Durch die Bündelung können wir also im Bestfall 2.500 Mbit/s erreichen, was für Full-Duplex Gigabit ausreicht oder 2,5 Gbit/s in einer Richtung.​

Für die optimale Leistung sind drei Dinge Voraussetzung:
  • Kabelnetz „nur“ bis 1.002 MHz ausgebaut (hat das überhaupt schon jemand aktiv in Deutschland?)
  • Point of Entry Filter hinter dem Verstärker (ist ne Bandsperre)
  • Anschlussdosen mit Frequenzdurchgang bis mindestens 1.675 MHz
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Bildquelle: goCoax

Meine Multimediadosen sind btv MMD 20A und MMD 17A die nur bis 1.006 MHz spezifiziert* sind. Die genaue Kabellänge zwischen den Dosen und das Kabelfabrikat (34 Jahre alt) sind mir nicht bekannt. Alleine die Dämpfung durch die Dosen beträgt 20 + 17 = 37 dB. Als gutes Koaxial-Kabel wird gerne das Kathrein LCD 111 empfohlen, was garantiert nicht zur Anwendung kam. Ich nehme daher mal das dünnere, aber auch noch gute, Ören HD 103 (auch weil bei diesem die Dämpfung bei 1.500 MHz dokumentiert ist) als Vergleich zur Hand. Bei angenommen 25m zwischen diesen Dosen hätte das Ören HD 103 eine Dämpfung von 6,5 dB bei 1.500 MHz, womit wir bei 37 + 5 = 43,5 dB Dämpfung zwischen den MoCA-Adaptern wären. Auf @h00bi s Hinweis hab ich noch etwas weiter recherchiert, dazu aber später mehr. Und mein Point of Entry Filter ist noch in der Post, die goCoax Adapter wollte ich aber dennoch schnellstmöglich ausprobieren. Einige werden das kennen :D Et voilà trotz nicht optimaler Voraussetzungen geht es ziemlich passabel, sagt zumindest iperf. Die Angabe Netto = 70% von Brutto passt nicht schlecht. Die Adapter haben mir angezeigt, dass in die eine Richtung 2.000 Mbit/s brutto möglich sind und in die andere Richtung 900 Mbit/s brutto. 930 Mbit/s netto mit iperf am Gigabit-LAN Anschluss sind gemessen, in der schwachen Senderichtung (ist vlt. der fehlende PoE Filter Schuld?) kamen noch im Schnitt 650 Mbit/s raus, was den beworbenen 70% Netto vom Brutto entspricht.

*Was heißt spezifiziert? Nun es kann heißen:
- die Dose funktioniert explizit nur im angegeben Bereich
-
die Dose wurde nur im angegeben Bereich getestet, kann auch außerhalb des angebenen Bereichs funktionieren, gibt aber keine Garantie darauf.

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Mein Kabelmodem hat während den mehrminütigen iperf Tests keine Änderung in den Modemwerten gezeigt (hätte mich aufgrund der strikt anderen Frequenzbereiche auch gewundert) und auch ein Speedtest meiner 500er Leitung hatte keine Auswirkungen auf den MoCA Betrieb, wie auch der MoCA Betrieb keinen negativen Einfluss auf das Ergebnis des Speedtests hatte. Zum Einsatz kamen zwei goCoax MA2500D, welche sogar einen 2,5 GBit/s Anschluss bieten, deren Leistung ich mangels Gegenstück am PC allerdings nicht austesten konnte. In der grauen Pappschachtel des MA2500D befindet sich ein MoCA-Adapter, ein gelbes UTP CAT.5e Patchkabel (ca. 2m/6ft), ein Steckernetzteil und eine englische Kürzestbedienungsanleitung. Diese ist allerdings nicht so wahnsinnig hilfreich. Weswegen ich die Anleitung für den goCoax MF-803M empfehle, der von der Bedienung praktisch identisch ist, einen Loop-Through Anschluss für Fernseher bietet, dafür aber nur Gigabit-Ethernet dabei hat (zum Zeitpunkt meiner Bestellung nicht mit EU-Netzteil an Lager). Groß ist der Adapter nicht, wie ein Vergleich mit einer Postkarte zeigt. Was man dazubestellen muss, ist ein Anschlusskabel. Da ich Multimediadosen mit ausreichend F-Anschlüssen habe, hab ich ohne irgendwelche Adapter kurze Antennenkabel mit beidseitig F-Steckern genommen (sprich die Kabel die man zum Anschluss von Sat-Receivern kennt).

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Auf Amazon findet man unter dem Stichwort MoCA 2.5 noch weit mehr Geräte, z.B. von Translite oder Luster, wobei ich bei manchen Geräten denke, dass die in der selben Fabrik vom Band fallen. Wer des englischen mächtig ist, bekommt bei goCoax binnen 2-3 Tagen per Mail eine, in meinem Fall, hilfreiche Auskunft.

Als nächster Schritt wird der PoE Filter montiert, wenn er denn mal ankommt. Wenn ich damit in beide Richtungen Gigabit hinbekomme, würde mir das schon reichen, dann würde ich die zertifizierten Multimediadosen gar nicht tauschen müssen. 2,5 GBit/s Simplex brauche ich an der Stelle (noch?) nicht.

Update: Der PoE-Filter ist aus Übersee eingetroffen und verbaut worden. Auf der einen Seite ein F-Stecker, auf der anderen eine F-Buchse, kann dieser einfach am Eingang des Verteilers (nach dem Verstärker) aufgeschraubt werden. Die Durchgangsdämpfung ist minimal, Störungen im Fernseh sind nicht aufgefallen und auch das Kabelmodem hat nicht negativ reagiert (Signalstärke, SNR und korrigierbare Fehler ähnlich wie vor MoCA). Ich habe daher die MoCA-Adapter an ihre endgültigen Positionen gesetzt, kurz nach dem Verstärker (von dort geht es via Netzwerkkabel im Leerrohr unter der Toilette zum Schreibtisch im Wohnzimmer) und am Ende des Kabelstrangs (4 btv MMD in Reihe, der erste Test ohne PoE war an zwei benachbarten Dosen). Ergebnis, ich habe jetzt in eine Richtung Brutto rund 2.500 MBit/s und in die andere Richtung Brutto rund 2.300 MBit/s (+/- das schwankt ein klein wenig).

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Das sind nicht die maximalen 3.500, aber was kann ich bei 2.200 MBit/s MoCA Bandbreite netto erwarten? 70% von 2.200 MBit/s wären 1.500 MBit/s. Also Rechner hochgefahren und wieder iperf2 ausgegraben. Es kommen 930 MBit/s über die Gigabit-Ethernet-Schnittstelle rein, auf zum nächsten PC und in die umgedrehte Richtung zeitgleich den Test durchführen: Um die 500 bis 600 MBit/s. Die Datenrate schwankt zwischendrin, wenn ich in der einen Richtung von 900 auf 700 absacke, steigt der Durchsatz in der umgekehrten Richtung um den gleichen Wert. Mit der vorhandenen Kabelinstallation (also hauptsächlich die Dosen die offiziell nur bis 1.006 MHz spezifiziert sind und eine ziemlich hohe Anschlussdämpfung haben) werde ich also kein Voll-Duplex-Gigabit hinbekommen. Halb-Duplex reicht mir an dieser Stelle jedoch erstmal vollkommen aus. (Und wenn es nicht mehr reicht, Dosen die bis 2 GHz spezifiziert sind liegen im Moment bei 9,90 €/Stk.). Zeitgleich hab ich noch vom Notebook via LAN Internetspeedtests gemacht, auch hier kamen die gebuchten 500 MBit/s ungetrübt über DOCSIS rein, während iperf die MoCA-Verbindung auslastete.

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Ursprünglich wollte ich den goCoax Adapter am Verstärker an der dortigen Multimediadose anschließen. Dabei zeigten mir die MoCA-Adapter jedoch eine Bandbreite von Brutto unter 500 MBit/s an.
(neue Erkenntnisse) Die Multimediadose am Verstärker ist von Axing, alle übrigen Dosen im Haus sind btv. Beide Fabrikate sind offiziell nicht für die MoCA Frequenzbereiche spezifiziert und die Axing Dose lebt das auch gnadenlos aus. Also habe ich den MoCA Adapter direkt auf den Verteiler gesteckt (ein Abgang war noch frei). So läuft das nun schon eine knappe Woche ohne Probleme. Infos am Rande: Das Webinterface ist über IPv4 erreichbar, IPv6-Pakete werden aber genauso problemlos durchgeleitet (das hatte ich vorher per E-Mail abgeklärt), was nicht unwichtig ist, da die hier ersichtliche Fritz!Box (vorher im Wohnzimmer neben dem eigentlichen Router) nicht nur als Switch dient, sondern auch via SIP die Telefonverbindung zu Vodafone herstellt. Da ich ein eigenes Modem betreibe, hat mir Vodafone SIP-Zugangsdaten zugeteilt, an einem DS Lite Anschluss ist das (in meinem Fall) ein Telefonserver der auf IPv6 hört. Aber, auch das klappt problemlos.

Update 2: Insgesamt ist die Kabelinstallation hier folgendermaßen aufgebaut und ich habe der Axing-Dose doch unrecht getan.
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MoCA-Adapter 1 sitzt im "Keller" (technisch eher ein Abstellraum neber der Haustüre, wir haben keinen Keller :p) und ist an einem 3-fach Breitbandverteiler (5 - 2.500 MHz, 7,5 dB Verteildämpfung) angeschlossen. Dann geht es durch eine Durchgangsdose (1 dB Durchgangsdämpfung) und noch eine Durchgangsdose (1,3 dB) und noch eine (2dB) um an der letzten Dose mit einer Anschlussdämpfung von 17 dB (wenn die Verpackungskartons in der Garage alle richtig zugeordnet wurden) anzukommen. Daran hängt noch ein Diplexer mit 1,5 dB und schon erreiche ich MoCA-Adapter 2. Wenn ich jetzt noch 50m Kabel zwischen Verstärker und letzter Dose mit 13 dB annehme, komme ich auf eine Dämpfung von 43,3 dB (in guter Senderichtung 2.400 MBit/s brutto). Wenn Adapter 1 an der Axing-Dose angeschlossen wäre, wären wir bei 63,3 dB (500 MBit/s brutto). Die MoCA Allianz hat in ihrer Dokumentation eine schöne kleine Grafik bzgl. Geschwindigkeit und "Dämpfung", was ein MoCA 2.5 Adapter hinbekommen sollte.
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Bildquelle: MoCA Alliance

Meine angezeigten Geschwindigkeiten passen nicht ganz zur Grafik, allerdings habe ich die Dämpfung auch teilweise nur abgeschätzt. Die in der Grafik angezeigten Werte entsprechen auch nicht direkt der Dämpfung die von MoCA überwunden werden kann. Es gibt nämlich noch eine Tabelle, die beschreibt, wie laut ein MoCA-Adapter aufs Koaxialkabel schreien darf. Und wie man sieht, kann sich die erlaubte Lautstärke um bis zu 8 dB unterscheiden.

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Bildquelle: MoCA Alliance

Beim TL-MC84 von Translite wird eine Sendeleistung von +2 dBm und eine Empfindlichkeit von -70 dBm angegeben, womit dieser Adapter auch bei einer Dämpfung von 72 dB noch funktionstüchtig wäre, zwar nicht wirklich schnell, aber etwas besser als die Sollvorgabe. Für meinen goCoax-Adapter ist die Dokumentation nicht ganz so ausführlich. Aus dem Translite-Datenblatt sieht man auch, dass die folgenden Modulationen genutzt werden: BPSK, QPSK, 8-QAM, 16-QAM, 32-QAM, 64-QAM, 128-QAM, 256-QAM, 512-QAM, 1024-QAM. Bei guter Leitung kann eine höhere Effizienz wie bei DVB-C/DOCSIS3.0 erreicht werden. DVB-C2/DOCSIS3.1 steht hingegen noch 4096-QAM als Modulation offen. Wobei da noch SNR/Fehlerkorrektur, etc. ein Wörtchen mitzureden haben, wie eine schöne, alte Grafik vom DVB-Konsortium zeigt, ich schweife allerdings ab... :D
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Man kann sich also relativ einfach ausrechen, dass bei meiner Installation die Kommunikation von Dose zu Dose zwar möglich ist, aufgrund der verbauten Dosen mit hoher Anschlussdämpfung aber nicht die maximale Geschwindigkeit erreichen kann. Klar im Vorteil ist, wer eine ungenutzte Koaxialkabelinstallation hat und die Dosen ohne Rücksicht auf Pegelwerte von Kabelinternet/fernsehen tauschen kann. Auch wenn ich nicht die maximal mögliche Geschwindigkeit erreiche, bin ich doch im Gigabit-Bereich unterwegs, was mir ausreicht endlich überall im Haus ungebremst auf meine NAS zu kommen.


Mein vorschnelles Fazit: MoCA ist flott, funktionstüchtig und eine brauchbare Alternative an Stellen wo man eben keine Lust hat Wände aufzukloppen. Wenn die Frage also lautet WLAN oder dLAN, wäre meine Frage: Wenn Netzwerkkabel nicht geht, aber Koaxialkabel liegt, warum nicht MoCA? Ein Standard für den es eine breite Auswahl an Geräten gibt, wobei mir die einfachen Geräte ohne Switch und WLAN die liebsten sind.

Wer Fehler findet, darf sie behalten ;) oder mich korrigieren, damit ichs beim nächsten mal besser mach. Gute Nacht!
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  1. Du brauchst an den Wänden nix rumdoktern, dem Signal ist es egal, ob da ein Stecker mit Gewinde oder ein einfaches TV-Outlet in der Wand steckt. Ebenso isses egal ob du den Stecker ins TV- oder Radio-Outlet steckst. :D Aufsätze sind beim GoCOAX-Adapter dabei.

  2. Ich hab kein Kabel-Internet/TV, insofern kann ich jetzt zu der POE-Filter-Geschichte nix sagen. Sorry :smokin:
 
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Turbinio schrieb:
Muss ich an der Vodafone Verkabelung, dort wo ein weißer Pfeil ist einen POE Filter setzen?
Würde ich schon machen. Hatte bei mir ja eine positive Auswirkung auf die Datenübertragung des Adapters der "zu nah" am Hausanschluss war/ist.

Turbinio schrieb:
Wie könnte ich da nun Internet für alle anderen Coaxdosen im Haus einspeisen?
Meine Idee war:
Soweit korrekt.

Turbinio schrieb:
Leider haben die anderen Zimmer noch die klassischen Dosen mit 2 Anschlüssen (Tv/Radio), dort würde ich einen Adapter draufstecken damit ich einen Data Anschluss habe, bspw den Multimedia Aufsteckadapter.
Bei meinen Eltern waren ursprünglich Antennendosen verbaut (aus 1987, die wurden aber vor MoCA schon getauscht). Diese alten Antennendosen waren nicht fürs Kabelfernsehen ausgelegt und hatten Filter auf den Sonderkanälen, also kein RTL/Sat.1 für den kleinen beni_fs :( Da hätte ein solcher Adapter nicht funktioniert. Das sieht man den Dosen von außen aber nicht an. Versuch macht klug.
 
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Hi!
Ich würde hier mal nachfragen, da es so scheint als ob man sich hier zum Thema Moca gut auskennt.
Ich bin eher ein Newbie was das Thema angeht, habe bei meiner Oma nur mal 2 Moca Adapter an den alten Sat Dosen installiert und glücklicherweise hat es direkt funktioniert (dachte schon das LNB würde vielleicht blocken), so musste ich auch nichts mehr groß machen, war also ziemlich plug and play.

Jetzt wollte ich das ganze Zuhause auch mal installieren, da ich gerne aus dem OG (da steht der Router) eine Lan Verbindung in den Keller einrichten wollte.

Nun das Problem: Wir haben einen Vodafone Cable Gigabit Anschluss, als ich nun also versucht habe oben im OG an die dort verbaute Dose (Bild 1) über den TV Anschluss das Moca Gerät anzuschließen (btw ein Kiwee Broadband Gerät) und im Keller einfach nur an ein dort lang gezogenes Koaxkabel das Gegenstück anzustecken, haben sie sich gefunden, jedoch hat die Internetverbindung darunter MASSIV gelitten! Die FritzBox hatte Probleme eine Verbindung zum Internet aufzubauen, wodurch das gesamte Internet ausgefallen ist. Durch Abstecken der Moca Geräte ging wieder alles.

Also habe ich auf der Seite des Geräts nachgelesen, dass man für DOCSIS Verbindungen nur die Frequenzen ab 1400Mhz nutzen soll und nur das D-Band High aktivieren soll. Das habe ich also direkt versucht, doch leider ohne Erfolg - ab diesen hohen Frequenzen bauen die zwei Adapter einfach keine Verbindung auf.
Ich habe verschiedenste Konfigurationen probiert und festgestellt, dass eine Verbindung zwischen den beiden Geräten nur möglich ist, über Frequenzen im Bereich von 1150Mhz bis ca. 1250 Mhz (gesehen in der Weboberfäche, nur bei diesen Frequenzen kamen Verbindungen zustande), was die Internetverbindung der FritzBox aber eben massiv behinderte.

Also habe ich gedacht es liegt vielleicht an einem im Keller verbauten Splitter, dass dieser womöglich die Frequenzen ab 1400Mhz nicht durchlässt, und siehe da, nachdem ich die Stelle des Internetanschlusses gefunden habe (schwer zugänglich), habe ich tatsächlich einen Splitter gefunden, der auf 1000 Mhz limitiert. (Siehe Bild 2)

Ich hab gedacht es lässt sich fixen, indem ich diesen einfach austausche, also neuen Splitter gekauft und auch noch einen PoE Filter installiert, direkt nochmal versucht doch leider finden sich die beiden Moca Geräte immer noch nicht im Frequenzbereich ab 1400Mhz.

Wie das Setup im Keller allgemein aussieht:
Vom Kabelanschluss führt ein Kabel zu einem Astro AL 325 Verstärker (Bild 3), dieser ist mittels eines Kabels erst an einen Astro HFT 120 Abzweiger (Bild 4) angeschlossen, nach diesem folgt nun der neu verbaute PoE Filter, welcher an den Input des neuen Splitters angeschraubt ist, und alle 3 alten Koaxkabel sind dann wiederum an dessen Outputs angeschlossen.

Ich verstehe nicht, was jetzt noch Probleme bereitet, das Einzige was ich mir vorstellen könnte ist, dass es vielleicht an der Dose liegt, kann es sein, dass diese die Moca Frequenzen blockiert?
Auch versteh ich nicht so ganz wieso Moca bei mir solche Probleme macht was den Internetanschluss betrifft, hab noch nicht wirklich gelesen, dass der Internetanschluss so darunter leidet (Auch wenn DOCSIS 3.1 in die Moca Frequenzen reinreichen KANN, bezweifel ich eigentlich, dass das bei Vodafone der Fall ist..)

Ach ja und bzw, hab mal meine Settings auch als Bild geteilt (Bild 5), so hieß es, dass es konfiguriert werden soll, doch leider funktioniert es nicht.

Bitte seid nachsichtig mit mir, wie gesagt bin ich ein ziemlicher Newbie, versuche aber natürlich auf Fragen so gut wie möglich zu antworten.

Hoffe ich kann an eurer Expertise ein wenig teilhaben, besonders an deiner @beni_fs :)
Vielen Dank für jegliche Hilfe!!


Edit: Hier nochmal auch screenshots von den Connection Details und Speeds, wenn sich die zwei Adapter finden. Testweise mal nochmal das ganze Spektrum freigegeben, sie finden sich direkt auf 1150 Mhz aber das Internet geht auch sofort mit down, keine Internetseite mehr erreichbar.
Außerdem sind die Speeds zwar schon besser (denke dank des PoE Filters), waren vorher ungefähr die Hälfte, dennoch meilenweit von eigentlichen Moca Top Speeds entfernt. Ich verstehe einfach nicht woher diese Verluste kommen.
Das war jetzt mal testweise nicht im Keller sondern direkt bei mir im Zimmer, auch im OG an der TV Dose (Bild von der TV Dose auch angefügt, leider nichts zu erkennen.)
 

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Fl0Bert schrieb:
Also habe ich auf der Seite des Geräts nachgelesen, dass man für DOCSIS Verbindungen nur die Frequenzen ab 1400Mhz nutzen soll und nur das D-Band High aktivieren soll.
Das ist für die Kabelnetze, wo DOCSIS bis 1.218 MHz genutzt wird, was in Deutschland flächendeckend nicht der Fall sein dürfte.

Fl0Bert schrieb:
Auch wenn DOCSIS 3.1 in die Moca Frequenzen reinreichen KANN, bezweifel ich eigentlich, dass das bei Vodafone der Fall ist..
Das sagt dir die Kanal/Frequenzübersicht in der Vodafonestation/Fritz!Box, bei mir ist bei 862 MHz Schluss. Also ausreichend Abstand.

Fl0Bert schrieb:
jedoch hat die Internetverbindung darunter MASSIV gelitten!
Vodafonestation oder Fritz!Box? Im US-Raum sind Modems (und wir hatten den Fall hier im Forum schon mit einer Fritz!Box) bekannt, die sich von MoCA gestört fühlen, obwohl da >100 MHz Abstand war. Da hat ein PoE-Filter vor der Fritz!Box geholfen.

Fl0Bert schrieb:
ab diesen hohen Frequenzen bauen die zwei Adapter einfach keine Verbindung auf.
Das kann verschiedene Gründe haben, die Dämpfung ist auf hohen Frequenzen größer oder
Fl0Bert schrieb:
dass es vielleicht an der Dose liegt, kann es sein, dass diese die Moca Frequenzen blockiert?
Kann sein. Mal den Deckel abschrauben und das exakte Modell nennen. Wir hatten hier im Forum mal den Fall das eine Gigabridge (die nie am Kabelanschluss nutzen!) am Radio-Anschluss Bombe lief, am TV-Anschluss grottig, weil ein Hochpass drinne war. Ob/Was gefiltert wird, muss man im Datenblatt der Dose schauen.

Fl0Bert schrieb:
Astro HFT 120 Abzweiger (Bild 4) angeschlossen
Da sind nur Aus- und Eingang belegt? An dem 20dB Abzweig ist nichts aufgeschraubt?

Fl0Bert schrieb:
und im Keller einfach nur an ein dort lang gezogenes Koaxkabel das Gegenstück anzustecken
Und wo war das im Testaufbau angeschlossen?
 
beni_fs schrieb:
Das sagt dir die Kanal/Frequenzübersicht in der Vodafonestation/Fritz!Box, bei mir ist bei 862 MHz Schluss. Also ausreichend Abstand.
Okay gerade mal gecheckt, bei mir ist wohl auch bei ca 803 MHz Schluss.

beni_fs schrieb:
Da sind nur Aus- und Eingang belegt? An dem 20dB Abzweig ist nichts aufgeschraubt?
Tatsächlich, nur an den als Ein und Aus markierten Stellen sind Kabel angebunden, und zwar vom Verstärker zum von mir eingebauten, neuen PoE Filter/Splitter.

beni_fs schrieb:
Und wo war das im Testaufbau angeschlossen?
Hab meinen initialen Post nochmal ergänzt mit Screenshots von der Web-Oberfläche und einem Bild der Dose sowie beschrieben wo das ganze getestet wurde, kurz gesagt im Zimmer nebenan, aber auch schon im Keller, wo es eigentlich hin soll, dort gleiches Problem, wenn sie sich finden massive Störungen (bei 1150 Mhz) und ab 1400 Mhz (bzw eigentlich sogar schon drunter) finden sie sich gar nicht mehr. Eigentlich finden sich die zwei Geräte nur zwischen 1150 und 1275 Mhz ca.

beni_fs schrieb:
Vodafonestation oder Fritz!Box? Im US-Raum sind Modems (und wir hatten den Fall hier im Forum schon mit einer Fritz!Box) bekannt, die sich von MoCA gestört fühlen, obwohl da >100 MHz Abstand war. Da hat ein PoE-Filter vor der Fritz!Box geholfen
Hab eine FritzBox von Vodafone, um genau zu sein eine 6591 Cable. Wie im Edit beschrieben bricht sofort die Internetverbindung ein (in den FritzBox logs ständiger versuch eine Kabelverbindung aufzubauen) und keine Seite ist mehr erreichbar.

Okay was meinst du ist dann mein way to go, wie könnte ich das ganze fixen? Eigentlich sollte es ja gar nicht erst zu diesen Internetproblemen kommen, der Abstand der Frequenzen sollte ja mehr als groß genug sein. Wieso macht das dann überhaupt solche Probleme? Was sind dann meine Optionen? Du meintest PoE Filter, als ob das die einzige Option ist? Soll ich testweise mal den aus dem Keller abschrauben und mal vor die FritzBox packen, bzw einfach mal einen zum Test bestellen?

Ich hatte in meinem Edit ja auch speeds geteilt, aber selbst die sind doch unfassbar schlecht, knapp 1000 ist ja n Witz für Moca, an der Stelle könnten doch vielleicht die Dosen das Problem sein oder?

Ich bin mehr überfragt als zu Beginn, immerhin macht es in erster Linie ja kein Sinn, dass mein Internet so heftig darunter leidet, dann finden sie sich bei höheren Frequenzen gar nicht und ich versteh nicht warum und dann noch die schlechten Speeds..
Dennoch Danke schonmal für deine Antwort!
 
beni_fs schrieb:
Und wo war das im Testaufbau angeschlossen?
Also ich habe soeben nochmal einen Test gemacht, so wie es am Ende auch sein sollte, oben im OG an der Fritzbox und mal unten im Keller direkt an das Kabel, an welches das Gerät letztendlich angeschlossen werden soll.

Der PoE Filter ist absolut essenziell, zwischen verbaut und nicht verbaut liegt Faktor 2, also statt nur 550-600 bekomm ich mit dem PoE Filter eine Verbindung mit PHY Rates von 1100-1200. Noch immer viel niedriger als eigentlich möglich sein sollte aber dennoch eine drastische Steigerung. Wie ich die Speeds aber noch höher bekommen kann keine Ahnung.

Weiterhin ist aber nur ein Aufbau auf der Frequenz 1150 Mhz möglich, was wie bisher meine komplette Internetleitung lahm legt. Die FritzBox kommt gar nicht auf das Moca Signal klar und kann keine Verbindung mehr zum Kabelanschluss aufbauen (Ständig neue Synchronisationsversuche).

Auch habe ich festgestellt, dass die Dose oben, an welcher die FritzBox und der Master Moca Adapter dran hängen das Moca Signal über den Radio Port GAR NICHT durchlässt, eine Verbindung über diesen ist einfach absolut nicht möglich, der linke hingegen, für TV lässt es wohl schon zu einer Verbindung kommen, da frag ich mich jetzt halt, ob dieser Port aber nicht dennoch auch die Leistung stark dämpft.

Nun ja, das Hauptproblem ist aber wohl weiterhin, dass die FritzBox komplett verrückt spielt, sobald die Moca im Netz sind, und das gesamte Internet lahmgelegt wird. Dafür bräuchte es eine Lösung, da ja offenbar eine Verbindung nur im Bereich von 1400 Mhz nicht möglich ist, wobei ja eigentlich sowieso der Abstand im Frequenzbereich groß genug sein sollte... (Bei mir ist ja bei ca 830 Mhz Schluss.)
 
Fl0Bert schrieb:
Also ich habe soeben nochmal einen Test gemacht, so wie es am Ende auch sein sollte, oben im OG an der Fritzbox und mal unten im Keller direkt an das Kabel, an welches das Gerät letztendlich angeschlossen werden soll.
Bitte genau bezeichnen wo. Aufgrund der bisherigen Beschreibung habe ich folgendes Bild:

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Wo im Keller soll der MoCA Adapter hin? Wenn der am 20dB Ausgang des HFT120 angeschlossen wäre, wäre keine Verbindung möglich (20dB + PoE). Wenn der Anschluss vor dem 3-fach Verteiler erfolgen würde, haut der nur mit 6dB oder 6+6dB rein. Die Position ist wirklich relevant.

Fl0Bert schrieb:
und mal unten im Keller direkt an das Kabel
Ein Kabel? Wie sieht das aus? Oder ist da ne Dose, welcher Typ?

Fl0Bert schrieb:
Auch habe ich festgestellt, dass die Dose oben, an welcher die FritzBox und der Master Moca Adapter dran hängen das Moca Signal über den Radio Port GAR NICHT durchlässt, eine Verbindung über diesen ist einfach absolut nicht möglich, der linke hingegen, für TV lässt es wohl schon zu einer Verbindung kommen, da frag ich mich jetzt halt, ob dieser Port aber nicht dennoch auch die Leistung stark dämpft.
Deckel abschrauben, Foto machen mit Typenbezeichnung. Auf dem Bild sind vier Kabel zu sehen. Entweder man tauscht die 3-Loch Dose gegen eine passende 4-Loch Dose (vorher den genauen Typ ermitteln) oder man schraubt an den F-Anschluss wo die Fritz!Box ist einen Sat-Diplexer (wird hier als 2-Fach Verteiler mit eingebautem PoE-Filter genutzt. Jumperkabel nicht vergessen, wenn man keine rumliegen hat).

Mischst du die Screenshots aus verschiedenen Tests? Bei Moca Connection Details stehen 5 Kanäle. Das Bild Moca Speeds passt aber gar nicht dazu, da müssten dann 2.500 bis 3.000 in den schwarz hinterlegten Feldern stehen

Fl0Bert schrieb:
Nun ja, das Hauptproblem ist aber wohl weiterhin, dass die FritzBox komplett verrückt spielt, sobald die Moca im Netz sind.
Die Störung sollte man mit Poe-Filter oder Sat-Diplexer ausblenden können. Aber erstmal muss ich deinen Netzaufbau nachvollziehen, bevor ich einen sinnvollen Ratschlag geben kann.

Fl0Bert schrieb:
da ja offenbar eine Verbindung nur im Bereich von 1400 Mhz nicht möglich ist
Welche Bauteile sind denn noch verbaut? Du hast einen 3-fach Verteiler, hast du auch nur drei Dosen (oder lose Kabelenden)? Wenn mehr, wo sind die (x Dosen KG, y Dosen EG, z Dosen 1.OG, ...)
 
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beni_fs schrieb:
Bitte genau bezeichnen wo. Aufgrund der bisherigen Beschreibung habe ich folgendes Bild:

[IMG]https://www.computerbase.de/forum/attachments/1777628379355-png.1725817/[/IMG]
Wo im Keller soll der MoCA Adapter hin? Wenn der am 20dB Ausgang des HFT120 angeschlossen wäre, wäre keine Verbindung möglich (20dB + PoE). Wenn der Anschluss vor dem 3-fach Verteiler erfolgen würde, haut der nur mit 6dB oder 6+6dB rein. Die Position ist wirklich relevant.
Absolut korrekte Skizze, genau so siehts aus.
Am 20dB Ausgang des Abzweigers ist nichts angeschlossen.
Es sind außerdem nur drei weitere Kabel unten im Keller angeschlossen, alle drei am neu gekauften dreifach Splitter. Zwei Kabel davon gehen vermutlich hoch ins Haus und ziehen sich dort durch das EG und OG. Das dritte Kabel bleibt direkt im Keller. Liegt einfach nur an einer Stelle parat, war wohl mal gedacht um einen TV Anschluss zu haben. Somit kann man sagen, dass der Moca Adapter direkt nach dem 3 Fach Splitter an einem der drei Kabel angeschlossen wird.
beni_fs schrieb:
Ein Kabel? Wie sieht das aus? Oder ist da ne Dose, welcher Typ?
(Siehe angefügtes Bild) Wie gesagt einfach nur eine Rolle an Kabel. Keine Ahnung was das für ein Typ ist, es ist aber nicht ganz so dick wie zB das beim Adapter beiliegende Kabel.
beni_fs schrieb:
Mischst du die Screenshots aus verschiedenen Tests? Bei Moca Connection Details stehen 5 Kanäle. Das Bild Moca Speeds passt aber gar nicht dazu, da müssten dann 2.500 bis 3.000 in den schwarz hinterlegten Feldern stehen
Eben nicht, genau das ist es ja. Die Adapter verbinden sich nur auf 1150 MHz Frequenz, was ja wiederum mein Internet komplett lahm legt. Wenn sie sich aber mal verbinden, dann eben auch nur mit diesen niedrigen Speeds, und das ist schon doppelt so viel wie zuvor, ohne PoE Filter waren es gerade mal 500.
beni_fs schrieb:
Welche Bauteile sind denn noch verbaut? Du hast einen 3-fach Verteiler, hast du auch nur drei Dosen (oder lose Kabelenden)? Wenn mehr, wo sind die (x Dosen KG, y Dosen EG, z Dosen 1.OG, ...)
Wie oben schon beschrieben, alles am 3-fach Splitter dran. Von dem gehen zwei Kabel in der Wand vermutlich nach oben. Im Keller haben wir keine Dosen und eben nur das einzelne Kabel, wo der Adapter angeschlossen wird. Wir haben 2 Dosen im EG soweit ich das richtig aufm Schirm hab, werden aber nur für TV genutzt, und dann haben wir noch 3 im OG, zwei davon auch wieder nur für TV (an der einen habe ich zB auch teilweise ein wenig getestet, das ist auch die, von der ich ein Bild gepostet habe und welche in deiner Skizze auch eingezeichnet ist.), an der dritten hängt eben die FritzBox, das ist die andere Dose von der ich ein Bild geschickt habe und die, die ebenfalls in deiner Skizze eingezeichnet ist.
beni_fs schrieb:
Deckel abschrauben, Foto machen mit Typenbezeichnung. Auf dem Bild sind vier Kabel zu sehen. Entweder man tauscht die 3-Loch Dose gegen eine passende 4-Loch Dose (vorher den genauen Typ ermitteln) oder man schraubt an den F-Anschluss wo die Fritz!Box ist einen Sat-Diplexer (wird hier als 2-Fach Verteiler mit eingebautem PoE-Filter genutzt. Jumperkabel nicht vergessen, wenn man keine rumliegen hat).
Die Bezeichnung kann ich später mal noch prüfen, muss gleich noch los. Aber an sich meinst du es wäre besser den einen F Anschluss für beides zu nutzen, FritzBox und Moca Adapter, mittels so eines Splitters, welcher gleichzeitig sogar schon die Frequenzen Filter. Könnte eine gute Idee sein, ich nutze ja derzeit den TV Anschluss der Dose für den Moca Adapter. Gegen die Interferenz der beiden Signale hab ich jetzt aber mal testweise einen weiteren PoE Filter bestellt, muss mal dann schauen ob das vor der FritzBox angeschraubt vielleicht wirklich hilft, dass nicht immer die Kabelverbindung unterbrochen wird.

Was mir gerade auch noch einfällt, wir haben eine Sat Schüssel auf dem Dach, ich bin mir aber nicht sicher in welchem Maß diese genutzt wird, ich meine sie ist eigentlich stillgelegt, kann mich aber auch irren. Theoretisch müsste sie ja um zu funktionieren aber auch zum Splitter im Keller führen oder nicht? Dann muss ich mal schauen ob ich ein Kabel finde, welches unten entlang führt. Aber TV wird im Wohnzimmer eignetlich nur über einen Vodafone Receiver empfangen, also meines Verständnisses nach über den Kabelanschluss.

Im Grunde gilt es also zwei Sachen anzugehen, einerseits, dass mein Internetanschluss in erster Linie überhaupt online bleibt während die Adapter im Netz angeschlossen und verbunden sind. Und zweitens, im besten Fall noch die Ursache ausfindig zu machen oder eine andere Lösung dafür zu finden, meine Speeds zu verbessern, da wie ja schon angemerkt, 1200 bei einer Moca Verbindung ziemlich slow ist.


EDIT: Gerade festgestellt, dass ich vergessen habe das Bild vom Kabel beizufügen.
Außerdem: der PoE Filter kam soeben an! Ich habe ihn an die FritzBox geschraubt und im Keller den Moca Adapter ans Kabel gehängt, die Geräte connecten und das Internet funktioniert weiterhin mit Gigabit Speeds!!
Das ist schon mal ein riesen Erfolg, nur sind leider die Moca speeds nicht mega schnell. Besser als gar nichts aber meine gesamte Bandbreite wird dadurch nicht ausgeschöpft, sie connecten zwar aber nur mit PHY Rates von ca 1000 was effektive Speeds von 500-600 Mbits möglich macht (per Speedtest getestet).
Jetzt wäre noch die Frage wie man die Speeds erhöhen kann.
Vielen Dank aber schon mal für deine ganze Unterstützung bis hier her!
 

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Zuletzt bearbeitet:
Fl0Bert schrieb:
Absolut korrekte Skizze, genau so siehts aus.
Das ist ein Problem 🤪 da in meiner Skizze Lücken sind. Aufgrund deiner weiteren Beschreibung habe ich mal folgende Annahme getroffen. Hierzu müsstest du einmal die ganzen Wände aufkloppen um den Leitungsweg nachzuvollziehen (dasn Scherz).In der Skizze sind meine Annahmen Orange.

1777809124664.png

Fl0Bert schrieb:
Keine Ahnung was das für ein Typ ist, es ist aber nicht ganz so dick wie zB das beim Adapter beiliegende Kabel.
Der darauf befindliche Stecker ist nicht ganz optimal. Benötigst du die Länge des Kabels oder kann der MoCA-Adapter auch beim 3-fach Verteiler positioniert werden?

Fl0Bert schrieb:
Aber an sich meinst du es wäre besser den einen F Anschluss für beides zu nutzen
Ja, da dort meistensTM kein Frequenzfilter in die Suppe spuckt. Der Sat-Diplexer ist eine Frequenzweiche, die niedrigen Grequenzen für die Fritz!Box, die hohen für den MoCA-Adapter. Ein PoE-Filter ist eine Bandsperre, die hohen Frequenzen/MoCA/Sat werden stark gedämpft.

Fl0Bert schrieb:
Was mir gerade auch noch einfällt, wir haben eine Sat Schüssel auf dem Dach, ich bin mir aber nicht sicher in welchem Maß diese genutzt wird, ich meine sie ist eigentlich stillgelegt, kann mich aber auch irren.
Sat stört MoCA, hier wäre die Frage, ob die Schüssel/Multischalter noch Saft hat.

Fl0Bert schrieb:
Theoretisch müsste sie ja um zu funktionieren aber auch zum Splitter im Keller führen oder nicht?
Nicht unbedingt, wenn es eine Einkabel-Anlage war/ist, könnte das Kabel auch Quick and Dirty in die nächstgelgene TV-Dose gegagen sein.

Fl0Bert schrieb:
Aber TV wird im Wohnzimmer eignetlich nur über einen Vodafone Receiver empfangen, also meines Verständnisses nach über den Kabelanschluss.
Kabelfernsehen läuft auf niedrigen Frequenzen, Sat-Fernsehen (und MoCA) auf höheren Frequenzen. Falls die Sat-Anlage noch Saft hat und eine Verbindung zum Kabel besteht, könnte das die Beeinträchtigung erklären.

Fl0Bert schrieb:
Jetzt wäre noch die Frage wie man die Speeds erhöhen kann.
In der "Hoffnung" dass die Sat-Anlage noch an ist: Diese ausschalten.

Wenn das funktioniert, kann man es noch "hübsch" machen: Zwei Abschlusswiderstände (einmal am Abzweiger, auch wenn das kein Problem darstellen sollte und am 3-fach-Verteiler), zwei Sat-Diplexer und ein paar Jumperkabel in der nötigen Länge.
1777812170462.png
 
beni_fs schrieb:
Das ist ein Problem 🤪 da in meiner Skizze Lücken sind. Aufgrund deiner weiteren Beschreibung habe ich mal folgende Annahme getroffen. Hierzu müsstest du einmal die ganzen Wände aufkloppen um den Leitungsweg nachzuvollziehen (dasn Scherz).In der Skizze sind meine Annahmen Orange.
Mei wie's tatsächlich aussieht keine Ahnung, ich kann auch nur Annahmen treffen, die Skizze sieht aber sinnig aus, ob das tatsächlich so ist kann ich aber auch nicht bestätigen.

beni_fs schrieb:
Der darauf befindliche Stecker ist nicht ganz optimal. Benötigst du die Länge des Kabels oder kann der MoCA-Adapter auch beim 3-fach Verteiler positioniert werden?
Eigentlich schon, ich mein wenn das Kabel das Problem WÄRE könnte ich vielleicht den MoCA Adapter in den anderen Raum umlegen, andererseits ist mir aber die Position wie jetzt gerade schon lieber, da ich von da aus bessere Wireless Verbindung habe und auch viel einfacher eine LAN Verbindung legen kann.

beni_fs schrieb:
In der "Hoffnung" dass die Sat-Anlage noch an ist: Diese ausschalten.
Das ist halt die Frage, ich weis nicht mal ob die Sat Anlage noch läuft, wie teste ich das? Mir fällt jetzt am ehesten ein mal nen TV an die Dose zu hängen und mal n Sat Sender Suche zu starten. Außerdem wüsste ich nicht wo ich die Sat Schüssel ggf. ausschalten kann um ehrlich zu sein. Keine Ahnung wo das im Haus liegen würde, hab ja auch erst vor kurzem herausgefunden wo der Kabelanschluss ins Haus kommt :lol:

beni_fs schrieb:
Wenn das funktioniert, kann man es noch "hübsch" machen: Zwei Abschlusswiderstände (einmal am Abzweiger, auch wenn das kein Problem darstellen sollte und am 3-fach-Verteiler), zwei Sat-Diplexer und ein paar Jumperkabel in der nötigen Länge.
Hat das "hübsch machen" einen Effekt oder ist es nur für den Seelenfrieden? :D
Vor allem die Option mit dem Sat-Diplexer im Keller, brauche ich den dort unbedingt? Das würde ja auch voraussetzen, dass ich den MoCA Adapter dort anschließe, außer ich würde das ganze Kabel an dem aktuell das Gerät dran ist vom 3 fach Verteiler abstecken und dann stattdessen den den Diplexer und dann daran das Kabel wieder einstecken.

Meinst du ich brauche überhaupt das Sat Diplexer Setup? Abgesehen jetzt mal von dem im Keller, brauch ich wirklich einen oben bei der FritzBox? Wie gesagt ich habe derzeit einen PoE Filter an die FritzBox gepackt und jetzt passt das mit dem Internet wieder einwandfrei. Jetzt könnte ich um beide Geräte an den F Anschluss anzuschließen auch den MoCa Adapter anschließen und dann die FritzBox am zweiten Anschluss des MoCa Geräts anstecken, um so das Signal weiterzugeben und nur den F Anschluss zu verwenden.
Es ist nicht so, dass ich diese kleinen Investments scheue, ich frag mich nur ob die auch einen Effekt haben, ansonsten wärs für mich auch in Ordnung das so zu machen, außer du siehst darin irgendein Problem.

Wenn ich das jetzt richtig verstanden hab ist der Hauptverdächtigte die Sat Schüssel, was mach ich aber wenn sie schon aus ist, was könnte es dann sein? Bzw wie gesagt weis ich nicht mal wie ich sie ausschalten soll :lol:

Nur als kleinen Sidefact, das ist kein richtiger Beweis, sondern eher nur anekdotisch aber bei meiner Oma nutze ich sogar die alte Sat Leitung und obwohl die Schüssel noch funktionsfähig ist läuft dort die Verbindung zwischen den zwei Geräten mit ca 2000 Mbits.

Vielen Dank für deine Mühen bis jetzt! <3
 
Fl0Bert schrieb:
Außerdem wüsste ich nicht wo ich die Sat Schüssel ggf. ausschalten kann um ehrlich zu sein.
Wenns eine Schüssel mit Multischalter ist: Das Stromkabel vom Multischalter ziehen. Wenn der Multischalter in das LNB (das Ding am Ende des Arms an der Sat-Schüssel) integriert ist: Alle Sat-Receiver ausschalten. Gehen wir für das folgende der Einfachheit halber mal davon aus, das da keine Sat-Signale auf dem Kabel sind.

Du hast zwar fast die volle Leistung auf einem MoCA-Kanal (620 von 700), aber die Gesamtbandbreite aller Kanäle zusammen passt nicht. Und wenn du nur die höheren Frequenzen einstellst geht es gar nicht. Das deutet darauf hin, dass die Dämpfung in einem guten Bereich liegt, die Länge/Qualität der vorhandenen Kabel also erst mal nicht problematisch ist.

Dein Kellerkabel hat Belling Lee Stecker, die sind für hohe Frequenzen nicht so gut geeignet (nicht auf die Kabelimpedanz angepasst, weshalb Sat-Fernsehen und Kabelmodems mit F-Technik angeschlossen/schraubt werden). Testweise den MoCA-Adapter ohne die ganzen Adapter direkt mit dem F-Kabel an den Verteiler schrauben und schauen was die Adapter sagen. Wenns das Kabel/der Stecker war, ordentliches Kabel mit F-Stecker in der nötigen Länge bestellen.

Als nächstes gucken wir zur Multimediadose an der Fritz!Box:
Fl0Bert schrieb:
Jetzt könnte ich um beide Geräte an den F Anschluss anzuschließen auch den MoCa Adapter anschließen und dann die FritzBox am zweiten Anschluss des MoCa Geräts anstecken, um so das Signal weiterzugeben und nur den F Anschluss zu verwenden.
Da hab ich gar nicht dran gedacht. Meine goCoax haben keinen TV-Durchleitanschluss und bei den anderen wo ich bisher ins Datenblatt geschaut habe, warem am TV-Durchschleifanschluss die niedrigen Frequenzen fürs Modem rausgefiltert. Laut der Herstellerwebseite kannst du die Fritz!Box aber am TV-Port deines Kiwee-Adapters betreiben, da dort 5 bis 1.002 MHz anliegen (und da du 5-803 MHz brauchst, passt das).

Wenn das nicht hilft:
  • Dose aufschrauben und Typenbezeichnung durchgeben
  • nach der Sat-Schüssel gucken

Fl0Bert schrieb:
Meinst du ich brauche überhaupt das Sat Diplexer Setup? Abgesehen jetzt mal von dem im Keller, brauch ich wirklich einen oben bei der FritzBox?
Oben an der Fritz!Box wahrscheinlich nicht, war mir wie gesagt so nicht bewusst. Wenn du einem im Keller setzen würdest, könnte die Kanalbandbreite von den aktuell 620/629 MBit/s brutto Kanalbandbreite auf 700 kommen, da die Dämpfung zwischen den Adaptern reduziert wird. Wenn du allerdings mit den anderen Maßnahmen auf 5 volle Kanäle kommst, wären wir auch schon bei 5x 620 = 3.100 Mbit/s brutto = 2.170 MBit/s netto (was viel besser ist als 2x 700).
 
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