HerrRossi schrieb:
Die Entwickler/Künstler werden doch aber auch nicht gezwungen, DLSS5 zu implementieren, so wie sie auch nicht gezwungen werden, überhaupt Ratracing/AI-Upscaling zu nutzen.
Ich hab doch schon begründet warum sie doch Zwang haben das zu machen.
Denn das ist eine Deadline getriebene Industrie und die Verantwortlichen wollen schnell Kohle machen bei wenig finanziellen Aufwand. Also wird alles genutzt um den Prozess zu beschleunigen. Und dann fehlt halt das polishing oder die grundlegende Arbeit, weil "die KI macht's doch". Das ist wie der Gag "den Rest macht der Maler".
Es wird maximal mittelmäßig gearbeitet und schnell rausgehauen. Dabei bleibt vieles unter dem Tisch.
Und klar einige Entwickler werden es nicht machen. Aber die AAA Industrie wird es forcieren.
Die Aussage "die müssen es ja nicht nutzen" ist dementsprechend sehr, sehr naiv und vergisst halt komplett die wirtschaftlichen Hintergründe.
Und wie ich bereits in einem anderen Kommentar beschrieben habe, diese Modelle sind mit Grunddaten trainiert, lehnen also immer in eine bestimmte Richtung was das Aussehen angeht. Da kann man kaum mit prompts Gegenarbeiten. Versuch mal einen Dragonborn ohne Flügel von diesen Modellen generieren zu lassen. Das kriegen die ums verrecken nicht hin (zumindest als ich das letzte Mal genau das probiert habe), einfach weil für die Drache = Flügel ist. Und selbst wenn man sagt, keine Flügel gibt's welche. War doof fürs DnD und ich hab dann halt meinen Character für Geld bei einem Künstler bestellt.
Genau solche Sachen musst du dann mit einem lokalen Modell ausbügeln das du selbst trainierst. Und das ist Arsch teuer und aufwändig. Sowas macht doch keiner. Und somit wird das Design sehr stark in eine Richtung lehnen.
Egal wie gut das die Prompts sind.
Übrigens, wird man auch sonst gezwungen zu KI. Letztens erst im Bewerbungsgespräch erlebt. Die wollen Marketing mit KI machen. Ich warne davor, dass Kunden KI designs scheiße finden und Studien zeigen, dass sie das eher abstößt. Man kann das besser für die Analytik nutzen und spart da Geld. Denn wenn man mit den Modellen gut R coden kann, braucht man kein SPSS und spart an den Lizenzen. Und RStudio hat tolle Visualisierungsmöglichkeiten, die SPSS nicht hat. Macht die Analyse einfacher.
Das wollten die aber nicht gerne hören und dementsprechend hab ich den Job auch nicht bekommen.