Alternate 4

LAN Verkablung im EFH

Ham Burger schrieb:
Dort hat kein Netz-Fehlerstrom was zu suchen.
Willkommen in der Realität? :D Es ging ja ursprünglich um die von fgordon genannte "in unmittelbarer physischer Nähe" verlegte Leitung, da wäre ein Kabelschaden mit Spannung auf dem Schirm vom Netzwerkkabel ja zumindest denkbar.
Ham Burger schrieb:
Was, wenn am anderen Ende des Kabels ein Stecker ist, welcher nicht eingesteckt ist, oder dieser in einem Switch oder einem Router steckt? Wo fließt dann Deiner Meinung nach der Fehlerstrom hin?
Wenn die Schirmung korrekt geerdet ist ist es doch egal, ob der Stecker nun steckt oder nicht. Wenn man UTP-Patchkabel verwendet ists auch egal, wo das steckt. Da fließt der Strom über Erde weg und ein FI sollte den Unterschied bemerken.
Ham Burger schrieb:
Wenn die Fehlerspannung im Wechselrichter entsteht, hat sie dort abgeleitet zu werden und nicht irgend wo im Netzwerk oder am Telekom-AP.
Von Fehlerspannung im WR hab ich nicht geredet, sondern von Fehlerspannung am Netzwerkschirm durch mechanische Beschädigung.

Der OT-Bereich könnte jetzt aber auch lang genug sein, oder?
 
rezzler schrieb:
Ändert nichts daran, das es geerdet ist. Und ein FI/RCD sollte das ja merken, wenn darüber auch nur ein kleiner Strom weggeht.
Problematisch ist es nur dann, wenn der Fehler vor dem RCD ist. Dann löst dieser unter Umständen nicht aus. Wird wohl hier möglicherweise der Fall sein. Wenn der Kabelschirm am Telekomkabel verschmort, dann ist das nämlich ein klassisches Anzeichen dafür.

Vermutlich ist der PEN zwischen dem Sicherungskasten/RCD und dem Trafo des Netzanbieters unterbrochen. Das ist aber nicht ausreichend dafür, dass sowas auftritt. Dann würde der Strom nämlich über den Potentialausgleich abfließen. Vermutlich ist also der Potentialausgleich nicht richtig ausgeführt worden und hochohmig.

Nun hat der Strom keinen direkten Weg mehr zum Netzbetreiber zurück. Folglich fließt er nun über alle Verbindungen ab, die irgendwie Kontakt zur Erde haben. Top Erdungen sind z. B. das Telekomkabel (Schirm bis zum geerdeten KVz durchverbunden) oder die PV-Anlage mit den an Dachrinne oder Blitzableiter geerdeten Zellen. Daher sind das nun die ersten Dinge, die abbrennen, wenn mehrere Ampere Strom darüber abfließen.

Fallen irgendwann alle Erdverbindungen weg (z. B. alle abgebrannt), gibt es noch eine schöne Sternpunktverschiebung und sämtliche empfindliche Elektrogeräte brennen ab. Daher würde ich auch empfehlen, wenn an dem Sicherungskasten gearbeitet wird, vorher möglichst alle Elektrogeräte auszustecken.
 
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thom53281 schrieb:
Fallen irgendwann alle Erdverbindungen weg (z. B. alle abgebrannt), gibt es noch eine schöne Sternpunktverschiebung….
<Klugscheißmodus an>
Bei symmetrischer Belastung der Außenleiter nicht 😏
<Klugscheißmodus aus>

@Longbow-bln

Lass Dir auf jeder Fall die Messprotokolle vom Elektriker oder vom Bauunternehmen aushändigen [im Original unterschrieben].
  • Erdableitungswiderstand des Fundamenterders
  • Isomessung
  • Scheifenimpedanz
  • Messung der FIs (Sagen die modernen Leute RCD zu)
 
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@hildefeuer , Klar ist, das kein Fundament-Erder vorhanden ist, sondern ein Rundstahl, der wohin führt? Wer die dünnen Adern so unfachmännisch aufgelegt hat, würde ich klären wollen.
Klar ist, das es sich wohl um ein 10mm V4A-Rundstahl handelt, der genau das darstellt, was er sein soll. Soweit zu "klar".
@hildefeuer, Die 5x1,5er Adern am Wechselrichter sind ja ebenfalls schlecht aufgelegt. Wer schließt denn einen Wechselrichter mit 1,5er Kabel an?
Wo steht denn, welche Leistung die PV-Anlage zur Verfügung stellt? 7, 8, 10kW? Auch wenn ich wohl auch schon wegen der Optik alleine 2,5mm² spendiert hätte, bei der vorhandenen Anlage und Leitungslänge sollten wohl 16A ausreichend sein. Laut Bedienungsanleitung sollen die Wechselrichter übrigens einen RCD mit 30mA und 300mA-Auslösung (für langsam steigende Ströme) beinhalten.
Ergänzung ()

rezzler schrieb:
Der OT-Bereich könnte jetzt aber auch lang genug sein, oder?
Geht nicht, weil hier zu viel Unsinn geschrieben wird, den man klarstellen muß.
"in unmittelbarer physischer Nähe" verlegte Leitung, da wäre ein Kabelschaden mit Spannung auf dem Schirm vom Netzwerkkabel ja zumindest denkbar.
Die liegen nebeneinander, haben sich so gern, das sie sich wundscheuern bis auf die Kupferadern (nur bei der Mantelleitung, bei der Cat-Leitung wird ja nur bis zum Schirm angekratzt)), dann passiert sowas schon mal. Physische Nähe heißt nicht ineinander.
rezzler schrieb:
Da fließt der Strom über Erde weg und ein FI sollte den Unterschied bemerken.
Aber sowas von sofort. Er hat dann wohl nur ein bisschen gewartet mit dem Abschalten, ob da auch wirklich was faul ist. Sonst könnte es wohl kaum bei knapp 30mA so im WR aussehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ham Burger schrieb:
Die liegen nebeneinander, haben sich so gern, das sie sich wundscheuern bis auf die Kupferadern (nur bei der Mantelleitung, bei der Cat-Leitung wird ja nur bis zum Schirm angekratzt)), dann passiert sowas schon mal.
Beim Kabel ziehen (bspw. beim Einziehen) könnte ich mir sowas prinzipiell vorstellen. Wobei das Stromkabel da wohl robuster sein dürfte als Cat-Kabel.
 
rezzler schrieb:
Beim Kabel ziehen (bspw. beim Einziehen) könnte ich mir sowas prinzipiell vorstellen. Wobei das Stromkabel da wohl robuster sein dürfte als Cat-Kabel.
Möglich ist alles, Aber bei paralleler Verlegung, da müsste ich die beiden Kabel in Längstrichtung sozusagen parallel blank schubbern bis beide Kabel bis auf die Adern bzw. den Schirm sind. Das geht aber eigentlich gar nicht. Ich kann eigentlich nur ein Kabel beschädigen, wenn ich das zweite Kabel auf Dauer über den gleichen Punkt des ersten Kabel ziehe, bis es blank ist. Aber das andere Kabel wird keinen Schaden zeigen. Versuch es mal in Gedanken. Es geht immer nur eines von beiden kaputt. BeiKreuzungen kan ich natürlich auch mehrere der gekreuzten Kabel beschädigen, nur in der Regel nicht das, welches ich drüber ziehe.
 
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