News Langzeittest: Schadet schnelles Laden dem Smartphone-Akku?

Das überrascht mich doch sehr und zeigt, wie gut die Zelltechnologie sowie das Management derselben mittlerweile geworden ist.

Aus dem Bauch heraus hätte ich dem permanenten Fast Charging eine deutlich schlechtere Prognose attestiert.

Hut ab und danke @MichaG für diesen kurzen und gleichzeitig sehr aufschlussreichen Artikel :)
 
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Wie beim Elektroauto. Ob schnell oder langsam laden ist fast egal.
Den SoC lange auf 100% halten ist das was den Akku stresst.
 
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wenn ich daheim bin 80%
wenn ich unterwegs bin, 1x bis 100%
IMG_1141.jpeg

Meine ehemaligen iPhones aus 2018 und 2020 sind noch immer in der Family mit dem 1. Akku in Benutzung.

.one schrieb:
Immer randvoll.
Noch nie Probleme mit einem Akku gehabt.
Per 45 Watt.

wer sein Telefon nach 1 oder 2 Jahren ersetzt, dem ist das sicher egal, denn da fallen die 2-4 Prozent noch nicht auf

Ein Test über 5 Jahre wäre viel interessanter und relevanter, solch ein kurzer Test mit lächerlichen 500 Zyklen ist für mich unrelevant.
 
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Kann ich so nicht bestätigen. Bei meinem iPhone 14 Pro hab ich die Phasen mit häufigem Schnelladen deutlich gemerkt, indem sich überproportional der SOH verringert hat. Seitdem ich im Wesentlichen über Nacht am MagSafe lade, ist der Verfall mehr oder weniger zum Stehen gekommen.

Meine Erfahrung: Schnelladen mit dem originalen Apple Netzteil führt zu einem deutlich schnelleren Verfall des SOH, das Handy die ganze Nacht am MagSafe zu belassen hat jedoch minimale bis keine Auswirkungen auf einen schnelleren Verfall.

Handy steht nun bei 77% nach 38 Monaten und 1.400 Zyklen.
 
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Den Mythos "Schnell Laden ist schlecht" konnte ich eh nie was abgewinnen. Die Ladeelektronik mit haufenweise Sensorik ist schon sehr clever eingestellt, zu mal die Akkus afaik oft z.B. aus Dual-Zellen bestehen wo dann zwar 90W reingehen, jede Zelle aber nur 45W sieht etc. Und am Ende ist es nicht Konstant diese Leistung, sondern wird abhängig von Temperatur und "Füllstand" geregelt.

Interessanter fand ich die geringe Abweichung bei 30-80%. Ich bin da nicht Firm mit den Hintergrunddetails bei Smartphones, kann mir aber gut Vorstellen, dass es mittlerweile ähnlich wie bei EVs gehandhabt wird.
Dort werden die Akkus anders Kalibriert, bedeutet 100% auf der Anzeige sind in Wirklichkeit sowas wie 85% der physischen Kapazität. Das kann bei Smartphones evtl. teils ebenfalls so sein, was bedeutet, künstlich auf 80% zu Laden, sind in Wahrheit deutlich weniger und auf 100% auch keine 100%, wodurch dann klar wäre, weshalb der Unterschied so gering ist.

Nichts desto trotz, ein interessanter Test! Fun Fact: Mittlerweile gibt es ja die EU Energie Label, dort müssten Hersteller die Akku Haltbarkeit in Zyklen angeben. Die meisten z.B. Google, Apple geben 1.000 Zyklen an, lediglich Samsung garantiert 2.000.
 
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Ich finde es immer wieder krass, wie wenig die Wissenschaft ihre Ergebnisse für die breite Masse zur Verfügung stellt.
Ich hatte im Studium Batteriespeichersystemtechnik bei Uwe Sauer und da haben wir das alles schon um 2013-15 Jahre besprochen.
Hauptursache bei größerer Verlusten der zyklischen Alterung sind schlechte Module und eine schlecht ausgelegte c-rate.
Temperaturen würde ich bei Handys jetzt nicht so kritisch sehen.
 
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Schokolade schrieb:
Ich bin da nicht Firm mit den Hintergrunddetails bei Smartphones, kann mir aber gut Vorstellen, dass es mittlerweile ähnlich wie bei EVs gehandhabt wird.
Dort werden die Akkus anders Kalibriert, bedeutet 100% auf der Anzeige sind in Wirklichkeit sowas wie 85% der physischen Kapazität..
Nicht wirklich. Du hast eine Brutto und Nettokapazität. Brutto ist die reale Kapazität, sagen wir 100 kWh und netto die nutzbare, also zB 95 kWh. Diese 95 kWh sind dann aber auch das, was das Auto im Band zwischen 100 und 0% nutzen kann und auch so anzeigt. Fährst du also von 100 auf 0 runter, hast du auch 95 kWh verbraucht. Der Rest ist Puffer gegen Tiefenentladung, der nicht angezeigt und auch nicht nutzbar ist.
 
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Schokolade schrieb:
zu mal die Akkus afaik oft z.B. aus Dual-Zellen bestehen wo dann zwar 90W reingehen, jede Zelle aber nur 45W sieht etc
Was aber keinen Unterschied macht. Da die Zellen dann jeweils die halbe Kapazität haben, ist für sie 45W das gleiche, wie 90W für eine ganze.
 
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Krass was darum so ein Geschi.. gemacht wird.

Handy leer = Laden
Handy voll = Laden beenden

Wo ist das Problem? Warum muss daraus ne Wissenschaft gemacht werden?
Für viele ist das doch eh nur ein "Wegwerfprodukt" und mehr nicht.

Mein 3210 hält drei Wochen, ich versteh den Aufriss nicht... /s
 
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Moin, wie ist das eigentlich mit dem "Mythos" das man sein leeres Smartphone waehrend es auflaed nicht weiter nutzen sollte und erst mal warten sollte? Geht doch bei Notebooks auch, dass ich das Teil staendig an der Strippe habe.

Darf oder darf man nicht?
 
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also falls die im test wirklich die kapazität gemessen haben, dann ist es ... schade. Kapazität sagt ohne spannung nix aus. Energie (wh) muss man messen. Ich hatte das vor einigen Jahren hier im Forum auch mal gezeigt. Die Kapazität eines "verbrauchten" Akkus kann noch sehr gut sein im Vergleich zu einem neue:

1762843053199.png


Schaut man sich jetzt aber die Wh an, insbesondere die die nutzbar sind (durch die niedrigere Spannungslage schaltet es früher ab --> noch weniger Kapazität ist nutzbar).

1762843119369.png



Die Frage ist daher auch, welche Kapazität würde da gemessen? Die die real noch vorhanden ist, oder die die noch nutzbar ist?


Ansich aber ein sehr schönes Experiment. Natürlich kann es sein, dass die beiden Geräte Akkus verbaut haben, die schnelles Laden sehr gut vertragen. Die Stichprobe von 2 Akkus ist natürlich wenig aussagekräfig. Aber dennoch Hut ab, dass es überhaupt man jemand testet.
 
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Überaus interessantes Video, allein der Aufwand.
Bestätigt mir meine Handhabung - wenn leer laden, wenn voll gebrauchen.
 
givarus schrieb:
Aber warum das? Wenn ich es richtig verstehe ist dem Akku generell 50% Ladestand am liebsten. Das hat sogar physikalische Gründe, denn bei 100% oder 0% befinden sich alle Elektronen an der Kathode oder Anode und erzeugen dort Druck. bei 50% herrscht exakte Gleichverteilung.
Also wenn Du schon nur 10% Schwankung nutzt, dann wäre 45% - 55% eigentlich optimal :-)

Während die Steckdose bei 75% angeht, liegt das Handy nicht mehr in der Ladestation. Bis morgens verliert der Akku nur ein paar Prozent für Hintergrundprozesse. Dann starte ich mit knapp über 80% in den Tag.
 
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bogge101 schrieb:
Meine ehemaligen iPhones aus 2018 und 2020 sind noch immer in der Family mit dem 1. Akku in Benutzung.

Meine Androiden auch, wurden in der Regel bis 100% am Schnelllader geladen.

bogge101 schrieb:
wer sein Telefon nach 1 oder 2 Jahren ersetzt, dem ist das sicher egal, denn da fallen die 2-4 Prozent noch nicht auf

Ein Test über 5 Jahre wäre viel interessanter und relevanter, solch ein kurzer Test mit lächerlichen 500 Zyklen ist für mich unrelevant.

Ich nutze mein Pixel 6 Pro jetzt seit 4 Jahren und ich merke keinen Unterschied.

Mir reichen 95% Akku recht genau 2 Tage, diese lächerlichen 500 Zyklen entsprechen also 2 Jahren und 9 Monaten. Die gemessenen 2,5% waren aber die Differenz für den im Alltag unrealistischen Extremfall einer ständigen Entladung bis 5%. In den Bereich kommt ja aber kaum jemand, weil man sein Smartphone lieber zeitig wieder voll macht, die 30% werde ich sehr selten unterschreiten, nur oben lade ich eben bis 100% - für das realistische Alltagsszenario würde ich also eher die Hälfte der Abnutzung, also 1,25% veranschlagen, und das auf 2 Jahre 9 Monate wie gesagt. Wenn ich mein Smartphone jetzt 5 Jahre nutze dann kann ich am Ende eine Differenz von 2-2,5% erwarten.
Selbst nach 10 Jahren käme ich nichtmal annähernd in Bereiche die ich mir mit der freiwilligen Selbstlimitation auf nur 50% der Kapazität von Anfang an aufzwängen würde.
 
Steve_ schrieb:
Moin, wie ist das eigentlich mit dem "Mythos" das man sein leeres Smartphone waehrend es auflaed nicht weiter nutzen sollte und erst mal warten sollte?

Das hängt nur mit der Temperatur zusammen, also während es am Schnelllader steckt noch ein anspruchsvolles 3D Game zocken so dass das Smartphone in Richtung Sicherheitsabschaltung getrieben wird würde ich jetzt nicht - bei normaler Nutzung sehe ich kein Problem.
 
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Incanus schrieb:
Da die Zellen dann jeweils die halbe Kapazität haben, ist für sie 45W das gleiche, wie 90W für eine ganze.

Hm, also zugegebenermaßen ist meine Herleitung etwas stark vereinfacht, allerdings wird eben genau aus dem Grund bei Geräten mit hohen Schnelladeleistung ausschließlich auf Dual-Zellen Akkus gesetzt: https://amaldev.blog/tech-explained-single-vs-dual-cell-phone-batteries-charging/

Es kann natürlich sein, dass dies widerum in erster Linie der Machbarkeit und nicht rein der Haltbarkeit dient.

Chilisidian schrieb:
Nicht wirklich. Du hast eine Brutto und Nettokapazität. Brutto ist die reale Kapazität, sagen wir 100 kWh und netto die nutzbare, also zB 95 kWh. Diese 95 kWh sind dann aber auch das, was das Auto im Band zwischen 100 und 0% nutzen kann und auch so anzeigt.
Aber nichts anderes habe ich gesagt? ^^
 
BmwM3Michi schrieb:
ok 2,5-4% bei 500 Ladezyklen zwischen 30-80% ist jetzt weniger, als erwartet. Lohnt sich kaum.
Würde ich jetzt nicht sagen. 80% Ladung bei einer Entladung bis 30%, mal 1 Ladung am Tag, plus die 500 Ladungen (entspricht ungefähr 1 1 1/2 Jahren Smartphone Nutzung) im Test und der Akku Schonung weil er beim Laden nicht so heiß wird, kann man davon ausgehen, das bei einer Nutzung von mehr als 3 Jahren der Akku eine Potenziell höhere Kapazität gegenüber einer täglichen 100% Ladung haben wird. Die mechanische Erwärmung des Akkus sollte auch berachtet werden.
 
Pisaro schrieb:
Ist auch mit das beste was du machen kannst.
Mache ich auch so. Wobei ich Tiefentladungen ohnehin vermeide und meine Geräte selten mal an einen Schnelllader anschliesse. Mein A56 wird, wie auch seine Vorgänger, immer noch vorwiegend mit dem Ladegerät meines Lumia 950XL aufgeladen. Wenn die Geräte fertig geladen sind, werden sie immer auch zeitnah vom Ladegerät genommen. Beim A56 hab ich nur festgelegt, dass das laden erst dann wieder beginnt, wenn sein Ladezustand unter 95% sinkt. Faktisch kommt diese Regel aber praktisch nie zur Anwendung, weil das Gerät nie so lange am Ladegerät verbleibt.

Wegen Akkuproblemen musst ich ein Gerät auch noch nie austauschen oder reparieren.
 
@Mr. Danger Ein Ladezyklus entspricht immer 100% Ladung, wenn du also 30-80 lädst dann muss man das 2 Mal machen um 1 Ladezyklus zu erreichen. 1 Mal am Tag 30-80 oder alle 2 Tage 0-100 entspricht also bei 500 Zyklen einer Nutzung von ca 2 Jahren und 9 Monaten.
 
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