News Langzeittest: Schadet schnelles Laden dem Smartphone-Akku?

Schokolade schrieb:
Ich bin da nicht Firm mit den Hintergrunddetails bei Smartphones, kann mir aber gut Vorstellen, dass es mittlerweile ähnlich wie bei EVs gehandhabt wird.
Dort werden die Akkus anders Kalibriert, bedeutet 100% auf der Anzeige sind in Wirklichkeit sowas wie 85% der physischen Kapazität.
Das ist doch dasselbe wie Over-Provisioning bei SSDs. Da wird auch mehr Speicher verbaut als nutzbar ist. Der Grund dafür ist Verschleiß, von dem man nichts mitbekommen soll. So kann länger Akkuzustand (Qualität) 100% angezeigt werden, obwohl in diesem Fall der Akku schon gelitten hat. Der Hersteller steht gut da und bekommt keine Probleme mit der Garantie/Gewährleistung und Presse ...
 
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Sehr interessant, ich hab es nachts immer induktiv geladen weil auch die USB-Buchse mit der zeit kaputt wird :D .
Sehr schade finde ich, dass die Akkulaufzeit von meinem S21 nicht ausreicht wenn ich es auf 80% begrenze.
 
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Ich habe gerade mal geschaut. Mein 15 Pro hat nach gut 2 Jahren jetzt 568 Zyklen und noch 88% Rest. Das deckt sich ganz gut mit dem Test.

Ich lade 99,9% induktiv und ohne 80%-Limit. Null Probleme.
 
Mein OnePlus Open lade ich per 65W Netzteil sobald der Akku leer ist. Nach 20-30 Minuten stöpsel ich es wieder ab. Eine Hitzeentwicklung kann ich dabei nicht beobachten. Ergo passt.
Mein altes P30 Pro wurde damals eigentlich andauernd kabellos geladen. Sei es im Auto, am Arbeitsplatz oder zuhause. Ich habe es auf ein induktives Ladefeld gelegt und fertig. Momentan rockt meine Frau das Huawei noch aber der Akku ist mittlerweile durch - muss täglich geladen werden.
Das P30 Pro habe ich durch ein iPhone 14 Pro ersetzt. Beim kabellosen Laden wurde das immer so heiß, dass es die Ladefunktion deaktiviert hatte. Im Auto in der Ladeschale selbst mit Belüftung hintendran ging im Sommer null. Also habe ich es nachts geladen. Akku Gedöns deaktiviert da ich unregelmäßig aufstehe.
Wenn kabelloses Laden gescheit umgesetzt wird wäre das mein Favorit obwohl die Technik selbst nicht gerade effizient ist. Dafür ist es einfach zu komfortabel um nicht genutzt zu werden.
Da mein aktuelles Smartphone das nicht kann, ist schnellladen ein guter Kompromiss da selbst 5 Minuten morgens meist bis zum Abend reichen.
Ob irgendwelche Studien, Experimente etc. mein Ladeverhalten beeinflussen oder ändern wage ich zu bezweifeln. Ich bin der Meinung dass ist die Aufgabe des Herstellers ein gutes Produkt anzubieten das seinen Lebenszyklus gut übersteht. Bekommt es ein Hersteller nicht hin (wie in meinem Fall mit dem iPhone), dann gehe ich zu einem Hersteller der es besser macht.
 
Ich hab da ehrluch gesagt nie drauf geachtet, hatte anfangs aber auch kein schellladegerät, und als ich es dann hatte hab ich es kaum genutzt weil ich dann auch ne Kontaktlos Ladestation hatte.

Trotzdem war bei meinem Pixel6 nach rund 3,5 Jahren die Luft raus weil sich der Akku aufgebläht und sogar das Display abgelöst hat. Sowas hatte ich vorher noch nie. Keine Ahnung was Google da für nen Schrott verbaut hat.
 
latiose88 schrieb:
Normalerweise sollte selbst bei Nutzung des Handys ein Google Pixel mindestens 1 Tag durchhalten.
Das Pixel 6 meiner Frau war ein absolutes Kackphone und nie wurde hier im Haushalt jemals ein Phone schneller ausgetauscht. Laufzeit, Ladeleistung, Wärmeentwicklung. Alles katastrophal gewesen. Keine Ahnung wie es heute ist, aber die nächsten 10 Jahre wird es eh kein Pixel mehr.
 
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Interessanter Test, das mit der Begrenzung auf 80% habe ich sowieso noch nie verstanden, klar schont es den Akku, aber man verliert auch von Tag 1 an 20% Kapazität.

Mein Oneplus 8T ist jetzt fast 5 Jahre alt, habe es immer über Nacht auf 100% geladen, mittlerweile merkt man das der Akku nicht mehr der neueste ist, weil ich gegen Abend halt nur mehr 20-30% übrig habe wo früher noch 50% waren.

Mit laden auf 80% würde ich wohl nicht mehr ohne weiteres durch den Tag kommen, auch wenn es den Akku geschont hätte.
 
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romeon schrieb:
Das ist doch dasselbe wie Over-Provisioning bei SSDs. Da wird auch mehr Speicher verbaut als nutzbar ist. Der Grund dafür ist Verschleiß, von dem man nichts mitbekommen soll. So kann länger Akkuzustand (Qualität) 100% angezeigt werden, obwohl in diesem Fall der Akku schon gelitten hat. Der Hersteller steht gut da und bekommt keine Probleme mit der Garantie/Gewährleistung und Presse ...
ganz so einfach ists nicht..
bei halten von hohen Ladezuständen (nahe 100%) beschleunigt die höhere Spannung chemische Nebenreaktionen, etwa Elektrolyt-Zersetzung und Übergangsmetall-Oxidation. Dadurch altern Lithium-Ionen-Zellen schneller.

also ein Akku auf 30-80% gehalten sollte insgesamt mehr mAh in seiner Lebenszeit bereitstsellen können (über mehrere Teilladezyklen) als eben ständig auf 100% geladen..

das kann durchaus auch im Zuge von Schnellladung betrachtet werden:

ein Smartphone dass abends um 21:00 ans Ladegerät kommt, um 23:00 dann voll ist bei 100%
und dann von 23:00 bis 07:00 diesen 100% Ladestatus hält...

das hat 1/3 seines Akkulebens bei 100% verbracht...
bzw. mehr als 1/3 seines Akkulebens (10h täglich) bei sehr hohen Akkuspannungen

also eine ordentlicher Teil der Lebenszeit im für Akku "schädlichsten" Zustand

wenn ich das smartphone erst in der Früh um 07:00 an den Schnelllader hänge und um 07:30 ist er voll..

dann verweilt der Akku vielleicht nur 2-4 Stunden bei hohem Ladezustand, also mit hohem Zellspannungsniveau

also ich denke Schnellladung allein für sich betrachtet ist es noch nicht..
sondern es macht sicher auch noch den Unterschied ob Schnellladung am Abend -> und Akku ist dann sehr lange bei hoher Spannung
oder Schnellladung kurz vor Nutzungsstart (Morgens) - Akku nur kurz in dem ungünstigen hohen Spannungsbereich
 
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Mir ist der Akku egal, bekomme spätestens alle 2 Jahre ein neues iPhone von meinem Arbeitgeber :)
 
Schokolade schrieb:
Aber nichts anderes habe ich gesagt? ^^
Okay aber es hat nichts mit der Kalibrierung zu tun. Dann meintest du das richtige aber mit der falschen Herleitung. Die zusätzliche Teil der Bruttokapazität ist einfach nur geblockt, für das Auto existiert der Teil praktisch nicht, in der Batterie ist er physisch aber vorhanden.
 
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Auch ohne Schnellladen haben die Akkus früher mit der Zeit spürbar an Kapazität verloren. Beim Umstieg auf Schnellladen habe ich keinen Unterschied gemerkt. Dafür brauche ich keinen Test.
Moderne Akkus halten deutlich länger als die Hardware, die relativ schnell veraltet ist. Also vier bis fünf Jahre sind ohne Frage immer drin. Und das ist lange genug.
 
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Flatsteff schrieb:
Das beste was ich zum Thema laden gehört habe: Es gibt Leute, die laden immer nur bis 80%... Man verzichtet also immer bewusst auf 20% Akku, damit man nicht merkt, dass der Akku schlechter wird mit den Jahren, bis 20% Kapazitätverlust eingetreten sind.

Ich dachte ich hätte alles gehört, aber dass ist ja mal richtig wild.
Es soll Leute geben, die die Kapazität nicht jeden Tag voll brauchen. Die haben dann bei dem Verhalten den Vorteil, dass sie an Tagen an denen sie wirklich die volle Kapazität abrufen wollen, einfach noch mehr haben. Also wenn Du nach einem Jahr oder 2 noch 85% Zustand hast, haben die noch 95% oder so. An wichtigen Tagen (z.B. Ausflug) haben diese Leute dann eben 10% mehr Kapazität als Du.
 
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metoer schrieb:
Interessanter Test, das mit der Begrenzung auf 80% habe ich sowieso noch nie verstanden, klar schont es den Akku, aber man verliert auch von Tag 1 an 20% Kapazität.
das Ziel davon ist es, eben den schädlicshten Zustand (hohe Akkuspannung) zu vermeiden..

mit dann hoffentlich dem Ergebnis:
das der Akku bei User A mit 100% Ladung nach 4 Jahren kaputt ist
und bei User B mit max. 80% Ladung vielleicht erst nach 5-6 Jahren

ein Akku altert in der Regel ja auch nicht linear..
Anfangs verliert er mal etwas mehr an Kapazität, geht der Rückgang schneller..
dann flacht die KUrve der Alterung ab
(deshalb kann man beim Elektroauto auch nicht nach 1-2 Jahren Nutzung und dem dann ermittelten Kapazitätsrückgang daraus auf die GEsamtlebensdauer des Akkus schließen - die wird nämlich höher sein)

und dann - bei 70-80% Restkapazität - steigt bei vielen Zellchemien der Innenwiderstand recht plötzlich stark an (das kann innerhalb weniger Zyklen dann passieren)
der Akku ist also noch nicht kaputt.. aber - zumindest für "Hochstrom"-Anwendungen - nicht mehr zu gebrauchen
(z.b. E-Bike Akku)


vor 20 Jahren mal nen Akkutest gesehen (waren LiMn-Zellen aus dem Werkzeugakkubereich)
wo man durch redzierung der Akkuladeschlussspannung um 0,15Volt (Also ca. auf 80-85% Geladen)
die Zyklenzahl damals von knapp 400 Zyklen auf 800Zyklen heben konnte..

sprich: 15-20% weniger Nutzkapazität... aber doppelte LEbensdauer

der Effekt scheint hier bei den Smartphone-Akkus nicht so stark gegeben zu sein..

aber bitte: nicht diese 4% Kapazitätsunterschied auf die 100% umlegen..
"es sind ja nur 4% von den 100%"

ne.. der Akku wird ja nur in einem Bereich von vielleicht 100% - 70% Restkapazität genutzt.. ab dann baut er rapide ab, Innenwiderstand steigt etc..
wenn wir die oft genannten 80% Restkapazität als Marker nehmen,
dann sind 4% weniger bereits ca. 20% weniger von der Restlebensdauer (linear betrachtet)

hast du ein Smartphone 3 Jahre (ca. 1000 Ladezyklen), entsprechen diese dann ca. 8% bereits knapp 40% weniger Restlebensdauer

also 4% suggeriert hier einen niedrigen Wert.. so niedrig ist dieser aber gar nicht
 
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givarus schrieb:
Es soll Leute geben, die die Kapazität nicht jeden Tag voll brauchen.

So ist es bei mir auch. Ich stecke mein Gerät morgens nach dem Aufstehen dran und es läd ohne Probleme auf die eingestellten 80%, bis zum nächsten Tag geht es auf 30-45% runter, je nachdem wie stark ich es beanspruche. Wenn ich dann z.B. weiß ich bin mal auf längerer Reise oder werde es deutlich häufiger/intensiver gebrauchen, gehe ich dann schon mal auf Nummer Sicher und lasse es auf 100% laden. Aber die volle Akkuladung brauche ich idR. einfach nicht.
 
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givarus schrieb:
Es soll Leute geben, die die Kapazität nicht jeden Tag voll brauchen...
Richtig, bei mir sorgt aber der Verzicht auf künstliche Einschränkungen zusammen mit meinem persönlichen Ladeverhalten dafür, dass ich fast immer durch zwei Tage komme ohne laden zu müssen. Geladen wird in der Regel, wenn der Ladezustand bei 25% - 35% liegt und Schnelllader kommen selten zum Einsatz. Ich gehe auch mal mit 60% - 65% Akkuladung aus dem Haus, wenn für mich absehbar ist, dass ich damit über die Runden komme - was praktisch immer der Fall ist, da ich nicht ständig am Display klebe.
 
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Immer Schnellladen, 90% auch über Nacht, am Schreibtisch noch einen Ständer mit Ladegerät - ich bin Smartphone Poweruser, der Akku ist fix leer und und fix wieder voll sein oder wenigstens durchgehend am Ladegerät hängen. Bisher noch nie etwas von schwächeren Akkus mitbekommen bzw. erst nach langer Laufzeit (3+ Jahre) merkt man etwas Einbußen.
 
Der größte Killer sind eh die Ladezyklen selbst.
Mein Diensthandy lade ich in der Regel nur 1x die Woche, weil ich es kaum nutze, da hält der Akku auch am längsten trotz Schnellladen.

Bei meinem Privatem sind es eher 1-2 Tage wo das Gerät an den Stecker muss und da merkt man den Abbau, obwohl ich da meistens nachts lade und daher schnelles Laden deaktiviert ist.
 
Scr1p schrieb:
Viel wichtiger wäre die Frage, schadet laden über Nacht den Akku.
Da sofort nachgeladen wird, sobald ein paar Prozent verloren gehen.
Nicht mehr, wie als würdest du ganz normal dein Handy laden. Genau deshalb wird doch immer erst ein paar wenige Prozent entladen gelassen, bevor der wieder mit dem Laden anfängt. Das ist nicht anders, als wenn du das manuell simulierst und nach ein paar verbrauchten Prozent immer wieder dein Handy an den Strom steckst. Das sind dann jedes Mal ca. 0,02 Ladezyklen, aber das würdest du sowieso wieder aufladen, sobald du dein Handy wieder aufladen lässt. Der Unterschied ist also nicht vorhanden.
 
benutze selbst ein Smartphone mit 120W HyperCharge... gekauft Mai 2024.
Akku hält genauso lange durch wie am ersten Tag, bei 1-2 Ladungen pro Tag.

Lade es nie über Nacht und stets auf 100%... soll man ja eigentlich nur bis 80%, um den Akku zu schonen, aber versuch dass mal, wenn das Telefon schneller geladen wird als man gucken kann 😁
 
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rasand79 schrieb:
Wo hast du denn das gekauft? Das war ja damals schon über zwei Jahre alt, also vermutlich war es ein gebrauchtes Gerät.
Ich habe es neu bei Amazon gekauft gehabt. Scheinbar drehten die mir mal wieder ein gebrauchtes Handy an. Das nervt wirklich.

rasand79 schrieb:
Zudem haben die Pixel 7 ziemliche Probleme mit den Akkus. Hatte ich damals auch mit meinem Pixel 4a.
Hm das ist ja schrecklich .

rasand79 schrieb:
Google bot damals ein Austauschprogramm an. Musst mal gucken, ob es dass für dein Gerät auch gibt.
Interessant .schaue ich mal nach.

rasand79 schrieb:
Oder einfach auf eigene Kosten den Akku tauschen. Billiger als ein Neues auf jeden Fall.
https://www.heise.de/news/Pixel-7-und-7-Pro-Nutzerbeschwerden-ueber-aufgeblaehte-Akkus-10650989.html
Also bei einem wo ich noch Garantie habe ,Fummel ich nicht dran rum. Ich habe gesehen die Pixel haben generell Akku Probleme ,sogar das top Modell Pixel 10. Ich kehre also in Zukunft dem Pixel den Rücken. Sowas brauche ich mir nie mehr wieder antuen. Habe gehofft es sei besser als Huawei aber da scheine ich mich ja voll geirrt zu haben. Leider gibt es sogar noch mehr Hersteller sie scheinbar das selbe Problem wie diese Hersteller haben.
 
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