Laptop: defekter Ram zerstört Platte?

apexero

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Hallo,

ich versuche hier Daten von einer Festplatte zu retten.

MemTest sagt das jede Menge Fehler im Ram sind - Der muss also ausgetauscht werden.
Allerdings scheint auch die Platte was abbekommen zu haben. Ob das auch durch den Ram Fehler passiert ist bzw. sein kann weiß ich nicht wirklich..

Unter Windows ist jedefalls kein Zugriff auf die Platte möglich.

TestDisk:
Es wird dort eine Partition gefunden. Die Dateiauflistung funktioniert allerdings nicht.
Ich habe mir erst mal ein dd Image der Platte gezogen.
Erste Frage: kann ich das irgendwie mounten um an die Dateien zu kommen? Ist es aber wahrscheinlich, dass dort auch alle Daten "defekt" sind?

Nachdem das Image angelegt worden war habe ich versucht die Partitionstabelle neu zu schreiben.
Nach dem Reboot hat das allerdings nichts verändert. Platte noch immer unzugänglich.
Datenrettungstools wie Recuva sagen mir dass sie auf die Platte nicht zugreifen können 'unable to read mft'

Hat jemand einen Vorschlag wie ich an die Daten kommen könnte?

Evtl. Quickformat und anschließend neuer Versuch per Datenrettungssoftware?

Gruß, Bel
 

RayVIP

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Welches Betriebssysstem hast du darauf installiert?

Kannst du dir zB eine Knoppix CD (Freeware) herunterladen irgendwo um dann von der dein Notebook booten zu lassen so kannst du eventuell auf deine Festplatte zugreifen.

Im schlimmsten fall musst du diese Festplatte ausbauen wenn dir deine Daten so wichtig sind und über ein Adapter über USB an einen anderen PC anschließen diese Adapter kosten so um die 20€ glaub ich.

MfG Ray
 
X

X1800er

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Kannst du dir zB eine Knoppix CD (Freeware) herunterladen irgendwo um dann von der dein Notebook booten zu lassen so kannst du eventuell auf deine Festplatte zugreifen.
Also eigentlich läd eine Live-CD die Daten ja in den RAM. Der Ram ist aber sehr defekt. Könnte sein,
das das auch nicht geht.

Am besten, du baust die Platte in nem anderen Rechner ein, und versuchst es da mal...

Ansonsten mal auf Fiona warten, das ist die Expertin hier bei Datenrettung usw...
 

Mueli

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Mit einem nachweislich def. RAM an der Disk zu 'schrauben' ist keine gute Idee, der PC sollte schon einwandfrei i. O. sein. Da Du eine Sicherung per DD gemacht hast kannst Du an der Disk probieren, dann solltest Du das Image aber auch nicht mehr antasten (man kann es aber auch per Loop-Device oder in Testdisk mounten).

Einen Fehler im Dateisystem repariert man mit chkdsk und wenn dies nicht geht helfen nur Datenrettungstools oder wie bereits erwähnt ein Knoppix.
 

apexero

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Danke schon mal für die Infos.
Ein Ubuntu Live ließ sich auf dem Laptop nicht mehr laden.
Die Platte habe ich ausgebaut und sie jetzt am Rechner hängen.
Das bedeutet das Image wurde an einem anderen Rechner ausgelesen.

chkdsk bricht bei der Disk sofort ab, weil die MFT nicht lesbar ist. Ich dachte ich kann diese mittels Testdisk wiederherstellen, aber laut Recuva ist diese noch immer nicht lesbar.

Das Mounten mit Testdisk bereitet mir Schwierigkeiten.
Unter dem Menüpunkt Analyse (von wo aus ich gern einen Blick auf die Dateien werfen würde) werden mir mehrere defekte Sektoren angezeigt. Das Anzeigen der Dateien auf der sofort gefundenen Partition ergibt ein leeres Verzeichnis....Ich hoffe echt da ist nochwas zu retten

Des weiteren läuft gerade eine Dateisuche per Recuva.
Mal sehen was das bringt.

Achja: Betriebssystem ist Windows XP. Mein Linux startet leider wegen der angeschlossenen Platte nicht, weil sich die Laufwerksbezeichnungen verändert haben. Momentan weiß ich auch nicht was ich unter Linux bewirken könnte.

Noch ein edit: Recuva findet zwar bei bis 10% über 150000 Dateien, aber brech ich das suchen ab bekomm ich die nich ... ich muss bei diesem Tool scheinbar bis 100% durchlaufen lassen...gibts da eine bessere Alternative die mich nicht den ganzen Tag kostet?
 
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Mueli

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Eine Suche musst Du wohl komplett durchführen, weil wegen der Fragmentierung eines Drives Cluster bis zum Ende der Disk belegt sein könnten (je nach Grad der Belegung).
Bei Datenrettung kannst Du auch nicht nach dem Motto 'eine Stunde will ich wohl investieren' vorgehen, entweder Du willst die Daten wiederhaben oder nicht. Wenn Sektoren def. sind, kann es je nach der Anzahl auf Tage hinauslaufen. Um ein Gefühl dafür zu bekommen kannst Du Dir ja mal die S.M.A.R.T.-Werte anzeigen lassen (z. B. mit HD Tune Reiter Health).

Führe mal eine Diagnose mit Testdisk wie folgt aus.
Lade Dir dazu Testdisk 6.10.

Nach dem Start von Testdisk beantwortest Du die Frage nach einer Logdatei mit Y. Den Partitionstyp solltest Du mit Intel beantworten. Dann wird Analyse aus dem dann erscheinenden Menü gewählt. Mit Quick Search wird dann der Vorgang fortgeführt (bei Vista mit Y antworten, wenn die Partitionierung unter diesem OS gemacht wurde).

Wichtig:
Wenn jetzt Partitionen gefunden wurden, kannst Du sie jeweils mit den Pfeiltasten anwählen und mit P deren Inhalt sichtbar machen. Mit Q geht es zurück ins Menü. Sollten keine Partitionen in der ersten Suche gefunden worden sein, wird mit Enter weiter gemacht, hier ist dann im Menü [ Quit ] [ Deeper Search ] [ Write ], die tiefere Suche mit Deeper SEARCH auszuwählen (dieser Vorgang kann dann schon eine Weile dauern).

Wenn jetzt Partitionen (sie sollten jetzt u.U. grün dargestellt werden) gefunden werden, solltest Du sie wieder mit den Cursor Tasten auswählen und mittels P deren Inhalt kontrollieren, also ob alle Daten sichtbar werden. Mit den Cursor-Tasten kann gescrolled werden. Aus dem Menü, beim listen des Inhalts kann man mit c Files und ganze Partitionen kopieren.

Nach jedem elementaren Schritt (also nach der ersten Analyse, nach dem Quick Search mit der Abfrage ob die Disk unter Vista eingerichtet wurde oder nicht und nach dem deeper SEARCH) solltest Du einen Screendump (oder Photo) machen und hoch laden, alternativ kann auch die Logdatei gepostet werden.

Bilder und andere Dateien kannst Du unter Anhänge verwalten (unter dem Edit Feld) hochladen.

Der Weg einer Diagnose ist hier recht anschaulich beschrieben.
 

apexero

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Das beschriebene hab ich schon mal gemacht. Ich werde es aber nochmal mit Bildern hinterlegen. Momentan läuft die Dateisuche mit Recuva. Da kann/sollte ich ja besser nicht zeitgleich mit TestDisk auf der Platte rumfuhrwerken, oder macht das keine Probleme?
 

Mueli

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Es ginge schon, schließlich ist Windows multitaskingfähig, nur wenn zwei Programme intensiv die Disk nutzen dauert jedes länger, ich würde eines zur Zeit machen.
 

apexero

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Ok also Recuva ist jetz durch gelaufen mit Deep Scan.

Das Ergebnis war leider gar nichts, außer der blass-grauen Meldung 'Bad Allocation'.

Habe jetzt noch mal Testdisk angeworfen und Screenshots gemacht.
Table type ist natürlich Intel. Vista Frage mit 'n' beantwortet.
1.png
2.png
3.png

Wie man sieht sind keine Dateien drauf zu sehen. Zusätzlich auch nochma die Log File
Anhang testdisk.txt betrachten

Das einzige was ich bisher mal an dem Platte gemacht habe ist nach dem Suchen 'Wirte Partition Structure to Disk'
Das hat aber nach Neustart nichts bewirkt.

Chkdsk sagt mir 'Version und Status des Volumes konnten nicht festgestellt werden. Chkdsk wurde abgebrochen.' Gibts eine Möglichkeit Chkdsk zu erzwingen? Würde das was bringen?

Was könnte ich noch tun?

EDIT: Hier noch der Linuxoutput vom Versuch die Partition zu mounten:
Code:
localhost root # mount -t ntfs -o loop /dev/sdb1 /media/iso/
mount: wrong fs type, bad option, bad superblock on /dev/loop0,
       missing codepage or helper program, or other error
       In some cases useful info is found in syslog - try
       dmesg | tail  or so

localhost root # dmesg | tail
NTFS-fs error (device loop0): ntfs_read_inode_mount(): Failed. Marking inode as bad.
NTFS-fs error (device loop0): ntfs_fill_super(): Failed to load essential metadata.
NTFS-fs error (device loop0): ntfs_attr_find(): Inode is corrupt.  Run chkdsk.
NTFS-fs error (device loop0): ntfs_read_inode_mount(): Failed to lookup attribute list attribute. You should run chkdsk.
NTFS-fs error (device loop0): ntfs_read_inode_mount(): Failed. Marking inode as bad.
NTFS-fs error (device loop0): ntfs_fill_super(): Failed to load essential metadata.
 
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Mueli

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Also Deine Partitionstabelle ist o.k., da ist dann mit einem neu schreiben dieser auch kein Erfolg zu erwarten. Testdisk zeigt ein def. Filesystem, sowas kann man unter Knoppix oft noch mounten, was bei Dir leider auch nicht funktioniert.
Wurde denn das RAM mittlerweile ausgetauscht? Sonst bliebe noch ein Zweifel, ob die Ergebnisse bisher nicht daher rühren.
Dann solltest Du mal einen Test mit Datenrettungstools unternehmen und zwar mit Restorer2000, dieses Tool kann in der Testversion bereits Dateien bis etwa 128kB wieder herstellen. Wenn Du die Disk durchsuchen lässt, wähle die Disk und nicht die Partition aus, melde Dich was als Suchergebnis herauskommt. Daten sich sicher noch auf der Disk, die wären bestenfalls in Teilen weg es sei denn Du hättest die Festplatte genullt.
 

apexero

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Ich habe einen Scan mit Restorer2000 gemacht.
Das Ergebnis ist folgendes:
1.png
Auf der Platte war soweit es mir gesagt wurde nur eine Partition gewesen. Es war der einfache Werkszustand eines Toshiba Laptops.

In jeder dieser Partition finde ich einen Lost Files Ordner mit dem Symbol eines roten Kreuzes vor einem Ordner. Da sind viele Ordner je nach Dateityp und es findet sich beispielsweise einer mit jeder Menge pdf Dateien drin, die mir vom Dateinamen her ziemlich generisch aussehen. Sind das verwertbare Dateien oder wie soll man das verstehen?

Achja: Der Ram ist nicht wichtig. Die Platte hängt an meinem Desktoprechner, wohingegen der betreffende Laptop vorerst in der Ecke liegt.
 

Mueli

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Was wird Dir rechts angezeigt, wenn Du links auf die Partition gehst, ich kenne wahrscheinlich den Restorer2000 genauso gut oder schlecht wie Du, da mußt Du jetzt mal etwas stöbern (ich lasse auch gerade mal das Proggie laufen und kann dann vergleichen).
 

apexero

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Ich habe in den Partitionen etwas gestöbert und auch tatsächlich die Daten gefunden die ich retten soll.
Der Nachteil ist allerdings das da nun leider ein ziemlicher Anteil Byteschrott dabei ist (in .doc, .pdf usw.)
Gibts dazu jetzt vielleicht noch einen Kniff?
Ich glaub aber fast nicht...ist ja so schon ne Leistung in dem fragmentierten Durcheinander überhaupt was zu finden.

Oder gehts vielleicht doch?


Update:
Ich hätte noch einmal eine andere Frage:

Wie wahrscheinlich ist es das der RAM wirklich dafür verantwortlich war das die Platte solche Sorgen macht.
Oder anders formuliert: Wird die Platte nach erneuter Formatierung wieder problemlos ihren Dienst verrichten?
 
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Mueli

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Wenn Du die Disk wirklich sicher ausschließen willst, solltest Du die S.M.A.R.T.-Werte auslesen (z. B. mit HD Tune -> Reiter Health). Mit einem chkdsk <Laufwerk>: /r /v werden alle Sektoren auf Fehler überprüft, wenn danach im Smart-Log keine Fehler vermerkt sind, kann man von einer voll funktionsfähigen Disk ausgehen.

Das der Speicher oder auch der Controller (bei nVidia war es mal die Firewall im Chipsatz) für def. Daten auf der Disk die Ursache ist, lässt sich nicht ermitteln.
 

apexero

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Also nach wie vor gilt: chkdsk verweigert auf diesem Laufwerk jeglichen Dienst.

Die mittels HD Tune ausgelesenen S.M.A.R.T Werte sind allerdings alle OK. Also scheint es dass die Platte doch noch in Ordnung ist, wenn man sie mal neu formatiert/partitioniert was auch immer.
 

Mueli

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Woran erkennst Du, dass die S.M.A.R.T Werte o.k. sind? Hast Du Dir alle wichtigen Atribute dazu näher angesehen? Wenn als Summe unter dem Strich ein o.k. raus kommt, ist es nur eine Momentaufnahme, es gibt ein paar Atribute wie Reallocated Sector Count, Current Pending Sector Count usw. die interessant sind.
Ansonsten bleibt Dir nur der Weg über Datenrettungstools, ob jetzt Dateien def. sind, muss man natürlich überprüfen. So ein Datengau ist mitunter mit sehr viel Arbeit verbunden, mit einer n Sch wäre der Schaden und der Aufwand sicher geringer.
 

apexero

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Ja, gut ich habe mich lediglich auf die Angabe unterm Strich verlassen, wo O.K. stand.
Allerdings habe ich hier beispielsweise meine eigene schon etwas ältere Platte wo ein Wert gelb hinterlegt ist. Ich nehme nur mal an dass is dann nich ganz so gut weil es bei den ander Platten nich der Fall war.
Ansonsten hab ich die Werte nur ein wenig verglichen.
Ich war der Ansicht das O.K unten kann mich beruhigen.

Was sind denn anzustrebende Werte für die von dir genannten Attribute bzw. wo kann man sich darüber einen besseren Überblick verschaffen?
 

Mueli

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Naja, möglichst kleine Werte oder gar 0, 'Current Pending Sector Count' > 0 bedeutet z.B., dass def. Sektoren gefunden wurden und erst noch durch Spare-Sektoren ersetzt werden müssen.
Gute Informationen zu diesem Bereich findet man im Manual zu Hdat2, aber auch vielfach in den Handbüchern zu S.M.A.R.T.-Tools.
 
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