Laufwerksvergabe: A bis Z - Reicht nicht aus, Lösung?

M@rsupil@mi schrieb:
Ohne TC-Einbindung hast du ja nur ein RAW-Format, wo dich Windows bei jedem versehentlichen Klick aufs Laufwerk fragt, ob der Datenträger formatiert werden soll. Kannst also die ganzen überflüssigen Buchstaben, die über die Datenträgerverwaltung für TC-Platten / Partitionen eingerichtet sind, entfernen.

Ah stimmt, wenn die komplette Partition verschlüsselt ist dann kann der Buchstabe ganz weg. Wenn man nur nen Container auf ner NTFS Platte liegen hat kann man die in einen Ordner mounten und von dort aus das TC Volume öffnen.
 
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@Holt

DANKE für deine Ampfehlung, klingt soweit vielversprechend! Wie sieht es denn mit so einem 200 Euro Server aus mit Software? was kommt da drauf? die Hersteller der anderen NAS Systeme haben ja immer eine angepasste benutzerfreundliche Software drauf. Gibts das für diesen Server den du vorgeschlagen hast, auch? Irgend ein Download / Imagepaket was man halt installiert und in max. ein paar Stunden komplett konfiguriert ist (damit man anschliessend platten einstecken und konfigurieren kann) ?

Kann ich diesen Server dann auch per USB 3 mit meinem normalen PC verbinden?

Das wichtigste für mich überhaupt ist, dass der Server/NAS (egal welcher nun) per USB oder SATA angeschlossen wird, definitiv nicht über LAN, da ich Übertragunsraten von 200 MB nicht missen will da ich oft grosse Dateien schnell öffnen und schreiben muss.
Und diese 200 MB sollten im verschlüsselten Zustand garantiert sein, teils auch auf mehreren Platten gleichzeitig.

Habe gelesen dass manche NAS verschlüsselt nur 25 MB/sec schaffen, das ist ein totales No Go für mich.
 
SW ist keine dabei, darum musst man sich selbst kümmern, hat dafür auch auch die Freiheit bei der Auswahl. Das ist ja im Grunde ein normaler x86er PC und man kann Windows, Linux oder was auch immer auf PCs läuft nach Belieben installieren. Für die Nutzung als NAS gibt es auch spezielle Distributionen wie OMV (OpenMediaVault), welches auch bei diesem Review des HP Gen8 verwendet wurde (da ist auch eine Anleitung im Artikel), oder FreeNAS (hier eine Anleitung oder NAS4Free, damit ist es ähnlich einfach wie bei einem Fertig-NAS. Man sich sogar das DSM auf den Kisten installieren, das ist ja auch nur ein Derivat von Linux und ein XPEnology Forum gibt es dazu auch. Wer es halt ganz bequem "out-of-the-box" will, weil er eben nicht z.B. in die XPEnology supported HW List schauen mag, der muss halt mehr zahlen und mit weniger HW zufrieden sein. Das OS installieren und das NAS einrichten muss man aber eigentlich immer, außer man greift noch tiefer in die Tasche und kauft das NAS gleich mit Platten und installiertem OS, aber selbst dann muss man noch das Netzwerk, die User und Rechte einrichten.

Ganz so einfach wie bei einer USB Platte die man nur einstecken muss und dann kann man Dateien darauf kopieren ist ein NAS nicht, egal ob selbst mit einem Microserver realisiert oder fertig gekauft. Aber so wahnsinnig kompliziert wie es einige im Forum darstellen, ist es bei weitem nun wieder auch nicht.
 
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`@ Holt

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort und Verlinkung de versch. SoftwarePakete, das hilft mir sehr weiter, schaue ich mir alles an! Klingt auf jeden Fall vielversprechend.
:)
 
Wenn du weiterhin über USB 3.0 z.b. auf die NAS zugreifen willst wirst du um eine Fertig Kauf Lösung nicht herum kommen. Mir ist das jeden Falls weder bei OMV noch anderen Tools bekannt das du diese über E-Sata oder USB anbinden kannst.

Was für dich ggf. noch eine Option wäre eine HBA Karte mit einem Drive Expander ;) Aber auch da wirst du das Problem mit den Schnittellen haben. Mein vorheriges Beispiel von QNAP mit der https://www.qnap.com/i/de/product/model.php?II=198 wäre da was aber dies wird dir sicher viel zu teuer sein.

Du musst also Abwegen und überlegen ob du vielleicht auch die Krypto umstellst von Filesystem auf Blockdevice Ebene hier erreichst du häufiger weit höher Geschwindigkeiten bei der Verschlüsselung.
 
Man kann auch ein NAS nicht einfach wie eine externe HDD über USB anschließ, das sind im Grunde beenfalls kleine PCs und die USB- und eSATA Ports der NAS sind Host Ports, da kann man also Platten dranhängen, aber man kann die nicht mit zum Verbinden mit einem PC verwenden, so wieo man eben auch zwei PCs nicht einfach über USB oder eSATA Ports verbinden kann. Die NAS werden über das Netzwerk und Netzwerkfreigaben eingebunden und denen kann man sehr wohl einen LW-Buchstaben zuordnen.

Und was soll es mit einer Qnap Turbo Station TVS-871T-i5-16G, 16GB RAM, 4x Gb LAN/2x 10GBase/2x Thunderbolt 2 ab € 2368,48 Lösung? Vor allem, wer ist ernsthaft so dumm sich eine so teure Lösung mit 16GB RAM und einem i5 oder i7 Prozessor und damit ohne ECC RAM anzuschaffen? Das würde bei keinem ernsthaften Unternehmen durchgehen, da ist ECC RAM Pflicht und beim Preis wollte man es wirklich erwarten können. Das ist ja der Mist bei den ganze NAS Herstellern, die haben offenbar die Bedeutung von ECC RAM überhaupt nicht verstanden und liefern auch Lösungen die für Enterprisekunden beworben werden, ohne aus. Das kann man bei den Billigkisten für Heimanwender noch machen, die stellen ja meist kein besonderen Ansprüche an die Sicherheit vor Datenkorruption, da sind ja auch meist nur die Videos und ein paar Fotos drauf. Aber Unternehmen sollte das tun, die haben meist wichtige Daten gespeichert und echt ein Problem wenn diese korrupt werden.
 
Holt aber dann nen doch mal eine Sinnvolle Alternative die auch seinen Wunsch mit USB bzw. Externe Anschlüsse neben LAN mit Geschwindigkeit abdeckt.

Klar ist dort kein ECC Ram verbaut, aber hier ist auch eine Frage der Verhältnissmäßigkeit. Klar kann es Bit Flips geben usw. Wie viele Bitflips die auf Disk geschrieben worden sind hast du bereits mit bekommen?

Und dir ist schon bekannt das fast alle Raidcontroller bzw. viele Raidcontroller für Ihren Ram (Cache) Normalen und nicht ECC Ram verwenden. Das heißt ja auch das selbst wenn du auf der Seite des System RAMS ECC Verwendest es kann immer noch auf der Seite des Raidcontroller ein Bitflip passieren. Daher sollte das Filesystem wenn es um Kritische Daten geht auch eine Ende zu Ende Cachesumme für Dateien haben, siehe ZFS, aber auch da hilft es natürlich nur wenn du ECC oder sogar Bufferd RAM hast.

Hier ist ja auch wieder der Unterschied zwischen Buffered und ECC Ram in die Prüfung einzunehmen, der ECC Chip Prüft ja nur auf Bit-Flips auf dem Riegel aber nicht auf dem Weg Ram Riegel zum Speicher Controller.

Wie du siehst man kann das Spielchen mit Datenintegrität bis zu einem absurden Level führen.
 
Welche RAID Controller kennst Du denn? Also selbst auf der Zeichnung des RAM Riegel in dieser alten Anleitung von HP RAID Controllern sind 9 RAM Chip auf dem Riegel zu sehen, da hat sich nicht einmal der Zeichner das ECC RAM gespart.

Filesysteme mit Prüfsummen die daraufhin die Daten auch korrigieren ohne ECC RAM zu verwenden ist höchster Blödsinn, denn bei einem normalen SW-RAID wie dem md RAID wird das RAID normalerweise die Parity Daten nicht mitlesen, also auch keine Bitefehler im RAM erkennen, die Daten sind dann falsch aber ohne ECC RAM risikiert man das eben immer. Bei Scrubbing werden bei RAM Fehlern dann die Parity Daten angepasst, so dass sie zu den wegen RAM Fehlern verfläschten Daten passen, was aber solange kein Problem ist, wie eben die Parity Daten nicht gebraucht werden, weil noch alle Datenplatte die Daten liefern und die Paritiy also nicht einmal gelesen wird. Beim nächsten Scrubbing trifft es vermutlich einen anderen Block (Stripe) und die durch den letzten Lesefehler verfälschten Paritydaten werden wieder auf korrekte Paritydatren zurückkorrigiert. Erst wenn eine Platte einen Lesefehler in dem Bereich hat wo auch beim letzten Scrubbing ein RAM Fehler zugeschlagen hat, werden als bei der Rekontruktion dann die originalen Daten (Dateien) verfälscht, sonst nicht!

Die Filesysteme mit Prüfsummen und Botfehlerkorrekur wie ZFS gehen aber anders vor, die unterstellen das ihre Prüsumme stimmt, nur wenn diese aber wegen eines RAM Fehler eben im RAM anders steht als sie von der Platte gelesen wurde, werden dann die Dateien entsprechend kaputt korrigiert und das nicht nur beim Scrubbing, sondern bei jedem Lesen, weil bei jedem Lesen auch immer die Prüfsummen mitgelesen und die Daten geprüft und ggf. eben korrigiert werden. Daher frisst sich dort Datenkorruption wie ein Krebs durch die Daten und das kannst Du in nicht wenigen Berichten betroffener User die dann erst danach auf ECC RAM (und die pasende Plattform, die gehört immer dazu) gesetzt haben.

Die Datenübertragung über SATA ist immer über eine CRC32 pro FIS (kann maximal 8192 Byte Nutzdaten enthalten) gesichert, was so ungefähr eine unerkannte Fehlerrate von 1:10^40 bedeutet, wenn also 10^40 FIS mit Bitfehlern übertragen werden, könnte einer mal unerkannt durchrutschen und wie viele Daten das bei bis zu 8192 Bytes sind, rechnest Du mal selbst aus, es sind jedenfalls sehr, sehr viele.

Genau wie SATA verwendet auch PCIe in den höhren Layern des Protokolls CRC Prüfsummen, der Data Link Layer hat z.B. für jedes TLP (Transaction Layer Packets) ebenfalls eine CRC32. Generell wird ja selbst bei Consumer-HW immer dort eine Sicherung eingebaut wo die Fehlerwahrscheinlichkeit besonders hoch ist und dazu gehören eben alle Arten von Datenübertragungen, zuletzt wurde nun sogar bei DDR4 wenigstens die Übertragung der Daten entsprechend gesichert. Offenbar gab es da eben so oft Bitfehler, dass es unvermeidbar war dies nun einzuführen, leider hat man nicht gleich ECC RAM für DDR4 obligatorisch gemacht, aber ich wette das wird auch nich irgendwann kommen, wenn die Strukturbreiten der RAM Chips weiter fallen. Bei NAND Flash steigt ja damit der Aufwand für die interne ECC des Controller immer weiter an, ich kann mir also nicht vorstellen, dass es bei den RAMs da nicht irgrendwann an einen Punkt kommt, wo so wenige Elektronen für ein gespeichert werden, dass die Fehler eben einfach steigt weil kleinste Abweichnung der Elektronenanzahl schon zu einer anderen Interpretation des Ladungszustand der Zelle führt.

Bzgl. konkreter Vorschläge für die HW hatte ich doch schon in #18 auf diesen Beitrag in einem anderen Thread verwiesen. Für genauere Vorschläge müsste man mehr Details wie vor allem die geplante Gesamtkapazität kennen.

Mein N54L Nachfolger könnte z.B. so aussehen:
SilverStone DS380, Mini-ITX (SST-DS380B) ab € 162,90
SilverStone Strider Series 300W SFX12V (SST-ST30SF) ab € 49,15
ASRock C2550D4I ab € 289,38 (12 SATA Ports) oder ASRock C2750D4I (12 SATA Ports) und 2x8GB DDR3 Unbuffered ECC RAM ab 100€

Vielleicht aber auch gleich ein Xeon-D Board, also das Supermicro X10SDV-4C-TLN2F retail (MBD-X10SDV-4C-TLN2F-O) ab € 521,69, das hat auch gleich noch 2x 10GBase Ethernet und einen 4 Core Broadwell mit 2,2GHz (Turbo bis 2,6GHz), da wird es schon schwer einen Skylake E3 mit Board für das Geld zu finden. Dazu dann zwei 8GB Unbuffered DDR4 8GB Riegel ab 52€/St. , also 104€ oder DDR4 reg. ECC RAM, welches ähnlich viel kostet, damit damit kann man mehr RAM realisieren.

Dann noch beim Xeon-D eine Digitus DS-30104-1 mit 4 SATA Ports ab € 43,29 oder einen richtigen SAS HBA und natürlich die HDDs. vermutlich würde ich im Moment zu den Seagate Surveillance HDD 7200rpm 8TB, SATA 6Gb/s (ST8000VX0002) ab € 335,55 greifen, die haben laut Datenblatt eine UBER von 1:10^15 (nur die 8TB!), RV Sensoren für 8+ HDDs in einem Gehäuse, 24/7 Zulassung, 180TB Workload-Rating, 1,8A Anlaufstrom und sind mit unter 42€/TB nicht wirklich teuer. 8 im RAID 5 wären dann 56TB netto, bei einer 1:10^15er UBER durchaus noch vertretbar, sonst macht man halt ein RAID 6 und hat 48TB.

Das wäre dann mit dem Gehäuse, Netzteil und dem C2750D4I und 16GB RAM zusammen €601,43.
Nimmt man das Xeon-D 1520 und die Digitus, wäre man bei 881,03€, hätte ECC RAM, auch 8 Bays, zwei 10Gb Ethernet Ports, 4 schnelle Broadwell Kerne +HT und könnte wenn mehr CPU Power gefragt ist auch das
Supermicro X10SDV-TLN4F retail (MBD-X10SDV-TLN4F-O) ab € 1047,71
mit 8 Kernen mit 2GHz (ebenfalls 2,6GHz Turbo und ebenfalls 45W TDP) nehmen und wäre dann mit 1407,05€ noch knapp 1000€ unter der Qnap Turbo Station TVS-871T-i5-16G mit 8 Bays, einem i5 4590S (3GHz Grund-, 3,7Ghz Turbotakt und 65W TDP) und 16GB RAM ohne ECC.

Rechnet man dann aber noch die 2684,40€ für 8 HDDs drauf, komme ich beim Atom auf 3285,83€ für 48TB bei RAID 6 bzw. 56TB bei RAID 5, also auf 58,68€/TB bzw. 68,45€/TB und wenn es der Xeon-D 1520 Vierkerner und 10 Gbit Ethernet wird, dann sind es 3565,43€, also 63,67€/TB bzw. 74,28€/TB. Mit dem dicken 8 Kern Xeon-D 1540 8 Kerner wäre es zusammen 4091,45€ und damit 73,06€/TB bzw. 85,24€/TB. Damit kommt man bei der Luxusversion mit RAID 6 und 8 Kerner am Ende auf den doppelten Preis der HDDs pro TB und ist das Backup ist da noch nicht mit drin.

QNAP gibt für das TVS-871T von den 8TB HDDs nur die ST8000NM0055 Seagate Enterprise Capacity ab € 468,99 und die ST8000NE0001 Seagate Enterprise NAS ab € 411,19 sowie die noch teureren HGST 8TB frei. Sind noch bessere Platten als die Surveillance, aber zusammen mit den € 2351,48 für die Qnap Turbo Station TVS-871T-i5-16G sind es mit der Enterprise NAS dann immerhin 5641€, also 100,73€/TB bei RAID 5 und 56TB Nutzkapazität bzw. 117,52€/TB bei RAID 5 und 48TB Nutzkapazität und das für ein Storage ohne ECC RAM.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie ich bereits sagte Verhältnissmäßigkeit.

Eine Sinnvolle Aufstellung und Verkettung der Integrität der Daten ist wichtig. Du redest von ECC Ram und allem möglichen aber kommst dann mit Raid 5? Hallo Write Hole?

Für seinen Anwendungsfall ist deine Empfehlung vermutlich totaler Overkill. Und deine Lösung erfüllt auch an keiner Stelle seine Anforderung mit USB oder E-Sata Anschluss an seinen PC. Und wie willst du das Filesystem bzw. das Raid umsetzen Software wenn ja welches? Hier gibt es ja auch wieder viele Sachen zu beachten.


Ein Bitflip im Ram kommt auch so selten vor. Bei uns in der Firma auf über 100 Hostsysteme mit ECC Aufgeteilt haben wir pro Monat auf die über 2 Terabyte RAM zusammen keine 2-3 Bitflips die uns das Monitoring meldet. Das dürfte also locker in den Bereich deiner Rechnung bei SATA gehen.
 
metalpinguin schrieb:
Eine Sinnvolle Aufstellung und Verkettung der Integrität der Daten ist wichtig. Du redest von ECC Ram und allem möglichen aber kommst dann mit Raid 5? Hallo Write Hole?
Eine USV und vor allem Backups sind natürlich Pflicht und das Write Hole ist auch nicht das einizge Problem was man bekommt, wenn plötzlich bei einem Schreibvorgang die Spannung weg ist. Aber ext4 ist auch ein Journaling Filesystem und kann ganz gut damit umgehen, wenn das mal passiert, was auch dem Write Hole den Schrecken nimmt.

metalpinguin schrieb:
Für seinen Anwendungsfall ist deine Empfehlung vermutlich totaler Overkill.
Deswegen hatte ich auch geschrieben:
"Für genauere Vorschläge müsste man mehr Details wie vor allem die geplante Gesamtkapazität kennen."

metalpinguin schrieb:
Und deine Lösung erfüllt auch an keiner Stelle seine Anforderung mit USB oder E-Sata Anschluss an seinen PC.
Und welche NAS / Microserver Lösung kann? Das geht nicht, wenn man einen Storagserver nimmt, da der die Platten und deren Filesystem nämlich selbst verwaltet und nicht mehr der PC wie bei externe HDDs die man über USB oder eSATA dranhängt. Die Verbindung erfolgt dann immer über das Netzwerkkabel, bei jedem NAS und eben nicht über USB oder eSATA, da man darüber eben nicht zwei PCs verbinden kann, von exotischen Lösungen wie dieser mal abgesehen. Wenn der TE weiterhin seine Platten über USB oder eSATA angeschlossen haben möchte, muss er eben so ein so ein Gehäuse holen, dann hat er die Platten aber weiter lokal am PC verwaltet und wenn der abstützt während er schreibt und dabei das Filesystem geschrottet wird, dann ist das eben so. Das sind ja eben Dinge die einen Storageserver einer DAS Lösung voraushaben, weil die eben das Filesystem verwalten und wenn es ordentliche HW ist, dann hat man damit auch mehr Sicherheit. Stürzt der PC beim Schreiben ab, ist die Datei unbrauchbar weil nur zu Hälfte geschrieben, aber das für das Filesystem besteht kein Risiko.
metalpinguin schrieb:
Und wie willst du das Filesystem bzw. das Raid umsetzen Software wenn ja welches? Hier gibt es ja auch wieder viele Sachen zu beachten.
Hast Du noch nie einen Storageserver / NAS selbst aufgesetzt? Selbst wenn, das allermeist übernehmen die Distributionen wie OMV für Dich, da musst Du nicht viel selbst machen und danach kannst Du die Freigabe erstellen und im PC als Netzwerklaufwerk verbinden.

metalpinguin schrieb:
Ein Bitflip im Ram kommt auch so selten vor. Bei uns in der Firma auf über 100 Hostsysteme mit ECC Aufgeteilt haben wir pro Monat auf die über 2 Terabyte RAM zusammen keine 2-3 Bitflips die uns das Monitoring meldet. Das dürfte also locker in den Bereich deiner Rechnung bei SATA gehen.
Erstens sollte Ultra-DMA CRC Fehler gar nicht auftreten und wenn, dann sieht man die in den S.M.A.R.T. Werten aller HDDs und der meisten SSDs auch sofort. Da die zu Übertragungswiederholungen und damit Verzögerungen führen, sollte man sie dann auch umgehen beseitigen, so dass es praktisch nie Fehler gibt und damit auch nie unerkannte. Dann sind aber 1:10^40 mal den 8k pro Übertragung ein Datenvolumen welches Du Dir offenbar nicht vorstellen kannst. Im letzten Jahr wurden insgesamt 114,72 Millionen HDDs verkauft, die Duchschnittsgröße liegt meine ich bei etwas über 1TB, aber nehmen wir mal 4TB an, dann wäre die 10^40 * 8k immer noch 178521617852161785216178 mal so viel, das ist eine Zahl mit 24 Stellen!

Die Wahrscheinlichkeit es unerkannten Bitfehler bei der Übertragung über SATA ist also wirklich praktisch 0, wogegen 2 bis 3 Bitflipt im Monat eine real Wahrscheinlichkeit von 1:33 bis 1:50 sind und wenn man aufs Jahr rechnet, dann sind das schon 24 bis 36 Fehler auf 100 Rechner und in den 5 Jahren die man eine HW meist nutzt dann schon 120 bis 180, man kann also fast sicher sein in 5 Jahren einen Soft Error im RAM zu erleben und damit liegt das also nicht locker in den Bereich eine unerkannten Bitfehler bei der SATA Datenübertragung.

Aber lassen wir das, der TE ist wohl sowieso nicht noch am Überlegen.
 
Hallo Hast du Schon eine Lösung gefunden?
Es ist Gar kein Problem mehr Externe USB Festplatten einzubinden als du Laufwerksbuchstaben hast..
Man Kann sie in einer anderen Festplatte mit einbinden und ihnen da Namen oder Buchstaben zuordnen.. wenn du fragen hast sende mir gerne eine E-Mail und ich sage dir wie es geht es ist ganz Leicht und mit wenigen Maus klicks gemacht....
 
Was er meint ist glaube ich die Laufwerke nicht mit einem Buchstaben zu versehen, sondern auf ein Verzeichnis eines anderen Laufwerks zu mounten, was bei Linux ja Pflicht ist und bei Windows ebenfalls geht. Wurde der Vorschlag nicht auch schon gemacht?
 
(Und nein, kleine HDs zu grossen zusammenfügen klappt nicht, alle verbauten Platten sind schon 4 TB Platten)

Also baugleiche platten hätte ich 4 x 4 TB Intenso und 4 x 4 TB WD Green und noch 4 x 3 TB Samsung... vllt könnte ich damit zwei NAS Server aufbauen, einen neben dem PC und einen zum Mitnehmen iwie...

Fakt ist ich möchte ca. 16 TB Daten (wird die nächsten Jahre ausreichen) auf jeden Fall direkt zugriffbereit haben am PC, egal ob nun intern oder meinetwegen von nem Server der via usb 3 oder sata angeschlossen ist. Und weitere 16 TB dann als NAS am besten an einem ganz anderen Ort (andere Wohnung), der dann nachts z.b. über Internet synchronisiert wird. Ob das jedoch die beste Lösung ist... Eig möchte ich Backups nur kontrollliert anstossen.

Tjo, da fällt mir nur ein: 4TB Platten gegen 2 x 8TB austauschen. Die gibt es ja bereits und würde daher bedeuten, im Computer 2x8TB und in einem 2-Bay NAS ebenfalls 2 x 8TB. Die anderen Festplatten verkaufen. Damit macht man ein wenig Verlust, hat aber alles im Minimalbereich, kommt auch mit den Laufwerkbuchstaben aus. Wenn es, wie vom TE erwähnt, für die nächsten Jahre mit 16TB ausreicht... in ein paar Jahren kommen wieder neue Festplatten, evtl. dann mit 10TB oder 12TB und schon kann man die vorhandenen austauschen gegen größere. Möglich, dass das NAS getauscht werden muss, weil die Großen nicht mehr erkannt werden. Aber das ist ein Problem für später, nicht für jetzt.
 
Wobei dann zu beachten wäre, dass die Seagate Archive v2 8TB die billigste 8TB Platte ist, aber SMR hat und meines Wissens in keinem NAS freigegeben wurde, weil sie dafür auch nicht gedacht ist. Wie weit aktuelle NAS schon die anderen 8TB HDDs unterstützen, sollte man vor dem Kauf ebenfalls prüfen und keine HDD nehmen, die dort nicht in der Freigabeliste steht.
 
Auf heise steht: Festplatten für NAS
Die Seagate Archive HDD v2 mit 8 TByte ist mit rund 250 Euro zwar recht günstig, Seagate rät jedoch vom Einsatz im NAS ab. Die Festplatte arbeitet mit Shingled Magnetic Recording (SMR) für besonders hohe Kapazität. Die SMR-Technik benötigt für das Überschreiben bereits gefüllter Datenspuren einen Puffer von einigen MByte. Diesen muss die Platte zunächst einlesen – das macht sie beim Schreiben vieler kleiner Dateien langsam.

Problematisch wird es deshalb unter Umständen beim Rebuild eines RAID, wenn sehr lange auf die Platte geschrieben wird. Das dauert sehr viel länger als bei konventionellen Platten mit PMR-Aufzeichnungstechnik.

Das bedeutet aber nur, dass sie bei kleinen Dateien langsam wäre. Nicht, dass man das nicht darf. ;) Du hast aber Recht, ideal wäre es nicht, aber ideal ist ja das gesamte Szenario hier nicht.
 
Im Review bei storagereview.com hatte die Archive v2 8TB eine durchschnittliche Latenz von 70,77s maximale Latenz von über 212s beim Schreiben, normalerweise haben die Desktop HDDs eine TLER von 14s und die RAID fähige eine von 7s, die Antworten also garantiert viel früher und im Zweifel eben mit einem Fehler. Das liegt die Gefahr, die Archive könnte für eine Antwort so lange brauchen, dass sie vom Host als defekt eingestuft wird, zumal bei einem HW-RAID Controller die die gewöhnlich tun, wenn eine HDD nicht innerhalb von 8s antwortet.
 
Holt schrieb:
Im Review bei storagereview.com hatte die Archive v2 8TB eine durchschnittliche Latenz von 70,77s maximale Latenz von über 212s beim Schreiben, normalerweise haben die Desktop HDDs eine TLER von 14s und die RAID fähige eine von 7s, die Antworten also garantiert viel früher und im Zweifel eben mit einem Fehler. Das liegt die Gefahr, die Archive könnte für eine Antwort so lange brauchen, dass sie vom Host als defekt eingestuft wird, zumal bei einem HW-RAID Controller die die gewöhnlich tun, wenn eine HDD nicht innerhalb von 8s antwortet.

Diese Latenzzeiten von 70s bzw 212s haben nicht einmal Tape-Laufwerke, aber Du meinst sicherlich ms, oder ?
 
Übrigens - weil du das zweimal geschrieben hast - LAN ist nicht zwingend auf 100 Mbit limitiert. Selbst die meisten Onboard LAN Schnittstellen der Mainboards sind inzwischen Gigabit LAN, also 1.000 Mbit. Es geht auch noch schneller über Kupfer, dann braucht man aber auch die passende Hardware und Verkabelung dazu. Danach kommt dann eben Glasfaser. Im Consumerbereich ist das beides aber eher noch nicht angekommen.
 
M.B.H. schrieb:
[...] LAN schafft hier meines Wissens nach nur 100 MB/sec, über USB 3.0 bekomm ich knapp 200 MB/sec hin. [...]

M.B.H. schrieb:
[...]Das wichtigste für mich überhaupt ist, dass der Server/NAS (egal welcher nun) per USB oder SATA angeschlossen wird, definitiv nicht über LAN, da ich Übertragunsraten von 200 MB nicht missen will da ich oft grosse Dateien schnell öffnen und schreiben muss. [...]
Den Threadersteller meinte ich.
 
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