Leiser Audio-PC: Absegnung Zusammenstellung / Gibt's leisere Konfiguration?

Weg mit dem 6700K. Der ist für einen wirklich leisen betrieb zu heiß. Der 6700 ohne K hat 65W TDP statt 95W und ist damit deutlich genügsamer. Den bekommt man mit einem Towerkühler fast immer auf geringster Drehzahl kalt.
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Z-Level muss zudem nicht unbedingt sein, das bringt dir Features die du nie nutzen wirst. H-Level reicht vollkommen aus.

Grafikkarte kann weg. Hat keine Mehrleistung zur Intel iGP der CPU. Verballert dann nur Strom.

Das Netzteil kannst du ohne Bedenken auf ein 400W StraightPower von BQ reduzieren. 550W sind für ein System mit maximal 120W bedarf viel zu viel. Und leise ist es bei der geringen Last auch. Eben so wird sich der leicht geringere Wirkungsgrad kaum auswirken.
 
Wenn es definitiv an der IGP liegt, dann kannst du natürlich auch bei der 710 bleiben. Netzteil wie gesagt gegen ein E10 400 W tauschen, oder ein passives, z.B. Seasonic Fanless 400 W. SSD entweder gleich die 960 Evo, oder eine größere, aber langsamere 750 Evo, oder noch größer die Ultra II. Je nachdem ob du ein Leistung wie die der 960 Evo überhaupt brauchst.


MfG
 
Leute erstmals vielen Dank für die zahlreichen Antworten und Vorschläge. Ihr seid super!

scooter010 schrieb:
Das habe ich noch nie gehört. Woher hast du diese Information? Ich kann mir dafür echt keinen Grund vorstellen. Andererseits weiß ich nicht mal, was du genau mit Dropouts und Latenzproblemen meinst...
Die iGPU erzeugt so ein Verhalten nicht, sofern die CPU im gesamten nicht in das Power-Target rennt. Ein i7 6700 (ohne k) rennt auch bei Vollauslastung mit Prime95 und parallel Furmark nicht in das Power-Target...

Edit:
Klar, die iGPU nutzt den gleichen Arbeitsspeicher, aber mal ernsthaft... Wie viele 24bit@96kHz Streams willst du gleichzeitig aufzeichnen, um dort einen Flaschenhals zu erzeugen? Das sind "nur" rund 280 kByte/s (Vorsicht, nicht kBit/s). Aber innerhalb eines Rechners reden wir von mehreren GByte/s an verfügbarer Datenrate. Und sofern du keine aufwendige Visualisierung (wie sie früher gerne genommen wurden) laufen lässt, ist das alles kein Problem...

Edit 2:
Du digitalisierst deine Audiodaten wahrscheinlich über ein externes Interface. Dies ist i.dR. per USB angebunden (Firewire bieten aktuelle Chipsätze auch nicht mehr). Dieses Audiointerface kann per USB maximal mit 1kHz Daten an den PC schicken. Das ist eine harte Grenze des USB-Standarts, egal was angeschlossen ist. Bei 96kHz Abtastrate werden also immer mindestens 96 Samples gesammelt und dann gleichzeitig an den PC geschickt. Der Rekonstruiert dann anhand der Zeitmarken wieder die Aufnahme.

Ich kann es dir/euch gerne zeigen, wie es geht: Eine samplebasierte VST aufmachen, Latenz auf 16 Samples setzen und aufnehmen. Davon 2-3 gleichzeitig. Währenddessen irgendein Fenster schnell hin und her schieben => Knackser (Dropouts) in der Aufnahme. Die CPU braucht da sehr gute Latenzwerte, um so viele Prozesse zuverlässig echtzeit bearbeiten zu können in der vorgegebenen Zeit. Wenn sie es kurzzeitig nicht schafft, weil irgendeinanderer Prozess stört, doch ein Paar Mikrosekunden mehr braucht auf dem Thread, dann gibt's eben Dropouts. Kurzzeitiger Aussetzer im Stream. Man hört einen Aussetzer/Knackser Diesen Test kann man gut an einem Laptop mit einem iGPU machen und dann auf dGPU wechseln und damit machen. Da weiß man schon, was ich meine.

Es gibt in der Audio-Production nicht nur Audio-Streams (die die CPUs problemlos 100+ fach stemmen können), sondern auch VSTs, sogenannte virtuelle Instrumente, die Audiodateien echtzeit bearbeiten oder aus Midi-Signalen z.B. samplebasierte Schlagzeug-, Klavierinstrumente erzeugen. Da ist keine CPU stark genug. Daher neige ich doch zu i6700k / Z Level, um einfach flexibler zu bleiben. Das überlege ich noch.

Also daher irgendeine billige dGPU. An 30€ wirds auch nicht scheitern. Übrigens ich habe ein PCI-Audiointerface und kein USB, da USB= Gute Bandbreite, schlechte Reaktionszeit. Das ist aber erstmal irrelevant.

Seasonic fanless 400W ist geil (vorausgesetzt, es gibt nicht andere Geräusche wie Spulenfiepen von sich...) Ich denke, ich nehme die.

Samsung SSD 960 ist schon geil. Leider noch nicht verfügbar...

Gehäuse: Ich habe die Caseking-Seite gesehen aber da finde ich doch nicht genügend Daten.

In diesem Test hier hat DS200 doch die besten Werte. Daher habe ich DS200 präferiert.
 
Wäre dann nicht vielleicht sogar ein 6-Kerner eine Überlegung wert? Kostet ja etwa genauso viel wie der i7-6700K, nur das Mainboard ist etwas teurer. MultiThread-Optimiert sind die meisten Audio-Programme ja...
 
Necareor schrieb:
Intel Core i7-5820K, 6x 3.30GHz, boxed ohne Kühler ab € 393,06
Kostet doch etwas mehr, hatte das anders in der Erinnerung... aber eine Überlegung wär's ja wert.

Na ja, vergleichbar wäre ein 6800k. Mit Mainboard sind's +200€. Abgesehen von allem, gibt's aber kein MB mit PCI und 140W sind schon ne Hausnummer...Ich weiß nicht, wie es geeignet ist.

Weiß eigentlich jemand, was für mich "Trusted-Execution-Technik ‡" konkret bedeutet? Das hat nämlich nur 6700 "Non-K"
 
OK, das erklärt einiges. 16/samples Puffer bei 96 tausend samples die Sekunde (mal 2-3) ist echt nicht viel. Das Problem ist dabei die Maus, würde ich meinen, die erzeugt hardwareinterrups, für die die Befehlsque des Prozis geleert werden muss, für jedes bewegte pixel erneut. Das leeren der que dauert ein paar Taktzyklen, dan abarbeiten des Interrupts und dann neu befüllen.
Da kann es schon zu Problemen kommen. Schon mal daran gedacht, die Latenz (den Puffer) auf 64-128 samples zu setzen? Das ist dann eine Verzögerung von 0,0013333 Sekunden, oder kommst du dadurch bereits aus dem Takt?
 
scooter010 schrieb:
Schon mal daran gedacht, die Latenz (den Puffer) auf 64-128 samples zu setzen? Das ist dann eine Verzögerung von 0,0013333 Sekunden, oder kommst du dadurch bereits aus dem Takt?

Ich glaube, du kalkulierst nicht, dass nicht eine einzige sondern mehrere Befehlsketten hintereinander abgearbeitet werden müssen. Die Roundtrip-Latenz der gesamten Kette beträgt bei meinem (schnellen) Audiointerface:

bei 16 Samples: ~3,2s Roundtrip Latenz
bei 32 Samples: ~4,4s Roundtrip Latenz
bei 64 Samples: ~6,7s Roundtrip Latenz
bei 128 Samples: ~10,5s Roundtrip Latenz

Schon ab 64 Samples fängt man an, wahrzunehmen, was zu Spaßverlust führt.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich würde bei latenzkritischen anwendungen auch immer eine extra grafikkarte verbauen. die igp hat zwar keine direkten auswirkungen auf die cpu-leistung, aber speicherzugriffe der igp können einen (wie ja anscheinend bereits selbst festgestellt) schnell mal ärgern.

des weiteren sollte darauf geachtet werden ein mainboard zu nehmen, das möglichst niedrige dpc latenzen verursacht und mit dem es da vor allem keine ausgeprägten spikes gibt. bei aktuellen boards bin ich da leider nicht auf dem laufenden, früher waren die msi eco serie und fujitsu boards meist recht gut, aber ob das noch immer so ist, weis ich leider nicht.
 
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