Leserartikel Lesertest Bitfenix Spectre PRO

untot

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Einleitung

Dieses mal geht es um den zweiten Teil meines Tests zu den Bitfenix-Produkten, die ich vor einiger Zeit zu diesem Zweck erhalten habe. Ich werde mich nun also mit den Bitfenix Spectre PRO Lüftern mit 120 und 140mm Durchmesser befassen.

Lieferumfang/Verarbeitung

mitVerpackung.jpg ohneVerpackung.jpg 140mmRückseite.jpg
Der Lüfter kommt in einem Karton mit Sichtfenster auf dem man bereits das Waben-Muster sehen kann, das auch auf dem Rahmen der Lüfter vorhanden ist.
Auf der Rückseite findet man neben den aufgelisteten Features des Lüfters auch technische Angaben, also Größe, Anlauf- und maximale Betriebsspannung, Luftdurchsatz und -druck. Der Lieferumfang ist ebenfalls auf der Rückseite abgedruckt.
In der Packung findet man neben dem Lüfter auch 4 Lüfterschrauben, 4 Gummi-Entkoppler und einen 7V-Adapter.
Das Anschlusskabel ist fest mit dem Lüfter verbunden und hat eine Länge von 50 cm. Hier hätte mir eine Lösung, wie beim Noiseblocker eLoop besser gefallen. Bei diesem ist das Kabel, das direkt mit dem Motor verbunden ist, sehr kurz und man bekommt zwei unterschiedlich lange Kabel mitgeliefert, die außerdem gesleevt sind.

Es ist möglich den inneren Teil des Lüfters vom Rahmen zu trennen, wobei ich den Sinn dieser Möglichkeit nicht wirklich erkennen kann.

motor_rahmen.jpg

Das Material des Rahmens ist außerdem sehr hart, und die mitgelieferten Schrauben aus relativ weichem Metall, was die Montage der Lüfter mit eben diesen nicht ganz einfach macht. Die Gummi-Entkoppler erfüllen ihren Zweck und die Montage geht damit problemlos von statten.

Test

Anlaufspannung:

Die Anlaufspannung der Lüfter wurde mit einem Digital-Multimeter ermittelt. Dabei bin ich auf einen Wert von 4,6 V für den 120mm-Lüfter und 4,4 V für die 140mm-Version gekommen. Dabei ist zu beachten, dass diese Werte nur für die beiden Lüfter gelten, die ich bekommen habe und das diese durch Toleranzen bei der Fertigung schwanken können.

Lautstärke:

Bei voller Drehzahl sind beide Versionen deutlich hörbar, wobei die 140mm-Version erwartungsgemäß noch einmal deutlich lauter wird, als der 120mm-Lüfter. Beide Lüfter wären ungeregelt, für mich, deutlich zu laut. Wobei das Geräusch des großen Lüfters deutlich auffälliger und unangenehmer ausfällt als das der 120mm-Version.
Im dauerbetrieb laufen beide Lüfter bei mir mit 600 rpm und sind kaum wahrnehmbar, wobei die 140mm-Version auch bei dieser Drehzahl mehr Geräusche produziert als der 120er.
Im Vergleich zu meinen Noiseblocker eLoop sind die Lüfter in allen Drehzahlbereichen lauter.
Sehr positiv finde ich die Tatsache, dass die Lüfter im gesamten Drehzahlbereich ohne Schleifen und Rattern arbeiten.

Einsatz als CPU-Lüfter auf Alpenföhn K2:
Für die Montage der 140mm-Version musste ich auf Kabelbinder zurückgreifen, da die Lüfterklammern für die Rahmenmaße von 120mm-Lüftern ausgelegt sind. Die Kühlleistung der Lüfter liegt dabei auf dem gleichen Niveau wie bei den originalen Wingboost-Lüftern, was bei der Dimension des Kühlkörpers im Vergleich zu der relativ bescheidenen Abwärme des Xeon-1230v2 fast zu erwarten war. Es ist es mir allerdings nicht gelungen, den 140mm-Lüfter so zu montieren, dass keine Vibrationen auftreten. Dadurch war ein allen Drehzahlbereichen ein unangenehmes rattern zu hören.

Temperaturen:

PC_innen.jpg
Aufbau meines Systems

Zum Test wurde der 140mm Lüfter vorne einsaugend montiert und der 120mm Lüfter hinten ausblasend. Zum Vergleich wurde der Temperaturtest ebenfalls mit 2 Noiseblocker eLoop in 120mm durchgeführt.

Der Temperaturunterschied im Gehäuse lag dabei im Rahmen der Messtoleranz (+-0,5K) allerdings waren die Festplatten durch die Verwendung des 140mm-Lüfters merklich Kühler (-2,5K) was bei vergleichbarem Geräuschpegel ein durchaus akzeptabler Wert ist. Vor allem da der eLoop, saugend montiert, ab etwa 1000rpm einen deutlich hörbaren Luftstrom erzeugt.

Fazit

Alles in Allem liefert Bitfenix mit dem Spectre PRO ein durchaus überzeugendes Produkt ab. Im Vergleich mit dem Noiseblocker eLoop ist beim Geräuschpegel noch Raum für Verbesserung. Allerdings muss man für die leiseren eLoops einen Aufpreis von etwa 50% im Vergleich zum Spectre PRO bezahlen. Die Verarbeitung ist gut bis sehr gut, allerdings könnte man auch hier noch Details verbessern, z.B. das Lüfterkabel mit einem Sleeve versehen.
 
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Der Doppelrahmen der Spectre Pro Lüfter dient einer leichten Entkopplung ;) Und natürlich auch der Optik.
 
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