LGBTQI und das heteronormative Weltbild

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Am 30 Juni sollen die Eckpunkte des neuen Selbstbestimmungsgesetzes bekannt gegeben werden. Dieses soll das alte TSG ablösen welchen in vielen Teilen gegen das GG verstößt*. Man darf gespannt sein was sich ändert, und ob sich der Transitionsweg in Zukunft vereinfachen würde (impliziert "Selbstbestimmung" ja schon).

https://www.bundespressekonferenz.d...WxCdq2vcaV7YuYpFFfuwTu0C_Dc2GWYbOi43AbUpRkJ38

*Quelle dafür:
§ 7 Abs. 1 Nr. 3 des Transsexuellengesetzes verletzt das von Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG geschützte Namensrecht eines homosexuell orientierten Transsexuellen sowie sein Recht auf Schutz seiner Intimsphäre, solange ihm eine rechtlich gesicherte Partnerschaft nicht ohne Verlust des geänderten, seinem empfundenen Geschlecht entsprechenden Vornamens eröffnet ist. Die Norm ist deshalb bis zu einer gesetzlichen Neuregelung nicht anwendbar.

  • BVerfG, Beschl. v. 06.12.2005 - 1 BvL 3/03; BVerfGE 115, 1; FamRZ 2006, 182; JZ 2006, 513, m. Anm. Grünberger, Michael, 516; JR 2006, 278, m. Aufs. Windel, Peter, 265; StAZ 2006, 102; Streit 2006, 17; Anm. Augstein, Maria Sabine, R & P 2006, 90; Aufs. Becker, Sophinette, ZSexualforsch, 2006, 154; Aufs. Adamietz, Laura, KritV 2006, 368
§ 1 Abs. 1 Nr. 1 des Transsexuellengesetzes verstößt gegen das Gleichbehandlungsgebot (Art. 3 Abs. 1 GG) in Verbindung mit dem Grundrecht auf Schutz der Persönlichkeit (Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG), soweit er ausländische Transsexuelle, die sich rechtmäßig und nicht nur vorübergehend in Deutschland aufhalten, von der Antragsberechtigung zur Änderung des Vornamens und zur Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit nach § 8 Abs. 1 Nr. 1 TSG ausnimmt, sofern deren Heimatrecht vergleichbare Regelungen nicht kennt.

  • BVerfG, Beschl.v. 18.07.2006 - 1 BvL 1 und 12/04; BVerfGE 116, 243; NJW 2007, 900; FamRZ 2006, 1818, m. Anm. Scherpe, Jens. M., 2007, 271; StAZ 2007, 9, m. Anm. Roth, Markus, 17; JZ 2007, 409, m. Anm. Pawlowski, Hans-Martin, 413; IPrax 2007, 217, m. Aufs. Röthel, Anne, 2004; EuGRZ 2007, 82
§ 8 Abs. 1 Nr. 2 des Transsexuellengesetzes ist mit Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG und Art. 6 Abs. 1 GG nicht vereinbar, weil er einem verheirateten Transsexuellen, der sich geschlechtsändernden Operationen unterzogen hat, die Möglichkeit, die personenstandsrechtliche Anerkennung seiner neuen Geschlechtszugehörigkeit zu erhalten, nur einräumt, wenn seine Ehe zuvor geschieden wird.

  • BVerfG, Beschl. v. 27.05.2008 - 1 BvL 10/05; BVerfGE 121, 175; NJW 2008, 3117; DVBl 2008, 1116; EuGRZ 2008, 428; StAZ 2008, 312, m. Aufs. Bräcklein, Susann, 297; MDR 2008, 1102; JZ 2009, 45, m. Anm. Stüber, Stefan, 49; Anm. Rixe, Georg, FF 2008, 451
Es verstößt gegen Art. 2 Abs. 1 und Abs. 2 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG, dass ein Transsexueller, der die Voraussetzungen des § 1 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 Transsexuellengesetz erfüllt, zur rechtlichen Absicherung seiner gleichgeschlechtlichen Partnerschaft nur dann eine eingetragene Lebenspartnerschaft begründen kann, wenn er sich zuvor gemäß § 8 Abs. 1 Nr. 3 und 4 des Transsexuellengesetzes einem seine äußeren Geschlechtsmerkmale verändernden operativen Eingriff unterzogen hat sowie dauernd fortpflanzungsunfähig ist und aufgrund dessen personenstandsrechtlich im empfundenen und gelebten Geschlecht Anerkennung gefunden hat.

  • BVerfG, Beschl. v. 11.01.2011 - 1 BvR 3295/07; BVerfGE 128, 109; NJW 2011, 909; JZ 2011, 363, m. Anm. Michael Grünberger, 368; StAZ 2011, 141, m. Anm. Maria Sabine Augstein, 372; EuGRZ 2011, 74; RuP 2011, 95; Aufsatz Herbert Grziwotz, FamRZ 2012, 261; Aufsatz Wielpütz, Saskia, NVwZ 2011, 474; Aufsatz Steinke, Ronen, KJ 2011, 313; Aufs. Laura Adamietz, Parl Beilage 2012, Nr 20-21, 15-21; Anm. Georg Rixe, FamFR 2011, 117
Quelle
Ergänzung ()

Tomislav2007 schrieb:
Und du möchtest sachlich diskutieren ? Das schaffst du doch selber nicht, nicht nur das du kein Mann bist (sein willst), du scheinst einen tief verwurzelten Hass auf Männer zu haben.

Oh - das siehst du falsch. Ich mag Männer, nur eben nicht diese welche mir grundlegende Rechte absprechen wollen.
 
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Karan S'jet schrieb:
dass ich als Frau auf Männer Klos soll wo mich Männer an den Brüsten und im Intimbereich angrapschen werden, eben weil es unter Männern nun mal einen großen Teil von Sexualstraftäterin gibt.

Karan S'jet schrieb:
Das heißt nicht, dass jeder ein Sexualstraftäter ist - habe ich auch nicht behauptet.
Sehr weit weg ist deine Aussage von der Behauptung aber nicht. Immerhin sagst du, dass der Gang auf die Herrentoilette zum sexuellen Übergriff führt.
 
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Keylan schrieb:
Sehr weit weg ist deine Aussage von der Behauptung aber nicht. Immerhin sagst du, dass der Gang auf die Herrentoilette zum sexuellen Übergriff führt.

Nein!
Ich sage, dass ich davor Angst habe. Das ist ein himmelweiter Unterschied.
Ja, es war ein wenig unglücklich formuliert, man kann es aber auch absichtlich falsch verstehen.
 
Hallo

Karan S'jet schrieb:
Ich mag Männer, nur eben nicht diese welche mir grundlegende Rechte absprechen wollen.
Wer will dir welche Rechte absprechen ?
Wo gibt es das Recht das Männer, die sich wie Frauen fühlen aber laut Geburtsurkunde (und falls vorhanden Reisepass) noch Männer sind, auf die Frauentoilette sollen/dürfen/müssen ?

Karan S'jet schrieb:
Ja, es war ein wenig unglücklich formuliert, man kann es aber auch absichtlich falsch verstehen.
Im absichtlich falsch verstehen kennst du dich wirklich sehr gut aus.

Karan S'jet schrieb:
dass ich als Frau auf Männer Klos soll wo mich Männer an den Brüsten und im Intimbereich angrapschen werden,
Zwischen einer Behauptung die wie eine allgemein gültige Tatsache klingt...

Karan S'jet schrieb:
Ich sage, dass ich davor Angst habe.
...und Angst davor zu haben ist ein sehr großer Unterschied.

Grüße Tomi
 
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Wahnsinn, da bist du ja voll beim Frauenklischee angekommen.
Karan S'jet schrieb:
Ja, es war ein wenig unglücklich formuliert, man kann es aber auch absichtlich falsch verstehen.
Es zählt nicht was du schreibst, sondern was du denkst. Und ich bin jetzt Schuld weil ich deine Gedanken nicht lesen kann?

Von Angst war da keine Rede, du beschreibst eine direkte Folgewirkung. Und selbst wenn, die Angst ist genau der irrationale Stempel den ich in #101 angesprochen habe. Ich bin Mann also bin ich für dich potentieller Sexualstraftäter.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Wer will dir welche Rechte absprechen ?
Wo gibt es das Recht das Männer, die sich wie Frauen fühlen aber laut Geburtsurkunde (und falls vorhanden Reisepass) noch Männer sind, auf die Frauentoilette sollen/dürfen/müssen ?

Wo gibt es das verbot dafür?
 
Hallo

@Zeitlupe_1982
Dann benutze als Mann mal grundsätzlich Frauentoiletten, ich bin mir sicher das sehr schnell ein Gespräch mit der Polizei folgt.
Frauen/Transmenschen wollen wegen den männlichen Sexualstraftätern nicht auf die Männertoilette aber Männer die sich wie Frauen fühlen sollen auf die Frauentoilette.
Ich sehe da halt einfach die Gefahr das männliche Sexualstraftäter auf die Idee kommen (mit der Ausrede das sie sich wie eine Frau fühlen) auf die Frauentoilette zu gehen.
Wenn Männer die sich wie Frauen fühlen auf die Frauentoilette sollen dann könnten wir Männern eine Ausrede/Legitimation geben um sich auf den Frauentoiletten herum zu treiben.
Ich finde man sollte die Wahl der Toilette vom tatsächlichen Geschlecht, was in der Geburtsurkunde (und falls vorhanden im Reisepass) steht, und nicht vom gefühlten Geschlecht abhängig machen.

Grüße Tomi
 
Tomislav2007 schrieb:
Dann benutze als Mann mal grundsätzlich Frauentoiletten, ich bin mir sicher das sehr schnell ein Gespräch mit der Polizei folgt.
Die Polizei wird auch nichts machen können, solange man gegen keine Gesetze verstößt. Ich würde sicherlich Hausverbot vom Inhaber des Gebäudes bekommen, wenn ich mich ohne Anlass auf der Frauentoilette aufhalte. Damit wäre die Sache aber vom Tisch. Wenn ich z.B draufgehe weil die Herrentoilette besetzt ist wäre das vielleicht sogar gänzlich folgenlos. Andere Fälle wurden ja auch schon genannt, in denen es auch gesellschaftlich gesehen legitim ist auf die Damentoilette zu gehen / oder eben Frauen die auf die Herrentoilette gehen wenn es überfüllt ist.

Tomislav2007 schrieb:
Ich sehe da halt einfach die Gefahr das männliche Sexualstraftäter auf die Idee kommen (mit der Ausrede das sie sich wie eine Frau fühlen) auf die Frauentoilette zu gehen.
Die Vorstellung ergibt halt keinen Sinn, weil diese Straftäter sowieso die Toilette betreten. Glaubst du die Strafe verringert sich oder der Straftäter hat ein Alibi, wenn er sich scheinbar als Frau identifiziert?

Tomislav2007 schrieb:
Wenn Männer die sich wie Frauen fühlen auf die Frauentoilette sollen dann könnten wir Männern eine Ausrede/Legitimation geben um sich auf den Frauentoiletten herum zu treiben
Wenn ich nach "sexuelle belästigung auf toiletten" google sehe ich haufenweise fälle, die von normalen cis männern auf öffentlichen toiletten begangen wurden. Das findet doch bereits alles schon statt, diese straftäter brauchen keine legitimation um an den tatort zu gelangen.

Tomislav2007 schrieb:
Ich finde man sollte die Wahl der Toilette vom tatsächlichen Geschlecht, was in der Geburtsurkunde (und falls vorhanden im Reisepass steht), und nicht vom gefühlten Geschlecht abhängig machen.
Welche Strafe schwebt dir da im Kopf vor, für eine Transfrau die einfach in eine Kabine geht und sich später am Waschbecken die Hände wäscht ohne mit irgendeiner Frau auf der Toilette zu interagieren?

Welche Strafe schwebt dir für einen transmann vor, der am Urinal steht oder in die Kabine geht und sich später die Hände wäscht ohne mit irgendeinem Mann auf der Toilette zu interagieren?
 
Zeitlupe_1982 schrieb:
Das Bild der Männer die einen Vorwand suchen um auf die Damentoilette zu können ist bewusst konstruiert.
Das traurige ist halt, das dieser Schwachsinn von beiden Seiten eingeworfen wird. @Karan S'jet zittert ja vor den Männern die schon auf dem Klo lauern um sie zu begrappschen.

Die ganze Geschichte mit den Übergriffen ist pure Panikmache und Polemik.

Eine Person auf eine Bestimmte Toilette zu zwingen bringt deutlich mehr Probleme als es löst. Wenn ich morgen, warum ach immer, die Lust und Laune haben sollte mir den Bart und die Beine zu rasieren, ein Kleid und eine Perücke anziehe und ins nächste Restaurant gehe. Dann würde ich dort sicher in die Damentoilette gehen.

Warum?

Weil Ich mich nach Außen gerade als Frau darstelle und entsprechend auch Handle. Alles andere würde nur Verwirrung und Unruhe in meinem Umfeld auslösen.
Dazu muss ich auch nicht Transsexuell sein oder ähnliches.

Und wenn ich vor hätte auf Toiletten Frauen anzugehen, entsteht das Problem nicht in dem Moment in dem ich die Toilette betrete.

Tomislav2007 schrieb:
Mir geht es nicht um Bestrafung, mir geht es um die sinnvolle Belegung der Toiletten, wenn alle auf die Toilette ihrer Wahl können dann können wir Unisextoiletten einführen und das wollen Frauen nicht.
Nicht jede gesellschaftliche Norm muss durch Gesetzte geregelt werden und gerade dieses Thema kann eigentlich problemlos im Alltag mit ein wenig Flexibilität gelöst werden.
Wer eindeutig als Mann erschient geht auf Herren WC, wer als Frau erscheint geht aufs Damen WC. Alles dazwischen entscheidet nach Gutdünken.
Alles was es dafür braucht ist gängiges Schamgefühl und übliche Reaktionen der Umwelt. Und wenn diese Ausbleiben hat es eh von Beginn an kein Problem gegeben.

Ich bin im übrigen auch immer etwas genervt, wenn ich auf einem öffentlichen WC bin und die Putzfrau mal wieder um die Ecke schielt. Sterben tue ich aber auch daran nicht, und der Gedanke die Polizei zu rufen ist mir deswegen auch nie gekommen.
Genauso kennt es jeder der mal auf einem Festival war. 3min Schlage vorm Herrenklo. 45min Schlage vorm Damenklo. und gut 20% der Mädels stört sich dann auf einmal gar nicht mehr dran sich an den Komischsten Typen vorbei auf ziemlich eklige Herrentoileten zu drängeln.
Ein wunder, das da die Polizei seit Jahrzehnten nicht einschreitet.
 
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Hallo

Keylan schrieb:
Wer eindeutig als Mann erschient geht auf Herren WC, wer als Frau erscheint geht aufs Damen WC.
Damit widersprichst du sehr vielen Diversen/Transgendern/Intersexuellen die sehr viel Wert darauf legen das es ausreicht sich als Frau zu fühlen und das es unerheblich ist wie man aussieht.

Keylan schrieb:
Alles dazwischen entscheidet nach Gutdünken.
Und genau das finde ich falsch, eine eigene Auswahl nach Gutdünken sollte/darf es nicht geben, dann können wir auch die geschlechtlichte Unterteilung der Toiletten komplett weglassen.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Damit widersprichst du sehr vielen Diversen/Transgendern/Intersexuellen, die sehr viel Wert darauf legen das es ausreicht sich als Frau zu fühlen und das es unerheblich ist wie man aussieht.
Habe ich kein Problem mit denen zu widersprechen. Weder ich noch die werden etwas daran ändern, das man aneckt, wenn man mit Vollbart auf die Frauentoilette geht, oder mit Oberweite im Kleidchen in die Herrentoilette.
Das Unbehagen und die Kommentare wird kein Gesetz ändern und für die verschwindend geringe Anzahl an Querulanten die es drauf anlegen wollten brauchen wir es auch nicht.
Es gibt halt auch Menschen die selbst in gesellschaftliche Aus befördern, und solche die statt ihrer eigenen Situation meinen den Rest der Gesellschaft umkrempeln zu müssen gehören für mich dazu.

Es ist ok, das wir akzeptieren das es mehr als nur Mann und Frau gibt. Aber diese Kategorien abzuschaffen halte ich für ein fragwürdiges Unterfangen.
 
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Ein richtiger und wichtiger Schritt.
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Hallo

Karan S'jet schrieb:
Ein richtiger und wichtiger Schritt.
Ich bin schon gespannt darauf wie viele Spieler sich dafür entscheiden werden bei den deutlich schlechter bezahlten Frauen mitzuspielen.
Ich bin auch schon sehr gespannt auf die Diskussionen das es keine getrennten Umkleiden und Duschen innerhalb einer Mannschaft gibt.
Das Wahlrecht zusammen spielen zu dürfen ist eine Sache, zusammen duschen zu müssen ist eine andere Sache, das wird noch interessant.
Dieses Wahlrecht ist eher symbolischer Natur um nach außen hin gut dazustehen, das ist genau so wertlos wie Stellananzeigen mit M/W/D wo kaum ein D eingestellt wird.

Grüße Tomi
 
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@ Keylan Thema Anekdote , das erinnert mich an Ulrich Wickert der früher
die Tagesthemen sprach.
Bei Anschläge oder Unfälle sagte er immer : unter den Opfer befanden sich
auch Frauen und Kinder, da dachte ich immer und das Männer drauf gehen
ist ok oder was ?

Mal ne Frage an die in der LGBT Szene sind, hab in anderen Formaten gelesen
das viele Lesben und Schwule Beef mit Transgender haben, das sie lieber
das Biologische Geschlecht bevorzugen (besonders Lesben bevorzugen Biologische Frauen).
Was ich auch interessant fand ,da werden einige Schwule und Lesben die Vorreiter waren nun
in die Rechte Ecke gedrückt nur weil sie anderer Meinung sind ?

Unter den Vorwürfen war auch das Transgender sich zu sehr in den Vordergrund drängen
würden , einige sogar die Transgender Fahne ( trans Pride Flag von Monica Helms) bevorzugen.
Dadurch fühlten sich wiederum einige Lesben u Schwule beleidigt und meinten das sie dann gleich
ihre eigene Gruppe (nicht mehr LGBT) gründen sollen .
Bitterer nachgeschmeckt für mich wie intolerant und oberflächlich die LGBT Szene untereinander ist.

Ich als hetero hab vorher nichts davon mitbekommen das es so langsam in der LGBT Szene brodelt, das einige sogar keinen Bock mehr auf Szene Kneipen/Clubs haben und lieber in normalen Clubs gehen oder
gleich zu Hause bleiben.

Meine frage nun, ist da was wahres dran oder sind das nur wenige welche ?
 
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Micday schrieb:
Bei Anschläge oder Unfälle sagte er immer : unter den Opfer befanden sich
auch Frauen und Kinder, da dachte ich immer und das Männer drauf gehen
ist ok oder was ?

Ja, die Formulierung verstehe ich auch nicht. Jedes Opfer ist eines zu viel, egal welchen Geschlechtes. Mensch ist Mensch.

Micday schrieb:
Mal ne Frage an die in der LGBT Szene sind, hab in anderen Formaten gelesen

Ich persönlich sehe das nicht so, dass wir uns als eine große Szene sehen.
LGBT* empfinde ich mehr als Sammelbegriff für alles was nicht der Norm entspricht.

Das liegt vor allem daran, dass man sich eher mit Menschen vernetzt welche in einer ähnlichen Situation (zB Geschlechtsidentitätsstoerung) stecken, damit man sich helfen kann.

Micday schrieb:
das viele Lesben und Schwule Beef mit Transgender haben, das sie lieber
das Biologische Geschlecht bevorzugen (besonders Lesben bevorzugen Biologische Frauen).

Ich persönlich hatte da noch keine Probleme. Allerdings hatte ich bisher mit Frauen zu tun, welche nicht „nur“ lesbisch sondern sondern im Ansatz auch pansexuelle Tendenzen hatten.

Ist ja heutzutage kein Problem mehr, weil man in den meisten Datingapps genau einstellen kann was man ist und was man will.

Ich hab’s auch in meinem Profil stehen was ich bin. Erst nach der GAOP werde ich diesen entfernen. Geht auf diesen Plattformen ja eh nur um Sex, und wenn ich alles hab wie das biologische Geschlecht, mache ich mir da keine Vorwürfe. Erst wenn es ernster wird kann man darüber reden.

Micday schrieb:
Was ich auch interessant fand ,da werden einige Schwule und Lesben die Vorreiter waren nun
in die Rechte Ecke gedrückt nur weil sie anderer Meinung sind ?

Hast du konkrete Beispiele?

Micday schrieb:
Unter den Vorwürfen war auch das Transgender sich zu sehr in den Vordergrund drängen
würden , einige sogar die Transgender Fahne ( trans Pride Flag von Monica Helms) bevorzugen.
Dadurch fühlten sich wiederum einige Lesben u Schwule beleidigt und meinten das sie dann gleich
ihre eigene Gruppe (nicht mehr LGBT) gründen sollen .
Bitterer nachgeschmeckt für mich wie intolerant und oberflächlich die LGBT Szene untereinander ist.

Warum sollte es schlimm sein, wenn ich mich entscheide die 🏳️‍⚧️ Flagge zu nutzen?
Das ist ja wieder dieses seltsame Phänomen was man schon im Ukraine Konflikt von den Putin Fans gesehen hat. Scheinbar darf man sich heutzutage nur für etwas einsetzen, wenn man gleich die ganze Welt rettet. Ansonsten ist man ein ganz pöhser Heuchler*in.

Ich persönlich habe im Auto und in der Wohnung beide Flaggen hängen. Allerdings nicht die alte Pride Flag, sondern die neue Progresss Flag. Weil die neben Trans auch People of Color und Intersexuelle mit einschließt.

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Micday schrieb:
Ich als hetero hab vorher nichts davon mitbekommen das es so langsam in der LGBT Szene brodelt, das einige sogar keinen Bock mehr auf Szene Kneipen/Clubs haben und lieber in normalen Clubs gehen oder
gleich zu Hause bleiben.

Leider gibt es hier keine Szene Clubs, sodass mir nur normale übrig bleiben.

Micday schrieb:
Meine frage nun, ist da was wahres dran oder sind das nur wenige welche ?

Ich glaube das kann man nicht verallgemeinern. Das ist genauso doof wie mein unpassender Vergleich, dass alle Männer einen was antun wollen. Das sehe ich mittlerweile ein und da muss ich mich auch Entschuldigungen.

Man kann nicht von einer Minderheit auf die Mehrheit schließen.
 
Karan S'jet schrieb:
Hast du konkrete Beispiele?
Ich hätte ein konkretes.
Ich schrieb ja bereits, dass ich ein CIS-Mann bin (ich hasse nebenbei diese Marotte, jedem Mist irgendein Beiwort geben zu müssen ... aber das ist nun leider modern).

Ich habe mich seit meinem Schulabschluss intensiv mit Themen rund um den Feminismus und später dann auch mit Genderthemen (und weiteren Differenzlinien) beschäftigt.
Ich fand es schade, aber habe es verstanden, dass ich als Mann nicht Frauenstudien belegen konnte.

Ich hielt es dann für eine gute Idee, mich in den an unserer Uni damals neuen Studiengang "Genderstudies" einzuschreiben (endlich ein Studiengang zu Genderfragen, in dem auch Männer zugelassen werden).
Eine wirklich einzigartige Erfahrung, denn mit einem mal war ich in den Kursen plötzlich der einzige CIS-Mann, der keine Erfahrungen mit genderbezogener Diskriminierung vorzuweisen hatte.
Ich wurde im Grunde nur geduldet, weil ich zu dem Thema einiges beitragen konnte, OBWOHL ich eben kein "Abweichler" bin.
Ich habe zwei Semester lang in den Kursen gesessen ... ich fand es thematisch und inhaltlich immer sehr interessant, fühlte mich aufgrund meiner "Behinderung" (so'n langweiliger CIS-Mann halt) aber nie wirklich integriert und war beinahe froh, dass es in dem Studiengang dann einen Einschreibungsstopp gab und ich meinen Master doch in Pädagogik machen musste (ich konnte die Spezialisierung auf Differenzlinien allerdings beibehalten).

Aber immerhin kann ich mir seitdem etwas besser vorstellen, wie es sich anfühlt, wenn eine Gruppe dich aufgrund deiner sexuellen Orientierung nicht akzeptiert.
Bei mir war das nur andersrum ... das Problem mit mir war scheinbar meine Passung zur Norm, in einem Umfeld, in dem eher die Abweichung von der Norm die eigentlich inkludierende Norm war.
Ich hatte aber auch das Glück, dass ich das nur in einer Gruppe hatte. Bei LGBTQIA* ist es oft eher so, das sie das in einer Gruppe (wenn überhaupt) nicht erleben. Beschimpfungen (Transe, Tunte, Hinterlader u.s.w.) habe ich auch nicht ertragen müssen.
Von der Intensität und der Unentrinnbarkeit her, ist meine damalige Situation also nicht mit dem vergleichbar, was LGBTQIA* teilweise erleben. Ich hatte noch immer meine "normale" Peergroup die mich einfach akzeptiert hat und einige recht nette Menschen, mit denen ich diese Erfahrungen sogar verarbeiten konnte (und von denen eben nicht das kam, was ich hier jetzt ebenfalls irgendwie erwarte).

Langer Rede, kurzer Sinn: Ich verdanke der LGBTQIA*-Community meine erste eigene Erfahrung mit genderbezogener Diskriminieung.
Ergänzung ()

Mir ist nebenbei im Studiengang Genderstudies auch bereits aufgefallen, das die "normalen" Feministen (die an einen Bachelor in Frauenstudien nun einen Master in Genderstudies anschließen wollten) ebenfalls irgendwie komisch beäugt wurden.
Aber da Genderstudies ein Studiengang an der soziologischen Fakultät war, während man Frauenstudien in der Fakultät für Literatur und Linguistik verortet hatte, kann ich da auch glauben, dass es den Soziolog:innen bei den Frauenstudien einfach an "ernsthafter Geisteswissenschaftlichkeit" gefehlt hat.
Zugehörigkeitsordnungen hängen eben auch daran, das "Wir" irgendwie besser sind, als "die anderen" ... warum sollte das bei der internen Differenzierung der LGBTQIA*-Community nicht auch so sein.
Die einen sind diskriminierter als die anderen, und damit diskriminiert man sich auch untereinander.
Das machen die "Normalos" ja auch genauso :lol:
Ergänzung ()

Falls es jemanden Interessiert, noch eine Textempfehlung zum Thema:
Gayle S. Rubin: Thinking Sex (1984 oder 1991).
https://sites.middlebury.edu/sexandsociety/files/2015/01/Rubin-Thinking-Sex.pdf
(Achtung: nicht gerade kurz und keine leichte Kost)
Gibts auch in Deutsch, aber ich habe vergessen, wie das heißt.
 
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@DerOlf das alles ist aber kein Beispiel dafür, dass du angeblich in die rechte Ecke gestellt wurdest weil du eine andere Meinung hast. Denn darauf hat sich meine Frage bezogen .

Auch eine TERF muss per se nicht rechts sein. Sieht man ja an aktuellen Beispielen ganz gut.
 
Ist jetzt aber auch nicht ungewöhnlich, dass bei Meinungsverschiedenheiten mal eben ein Gegenüber mit einem politischem Stempel zu versehen um den Charakter anzugreifen, weil es inhaltlich argumentativ mal wieder nicht reicht. Gibt es in allen Kreisen, warum sollte die LBGT* nicht auch vorkommen?

Neben der Fragestellung ob und inwiefern überhaupt klar wurde mit welchen Werten die "rechte Ecke" assoziiert wurde. Nicht Progressiv genug? Rassistisch? Militaristisch?

Die Liste der Themen die gemeinhin in Links und Rechts gegliedert werden ist weder überschneidungsfrei noch finden sich viele Individuen auf der Welt die nur Punkte einer Liste vertreten, oder gar die Gesamtheit einer Liste.
Klar die Mitglieder der LBGT* Gemeinschaften sind tendenziell eher dem Linken Spektrum zugeschrieben. Aber eben bei weitem nicht durchgängig und schon gar nicht homogen.

Ich glaube diese Bewegungen sind viel zu groß um viel mehr als ein paar Eckpunkte wirklich gemeinsam vertreten zu können/wollen.
Und Umgekehrt wird es sicher einige Reibereien zwischen Sub-Gruppierungen geben. Geht es dabei aber nur um Klinsch zwischen 2-3 Lautstarken Individuen? eine Lokale Auseinandersetzung? oder wirklich eine Spaltung innerhalb der gesamten Bewegung in ihrem globalen Ausmaß?

Da müsste @Micday schon etwas mehr Input liefern, insbesondere was das für andere Formate waren. Aus dem deutschen Raum? aus den USA?

Wenn ich das so schreibe erinnert es mich ein wenig an die Konflikte im Feminismus. Die Feministen der ersten Stunde hatten auch ganz andere Vorstellungen und Prinzipien als Vertreter der dritten Welle heute.
 
Keylan schrieb:
Da müsste @Micday schon etwas mehr Input liefern, insbesondere was das für andere Formate waren. Aus dem deutschen Raum? aus den USA?

Ist schon etwas länger her wo ich das verfolgt habe, war aus dem deutschen Raum, wer wann und wo bekomme ich nicht mehr zusammen wie gesagt, ist schon was länger her.
Nagelt mich aber nicht auf die rechte Ecke fest , Cancel Culture ist meist der erste Weg wenn man die
falsche Meinung sagt, siehe Alice Schwarzer, Dieter Hallervorden (übers gendern, er wurde dann im Netz
gleich Altersdiskriminiert) gibt da noch mehrere Beispiele .
Hier mal ein Artikel über Alice Schwarzer Thema Transsexualität.
Klicken

Mein Neffe ist auch Transgender, kam damit nicht zurecht als Frau geboren zu sein, ist in die Drogen sucht
abgesackt, hinzu kommt das seine Mutter Polin ist und sehr gläubig ist , nach einen Aufenthalt in der Psychiatrie kam dann alles raus und er hat sich geoutet . Die liebe zum Kind ist dann doch größer als
Vorurteile und alles wurde gut, das ist nun 6j her und er ist zum Mann herangewachsen .

Meine Persönliche Meinung zum Thema Transgender, für mich gibt es 2 Biologische Geschlechter und die ganze Frau/Mann Sache im falschen Körper ist legitim und hat für mich eher einen psychischen Charakter.
Wie hier schon gesagt wurde, leben und leben lassen, das gilt auch für die Meinungsfreiheit .
 
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