Liechtenstein - Banken

markus1234

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Hallo.

Ich möchte gern mal wissen wesshalb soviele Leute (eher reich angesiedelt) ihre Konten eigtl. in Liechtenstein beherbergen.

Steuerfrei, ist klar.

Aber gibt es solche Banken nicht auch in DE?

Ich meine .. wie hat man eigentlich rausgefunden dass soviele ihre Kohle dort bunkern?
Diese Banken pflegen doch sicher das Bankgeheimnis ganz besonders, wieso haben sich dann so viele selbst angezeigt?

Irgendwie verstehe ich das nicht so.

Geben Banken allgemein die Kundendaten an den Staat weiter?

mfg,
Markus
 
Deutsche Banken müssen sich nunmal an die deutschen Steuergesetze halten. Und diese Gesetze sind bisweilen recht rigoros. Banken mit Sitz in Liechtenstein hingegen halten sich an die liechtensteiner Steuergesetze, die z. B. bei bestimmten Arten von Stiftungen steuerlich und rechtlich weitaus attraktiver erscheinen als in Deutschland.

Wie es herausgekommen ist, dass viele Deutsche ihr Geld ohne Versteuerung nach Liechtenstein verfrachtet haben, hat D34th_0f_4LL ja schon gesagt.
Tendenziell fallen derartige Informationen schon unter die Geheimhaltung der Banken, aber wenn die Banken Sicherheitslöcher haben, können Informationen trotzdem an die Öffentlichkeit gelangen.

Bei den Selbstanzeigen ist zu beachten, dass im Steuerstrafrecht ein Strafverfahren aufgrund einer Selbstanzeige wesentlich glimpflicher ablaufen kann als ohne. Z. B. kann teils nach Selbstanzeige durch Zahlen der hinterzogenen Steuern und einer Geldstrafe der Fall abgeschlossen werden. Erfolgt hingegen keine Selbstanzeige und die Polizei und Steuerfahndung stehen trotzdem plötzlich vor der Tür, dann führt dies zur Anklage und auch zur Verurteilung und der damit in Zusammenhang stehenden Dinge wie Vorstrafe, Gefängnis, Medienrummel, etc. Daher haben viele, die befürchtet haben in den dem BND zugespielten Dateien aufgeführt zu sein, lieber Selbstanzeige gestellt als zu warten bis die Steuerfahndung kommt. So haben die Steuerhinterzieher versucht den Schaden für sich selbst vergleichsweise klein zu halten.

Und ja, Banken geben Kundendaten weiter. In welchem Umfang dies geschieht, ist vom Land der Bank und vom Einzelfall abhängig.

MfG Tuem
 
Aber das wäre dann ja egal, auch wenn ein Mitarbeiter die Daten rausrückt, wer beweist die Echtheit dieser? Duetschland kann ja die - bestätigten - Dokumente nicht einsehen.

Ist die Selbstanzeige hier nicht eine Art Köder, weil den Ermittlern keine andere Wahl bleibt?

mfg,
Markus
 
Selbstverständlich muss erst die Echtheit der Daten geprüft werden. Die dem BND zugesielten Daten waren wohl so detailliert, dass sie nur von einem Insider stammen konnten und damit die Echtheit recht wahrscheinlich war. Außerdem hat man im Fall Zumwinkel gesehen, dass die Daten zum Nachweis einer Straftat offensichtlich mehr als geeignet waren.
Im Falle des Vorliegens einer Straftat bzw. eines begründeten Verdachts können staatliche Stellen zudem Einsicht in Daten der Banken beantragen. Ob die Bank, die häufig im Ausland ihren Sitz hat, diesem Antrag nachkommen muss, liegt an den zwischenstaatlichen Rechtsabkommen.
Nicht zu vergessen ist, dass nicht nur die Banken die für die Steuerhinterzieher belastenden Unterlagen führen, sondern die Steuerhinterzieher lagern meist auch belastende Dokumente in ihren vier Wänden. Diese kann man dann im Rahmen einer Hausdurchsuchung beschlagnahmen.

Die Informationen, die vom Finanzministerium gestreut wurden und die öffentliche Enttarnung des Herrn Zumwinkel als Steuerhinterzieher sollten natürlich ganz bewusst den Druck auf Steuerhinterzieher erhöhen und damit Selbstanzeigen auch bei denjenigen auslösen, über die den Steuerbehörden keine belastenden Informationen vorlagen.

MfG tuem
 
Eigentlich recht clever, auf der anderen Seite aber auch total bescheuert, als würde ein Kleinkind die roten Knöpfchen bedienen ;)

Nunja, das ist alles sehr interessant.
Ich überlege irgendwie auch auf eine Bank zu wechseln, die das Bankgeheimnis noch wahrt.

Letztens bekam ich 2 Briefe am Dienstag. In einem Stand, dass ich angezeigt werde wg. Betrug und im anderen, dass der erste Brief nur ein Irrtum war, wobei hier ziemlich exakte Zahlen meines Kontos genannt wurden!

Anscheinend wurde die Überweisung meines Arbeitgebers irgendwie kontrolliert und es bestand der Verdacht auf Schwarzarbeit.
Das hat mich schon ziemlich geschockt. Was, wenn diese Widerufung einmal ausbleibt, nur weil die Deppen einen Fehler machen. Und woher haben die überhaupt die Daten ..

In einem Pro7 Bericht habe ich mal eine Bank gesehen, Sitz in Tirol, die das Bankgeheimnis noch richtig ausübt und auch nicht auf richterlichen Beschluss rausgibt.
Sowas wäre schon interessant, wenn man sich durch die Dummheit der Behörden gefährdet sieht.

mfg,
Markus
 
Zuletzt bearbeitet:
Sei mir nicht böse aber du bist schon sehr Naiv wenn du glaubst es gibt eine Bank in Österreich die deine Daten nicht dem Finanzministerium gibt wenn sie sie anfordern. In Österreich gibt es ein Gesetz das es keine Anonymen Konten über 15.000 Euro gibt, noch dazu kann dein Konto jederzeit von den Steuerbehörden eingesehen und kontrolliert werden wenn der Betrag über 15000 Euro ist. Es ist sogar so das sobald ein Konto über 15.000 Euro hat, die Bank dieses Konto der Steuerbehörde melden muss. Ich denk mal das läuft ähnlich in der ganzen EU. Von dieser misteriösen Bank in Tirol würde ich gerne mal wissen weil lange existiert die sicher nicht, wenn sie wirklich das "Bankgeheimnis" wahrt.

Mit Bankgeheimnis meinen die wahrscheinlich , sie verratten es nicht jedem dahergelaufenen der fragt :)

Auserdem brauch zu einer Verurteilung niemand wissen wo dein Geld ist, sie müssen dir nur Nachweisen das du mehr verdient hast als du versteuert hast, wo du das Geld hast unter der Matratze oder auf ner super geheimen Bank interessiert die dann nicht , entweder du zahlst den Differenzbetrag oder du gehst in Gefängnis.
 
Zuletzt bearbeitet:
darum legen die reichen ihre konten in der schweiz oder in lichtenstein an weill dort das bankgeheimnis höhere priorität hat als das gesetz...
 
Das ist doch Blödsins, oder?

Sonst wäre es ja aus Prinzip schon illegal, wenn man ein Schweizer Bankkonto hätte.

mfg,
Markus
 
doch. :rolleyes:


Diskutiert bitte richtig und nicht auf Kindergarten-Niveau.
Danke



Keine Bank steht über dem Gesetz, ganz gleich in welchem Land sie sich befindet.
Wenn die Steuerfahnder Informationen wollen, so bekommen sie sie auch.
Und wenn an anderer Stelle gezwickt werden muss.
So wird dann halt der politische Druck auf das entspr. Land erhöht und schon bewegt sich meist was in der Sache.
 
Ist das im Treffpunkt-Forum nicht Voraussetzung? :D

naja egal .. Ich hab nachgeforscht. Es ist nur illegal, wenn man das Geld nicht in die Steuererklärung miteinbezieht.

Wenn man das Geld allerdings BAR dorthin bringt, also ohne Überweisung ect, dann kann einem nichts vorgeworfen werden, sehr niedlich, aber zu gefährlich, wir wollen ja auf dem legalen Pfad bleiben.

Man kann also nix machen, nur damit leben.

mfg,
Markus
 
Auf Grund von Geldwäschegesetzen müssen Banken in DE Bargeldeinzahlungen ab 15.000 Euro dem Finanzamt gemelden.

Und falls du mit "zuviel" Bargeld an der Grenze erwischt wirst, dann musst du eine sehr gute Erklärung dafür haben.
Sonst kommst du in eine brenzliche Situation.

Dann interessiert sich mal eben die Staatsanwaltschaft für dich. Der Grund wird dann wohl Geldwäsche sein.
 
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