Linux-Build für 1080p / 120 FPS Gaming & Moonlight-Streaming

JohannesN

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Apr. 2023
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42
Hallo zusammen,

ich plane aktuell ein Upgrade von meinem in die Jahre gekommenen System (i7-4790K / GTX 1060 6GB) auf eine aktuelle AMD-Plattform. Mein Ziel sind stabile 120 FPS in 1080p unter Linux, wobei ich den PC zusätzlich via Sunshine/Moonlight auf meinen TV streamen möchte über meinen Intel N100 Mini-PC.

Da ich für das Streaming auf eine stabile Netzwerkanbindung angewiesen bin, ist mir der Linux-Support der Hardware besonders wichtig.

Geplante Komponenten:
  • CPU: AMD Ryzen 7 7800X3D
  • GPU: AMD Radeon RX 9060 XT (16 GB VRAM)
  • RAM: 32 GB DDR5 (6000 MHz, CL30)
  • Mainboard: Noch offen, gerne Empfehlungen
  • Gehäuse: Fractal Design North
  • Speicher: NVMe M.2 SSD
  • Netzteil: 850W Gold
Ich würde mich freuen, wenn ihr einen Blick über die Konfiguration werfen könntet. Insbesondere bezüglich der Mainboard-Wahl und WLAN-Support unter Linux oder beim Encoding für Sunshine/Moonlight bin ich für eure Einschätzung oder Verbesserungsvorschläge dankbar.
 
Möchtest du mit dem PC spielen?
Ja
Welche Spiele genau?
Red Dead Redemption 2, Gothic Remake, GTA 6, Gothic 2 Remake (hoffentlich), Elden Ring, Cyberpunk
Welche Bildschirmauflösung nutzt dein Spielmonitor?
4K (TV), mir reichen aber 1080p
Ultra/hohe/mittlere/niedrige Grafikeinstellungen?
Ultra/Hoch
Genügen dir 30 FPS oder sollen es 60 oder gar 144 FPS oder mehr sein?
120 FPS
Möchtest du den PC für Bild-/Musik-/Videobearbeitung oder CAD nutzen?
Nein
Hast du besondere Anforderungen oder Wünsche?
Linux kompatibel
Wieviele und welche Monitore möchtest du nutzen?
Office 21:9 Monitor und Fernseher (via Sunshine, Moonlight über WLAN)
Hast du noch einen alten PC, dessen Komponenten teilweise weitergenutzt werden könnten?
Nur meine alte HDD
Wie viel Geld bist du bereit auszugeben?
2000
Wann möchtest du den PC kaufen?
Diesen Sommer
Möchtest du den PC..
  1. zusammenbauen lassen
  2. mit Hilfe von Forenmitgliedern gemeinsam zusammenbauen (Helferliste)
Selbstbau und Allgemein: Wie schätzt du dein Vorwissen zum Thema ein?
Zwei linke Hände aber gutes technisches Verständnis
Bestätigung
  1. Ich habe den Fragebogen bestmöglich beantwortet und verstehe, dass mein Thread ohne diese Angaben geschlossen werden kann.
Encoding kann doch heute jede halbwegs aktuelle Karte. Bei dem budget würde ich aber richtung 9070 (XT) schielen, vor allem schnell, weil die Karten deutlich teurer werden sollen.

Mainboard kann man ein ASRock Live Mixer nehmen, Netzteil ein NZXT C850 Non-Core. Ich mach mal ne Liste und kopier sie hier rein.

Edit: So würde ich es etwa machen. Habe 48GB RAM genommen weil es pro GB deutlich günstiger ist, ein x3D kommt auch mit "langsamem" Speicher gut klar. Die Arctic Lüfter weil die des North so lala sind. Machste drei Arctic nach vorne, einen ins Heck, einen in den deckel (hinten). Kosten ja nicht viel.
 
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JohannesN schrieb:
RAM: 32 GB DDR5 (6000 MHz, CL30)
JohannesN schrieb:
Red Dead Redemption 2, Gothic Remake, GTA 6, Gothic 2 Remake (hoffentlich), Elden Ring, Cyberpunk
Das erste Spiel mag 48GB und 48GB JEDEC haben aktuell den besseren Preis/GB.

Nach Herstellerspezifikation und Norm für deine geplante CPU, taktet sich automatisch auf die 5200MT/s mit entsprechenden Timings herunter:
https://geizhals.de/crucial-pro-dimm-kit-48gb-cp2k24g56c46u5-a3004582.html?hloc=de
Hier mit RAM OC:
https://geizhals.de/corsair-vengean...48gb-cmh48gx5m2b5200c38-a2900551.html?hloc=de

RAM Kapazität:
• Immer zwei Sticks, keine Vollbestückung (vier Sticks)
• Gaming: 32GB bis 48GB
• Strategie + Simulatoren: 64GB
• Arbeit: 32GB bis 128GB+

RAM OC:
AMD Ryzen 7000er/9000er: 6000 MT/s CL26 bis CL30
Intel 200er: 6400 MT/s CL28 bis CL32

Nachteile:
• Längere Bootzeiten
• Stabiler Betrieb Herstellerseitig nicht garantiert
• Inkonsistente Mehrleistung im CPU Limit
• Potentieller Garantieverlust, unbedingt Profilform und Profileinstellungen beim Prozessorhersteller prüfen.
• Mehrleistung nicht linear zum Takt und oder Latenz

Vorteile:
• Mehrleistung im CPU Limit

RAM nach Herstellerspezifikation und Norm DDR5 (JEDEC):
AMD Ryzen 7000er/8000er:
5200 MT/s CL42 1.1V SPD Profil
AMD Ryzen 9000er:
5600MT/s CL46 1.1V SPD Profil
Intel 200er:
5600 MT/s CL46 1.1V SPD Profil
6400 MT/s CL52 1.1V SPD Profil bei nur zwei verfügbaren RAM Slots als CUDIMM

Nachteile:
• Weniger Leistung im CPU Limit

Vorteile:
• Stabiler Betrieb herstellerseitig garantiert
• Niedriger Stromverbrauch im Leerlauf
• Kürzer Bootzeiten
• Kein potentieller Garantieverlust, keine Prüfung des Profils nötig.
JohannesN schrieb:
Gehäuse: Fractal Design North
Mit anderen 140er Lüftern planen, die Vorinstallierten gelten als brummend.
Müssen auch keine Noctuas sein, da reichen ordentliche Butterbrotlüfter von Arctic.
https://geizhals.de/arctic-p14-pro-pst-acfan00319a-a3552621.html

Also in Anlehnung an @djducky's Punkte dann so ?
https://geizhals.de/wishlists/5075283
(Liste hat zwei Tage bestand, bei Interesse bitte selbst nochmal abspeichern.)

Edit:
Ein 120er Pack ist jetzt ebenfalls in der Liste und ausgewählt.
 
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Ich würde beim North keine 140er verbauen. Das Arctic Fünferpack 120er tut's am besten, zumal dann vorne drei reinpassen und der im Deckel hinten (der sonst mit den EPS-Kabeln kollidiert). Dann haste mehr rein als raus also Überdruck, das hilft dann auch gegen Staub.

Habe selbst noch 120er für mein North hier liegen, bin nur noch nicht zum Umbau gekommen.

Edit: Die bei mir verlinkten LN-Varianten der 120er haben nochmal eine niedrigere Anlaufdrehzahl von 400 RPM statt 600 RPM, man kann sie also noch leiser betreiben.
 
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12GB, würde ich nicht machen.

Ist auch fast 20% langsamer als eine 9070.
 
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djducky schrieb:
Ist auch fast 20% langsamer als eine 9070.
Mit 500€ wäre sie aber genau zwischen der 9060XT und 9070 und würde zur Leistung genau passen.

Die 12GB hatte ich nicht mehr auf dem Schirm. Wäre imho das einzige Argument gegen die Karte, wobei das für FullHD bisher bei jedem Test hier ausgereicht hat, selbst bei höheren Anforderungen.
Eine 9070XT ist leider dank RAM und SSD nicht mehr im Budget drin.
Mir wäre 1TB mittlerweile zu wenig, wenn man nicht noch auf ein NAS auslagern kann.
 
JohannesN schrieb:
4K (TV), mir reichen aber 1080p
Mit einer RX 9070 (XT) sollte es dank FSR4 Performance eigentlich auch für 4K reichen. (Wenn auch nicht unbedingt immer mit 120fps, das sollte bei deinen Singleplayergames aber eigentlich auch nicht so wichtig sein.)
JohannesN schrieb:
und Fernseher (via Sunshine, Moonlight über WLAN)
Ist ein Lankabel wirklich keine Option? Es gibt auch Flachbandkabel die man unter der Tür durch verlegen kann. Beim Gamestreaming ist eine möglichst stabile Verbindung wichtig, das kann mit Wlan je nachdem wie viel da auch noch mit anderen Geräten gefunkt wird, teilweise problematisch werden.
 
Xes schrieb:
...das kann mit Wlan je nachdem wie viel da auch noch mit anderen Geräten gefunkt wird, teilweise problematisch werden.
Kann man das nicht priorisieren im Router ? :confused_alt:

Gut man müsste jetzt auch Wissen was das WLAN vom TE kann.
Bestenfalls 802.11be und eine komplettes Frequenzband für diese Anwendung, je nach Entfernung zum AP oder direkt zum Router dann halt 6GHz/5GHz/2.4GHz.

Soll nicht heißen das ich Flachband LAN Kabel abstoßend finde. :p
 
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SavageSkull schrieb:
Ist das ein Preisfehler mit 499€ die die 9070GRE?
https://geizhals.de/powercolor-reaper-radeon-rx-9070-gre-rx9070gre-12g-a-a3832534.html?hloc=de
Weil dize den Preis wäre die super

Uhm man kriegt die 9070 XT öfters für gut unter 600€, hab für meine ~580 bezahlt

Würde aber tatsächlich zu einer Nvidia greifen, wenn man streamen will, mit NVENC ist man leider immer noch auf der besseren Seite was Performance und Kompatibilität angeht. Dafür ist halt die Linux Kompatibilität schlechter.
 
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JohannesN schrieb:
WLAN-Support unter Linux
Alles was Intel ist funktioniert solide wen es das Board nicht hergibt einfach eine Intel AX210 als Karte reinstecken. Bei den Mediatek Chips liest man öfter von Problemen habe aber selbst noch keine Probiert.
 
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Danke schon mal für die Empfehlungen. Immer wieder eine gute Entscheidung, solche Investitionen von Experten von allen Seiten beleuchten zu lassen. Zumal mein neues System auch wieder für die nächsten 10+ Jahre sein soll.

LAN ist hier leider keine Option. Mein Router kann aber Wi-Fi 6 (falls das relevant ist) und ich wohne ländlich, so dass keine anderen Netze stören sollten (falls auch das relevant sein sollte). Deswegen auch meine Frage nach dem Mainboard und Linux. Das WLAN Modul in meinem N100 Mini-PC zickt unter Linux rum. Viel packetloss, daher musste ich einen Realtek USB WLAN Stick dran hängen. Sowas will ich bei meinem neuen PC auf jeden Fall vermeiden.
 
JohannesN schrieb:
LAN ist hier leider keine Option. Mein Router kann aber Wi-Fi 6 (falls das relevant ist) und ich wohne ländlich, so dass keine anderen Netze stören sollten (falls auch das relevant sein sollte).
Beides wichtige Infos, wenn der Router oder AP im selben Raum steht sollte ein Priorisiering im 5GHz Band für das Vorhaben ausreichen.

Gegebenenfalls verbannt man alle anderen Geräte ins 2.4er Band.
JohannesN schrieb:
Deswegen auch meine Frage nach dem Mainboard und Linux.
Heutzutage sollte das mit aktuellem Kernel kein Thema mehr sein, meine letzten Erfahrungen mit Mint und Zorin sind allerdings gut ein halbes Jahr alt deswegen nicht aktuell.

Edit:
Wenn du da weiter einsteigen willst es müsste mind. der Kernel 6.17 sein.
 
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@KarlsruheArgus Ich habe gerade erst wieder einen Realtek Wifi Stick an einem Desktop getestet, der absolut nicht unter Linux laufen wollte. Zu dem Zeitpunkt lief Fedora mit dem dann aktuellen Kernel 7.0.12.
Es war ein Dlink Wifi Stick, bei dem der Hersteller auf Teufel komm raus nicht den Chipsatz preisgeben wollte. Ich konnte ihn auch unter Windows nicht auslesen (Treiber musste installiert werden, Windows kannte ihn nicht automatisch)

Ich kenne diese Wifi Probleme also nur zu gut und mache das deshalb bei Linux genau wie @BOBderBAGGER : Eine kleine Intel AX210 in den m.2 Slot und dann hat man Ruhe.
@JohannesN Also einfach beim Mainboard schauen, dass der m.2 für den Wifi Chip austauschbar ist, falls du Probleme hast.

Bezüglich der Leistung vom System: Ich würde defintiv gerade bei 10+ Jahren Nutzung eine 9070XT nehmen. Aktuell kosten diese im Vergleich zu RAM wirklich nicht die Welt und ich habe dieses Jahr auch selber aufgerüstet von einer 10GB 3080 kommend.
Ich spiele damit unter Bazzite mit 4K, 120Hz & VRR am Fernseher.
 
Ich glaube ich würde das System dann wahrscheinlich doch selber zusammen bauen. Habe ich meinen alten PC vor 12 Jahren auch. Werde mir dann auch noch mal Tutorials anschauen. Habe halt Sorge irgendwas kaputt zu machen. Hat vielleicht jemand dafür noch spezielle Tipps beim Zusammenbau für das Setup? Will, wie gesagt, meine 4 TB HDD aus dem alten PC übernehmen. Habe im alten PC auch noch 1x 256 GB SSD und 1x 512 GB SSD. Sollte bzw. kann ich die auch übernehmen?

EDIT: Ich sehe gerade, ich kann mir die Komponenten auch bei Alternate zusammen klicken und dann den PC zusammenbauen lassen. Mal schauen, ob ich selber zusammen baue oder zusammenbauen lasse.
 
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Burfi schrieb:
Ich habe gerade erst wieder einen Realtek Wifi Stick an einem Desktop getestet, der absolut nicht unter Linux laufen wollte.
Im B850 LiveMixer sollte ein Mediatek RZ717 verbaut sein.
Mit einem aktuellen Kernel 6.17+ sehe ich da keine Probleme.
 
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JohannesN schrieb:
Hat vielleicht jemand dafür noch spezielle Tipps beim Zusammenbau für das Setup?
Geduld und ein Wochenende. :p
JohannesN schrieb:
Will, wie gesagt, meine 4 TB HDD aus dem alten PC übernehmen. Habe im alten PC auch noch 1x 256 GB SSD und 1x 512 GB SSD.
Welches Formate ?
HDD 3.5", die SSDs dann 2.5" oder M.2 ?
 
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@KarlsruheArgus Ich habe zwei linke Hände und meinen PC von vor 12 Jahren habe ich glaube ich nicht besonders toll verkabelt. 😁

Wenn mich nicht alles täuscht, ist die HDD 3,5 und die SSDs 2,5. Ich habe gedacht, die 512 GB SSD für Windows 11 (man weiß ja nie, ob man es doch noch braucht).
 
KarlsruheArgus schrieb:
Das erste Spiel mag 48GB und 48GB JEDEC haben aktuell den besseren Preis/GB.
Red Dead Redemption 2 mag 48GB Arbeitsspeicher? Das klingt irgendwie schon sehr viel ehrlich gesagt. CB hat es damals noch mit 32GB getestet. Will es nicht bezweifeln vor allem weil der Test ja schon ewig her ist und da ich das Spiel nie gespielt habe, das klingt aber einfach gefühlt trotzdem ziemlich viel.
 
@JohannesN
Als Systemplatte bitte eine ordentliche M.2 TLC NAND NVME nehmen wie die NM790er aus der Liste.

Deine alten SSDs kann man gerne, neben der HDD, als Datengrab verwenden bzw. die SSDs als Spieleplatten.
JohannesN schrieb:
Ich habe zwei linke Hände und meinen PC von vor 12 Jahren habe ich glaube ich nicht besonders toll verkabelt.
Solange kein Bluthochdruck und eine kurze Zündschnur vorhanden sind sehe ich keine Probleme für den Selbstbau.

Möchte man es stressfreier haben spricht auch nichts gegen einen Zusammenbau vom Shop.
Janoe schrieb:
Red Dead Redemption 2 mag 48GB Arbeitsspeicher?
Sollte sich so langsam mal rumgesprochen haben wir haben 2026. :p
Müsste man bei PCGH in einer der alten Ausgaben noch finden, 2023 abwärts.
 
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