Linux-Laptops und dedizierte Grafikkarten

Das hat nichts mit schlampig zu tun und die Erklärung von Grimba trifft es schon ganz gut. Das Problem ist, daß immer noch so getan wird, als ob eine moderne Linux-Distribution höhere Anforderung an den Anwender/Einrichter hat, wie Windows 10. Ironischerweise gibt es da in meinen Augen kaum einen Unterschied ziwschen den beiden Lagern. Bei Windowsanhängern ist es die Abneigung bzw. Scheu vor Linux, viele Linuxanhänger scheinen darauf bedacht einnen gewissen "mystischen touch" aufrecht erhalten zu wollen. Auch sollte man über die Wörter Anforderung und Einschränkung nachdenken, die Anforderung an den Einrichter ist nicht höher, die Einschränkung für den Einrichter je nach Hardware und Distribution möglicherweise schon.
Eine wirkliche Hürde gibt es auf jeden Fall in Bezug auf Notebooks und da greift Grimbas Aussage und hier ensteht wirklich ein höherer Aufwand gegenüber Windows:
Man muß vorher per google sicherstellen, daß das Wunschnotebook mit Linux harmoniert. Da gehen schon 1-2 Stunden Zeit in die Recherche.
Ergänzung ()

pmkrefeld schrieb:
Nun ja, deine Definition von "es funktioniert" ist ja nicht sonderlich streng gewählt :)
Das mag je nach Blickwinkel zutreffen, aber solange ich die gleichen Probleme unter Windows antreffe (manuelle Auswahl und Neustart), sehe ich das wirklich relativ entspannt.
 
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pmkrefeld schrieb:
Geht ohne weiteres nicht, das hat nVIDIA ganz bewusst im Treiber eingeschränkt.
Oh, wie auch Virtualisierung mit Consumer-GPUs?
Ich weiß schon, warum in meinem W530 meine letzte NVIDIA-GPU steckt...
 
pmkrefeld schrieb:
Und wie versetzt du dich in die Lage an deinem PC zu arbeiten wenn bei den letzten 3 Kernel-Versionen der amdgpu-Treiber deinen Rechner nach wenigen Minuten Kernel panic auslöst? Oder nach einem Suspend die nVIDIA GPU vom PCI Bus fällt? Oder beim anschließen des Ladegerätes nicht hochtaktet?

Nicht alles lässt sich mit dem lesen der Arch-Wiki lösen.

Im Gegensatz zu dir beziehe ich mich auf keinen einzigen konkreten Fall, sondern auf das Grundlegende: Der nicht gerade inflationär üppig vorhandene Wille, sich mit der Materie auseinanderzusetzen, aber trotzdem Linux nutzen wollen mit dedizierter GPU im Laptop. Und der TE hat mir ja auch bereits diesbzgl. recht gegeben.

Ich verneine in keinster Weise an irgend einer Stelle, dass es ggf. unlösbare Probleme gibt. Aber ohne sich zumindest ein wenig zu helfen zu wissen, wäre man schon im Ansatz beim kleinsten Anzeichen eines Problems aufgeschmissen.
 
Unter Ubuntu laufen dGPUs von Nvidia problemlos. Der propritäre Treiber lässt sich per Mausklick aktivieren.
 
@KuestenNebel
Das auf jeden Fall. Aber Optimus leider nicht ohne weiteres vollständig.
 
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pseudopseudonym schrieb:
Bei NVIDIA Optimus (K2000M an nem W530) darf man mir aber auch gerne weiterhelfen.
Wie kann ich die NVIDIA-GPU nur für bestimmte Anwendungen nutzen, am liebsten mit dem proprietären Treiber?
Ich habe auch ein W530 mit K2000m.

Das hat bei mir immer mit Bumblebee funktioniert. Das jetzt im Detail zu beschreiben sprengt hier etwas den Rahmen, aber es hat bei mir eigentlich immer wunderbar funktioniert, wenn nicht gerade irgend ein Kernel-Update die ganze Sache temporär unbrauchbar gemacht hat.
Must dann nur das jeweilige Programm mit "optirun" oder "primusrun" vorgeschaltet starten. Das lässt sich auch pro Spiel in Steam einstellen. Der Unterschied zwischen beiden wird in den jeweiligen Tutorials zu Bumblebee beschrieben.

Ergänzung: Vielleicht ganz kurz im Groben:

1. Bumblebee liefert ein Kernel-Modul namens bbswitch, welches die dedizierte Grafikkarte (also die NVIDIA GPU) ein und ausschalten kann.

2. Getriggert wird dieses Modul entweder manuell oder durch die Programme optirun oder primusrun.

3. Die Idee bei Optirun ist, dass im Hintergrund ein 2. XServer gestartet wird, der die jeweilige Anwendung auf der NVIDIA GPU rendert und dann in das im ersten XServer aktive Fenster streamt, was natürlich leicht verlustbehaftet ist, da Videocodec. Primusrun macht diesen Umweg nicht per Videostream, aber hier weiß ich nur, dass der direkt in den jeweiligen Grafikpuffer schreibt, aber hier kann ich selbst nur schwamming erklären.

4. Optirun und Primusrun schalten dann jeweilis bei Benutzung die Grafikarte ein und danach wieder aus. Ansonsten ist sie weiterhin deaktiviert und verbraucht keinen Strom.

5. Der NVidia Treiber kann ganz normal installiert werden, hier muss nichts beachtet werden. Evtl. muss man GPU bezogene Programme eben auch mit optirun/primusrun starten

6. Da bbswitch ein Kernelmodul ist, empfiehlt es sich, dies mit dkms zu installieren. Leider ist man hier auf Versionskompatibilität angewiesen. Das kann schonmal nicht hinhauen.

7. Mittlerweile ist bumblebee wohl Teil von Ubuntu, und muss nicht mehr per ppa hinzugefügt werden.
 
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@Grimba
Ich experimentierte gerade spaßeshalber und berichte nachher
 
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Grimba schrieb:
Der nicht gerade inflationär üppig vorhandene Wille, sich mit der Materie auseinanderzusetzen, aber trotzdem Linux nutzen wollen mit dedizierter GPU im Laptop.

Ich wüsste nicht was daran verkehrt ist, wenn ich Auto fahren will muss ich auch nicht verstehen wollen wie ein Verbrennungsmotor funktioniert.
Das ist bei einem Laptop nicht anders.

Grimba schrieb:
Ich verneine in keinster Weise an irgend einer Stelle, dass es ggf. unlösbare Probleme gibt.

Das verneint man in diesem Thread und sogar darüber hinaus großflächig:
  • Beschäftige dich mal mit der Materie
  • Finde vorher heraus ob der Laptop mit Linux "harmoniert"
  • Zeige mal etwas Willen etwas neues zu lernen

Fakt ist: nvidia Optimus ist immer noch der gleiche Mist wie vor X-Jahren, Notebookhersteller bauen immer noch am laufendem Band Mist, Notebooks mit AMD GPUs sind sehr rar und die offenen amdgpu Treiber noch nicht wirklich stabil.

Daran kann der User nichts ändern, und als Community sollten wir Druck auf die Hersteller ausüben ihren S**** endlich auf die Reihe zu bekommen statt dem User zu sagen dass er sich mehr mit der Materie beschäftigen soll.
 
Ein Auto ist kein Laptop, der Autovergleich funktioniert nun wirklich nicht mit allem.
Den könntest du höchstens so anstellen, dass ein Auto so gekauft eben einem so gekauften Laptop gleichzusetzen ist: Support für die Spezifikationen des Auslieferungszustands.

Ebenso, wie man beim Auto Teile austauschen bzw. tunen kann, so kann man ein Laptop außerhalb der Spezifikationen vom Hersteller betreiben, ist aber dann jenseits von Garantie und Support unterwegs, sollte es Probleme geben. Bei Windows Laptops ist das leider eben auch in den meisten Fällen für den Einsatz von Linux der Fall. Daher in beiden Fällen: Eigeninitiative, anders geht es nicht.

Dein Frust in allen Ehren, aber das meiste davon sind eben halt Plattitüden. Sonst kauf doch ein System76 Laptop o.ä. da ist der Linux-Support der Sinn des Produkts. Ohne entsprechende Marktanteile beim Consumer und damit Relevanz wird es halt keinen Druck auf die Hersteller geben. Schließlich liefert man ein funktionierendes System mit Windows aus. Schön wär's natürlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Grimba
Aktueller Stand:
Code:
$ optirun glxgears
[   42.479521] [ERROR]Cannot access secondary GPU - error: Could not load GPU driver

[   42.479574] [ERROR]Aborting because fallback start is disabled.

Davor konnte er irgendwas nicht laden.
Das ging, nachdem ich in der "/etc/bumblebee/bumblebee.conf" folgende Zeile geändert habe:
Code:
# colon-separated path to the nvidia libraries
LibraryPath=/usr/lib/x86_64-linux-gnu:/usr/lib/i386-linux-gnu

Das hier existiert nicht (auch nicht ähnlich):
Code:
LibraryPath=/usr/lib/nvidia-xxx:/usr/lib32/nvidia-xxx

Treiber sehen so aus:

Screenshot.png
 
Also ich hab aktuell das Setup nicht im Einsatz, und es ist auch schon etwas her, daher kann ich dir da aktuell keinen Support geben und muss dich an das viel aktuellere Netz verweisen, das kann ich dir leider nicht ersparen ;)

Stelle in jedem Fall sicher, dass im UEFI/BIOS auch beide GPUs nutzbar sind und nicht nur auf eine geschaltet ist, sonst ist das Unterfangen sinnlos. Damit müsste dann als Ausgangslage dein XServer auf der Intel GPU laufen.

Natürlich müssen in der Config Pfade auf aktuelle Gegebenheiten angepasst werden.
 
Im NVIDIA-Treiber umschalten geht, aber dann eben für alles.
 
AFAIK beißt sich PRIME mit Bumblebee... Wie gesagt, du musst mal etwas eintauchen in die Wikis.
Ich hatte das Setup sowohl erfolgreich mit Ubuntu als auch mit Arch laufen. Ist allerdings schon etwas her, im Moment hab ich nur ein Windows auf dem W530. Aber ich kann sagen, dass es funktioniert (hat). Und ja, es ist mitunter Gefrickel, leider.
 
Grimba schrieb:
Ein Auto ist kein Laptop, der Autovergleich funktioniert nun wirklich nicht mit allem.

Ein Auto kauft man in der Regel um damit zu fahren, nicht daran zu schrauben.
Ein Laptop kauft man in der Regel um damit zu arbeiten, nicht an irgendwelchen Konfigurationen rumzuschrauben.

Und nein, das Betriebssystem ist kein Bestandteil eines Notebooks.
Die werden nur deshalb damit ausgeliefert weil Microsoft ein Monopol auf OEM-Betriebssysteme hat und alle beteiligten auch größtes Interesse daran haben dass es so bleibt.
 
Und damit doch ein Bestandteil des Notebooks :) Zumindest bei den beteiligten OEM Partnern.

Das mit dem Monopol ist Blödsinn. Erklär das Apple, System76 und allen, die auf Wunsch auch ohne Windows ausliefern. Selbst Dell hat ein Linux Laptop, auf das du dann auch Supprt bei Problemen hast.

Es ist allerhöchstens ein quasi-Monopol durch den überragenden Marktanteil und dem daraus resultierenden Support seitens Hard- und Softwareherstellern, welches jedes andere nicht-Windows-Gerät zum Nischenprodukt verdonnert in der Laptopwelt. Als einziger aus dieser Nische herausgeschafft hat es Apple, und das auch nicht im überbordenden Maße. Da ist aber die Produktstrategie auch eine ganz andere.

Dass Microsoft das gerne weiter so hätte erklärt sich von selbst. Alle anderen wären schön blöd, unter den aktuellen Umständen nicht ihre Geräte hauptsächliche damit auszuliefern, sofern sie eben nicht nur eine Nische bedienen wollen und vorallem viel Geld verdienen wollen. Vielleicht tut sich aber in der Richtung noch was, durch den stärker werdenden chinesischen Markt, der sich aufgrund diverser Sanktionen ja gerne mal alternativ aufstellt.
 
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Grimba schrieb:
Und damit doch ein Bestandteil des Notebooks :) Zumindest bei den beteiligten OEM Partnern.

Das mit dem Monopol ist Blödsinn. Erklär das Apple, System76 und allen, die auf Wunsch auch ohne Windows ausliefern. Selbst Dell hat ein Linux Laptop, auf das du dann auch Supprt bei Problemen hast.
Ne, das kann man so nicht stehen lassen. Apple ist ein Thema für sich. Und Anbieter wie System76 und Tuxedo sind absolute Nischenware. Man kann schon feststellen, dass Microsoft fragwürdige Praktiken nutzt, wenn es darum geht, Laptop-Hersteller an Windows zu binden.
 
@Grimba
Hast du TLP benutzt? Vielleicht beißt sich das.
Jetzt, wo ihr mich schon auf das Thema gebracht habt, kann ich mich dem eigentlich mal annehmen (auch für ne bessere Akkulaufzeit, benutze momentan freie Treiber).

Ich hab jetzt erstmal mein Backup von vorm Experimentieren (Timeshift) eingespielt und mache später weiter.
Windows-Only ist BTW keine Option, weil ich mit dem W530 nicht nur Zocke, sondern primär arbeite.
Für produktives tue ich mir Windows definitiv nicht mehr an.
 
@Rosenduft dass es sicherlich Beeinflussung hinter den Kulissen gibt, bestreite ich nicht. Siehe München.

Aber es ist kein Monopol, andererseits gäbe es ja andere Hersteller nicht. Nische hin oder her, es gibt sie und niemand hat sie daran gehindert.

Wenn morgen jetzt 100 Millionen Menschen bei Tuxedo oder System76 ein Laptop/einen PC bestellen, verhindert das Microsoft nicht (hier käme dann möglicherweise Gemauschel bei den Teileherstellern zum Tragen bei solchen Mengen). Aber dieses Szenario gibt es ja de facto erstmal so nicht, denn diese Nachfrage gibt es so nicht.

Der Marktanteil beim PC ist jetzt so hoch, und MS nutzt das logischerweise. Und Hersteller richten sich danach. Ob, und wie lange das noch so geht, sei mal dahingestellt. Allzuviel Geld wird MS mit Windows alleine nicht mehr verdienen.

@pseudopseudonym uff... gute Frage, lange her, glaube nicht.
 
Grimba schrieb:
@Rosenduft dass es sicherlich Beeinflussung hinter den Kulissen gibt, bestreite ich nicht. Siehe München.

Aber es ist kein Monopol, andererseits gäbe es ja andere Hersteller nicht. Nische hin oder her, es gibt sie und niemand hat sie daran gehindert.

Wenn morgen jetzt 100 Millionen Menschen bei Tuxedo oder System76 ein Laptop/einen PC bestellen, verhindert das Microsoft nicht (hier käme dann möglicherweise Gemauschel bei den Teileherstellern zum Tragen bei solchen Mengen). Aber dieses Szenario gibt es ja de facto erstmal so nicht, denn diese Nachfrage gibt es so nicht.

Der Marktanteil beim PC ist jetzt so hoch, und MS nutzt das logischerweise. Und Hersteller richten sich danach. Ob, und wie lange das noch so geht, sei mal dahingestellt. Allzuviel Geld wird MS mit Windows alleine nicht mehr verdienen.

@pseudopseudonym uff... gute Frage, lange her, glaube nicht.

Nur weil es kein diktatorisches Verbot gibt heißt das nicht, dass es hier kein Monopol gibt. Geh mal in den Media Markt, zu Saturn oder sonstwo hin und frag mal nach einem Linux-Laptop. Und bitte sag jetzt nicht "Hier ist der eine Laden, der hat vor 5 Jahren mal von 10000 Laptops einen Linux-Laptops verkauft" oder sowas.

Microsoft wird richtig ungemütlich wenn du als relevanter Laptop-Produzent versuchst, deren Monopolstellung anzukratzen, und Microsofts Vertragsbedingugen ähneln auch eher Erpresserverträgen.

Man muss einfach mal festhalten: Nein, in diesem Bereich ist die Welt tatsächlich nicht heil. Man kann auch nicht sagen: "Hier und da wird Schindluder getrieben aber im großen und ganzen läufts einigermaßen okay", sondern nein: hier läuft es nicht gut, aber da müsste man jetzt tiefer in das Thema einsteigen. Wenn du das jetzt willst können wir das auch gerne machen, wird aber zäh.
 
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Reaktionen: pseudopseudonym
Ja, sag ich doch, Quasi-Monopol.

Und bei Media Markt hab ich auch schon mal Geräte mit Free-Dos gesehen, für den ganz kleinen Geldbeutel, der hier z.B. https://www.mediamarkt.de/de/product/_asus-laptop-r521ua-ej248-2597404.html

Monopol heißt in jedem Fall exklusiv, das ist halt nicht der Fall.
Dass Microsoft alles tut, die Stellung zu halten, und sich dabei auch mal benimmt wie offene Hose bestreite ich nicht. Allerdings ist die Bedeutung des PC Marktes und die damit verbundenen Gelder heute dann doch etwas anders, als noch vor 10-15 Jahren.
 
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