Da kommen wir auch an den Punkt wo wir uns fragen müssen ob das so Sinn macht.
Die meisten Probleme bei Distributionsupgrades (so nennt sich das bei apt), also der Sprung von einem Major Release zum anderen, machen ja bekanntermaßen die configs der User. Das ist auch ein Grund warum man bei spezielleren Programmen nach einem Upgrade öfter mal Hand anlegen muss. Oder warum bei Ubuntu die PPA-Repositories kurzfristig auskommentiert werden.
Ich schreibe jetzt mal die Sachlage wie ich sie sehe. Ich bin aber nur ein kleines Licht, bitte nicht vergessen.
Jetzt sagen die Entwickler von Mint, um solche Probleme zu umgehen empfehlen wir zu jeder neuen Version komplett eine frische Installation.
Das hilft zwar bei Versionssprüngen von bestimmten Programmen, sagen wir mal nur zum Beispiel von Gnome 2.X auf Gnome 3.X (ist ja egal welches Paket). Je nach Umfang der Änderungen am Programm kann es passieren das bestimmte Einstellungen nicht mehr funktionieren weil sie einfach nicht mehr vorhanden sind. Im Extremfall wird das ganze System instabil. Aus dieser Sichtweise ist es natürlich ein sinnvoller Schritt dem User zu sagen er solle das System komplett frisch aufsetzen. Von Zeit zu Zeit ist das auch kein Fehler.
Wir haben ja ein Backup unserer persönlichen Daten. Aber wird dann nicht genau das wieder gemacht was mit dem Vorgang verhindert werden soll? Was wenn beim zurückspielen der persönlichen Daten Einstellungen wiederhergestellt werden die mit den neuen Versionen eben genau diese Probleme machen?
Ich möchte hier nicht offen kritisieren (zumal ich selbst gar nicht programmieren kann), aber in meinen Augen ist das nicht gerade Userfreundlich. Mit dem Otto-Normal-User der sich keinen Kopf macht wie was läuft und einfach nur Firefox, Thunderbird und irgendein Office nutzt kann man das machen, hier ist es tatsächlich unerheblich denn der Konfigurationsaufwand ist dank Cloud Servicec von Mozilla und vielen anderen Firmen sehr gering.
Es gibt aber auch viele Linux User die ihr System selbst erstellt haben nachdem die Core Komponenten wie Kernel, Compiler und Dateisystem über die Distributionseigenen Installationsmedien auf das System gespielt wurden. Und nur die Pakete auf ihrem Rechner haben die sie brauchen. Mein Arch wurde zuletzt im Mai 2011 frisch installiert, seitdem mache ich nur noch updates der Pakete.
Der Mint Weg ist definitiv nicht meiner. Das ist auch der Grund warum Mint zunehmend Gegenwind erfährt, nicht bei den Schönwetter Linux Usern die bei jedem neuen Release die Foren vollheulen weil der Bildschirm nach der Installation schwarz bleibt, sondern eher bei den Leuten die IHR Linux nutzen, egal ob jetzt Debian, Gentoo, Arch oder auch openSuse und Ubuntu oder was auch immer.