News Linux: Ubuntu 18.04 LTS mit Gnome 3.28.1 ist da

andy_m4

Commander
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Ich möcht jetzt gar nicht auf einzelne Anmerkungen von euch eingehen, sonder noch mal zusammen gefasst meine Kritikpunkte erläutern.
Ok.

Ausgangs und Hauptpunkt meiner Kritik ist das hier an prominenter Stelle:
Ubuntu ist fast wie Linux

Formal deshalb, weil es auf Debian aufbaut, sich aber ansonsten meist wenig um Gepflogenheiten der Linux-Community schert.
Ja. Ich verstehe was Du meinst. Ich würde aber die Worte nicht so auf die Goldwaage legen. Ist vielleicht etwas zu salopp geschrieben. Sehe ich selbst nicht überkritisch. Du hast es ein wenig konkretisiert. Damit wäre für mich die Sache geklärt.

Der Autor ist selbst Siduction (auf Debian basierend) Entwickler. Als solcher ist ihm (verständlicher Weise) nicht alles geheuer, was beim Branchenführer so passiert.
Mag auch durchaus sein, dass der Autor eien persönliche Einstellung/Meinung dazu hat. Nur darf man das eben nicht mit dem Blog-Artikel vermischen so nach dem Motto: "Na der meint das bestimmt soundso, schließlich weiß man ja, wie der tickt".
Man sollte also nur das bewerten, was wirklich in dem Blog drin steht.

Ich kenn den Blogautor ja nicht näher und komme interessanterweise zu einem anderen Bild davon. Vermutlich weil ich eben nicht automatisch etwas hinein interpretiere. Nicht falsch verstehen. Ich sag nicht, dass Deine Kritik unbegründet ist. Ich halte sie lediglich für überzogen. Und ich denke, dass liegt daran, dass ich im Hinterkopf eben nicht habe, dass der Autor Canonical den Teufel an dem Hals wünscht. :-)

Noch eine Bemerkung zu "Branchenführer". Klingt auch ein wenig nach Fanboy. Canonical macht irgendwie um die unter 100 Mio $ Umsatz bei Redhat sinds über 2 Mrd. $
Das ist nicht mal mehr in der selben Liga. Da von 'Branchenführer' zu reden ist ... ähm ich sag mal, nur mit sehr viel Optimismus zu erklären. :-)

Absurd wirds dann, wenn man einen Verstoß gegen Gepflogenheiten einer Community, die es so nicht gibt und die nirgendwo allgemein definiert sind
Diese Gepflogenheiten sind natürlich nirgends definitiv. Daher bezeichnet man sie ja auch als Gepflogenheiten.
Fakt ist aber auch, dass Canonical/ubuntu mit ihren Sachen und ihrer Art auch gern mal irgendwo aneckt. Und das sind ja auch nun keine Einzelfälle. Das kam ja nun schon mehr mals vor.

Klar passiert das auch in anderen Distributionen. Man denke nur mal an SuSEs YaST was zu Anfang nicht mal GPL war. Oder an diesen Novell-Microsoft-Deal. ODer bei Redhat fällt mir da noch ein, dass die mal den GCC gepatcht und für ihre Distribution verwendet haben, worauf dieser nicht mehr zum Standard-GCC kompatibel war.
Solche Sachen haben auch immer Wellen geschlagen und Diskussion ausgelöst.

Bei ubuntu ist es jetzt eben nicht nur so, dass es in der jüngeren Vergangenheit war, sondern sich die Sachen auch häufen.

Wie gesagt. Ich selbst hab da kein Problem mit, kann aber verstehen, wenn das von anderen Leuten aufgegriffen wird.
Und das jetzt mit dem Datenschutz was ja auch der Aufhänger für den Blog-Artikel war .... also ich bin weit davon entfernt mich im Linux-Distributionsdschungel auszukennen, aber die Datenschutzproblematik kannte ich bisher auch nur von ubuntu.

Ich hatte da jetzt auch nix Konkretes parat, mir war aber im Hinterkopf das da eben (und nicht erst seit heute) drum diskutiert wird.
Und ähnliches in der Richtung habe ich noch von keiner anderen Distribution gehört (wie gesagt; dass muss nicht unbedingt heißen, aber trotzdem).
Und dann kann man schon sagen, dass da ubuntu abweicht von anderen Distributionen. Sozusagen abseits der Gepflogenheiten die offenbar sonst bei den Linux-Distributionen herrscht.
Von daher hab ich weder mit der Formulierung noch mit der Feststellung ein echtes Problem. Klar kann man auch hier wieder pingelig sein. Man kanns aber eben auch übertreiben.

her nimmt um einer Linuxdistro abzusprechen überhaupt Linux zu sein.
Ja. Das ist sicherlich übertrieben und von Dir auch zu Recht kritisiert.

Das ist aber leider nur die eine Seite der Medaille, was meine massive Kritik betrifft. Die andere Seite ist die, dass der Autor hier als Redakteur fungiert. Und da hört der Spaß auf.
Als Redakteur ist er Meinungsbildner und Multiplikator. Als solcher darf er aber nicht persönliche Animositäten zum Anlass nehmen, mit falschen Behauptungen Stimmung zu machen.
Du hättest recht. Aber es handelte sich explizit eben nicht um eine Berichterstattung, sondern (so hab ich es zumindest vernommen) um einen meinungsgetriebenen Blogpost. Um einen Kommentar, um mal den Begriff im Sinne der "alten" Medienwelt zu gebrauchen. Und der ist ja genau dazu gedacht, dass jemand (der sonst auch normal redaktionell arbeitet) einen Standpunkt vorträgt.

Abgesehen davon, dass man sämtliche Medien sowieso immer kritisch konsumieren sollte (Medienkompetenz). Gerade in der heutigen Zeit, an der an vielen Stellen die journalistische Qualität spürbar abgenommen hat, hat ne Sache nicht mehr unbedingt so viel mehr Gewicht, wenn sie ein Journalist/Redakteur/whatever geäußert hat.
Falls es dann bei Manchen doch so sein sollte, würde ich mir eher um deren Medienkompetenz sorgen machen als die Schuld bei irgendnem Schreiberling zu suchen.

Ich selbst mache seit etlichen Jahren Linux-Support und habe schon ziemlich vielen Leuten zu einem laufenden OS verholfen, online wie live. Ich weiß nicht, ob ich deshalb Teil einer oder der Community bin. Ist mir aber auch egal.
Genau die Begrifflichkeit muss aber definiert werden, wenn man schon darauf pocht. Sonst ist ja das ganze Argument für den Allerwertesten.
Der Ball liegt da also ganz klar bei Dir.

Von daher gerate ich gerne mit Leuten über Kreuz, die meinen Linux sei nichts für Unerfahrene und Faule. Das seh ich eben anders.
Ja. Wie gesagt. Ich würde das auch nicht generell verneinen. Aber eben auch nicht generell bejahen. Wobei ich das auch für Windows nicht kann. :-)
Sonst konnte man an der Stelle ja immer noch auf MacOS verweisen. Aber die sind ja qualitativ auch nicht mehr das, was sie mal waren.

Aber grundsätzlich bin ich der Ansicht, dass es nun mal viel Geld braucht um was vernünftiges auf die Beine zu stellen.
Ja. Wobei ich das etwas differenzierter sehe. Programmierer oder jetzt im speziellen Open-Source-Programmierer leisten auf der technischen Seite wirklich gute Arbeit (im Schnitt spürbar besser, als das was im kommerziellen Umfeld fabriziert wird). So richtig Geld braucht man dann erst, um aus dem Projekt ein Produkt - eine runde Sache zu machen.

Ist auch vollkommen logisch. Open-Source-Programmierer lösen trationell Probleme die sie selbst haben (daher kommt auch die Motivation ein solches Projekt zu starten) und teilen das dann halt weil sie auch im Gegenzug von anderen Open-Source-Projekten oder anderen Programmieren profitieren. Als Programmierer ist man natürlich üblicherweise mit Computern vertraut. Man braucht daher kein KlickiBunti drum herum (ums jetzt mal überspitzt zu formulieren). Man kommt auch ohne dem klar. Für Klicki-Bunti besteht keine natürliche Motivation. Deshalb muss dafür oftmals Geld in die Hand genommen werden.

Und das aber auch nur, damit eben letztlich der Computer-Laie das Programm benutzen kann (was ja nie die ursprüngliche Intention war).

Debian schwimmt nicht gerade im Geld, hat aber eine große Community, kommt aber trotzdem nicht ohne die Vorarbeit oder deren Finanzierung aus.
Das will ich auch gar nicht in Abrede stellen. Nur ist Debian da eben breiter aufgestellt. Wenn Mark Shuttleworth Lust an ubuntu verliert, dann kann das zu seinem echten Problem für ubuntu werden. Wenn bei Debian einer abspringt (udn zwar egal wer), wird das Debian problemlos verkraften.

Der Ausgangspunkt meines Einwurfs war ja, dass Du lieber ne Distri verwendest, wo ne Firma hintersteckt weil wegen ist sicherer und so. Und das sehe ich nicht. bzw. wenn man schon so argumentiert, dann würde man ja doch eher zu Redhat tendieren, die wenigstens schon gezeigt haben, wie man mit einer Distribution über mehrere Jahre Gewinne einfährt.

Deine Argumentation ist da in meinen Augen nicht stimmig und riecht arg nach Fanboy-Gerede. Eigentlich im Kern auch das, was Du dem Blog-Autor vorwirfst. :-)

Darüber hinaus halte ich es nur sehr bedingt für einsteigerfreundlich.
Naja. Will ich so nicht unbedingt sagen. Mag ja durchaus sein, dass ubuntu auch bestimmte Prozesse vereinfacht hat. Aber der wesentliche Punkt bei ubuntu (gegenüber dem was sonst so als Distribution vorher üblich war) ist, dass man einfach Möglichkeiten weggealssen hat.
Sonst war es immer so, dass man sozusagen gefragt wurde "Welchen von den 5000 Editoren willste installiert haben" und die ubuntu-Leute haben einfach gesagt 'da fragen wir gar nicht erst nach, weil der Neuling damit überfordert wäre. Wir installieren einen den wir für richtig halten und fertig'.
Und das als Grundidee ist natürlich nicht verkehrt, wenn man Neueinsteiger bedienen will. Und der Erfolg gibt dem ja auch recht.

Nur braucht man eben dafür keine Manpower und kein Geld. Man hat ja nicht mal ne eigene Distribution gebaut, sondern sich bei Debian bedient (was auch vollkommen in Ordnung ist). Insofern muss ich doch mal die Heldentaten die ubuntu vollbracht haben soll, ein wenig auf die Realität zurechtstutzen.

Wie gesagt. Ich hab kein Problem damit, wie ubuntu das macht und hab auch kein Problem damit die Erfolge anzuerkennen. Ich finde ubuntu in gewisserweise sogar gut, auch wenns keine Distribution für mich ist. Wie Du schon sagtest lieferte ubuntu mit einen Popularitätsschub und wenn das Linux-System mehr Aufmerksamkeit bekommt, dann bekommt es auch mehr Zuwendung wovon letztlich alle innerhalb des Ökosystems profitieren.
Aber man sollte auch die Kirche im Dorf lassen und sie nicht größer machen, als sie sind.

Canonical wird nach gegenwärtigem Stand nie wirklich Geld mit dem OS verdienen. Diese Einsicht hat lange gedauert.
Na ich weiß nicht, ob da ein Einsehen da ist. Weil sonst würde man ja keine strategischen Partnerschaften eingehen die ja genau den Blog-Artikel ausgelöst haben, über den wir reden.
Und es ist auch völlig in Ordnung, wenn Canonical Geld verdienen will. Ich persönlich finde es sogar in Ordnung das sie es so versuchen, wie sie es versuchen. Ich finds aber genauso verständlich und in Ordnung, wenn das von anderer Seite kritisiert wird. Wobei ich auch die Kritik teilweise für überzogen halten und man manchmal das Gefühl haben könnte, als stünde der Untergang von Linux bevor.
Es ist eine Distribution die so agiert. Man kann darauf hinweisen und einfach ne andere verwenden. Damit ist für mich das Thema durch. Die Wellen die das hüben wie drüben teilweise schlägt kann ich deshalb wiederum nicht nachvollziehen.

Trotz aller verständlichen Kritik, geht mein Daumen aber immer noch nicht runter.
Muss ja auch nicht. Ich traue Dir zu, dass Du selbst entscheiden kannst, was Du nutzt und ob angeführte Kritikpunkte für Dich überhaupt relevant sind oder nicht.

Abschließend noch ein Link zum (deutschsprachigen) "Linux-Guru" und seine Einschätzung von 18.04.
Ja. Der Artikel ist für das Zielpublikum für das er gedacht ist völlig ok.
 

Evil E-Lex

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Das gipfelt dann eben in der Aussage/Suggestion, Ubuntu sei gar kein Linux, was seriös wohl kaum jemand in Frage stellt.
Fairerweise muss man hier anmerken, dass Canonical versucht genau diesen Eindruck zu erwecken. Du kannst ja mal schauen, wie oft auf der ubuntu.com Hauptseite das Wort "Linux" auftaucht. Natürlich ist Ubuntu trotzdem nur eine Linux-Distro von vielen.
 

TrueAzrael

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Ich finde dem Artikel würde eine kleine Abhandlung der Änderungen in den diversen Flavours gut tun.
Zumindest bei Xfce(Kubuntu) bzw. KDE(Kubuntu) scheint sich einiges getan zu haben, dass nicht durch den Artikel abgedeckt ist. Nicht jeder will sich durch die Änderungshistorie der jeweiligen Software hangeln. Könnte man natürlich auch als eigenen Artikel abhandeln.

Edit: Sehe gerade auf linuxnews.de scheint es einen entsprechenden Artikel zu geben. Danke dafür. Denke aber er würde hier ein weit größeres Publikum erreichen. Vor allem jenes Publikum das sich eben nicht durch die "release notes" von Software hangelt.
 
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fethomm

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Edit: Sehe gerade auf linuxnews.de scheint es einen entsprechenden Artikel zu geben. Danke dafür. Denke aber er würde hier ein weit größeres Publikum erreichen. Vor allem jenes Publikum das sich eben nicht durch die "release notes" von Software hangelt.
Da magst du recht haben. Aber mein Blog ist noch im Aufbau und ich muss da täglich Inhalte publizieren um das zu promoten. Der Tag hat halt nur 24 Stunden und eine Verlängerung hab ich noch nicht durchgekriegt :)
Ergänzung ()

Fairerweise muss man hier anmerken, dass Canonical versucht genau diesen Eindruck zu erwecken. Du kannst ja mal schauen, wie oft auf der ubuntu.com Hauptseite das Wort "Linux" auftaucht. Natürlich ist Ubuntu trotzdem nur eine Linux-Distro von vielen.
Da wünsche ich mal fröhliches Suchen :)
 

Ratz_Fatz

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Ich habe mir Ubuntu 18.04 schon als Beta auf einem RavenRidge 2200G System installiert. Zuerst lief es eigentlich okay. Nun aber sind echt heftige Probleme augetauch, sodass ich nun ein Debian Testing mit Paketen aus unstable ausprobieren werde.

Zuletzt war das Startverhalten von Ubuntu 18.04 eine Katastrophe. Ständig friert das System beim booten ein, ich muss zig mal neustarten, damit ich irgendwann mal im Loginbereich lande.

Dort scheint bei meinem Login auch nicht mehr alles rund zu laufen. Ich muss per Tastatur(mehrere probiert) das Passwort immer zweimal eingeben. Da es bei der ersten Eingabe immer als falsch erkannt wird.

Übrigens per Bildschirmtastatur wird das Passwort auch mit der ersten Eingabe richtig erkannt.

Danach hängt das System oft im nirgendwo fest. Ich bekomme dann nicht den Desktop zu sehen.

Wenn es dann mal geklappt hat, tauchen weitere Probleme auf. Das System friert in unvorhersehbaren Abständen komplett ein. Beim surfen, beim bearbeiten von anderen Sachen, Videos schauen... oder auch mal, wenn ich den USB-Stick anstecke.

Das tritt sowohl unter X11, als auch unter Wayland auf.

Das herunterfahren des System klappt manchmal nicht, dann war zwar das Bild weg, aber per Strommessgerät konnte ich sehen, dass irgendwas mit knapp 30W weiter läuft.


Ich will nicht sagen dass alles an Ubuntu liegt, aber es funktioniert halt nicht und zunehmend schlimmer. Jetzt teste ich Debian Testing mit Treiber aus non-free und werde sehen wie es dort läuft.

Die Eingabe des Passwort per Tastatur klappt hier jedenfalls mit der ersten Eingabe.
Mal schauen wie es läuft, so ist Ubuntu 18.04 für mich keine Option. So wie sich das System verhalten hat war das kein Zustand mehr.
 

Discovery_1

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Ich habe mir Ubuntu 18.04 schon als Beta auf einem RavenRidge 2200G System installiert. Zuerst lief es eigentlich okay. Nun aber sind echt heftige Probleme augetauch, sodass ich nun ein Debian Testing mit Paketen aus unstable ausprobieren werde.

Zuletzt war das Startverhalten von Ubuntu 18.04 eine Katastrophe. Ständig friert das System beim booten ein, ich muss zig mal neustarten, damit ich irgendwann mal im Loginbereich lande.

Dort scheint bei meinem Login auch nicht mehr alles rund zu laufen.
Auch ein Grund, warum ich noch nicht auf 18.04 wechsle. Ich warte erstmal ab, wie es bei Anderen so läuft, bevor ich ein stabiles System wegen einer neueren Version platt mache.

Zu den Datensammlungsvorwürfen gegen Ubuntu kann ich nix sagen. Aber Fakt ist doch, das Ubuntu quasi nicht jeden Tastendruck nach Hause sendet (wie z. B. Windows (natürlich hier stark übertrieben)), oder doch?
Welche Linux-Version mal nimmt ist doch egal? Mir kommt es neben der Datensicherheit auch auf die Performance an. Ich kann nur sagen, das Youtube, Netflix und co. bei mir unter Ubuntu (ich sage jetzt mal Linux) deutlich besser laufen als bei Windows. Im allgemeinen finde ich die Performance deutlich besser als unter Windows.
 
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Ratz_Fatz

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Zu den Datensammlungsvorwürfen gegen Ubuntu kann ich nix sagen. Aber Fakt ist doch, das Ubuntu quasi nicht jeden Tastendruck nach Hause sendet (wie z. B. Windows (natürlich hier stark übertrieben)), oder doch?
Das kann ich dir nicht sagen. Jetzt muss man bei 18.04 aufpassen, dass man das senden von Daten in der Willkommensseite nach der Installation nicht aktiviert(ist). Bei mir war in der Beta das Senden von crashreports in der Gnome-Einstellung aktiviert.

Ob das der Fall ist kann man hier nachschauen und ggf. ändern:

Code:
sudo nano /etc/default/apport
sudo service apport stop
Bei mir stand es auf 0, war aber im Gnome Menü unter "Datenschutz" aktiviert.

Es gab da mal einen Fehler in Apport.
Einen UEFI-Bug gab es in der Ubuntu 17.04.

Debian Testing läuft so weit. Vor allem klappt das booten des Systems nun auf Anhieb, ohne dass ich zig mal die Reset-Taste drücken muss.
Aufgefallen ist mir bei Ubuntu auch, dass sich grub automatisch auf 30 sek. einstellt, obwohl ich unter /etc/default/grub die Zeit bis das System automatisch bootet auf 3 sek. eingestellt habe. Beim ersten Boot-Versuch unter Ubuntu wurden die 3sek. auch angezeigt, nur nachdem reset waren es dann immer 30 sek.

Alles zusammen ein sehr merkwürdiges Verhalten meines Systems unter Ubuntu. Wüsste mal gerne was die so verändern, dass sich das System so anders verhält wie unter Debian.

***Update
Auch unter Debian fährt das System nicht immer komplett herunter, es hilft nur Power-Knopf gedrückt halte, sonst werden 30W verbraucht. Eigenartig.
So habe ich mir das mit Ryzen nicht vorgestellt.
 
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***Update
Auch unter Debian fährt das System nicht immer komplett herunter, es hilft nur Power-Knopf gedrückt halte, sonst werden 30W verbraucht. Eigenartig.
So habe ich mir das mit Ryzen nicht vorgestellt.
Ich würde mal den 4.17er Kernel abwarten, da rutscht wieder ne Menge zu Ryzen rein. Ich weiß ja nicht, welchen Kernel du jetzt hast…
 

Ratz_Fatz

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Mal schauen, ich bin drauf und dran das Intel System, trotz Meltdow, Spectre, ASmedia USB... wieder zu reaktivieren. Es ist mit dem 2200G und dem Gigabyte ITX Board einfach zu instabil. Intel lief, hatte aber auch ein paar USB Eigenheiten bei meinem Board.

Windwos 10 habe ich auf einer separaten Partition, wird ab und zu gestartet um Spiele zu spielen oder zu drucken. Aber selbst mit Windwos und aktuellen Treiber bekomme ich ständig Abstürze.

Ich lasse ein Spiel einfach mal zehn Minuten alleine und plötzlich habe ich ein Absturz des Spiels, als ich weiterspielen wollte, dann wieder zwischendurch einfach BlueScreen und herunterfahren des Systems.
Einen anderes Spiel habe ich in die Taskleiste verkleiner und zack lande ich beim Bootvorgang.

Oder ich gehe kurze Zeit weg, lasse den PC unter Windows 10 einfach im Idle Modus auf dem Desktop laufen, komme wieder und sehe, dass der PC 40W statt Idle 20W verbrät. Bewege ich die Maus geht der Verbrauch wieder runter. Das ist doch kein normales Systemverhalten oder?
Könnte auch der Virenschutz sein, der vielleicht im Idle anfängt zu scannen. Eigentlich habe ich aber die Optionen mit einem Programm angepasst.

Alles ist relativ neu eingerichtet, ohne Cracks, keine dubiosen Seiten besucht und mit Browser unter Ubuntu (Firefox mit Noscript, uBlock, uMatrix und angepasster user.js), sollte Javascript mäßig relativ gut abgesichert sein.

Langsam könnte man vermuten, dass es an der Hardware liegt, die CPU oder Mainboard. Oder eventuell an einer der aufgedeckten Lücken, Chimera? ... Ich weiß auch nicht.

Siduction habe ich versucht zu laden, da ich es gerne mit einem Intel-System betrieben habe und mit einem anderen Intel-System verwenden, aber mit dem Ryzen bootet das System nicht und hängt sich auf.

Die anderen Hardwarekomponenten(Ram, Netzteil) liefen fehlerfrei in einem anderen System.
Ubuntu 18.04 mit einem 4.17 RC2 Kernel habe ich auch mal probiert, war aber auch nicht wirklich besser, eher das Gegenteil war der Fall.

Ich ein wenig Ahnung im Umgang mit Linux, kann mit apt umgehen etc. aber so konkret nach Fehler suchen die das Verhalten erklären, kann ich nicht.
Einige Protokolle habe ich mir bei Ubuntu 18.04 gesichert, so kann ich später mal schauen, was das Problem war.
 
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Ratz_Fatz

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Es ist der erste BlueScreen den ich zu sehen bekomme, sonst waren es nur direkte Abstürze ohne eine Anzeige.

Der BlueScreen zeigt folgendes:

Stillstandcode: System_Service_Exeption
 

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Scheint wohl doch eher ein Windows-Problem zu sein, wenn man das hier glauben kann.
 

fethomm

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Aber wenn Windows und diverse Linuxe Probleme machen, dann ist doch ziemlich klar, dass es an der Hardware liegt. Ich würde mal beim Netzteil und Speicher anfangen. Am wenigsten aufwendig isr der Test des Speichers unter Linux mit memtest. Das kann meist direkt aus dem Bootmanager aufgerufen werden. Ruhig mal über nacht das volle Programm laufen lassen. Wenn das keine Fehler aufweist würde ich das Netzteil mal austauschen.
 

Ratz_Fatz

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Ich werde mal schauen. Netzteil und Speicher sind recht neu und liefen im Intel-System einwandfrei.
Ich werden den Speicher mit memtest testen. Danke, für eure Hilfe.
 
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