Linux Umsteiger sucht Rat zu diversen Fragen

@Daniel0711, das mit der X-Fi meine ich aus deiner alten Signatur entnommen zu habe, Irrtum nicht ausgeschlossen.
Also falls du keine hast, hast du diesbezüglich ein Problem weniger.
Die Live DVD hatte ich dier empfohlen, damit du die einen großen Teil deiner Fragen selbst beantworten und selbst beurteilen (KDE,..) kannst.
Egal ob 32 oder 64 Bit sie unterstützt so ziemlich die ganze von Linux out of the box erkannte Hardware. Damit kannst du schon mal testen wo es Probleme geben könnte. Als Bonbon funktioniert die 3D Hardware OGL in den meisten Fällen direkt, ohne weitere Installation, direkt von der Live DVD.
Es steht eine sehr große Auswahl an Software, auch aus der Kategorie proprietär, restricted ..., zur direkten Verfügung. Darin eingeschlossen auch die relevanten Desktop Umgebungen.

Deine Fragen 1, 4, 8 kannst du dir schon mal selbst beantworten.
Zu 2. Mit ntfs-3g kannst du die ntfs Laufwerke unter Linux einbinden, mit http://www.fs-driver.org/ kannst du die Linux Partitionen unter Win einbinden. Beim kopieren selbst wird an sich nichts beschädigt. Es gibt naturgemäß einige Dinge zu beachten, Linux und Win haben unterschiedliche Rechtesysteme und niemand kann dich hindern jeweils systemrelevante Dinge auf dem jeweils anderen System damit zu verändern.
Daher wird auch meist empfohlen eine FAT Partition für 'gemeinsame' Daten anzulegen. Die können beide Systeme und mit den Rechten gibt es auch keine Probleme weil FAT das gar nicht kann.
Zu 3. Für Windows ist NTFS und für Linux ext3 besser.
Zu 5. Bei Linux gibt es keine Registry, die Paketmanager der Distributionen können Programme rückstandfrei entfernen und bieten ferner cleanup Läufe unter verschidenen Konditionen an.
Zu 6. Anzeigen meist ja (lmsensors, ..) ändern meines Wissens nicht.
zu 7. Bei den meisten Distributionen ist CPU Governor auf 'ondemand' gestellt, das ist ungefähr so wie Speedstep oder CoolAndQuiet. Es gibt auch grafische Tools mit denen die CaQ bzw. Speedstep Stufen eingestellt werden können, die VID wird entsprechend der Stufen automatisch eingestellt. Tools die direkt die VCORE FSB etc ändern gibt es meines Wissens nicht.
Zu 8. testen mit der Live DVD, bei den Distributionen muss zumindest für DVD Wiedergabe eine 'pöse LIB' nachinstalliert werden. Bei *buntu z.B. bei medibuntu.org zu finden.
Zu 9. Gibt es, frei z.B ClamAV und es werden auch einige kommerzielle angeboten. Eingesetzt werden diese aber hauptsächlich um die Dateien zu prüfen auf die Win Zugriff haben könnte.
Zu 10. Ja gibt es. Auf die Fritz Box kannst du aber auch über deren Webinterface, ohne Windowssoftware, zugreifen.
Zu 11. Linux müllt sich an sich nicht selbst zu, /tmp wird in der Regel beim booten 'aufgeräumt'. Ext3 neigt nicht zur Fragmentierung. Deine 'persönlichen' Leichen hast du in deinem Homeverzeichnis bzw. im Papierkorb, hier musst du selbst entscheiden was du behalten willst. Ansonsten sind da noch die diversen Logdateien in /var/log, denen kann man mit logrotate etc. zu Leibe rücken.
Zu 12. Dazu wird gerne folgende Lektüre empfohlen: http://www.felix-schwarz.name/files/opensource/articles/Linux_ist_nicht_Windows/
Ansonsten bietet die Live DVD hier auch einen guten Ansatz. bei der 'Standard' Benutzung über die Desktop Manager Oberfläche sollte es keine nennenswerte Probleme geben. Falls jedoch unter der Oberfläche 'rum geschraubt' wird, sind die Unterschiede recht erheblich.
Zu 13 und 14. Linux und andere freie Software werden aus Quelltext für die jeweilige Plattform kompiliert, daher sind diese grundsätzlich fast gleich, es werden lediglich die Unterschiede zu den Zielplattformen berücksichtigt (es gibt hier noch mehr als Intel/AMD x86).
Bei den fertigen Distributionen würde ich die 64BIT Variante bevorzugen. Der Grund ist hier in den 'Kompatibilitätskrücken' für x86 zu finden. Hier müssen noch alte Architekturen (i386, i486, i586, i686) berücksichtigt werden, je nach Distro kann deine CPU eben auf dieses Niveau 'herabgestuft' werden.
Bei x86_64 liegt dieses Niveau höher.
Für 32BIT Programme unter 64BIT gibt es einen 'Emulationslayer', damit 32 BIT Binarys ausgeführt werden können (Änlich wie z.B. unter XP64 / Vista64). Das Problem sind hier meist sogenannte proprietäre Programme, ein beliebtes Beispiel dazu ist der Flashplayer.
 
"Linux ist nicht Windows" habe ich bereits gelesen, und habe mich in letzter Zeit auch ausführlich durch Linux gelesen, das testen werde ich mit einer LiveUSB Version von openSUSE und Ubunutu machen wenn ich länger Zeit habe (Ferien oder so).

Ich warte aber hauptsächlich noch auf die neue Version von Ubuntu und die Finals von ext4 und Reiser4.

Wegen der Fritzbox: Das Webinterface kenne ich, nur kann man darin nur Portfreigaben erteilen, Firewallfunktionen bleiben der Software von AVM vorbehalten, also mit Hardwarefirewall wirds nichts werden, ist aber bei Linux denke ich sowieso nicht so wichtig, oder irre ich mich(ich meine jetzt eine Firewall allgemein)?

MfG
 
und die Finals von ext4 und Reiser4.

wir sehen uns dann so in 10 jahren wieder, weckt mich ,wenn es was Neues gibt :lol:

die kernel-hacker wollen reiser4 aus persönlichen gründen nicht in den hauptzweig aufnehmen, also verwendest du es jetzt oder nie ;)

das Kampfkarnickel wird übrigens so z.a. am 23. April fertig sein ...
 
Zuletzt bearbeitet:
hehe, das ewige Warten auf die nächste Version :-)

Was spricht denn gegen die aktuelle Version von Ubuntu? Zugegeben, ich benutze es nicht mehr, sondern sidux, aber ein Update auf die nächste Versionen sollten doch in den meisten Fällen ohne Probleme möglich sein. Gut, man sollte am besten keine Fremdrepositories benutzen - das ist sowieso nicht empfehlenswert ;-)

Wer es eilig hat und nicht abwarte kann, der könnte die Alphas / Betas ausprobieren. Allerdings sollte man hier die releaseinfos genau lesen, ob z.B. prop. Grafikkartentreiber funktionieren.
 
Daniel0711 schrieb:
Wegen der Fritzbox: Das Webinterface kenne ich, nur kann man darin nur Portfreigaben erteilen, Firewallfunktionen bleiben der Software von AVM vorbehalten, also mit Hardwarefirewall wirds nichts werden, ist aber bei Linux denke ich sowieso nicht so wichtig, oder irre ich mich(ich meine jetzt eine Firewall allgemein)?

Die FritzBox verfügt über eine HardwareFirewall die sämtliche ungewollte zugriffe aus dem Internet auf die FritzBox selbst und die dahinter angeschlossenen Rechner unterbindet.

Wenn du Ports freigibst gibst du gewissen Programmen das Recht Daten aus dem Internet zu empfangen. Das kann eventuelle Angriffe erleichtern, allerdings verschleiert die FritzBox (und jeder halbwegs aktuelle andere Router) sämtliche Ports, so das sie aus dem Internet betrachtet geschlossen aussehen.

Die Softwarefirewall ist eher dazu gedacht Software daran zu hindern verdeckt Ports zu öffnen um schädlichen Code (etwa Keylogger) einzuschmuggeln oder einfach nur Spionage zu treiben. Unter Linux hat sie nicht so große Bedeutung, weil die allermeisten Distries mit IPTables vorkonfiguriert sind und von sich aus keine Interverbindung aufbauen. Bei mir z.b. startet beim booten Kopete (Instant-Messenger), ntp (net-time-protokoll), Liquid-Weather, samba und cups wobei sich letztere zwei eher auf Intranetebene abspielen. Alle anderen Programmeempfangen nur auf Programmstart Daten. Es ist also das Relevant was ohne dein Wissen oder zutun anfängt Ports zu öffnen und Daten zu versenden/empfangen.

Wobei auch Linux-Rechner schnell zu Viren-Schleudern werden. Gerne über Email. Etwas Verantwortung hat man da den Windows-Rechnern gegenüber auch.

Wenn du Windows startest will eigentlich erst mal jedes Programm Internetzugriff. So kommt es einem zumindest vor wenn man das erste Mal die Softwarefirewall startet.

Ich habe mal mit WireShark einen Test gemacht. War echt beeindruckend was da alles Daten sendet und empfängt.

Gruß

Zedar
 

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