MountWalker
Fleet Admiral
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- Juni 2004
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Das ist übertrieben, denn es klingt danach, als würde man mit Linux nur umgehen können, wenn man die manpages verstünde - was gottseidank nicht der Fall ist. Die Manpages sind tatsächlich in den meisten Fällen fürn Arsch, weil man erstmal Wochen Realzeit mit Lektüre von tausenden manpages verbringen muss, bis man durch Zufall auch die paar pages gelesen hat, die die Dinge erklären, die man verstanden haben muss, um zu wissen, was in der man dd mit "copies the standard input to the standard output" gemeint ist. Die Forencommunities der meisten Einsteigerdistros erklären zum Glück in Artikeln und Beiträgen (die man natürlich mit Boardsuche auch suchen sollte), was die Manpages nicht hinreichend können.theKSK schrieb:
Stell dir vor, du kommst in einen Erste-Hilfe-Kurs und der Lehrer sagt ohne Darstellung: "Bei aspirierten Brocken, Körper von hinten vectral umfassen und mit starkem Druck aufs Sternum heftige Ruckbewegung zum Lösen des Brocken ausführen kraftvoll - Ende des Unterrichts" - die falsche Grammatik und teils falsche Bezeichnung ist Absicht, denn Manpages sind nunmal, nicht immer, aber doch gelegentlich, genau so bescheuert geschrieben.
P.S.
Richtig ist natürlich, dass man Linux nicht lernt, sondern man lernt am Computer Funktionen einzusetzen oder umzusetzen oder nicht - es geht nicht darum, welche Technik man hat, sondern darum, was man (damit) macht.
P.P.S.
In der heutiogen Zeit ist es allerdings durchaus sinnvoll, bspw. auch einfach nur zu wissen, wie man Office-Programme auf Linux am Laufen hält, einfach weil es Computer gibt, die weniger kosten, als eine Windows-Lizenz und es in der Betriebsfinanzierung durchaus auch dann sinnvoll sein kann, sich diese Windows-Lizenzkosten zu sparen, wenn man in seinem Kleinbetrieb keinen Guru hat.
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