News Linux und KI: Torvalds lehnt generelles KI-Verbot ab

mae schrieb:
Es mag andere geben, aber wird einer von denen im Fall des Falles die Nachfolge bekommen? Wie andere schreiben, ist Greg Kroah-Hartmann der designierte Nachfolger/Stellvertreter, und es kann gut sein, dass er das hinbekommt. Aber was, wenn nicht?
Naja. Man kennt sich seit Jahren und weiß wie der andere tickt. Ich glaube schon, das es jetzt nicht völlig anders werden würde. Aber selbst wenn irgendwas nicht gut läuft, wird man sicher eine Lösung finden.
Und wenn nicht, bleibt - wie bereits gesagt - immer noch der Weg des Forks.

Aber klar. Theoretisch kann auch alles schiefgehen.
Aber das kann man immer sagen.
Das ist ja jetzt nichts, was irgendwie als Argument für irgendwas taugt.

mae schrieb:
Was das Scheitern betrifft: Nenn mir ein erfolgreiches Betriebssystem-Projekt mit aehnlicher Komplexitaet.
FreeBSD.
Die übrigens einen demokratischen Prozess haben. Da hast Du quasi kein leading-man von dem alles abhängt.

mae schrieb:
Windows? Vergleichsweise wenig Portabilitaet und geringere Performance machen das ganze deutlich einfacher.
Windows ist als System um Größenordnungen komplexer als Linux. Schon allein deswegen, weil das nicht nur der Kernel ist.

mae schrieb:
Ich glaube nicht, dass Forks die Loesung sind.
Du hast aber schon bemerkt, das es in der Open-Source-Welt erfolgreiche Forks gab?

mae schrieb:
Wenn Du meinst, Du haettest das richtige Gespuer, und Deinen eigenen Fork aufmachst, wer wird seine Weiterentwicklungen fuer diesen Fork anpassen?
Wenn das Ursprungsprojekt stirbt wird natürlich Aufmerksamkeit auf den Fork gelenkt.
Gibt jetzt kein plausiblen Grund, warum das nicht so sein sollte.

mae schrieb:
Werden sie das auch noch tun, wenn Du ein paar mal nein gesagt hast und Aenderungen verlangt hast, wie das Linus Torvalds oefters macht? Oder suchen sie sich dann lieber einen anderen Fork, wo man leichter unterkommt, wo aber nach einiger Zeit die Architektur so durcheinander ist, dass Aenderungen extrem schwierig werden.
Naja. Zunächst einmal die normale Anwendungssoftware ist von Kernel ja i.d.R. gar nicht so stark betroffen. Kernel-Features betreffen ja eher Kernel-nahe Software.
Und selbst da: Ein Feature was wirklich was bringt würde ja dann sicher auch in den anderen Fork portiert werden.

Mal davon abgesehen ist ja das existieren von unterschiedlichen Lösungen parallel nicht grundsätzlich was Schlechtes. Bei allem anderen wird das ja als was Positives gesehen.
Und wegen Kompatibilität könnte man sich ja auf gemeinsame Standards einigen

Noch ist aber gar nicht sicher, was passieren wird und ob überhaupt mehrere Forks haben werden.

SirSinclair schrieb:
Das ist ja schon mit vielen FOSS Projekten so gelaufen, z.B. OpenOffice/Libreoffice/Collabora
Ja. Aber das ist ja eigentlich ein gutes Beispiel, wie es laufen kann.
Die drei Projekte haben unterschiedliche Schwerpunkte. Wers lieber konservativ mag, nimmt OpenOffice. Wer lieber neue Features will, nimmt LibreOffice.
Das ist auch deshalb so ein gutes Beispiel, weil es hier ja auch Probleme mit dem Ursprungsprojekt gab und darauf es daraufhin ein Fork gab. Das hat aber ganz offensichtlich alles nicht zum Untergang des Projektes geführt.

mae schrieb:
Wird Dein Fork solange durchhalten, bis das allen klar ist?
Wie gesagt: Man kann natürlich letztlich immer sagen, das bestimmt alles schief geht.
Das ist freilich bequem, weil keiner was dagegen sagen kann. Aber was hilft das Argument weiter?

Man kann übrigens auch anders herum argumentieren. Denn Dinge, Anforderungen usw. ändern sich mit der Zeit. Vielleicht war Torvalds Stil bisher gut aber ist es künftig nicht mehr und in 10 Jahren sagen wir: Gut das Torvalds das Projekt verlassen hat; die Veränderungen die das nach sich zog hätten wir mal schon viel früher machen sollen.

Deine Argumentation ist aber eher: Wir stehen auf einem Berg und egal welcher Veränderungsschritt gemacht wird, es geht auf jeden Fall bergab.
Vielleicht ist es aber auch eher so, das wir mitten auf einen Aufstieg sind. Und die Situation gekommen ist, wo aufgrund des Untergrundes für die nächste Wegstrecke neues Schuhwerk benötigt wird.

Die Möglichkeit blendest Du aber komplett aus und dann ergibt sich natürlich ein sehr einseitiges Bild, welches nur potentielle Probleme sieht und nicht auch aber potentielle Chancen.

SirSinclair schrieb:
aber keinen unabhängigen Referenzkernel mehr wie bisher.
Schwer zu sagen. Vielleicht tut man sich aber auch zusammen und definiert einen Standard. So wie wir es ja z.B: bei HTML/CSS/Javascript haben.
 
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