M.2 SSD (USB) sicher löschen

einfachpeer schrieb:
Kennt ihr wirklich sichere Optionen für SSDs.

Formatieren und so lange Deine Lieblings-Iso eines Linux draufkopieren bis voll.
Wäre jetzt auch mein Weg.
 
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Das vollstaendige Formatieren und das clean all von diskpart "Nullt" doch. Wozu dann noch extra wieder Dateien drauf kloppen?
 
War irgendwas an meinen Ausführungen nicht verständlich? Eine SSD lässt sich nicht nullen. Nicht, so lange ein SSD-Controller dranhängt. Da könnt ihr jetzt 800x Zufallsdaten, dann Nullen, dann kosmisches Rauschen und was weiß ich noch draufschreiben. Welcher Block wann wie überschrieben wird, entscheidet der Controller.

Übrigens steht das auch im auf Seite 1 verlinkten Artikel.

Wie bereits in diversen Artikeln beschrieben, funktionieren SSDs vollständig anders als klassische Magnet-Festplatten. Vor allem in Bezug auf das sichere Löschen von Dateien ist das wichtig. SSD-Controller sorgen im Rahmen des so genannten “Wear leveling” dafür, dass Daten gleichmäßig über die Blöcke des Flash-Speichers verteilt werden, um die Lebensdauer der SSD zu erhöhen. Weder die Benutzer noch Programme können dabei bestimmen, welche Teile der SSD beschrieben werden. Das hat zur Folge, dass das traditionelle mehrfache Überschreiben keine Garantie zur sicheren Datenlöschung auf SSDs ist. Nicht nur kann man nie sicher sein, ob die belegten Datenblöcke auch wirklich beim Überschreiben “erwischt” wurden, auch kann das häufige Beschreiben die Lebensdauer der SSD verkürzen.

Aber macht mal. Ich bin mir sicher, die Firmen, die SSDs herstellen, haben absolut keine Ahnung, wie das alles funktioniert und ihr wisst das hier alles besser.

Wäre dann zumindest noch anständig, dem Käufer der SSD mitzuteilen, dass man da vor dem Verkauf noch völlig sinnlos drauf rumgeschrieben hat und somit die Restlebensdauer der SSD minimiert hat.
 
CoMo schrieb:
Sinnlos da mit irgendwelchen Tools Nullen drauf zu schreiben
du schreibst zufalldaten

wenn du irgendwo 1TB zufalldaten reinstecken kannst

und du bekommst die identen gleichen 1TB zufalldaten wieder raus

dann hast du den beweis das deine 1TB zufalldaten da drin sind

zufalldaten sind nicht komprimierfähig d.h. 1TB zufalldaten = 1TB speicherkapazität fest gebunde

wenn dann noch andere daten drin seien sollen dann braucht das ding, zwingend mehr als 1TB speicherkapazität dafür

denn 1TB sind sicher weg für deine zufalldaten. bewiesen, garantiert, informationstheorie mathematik wissenschaftlich belegt

vorausgesetzt deine zufalldaten haben kryptografische qualität und den key zur erzeugung kennst nur du

ersetze 1TB durch die beliebige speicherkapazität des geräts

bei nullen kann man !immer! mogeln. kannst ein dongle bauen zwischen speichergerät und PC. secure erase kommando verwerfen. trim verwerfen. nullen verwerfen. datenkorruption entsteht dadurch nicht, das gerät besteht jeden test, aber löschen kannst du nur überschreiben

irgendwie löschen kann man irgendwie machen

sicher löschen - entweder zufalldaten oder, du vertraust eben. dem usb gehäuse, der firmware, dem hersteller, usw ist alles nicht kontrollierbar
 
Uff. Na gut, ich habs versucht. Ein normaler Benutzer hat nicht das nötige Know-How und die teure Spezialhardware, um die Flash-Zellen einer SSD am Controller vorbei beschreiben zu können. Du offensichtlich schon. Herzlichen Glückwunsch. Ich bezweifle zwar, dass der TE diesen Thread eröffnet hätte, wenn er ähnliche Fähigkeiten hätte, aber das sind ja unwichtige Details.
 
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Es geht doch nicht um die forensisch perfekte Vernichtung der Daten, sondern um das Laufwerk für den Verkauf hinreichend gut zu löschen.
Also auch der das Laufwerk kauft, wird nicht am Controller vorbei nach Daten suchen.
Er wird da einfach sein Zeug drauf packen.
 
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der zitiert abschnitt bezieht sich jedenfalls aufs löschen einzelner dateien

das hat, auf HDDs auch schon nicht funktioniert denn vor dem ssd controller, kann auch schon das dateisystem, die datei inhalte jedes mal wo anders ablegen, wenn die datei gespeichert wird

wenn du das gesamte gerät voll schreibst ist die situation etwas anders. bei zufalldaten ist der controller gezwungen zu schreiben und zwar eben alles bis die kiste rappelvoll ist. und wenn alle daten nachweislich deine zufalldaten sind. dann ist wenig übrig.

wenn du jetzt mit Spezialhardware anrückst weil es da noch interne reserven geben kann

ja die kanns geben, aber an die kommst du auch mit keiner anderen methode dran, und bei HDD gabs reserve sektoren auch schon

das ist kein grund die methode nicht anzuwenden

sonst kann man dem Chirurg auch sagen, er braucht das Skalpell nicht sterilisieren weil, nach dem auspacken ist es ja eh nicht mehr steril und nach dem ersten Schnitt erst recht nicht

datenträger voll mit zufalldaten ist nachweislich steril, so steril, wie es eben geht. ohne spezial know how

nullen reichen "wahrscheinlich" auch. aber das ist eben wahrscheinlich. nachweis gibt es bei nullen nicht, bei trim nicht und bei secure erase, letztendlich auch nicht. secure erase kann man nach dem zufall machen für bisschen extra chance, was die reserven angeht

in der praxis, wirst du auch mit der einfachen methode ("installier windows neu") deine daten nie wiedersehen aber wer damit zufrieden ist fragt nicht nach sicher löschen und da ist zufall die zweitbeste methode, und die beste methode gibts nicht

und bei anderen methoden eben auch sehr wichtig, zu prüfen. prüfen das keine alten mehr daten kommen sondern nur noch nullen oder wie auch immer.

die meisten platten aus dem müll oder von ebay, wo dann daten gefunden werden, sind solche wo nicht gelöscht wurde. weil das löschprogramm gesagt hat "jaja gelöscht" aber tatsächlich passiert ist nichts

der kontrolle schritt so gesehen wichtiger als die methode an sich

h2testw kann man auch machen (windows). h2testw schreibt zufalldaten in dateien (*.h2w), so lange speicher frei ist und verifiziert diese dann. Da das Rohgerät nicht überschrieben wird bleiben andere Dateien, Metadaten des dateisystem, freier speicher und unpartitionierte bereiche bestehen, geschrieben/getestet wird da nicht bis zum allerhinterletzten Sektor. Vorher formatieren also Pflicht. Bin mir auch nicht sicher ob h2testw jedesmal andere zufallsdaten erzeugt oder immer nach dem gleichen schlüssel bzw nach welchem algorithmus überhaupt. Da gibts ein paar vernachlässigbare Schwächen aber das Programm hat auch gar nicht den Anspruch sicher zu löschen sondern ist zum schnellen testen von sticks und karten gedacht. der effekt ist letztendlich der gleiche. habe auch gerade gelesen das der entwickler von h2testw kürzlich verstorben ist. RIP
 
Zuletzt bearbeitet:
CoMo schrieb:
Uff. Na gut, ich habs versucht. Ein normaler Benutzer hat nicht das nötige Know-How und die teure Spezialhardware, um die Flash-Zellen einer SSD am Controller vorbei beschreiben zu können. Du offensichtlich schon. Herzlichen Glückwunsch. Ich bezweifle zwar, dass der TE diesen Thread eröffnet hätte, wenn er ähnliche Fähigkeiten hätte, aber das sind ja unwichtige Details.

klampf schrieb:
Es geht doch nicht um die forensisch perfekte Vernichtung der Daten, sondern um das Laufwerk für den Verkauf hinreichend gut zu löschen.
Also auch der das Laufwerk kauft, wird nicht am Controller vorbei nach Daten suchen.
Er wird da einfach sein Zeug drauf packen.
Danke, das dacht ich mir auch...

Ich würd nun wie folgt überschreiben :

Ist das gut geeignet und sicher für den Verkauf ?

Ehrlich gesagt lohnt sich es finanziell nicht, aber ich sehe es nicht ein, nur deswegen die Umwelt nochmehr zuzumüllen ;)

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Ja, das sieht mehr als ausreichend aus.
1x überschreiben würde reichen. 3x muss auch nicht.
Und danach dann wirklich 1x Partition erstellen und Quickformat in Windows.
Damit das ganze Ding nochmal getrimmt wird.
 
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Mal an die Spezialisten: Macht es denn einen Unterschied ob man eine einzige rießige Datei oder tausende kleine Dateien zum überschreiben benützt?
Mal von der Schreibgeschwindigkeit abgesehen.
 
samuelclemens schrieb:
Mal an die Spezialisten: Macht es denn einen Unterschied ob man eine einzige rießige Datei oder tausende kleine Dateien zum überschreiben benützt?
Mal von der Schreibgeschwindigkeit abgesehen.
Nein. Du willst den Inhalt der Zellen löschen, also füllst Du sie mit neuem Inhalt.
 
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kieleich schrieb:
denn 1TB sind sicher weg für deine zufalldaten. bewiesen, garantiert, informationstheorie mathematik wissenschaftlich belegt
vorausgesetzt deine zufalldaten haben kryptografische qualität und den key zur erzeugung kennst nur du
Das ist mir jetzt zu hoch - inwiefern benötigen meine Zufallsdaten jetzt weniger Platz, wenn nicht nur ich den Key zur Erzeugung kennen solltew?
Ergänzung ()

CoMo schrieb:
War irgendwas an meinen Ausführungen nicht verständlich? Eine SSD lässt sich nicht nullen. Nicht, so lange ein SSD-Controller dranhängt. Da könnt ihr jetzt 800x Zufallsdaten, dann Nullen, dann kosmisches Rauschen und was weiß ich noch draufschreiben. Welcher Block wann wie überschrieben wird, entscheidet der Controller.
Ah, aber solange ich durch denselben Controller muß, wenn ich Blöcke lesen möchte, wird mir diesen Controller wahrscheinlich auch nur die geschriebenen Inhalte servieren... oder unterstützt ein SSD-Controller das Lesen auf beliebige Blöcke (logisch wie physisch), schreibt aber nur auf logisch adressierte Blöcke?)
 
Araska schrieb:
Das ist mir jetzt zu hoch - inwiefern benötigen meine Zufallsdaten jetzt weniger Platz, wenn nicht nur ich den Key zur Erzeugung kennen solltew?
wenn das gerät den algorithmus/key kennt dann kann es dir deine zufalldaten vorgaukeln und muss sie nicht mehr speichern
 
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