Mal eine Frage an die Verteibler Provision / Fixum

methadron

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Ahoi,
ich habe heute ein ziemlich interessantes Angebot bekommen. Außendienst für eine Firma die Kaffeevollautomaten vertreibt.
Kurz zu mir, ich arbeite seit vier Jahren im Vertrieb, momentan eine Mischung aus Innen- und Außendienst.
Gehaltsregelung ist in den ersten sechs Monaten 3k garantiert, danach fällt das Fixum auf 1k. Pro Abschluss sind 400 - 800€ vorgesehen, im Urlaub oder bei Krankheit werden die letzten 12 Monate als Mittel genommen, um die Provision auszugleichen. Firmenwagen, iPad, Telefon werden gestellt.
Bis lang habe ich immer auf hohem Fixum geringe Provision gearbeitet. Ich traue mir den Job durchaus zu, würde aber einfach mal gerne wissen, ob die 1k Fix nicht doch sehr wenig sind.
 

7H0M45

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Also ich bin kein Vertriebler, aber für mich hört sich das echt nicht gut an.

Du bekommst also 1000€ (brutto nehm ich an) fix, das wäre extrem wenig. 400-800€ Provision pro Kaffeeautomat? Wie viel kosten die Teile, umso teurer so etwas wird, umso weniger wirst du verkaufen.

Das iPad und Telefon sind lächerlich, die kannst du dir mittlerweile von einem normalen Gehalt kaufen. Lass dich von soetwas nicht locken!
 

hallo7

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Frag mal nach was du so im Schnitt verkaufen musst/sollst bzw. deine Kollegen verkaufen können (falls es die gibt). Dann kannst du dir ungefähr ein Bild machen, denn sonst ist das hier Kaffeesatzlesen :p
 

methadron

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Der Schnitt sind 5 - 8 Abschlüsse im Monat, also im schlimmsten Falle 3k brutto. Mir geht es in erster Linie darum einfach mal nen Feedback von anderen Vertrieblern zu bekommen. Ich gucke mir das ganze ohne Druck an, da ich ja in einem festen Verhältnis stehe.
 

_killy_

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Die Firma legt wirklich ihr gesamtes Vertriebsrisiko auf dich ab. Wäre das Produkt "besser", so würden sie dich eher ebenfalls mit einem höherem Fixum bezahlen und die Provision fällt dann geringer aus.
Aber wer nicht wirklich vom Produkt überzeugt ist oder eine schlechte Absatzprognose unterstellt, der bezahlt Vertriebler genau nach dem Modell wie du es beschreibst.

Rechne dir doch mal aus, wenn sie von 5 Abschlüssen im Monat ausgehen, du hast 22 Arbeitstage a 8 Stunden. Da redest du dir ja den Mund fusselig um so ein Vollautomat loszuwerden.

Mir wäre es auch ein zu großes Risiko. Wenn man 30-50 Geräte absetzen könnte pro Monat - mit geringerer Provision - dann wäre der Misserfolg nicht gleich so extrem im Gehalt zu merken.
 

methadron

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Guten Morgen,

Danke Killy für deine Worte, nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen habe, sehe ich das genauso wie du.
Momentan arbeite ich auf 90% Fixum 10% Provision. Ich habe gestern noch mit zwei Vertrieblern gesprochen, alles unter 1.500€ Fixum ist unseriös. Entweder es wird nachgebessert oder ich hake das ab.
 

nebulein

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Das Problem an solchen Angeboten ist, dass zu gezwungen bist zu verkaufen. Gehen wir mal vom worst case aus und du verkaufst nur eine Maschine.

1. Wird der AG ordentlich Druck machen warum der Schnitt nicht erreicht wurde.

2. Hast du dann gerade mal 1400 € in der Tasche, kannst du davon deine monatlichen Kosten bestreiten?

3. Wie sieht es mit den Spritkosten aus, müssen diese selbst getragen werden?

4. Wie findet die Kundenaquise statt? Sprich kriegst du Termine gelegt oder musst du selbst dir welche suchen?

5. Wie gut lässt sich das Produkt wirklich verkaufen, ohne die beschönigten Zahlen, sprich was verkauft der Durschnitt? Nicht selten wird bei sowas der Top Verkäufer genommen als Maßstab... hat mit der Realität dann aber wenig zu tun.
 

methadron

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Ich würde von Tag eins an einen Firmenwagen bekommen, dass ist auch eigentlich der Grund gewesen, dass ich mir das ganze angehört habe.
Termine kommen über den Innendienst.
 

hamju63

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methadron

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Nee das sind schon Entscheider. Kein Vorwerk oder Tupper.

Edit: Nachverhandelt sind es jetzt 1.800 Mindestverdienst. Damit sieht die Sache schon etwas anders aus.
 
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7H0M45

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Da würde mich aber tatsächlich mal interessieren was du Verhandelt hast wenn da mal eben so 800€ mehr bei rumspringen. Niedrigere Provision? Ansonsten scheint mir das auch nicht wirklich seriös.
 

nebulein

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Ich finds auch äußerst komisch. Die suchen wohl händeringend Vertriebler. Zu meiner Aussage mit dem Firmenwagen, nochmals Firmenwagen gut und schön aber wer bezahlt die Spritkosten? Als Vertriebler kannst du schnell auch mal 300-400km am Tag runter reißen und da ist es wichtig zu wissen wer die bezahlt. Wenn das nämlich noch vom Fixum passiert, dann ist das schnell ein Minusgeschäft für dich.

Nicht von dem Fahrzeug blenden lassen, die haben da sowieso nen Rahmenvertrag wo die die Karre für paar Hundert € im Monat leasen.
 

methadron

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Nee FW ist 1% Regelung, aber nach zwei Nächten bin ich von dem Angebot weit weg, bzw. werde es nicht annehmen.
Ich danke allen, die ihre Gedanken mit mir geteilt haben.
 

_killy_

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1% p.M. + 0,03% pro gefahrenen Kilometer ... wird gerne vergessen. Da hast du als Vertriebler definitiv verloren. Ein Firmenwagen als Vertriebler würde ich nur akzeptieren, wenn der Arbeitgeber pauschal den Vorteil versteuert. Erst dann ist der Firmenwagen auch lohnend.
 

heronimo

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Ach Quatsch, im Arbeitsvertrag wird die Privatnutzung verboten und du zahlst nichts. Sollte natürlich noch ein Privatwagen vorhanden sein sonst wird das Finanzamt misstrauisch.

Außerdem gibt es ja auch noch andere Möglichkeiten, Fahrtenbuch usw.
 

methadron

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Auch wenn das Thema eigentlich erledigt ist, die 0,03% gelten nur für den Weg zur Arbeit und zurück. Alles was dadrüber hinaus gefahren wurde ist free. Bei meinem alten Arbeitgeber hatte ich nen Octavia mit Vollausstattung, der hat mich 230€ netto gekostet. Tankwarte inklusive.
 
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