Mechanischer Defekt bei Seagate-One Touch-Platte?

Nein, das Linux Mint ist aktuell. Ich wollte die Festplatte nun mit dem Hinzufügen einer Udev-Regel mit UAS benutzen, aber dann mountet sie wieder nicht.

seagateuser schrieb:
Erst durch Neuanlegen der Datei /etc/modprobe.d/usb-storage-quirks.conf konnte ich die Festplatte mounten und die Ordner der obersten Struktur einsehen.
Ich hatte sie anfangs mittels dieser Änderung überhaupt erst wieder mountbar machen können. Und obwohl ich nun zusätzlich zur Udev-Regel das Ende der Datei geändert habe in ein "i" für UAS, bleibt es ein USB-Storage-Device.

Die Ausgabe mit dmesg bringt folgende Infos:
[ 297.673115] usb 2-1: UAS is ignored for this device, using usb-storage instead
[ 297.673119] usb-storage 2-1:1.0: USB Mass Storage device detected
[ 297.673229] usb-storage 2-1:1.0: Quirks match for vid 0bc2 pid ab71: 800000
[ 297.673275] scsi host3: usb-storage 2-1:1.0

Die andere, funktionierende Platte von Seagate ist ein UAS-Gerät laut lsusb -tv.
 
Ok, die „andere“ Platte, also die als UAS funktionierende geht im gleichen Rechner problemlos?

Du schriebst im ersten Beitrag:

seagateuser schrieb:
Weil ich auch die andere, erst vor einem Monat gekaufte Festplatte (Platte Y) mit LUKS verschlüsseln wollte, habe ich sämtliche Daten (etwa 3 TB) von Platte Y auf Platte X verschoben und die unverschlüsselte Platte Y mit LUKS verschlüsselt. Anschließend wollte ich die zwischengelagerten Daten von Platte X wieder auf Platte Y kopieren.

Welche von den Platten ist nun die gestörte? X oder Y?

Laut diesem:
seagateuser schrieb:
Dann allerdings gab es erneut einen solchen Fehler und Platte Y war gar nicht mehr zu mounten.

ist es Y. D.h Deine Daten liegen auf der funktionierenden Platte „X“? Oder bringe ich was durcheinander?
 
Genau, die als UAS laufende Platte funktioniert reibungslos. Das ist die Platte X, die ich anfangs beschrieben hatte. Diese verwende ich jetzt schon seit einem über einem halben Jahr.

Die, die nicht funktioniert, ist Platte Y, die ich erst seit 2 Monaten habe. Diese Platte hatte ich von Beginn an mit LUKS verschlüsselt. Weil ich aber auch die ältere Platte X verschlüsseln wollte, was ich aber noch nicht getan hatte, habe ich sämtliche Daten von Platte X auf Platte Y zwischengelagert, um die Verschlüsselung auf der älteren Platte X ebenfalls durchzuführen. Ziemlich am Ende beim Rück-Kopieren der Dateien von Platte Y auf Platte X gab es schließlich den Fehler, wegen den ich den Thread erstellt habe. Dummerweise sind auf Platte Y auch noch weitere Daten gesichert, die schon davor auf Platte Y waren und nicht von Platte X stammen. Von diesen habe ich zwar prinzipiell weitestgehend Backups, allerdings hatte ich auf Platte Y diese ganzen Dateien in Ordnern sortiert (was viel Zeit in Anspruch genommen hat). Daher wäre es mir wichtig, dass sie wieder erreichbar wäre oder zumindest die Dateien verschoben werden können.

Zusammengefasst also, ja, die Platte X ist als UAS eingebunden und funktioniert problemlos. Vielleicht liegt darin tatsächlich das Problem; wie gesagt habe ich es aber leider nicht geschafft, Platte Y als UAS zu verwenden trotz der genannten Schritte:
- Hinzufügen einer Udev-Regel unter /etc/udev/rules.d/99-usb-storage.rules:
ACTION=="add", SUBSYSTEM=="usb", ATTR{idVendor}=="0bc2", ATTR{idProduct}=="ab71", RUN+="/sbin/modprobe uas"
- Anpassung der Datei unter /etc/modprobe.d/usb-storage-quirks.conf in folgende Zeile: options usb-storage quirks=0bc2:ab62:i
 
Ich habe einen USB-Hub mit Stromversorgung gekauft, der aber das Problem leider nicht gelöst hat. Das Gerät ist zudem weiterhin ein USB-Storage-Device, auch mit USB-Hub.

Bevor ich die Platte aufmache, frage ich mich, ob es nicht sinnvoll ist, zumindest die sehr wichtigen Dateien trotzdem auf einer dritten Platte zu sichern. Das Problem ist, dass die defekte Platte wie gesagt meist nach etwa einem GB Verschieben abbricht. Dann muss ich sie ausstecken, alles andere klappt nicht. Kann ich mit einem Befehl erreichen, dass große Dateien partiell kopiert werden und der Kopiervorgang beim Wiedereinstecken fortgeführt wird? Also die Datei aufgeteilt wird in mehrere Teile, um sie nicht komplett neu zu kopieren, da das nicht klappt.
 
seagateuser schrieb:
ob es nicht sinnvoll ist, zumindest die sehr wichtigen Dateien trotzdem auf einer dritten Platte zu sichern. Das Problem ist, dass die defekte Platte wie gesagt meist nach etwa einem GB Verschieben abbricht.

Das (Sichern) hatte ich eigentlich schon seit Tagen erwartet. 😉

Und nein.
Kopieren. Nicht verschieben.
Verschieben ist immer eine Aktion mehr fuer den Datentraeger. Naemlich loeschen.
 
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Ja, ich meinte natürlich Kopieren, war ein Schreibfehler. Verschieben wäre fahrlässig ;)

Ich hatte es bislang nicht gemacht, weil ich die Hoffnung hatte, dass der USB-Hub mit Stromversorgung hilft und es dennoch ziemlich mühselig ist, so viel zu kopieren (etwa 500 GB, wenn ich die wichtigen Dateien sichern möchte), wenn die Platte andauernd abstürzt, neu eingesteckt werden muss und ggf. der Transfer überhaupt nicht klappt, weil die Datei zu groß ist - das Limit liegt wie gesagt bei etwa einem GB am Stück, mal mehr, mal weniger. Das Problem ist, dass ich Dateien habe, die wesentlich größer sind als nur ein GB (bis zu 5 GB) und ich bislang keinen Weg gefunden habe, diese Dateien partiell zu kopieren. Ich hatte es mit rsync -av --partial --inplace probiert, aber dort hat er den Kopiervorgang der Dateien immer wieder von vorne begonnen, falls er sich zuvor inmitten der Datei aufgehangen hat.
 
Du kannst Dich sowieso nicht auf die Integrität der Kopien verlassen, wenn es dauernd Abbrüche gibt. Letztendlich ist Ausbau der Platte und Anschluss an ein anderes USB/SATA Interface vermutlich der vielversprechendste Weg, sofern wirklich nicht die Platte selber defekt ist.

Alternativ eben eine weitere Platte kaufen und mit entsprechenden Dattenrettungs/clone Tools ein 1:1 image Backup ziehen. Diese Tools sollten hoffentlich in der Lage sein, wieder aufzusetzen. Habe ich selber keine Erfahrung mit, musste/konnte noch nie so ein Tool benutzen (mir sind schon sehr lange keine Datenträger mehr kaputtgegangen)
 
GoofyGaston schrieb:
Wenn du noch Garantie drauf hast, gibt es bei Seagate bei dem Modell sogar eine kostenlose Datenwiederherstellung.
Laut den Diversen Datenblaettern ist das bei den diversen 5TB Modellen der Fall.
Man kann das aber auch hier direkt pruefen: https://www.seagate.com/de/de/support/data-recovery-services/

@seagateuser Wenn die Platte also noch unter Garantie ist wuerde ich Seagate kontaktieren, und weitere eigene Versuche beenden.
Denn dabei kann schnell mehr kaputtgehen, was schlimmstenfalls eine Datenrettung unmoeglich macht.
 
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