Medien-Server, kaufen oder bauen?

Piepflitze

Cadet 4th Year
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Jan. 2010
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68
Hallo zusammen,

ich hoffe, ich bin hier einigermaßen im richtigen Forenbereich. Falls nicht, sorry und bitte Verschieben... ;)

Zur Ausgangssituation:
Stück für Stück schreitet die Vernetzung des Haushaltes voran. Ich setze dabei auf LAN, W-Lan ist keine Option. Büro mit "Hauptrechner" und Notebook, 2 Kinderzimmer mit PC, Wohnzimmer mit Notebook und einer frischen WD TV Live. Dazu eine Sammlung von derzeit rund 650GB an mp3s, podcasts und OTR-Aufzeichnungen.

Was ich will:
Die Kids sollen von ihrem eigenen PC auf die mp3s und die podcasts zugreifen können. Die WD TV Live soll im Wohnzimmer die OTR-Filme aus dem Netzwerk wiedergeben. Irgendwann mit entsprechender Hardware mp3s statt CDs im Wohnzimmer.

Die Fragen:
Da ich passionierter PC-Bastler bin: Lohnt sich ein Eigenbau? Wenn ja, ich habe noch eine alte Kombination aus Board/P3 1Ghz/512MB SDRam. Kann man dafür noch Verwendung finden? Wenn nicht, was brauche ich?
Oder lohnt das alles nicht und ich sollte lieber eine fertige Box kaufen?

Danke für Eure Ideen und Meinungen!
 
Ja! Eigenbau lohnt sicher! Und dein Rechner dürfte dafür auch reichen! Wenn nicht, könntest ja immer noch was kaufen -wird aber nicht der Fall sein.
Einziger Nachteil könnte ggf. der Stromverbrauch sein. Aber da würde die Ammortisation wohl erst nach Jahren stattfinden. Als OS vlt openfiler... der usability wegen. ^^

MfG, Thomas
 
Kannst den Server schon selbst bauen aus "Resten". Kein Muss aber auf jeden Fall von Vorteil ist hier, wenn alles mit GBLan dienen kann. Bei einem P III-Board nicht unbedingt Standard.
 
mit nem neuen system kannste auch einiges an strom sparen, siehe hier.
 
Du wirst aber zumindest einen PCI-Sata-Controller kaufen müssen, da IDE HDDs nur bis 500 GB gehen und vergleichsweise teuer sind.
 
-.-
OK, GB-Lan und SATA-Controller gibts auf ebay zum Dumpingpreis. Das verlinkte neue Systemvon BeedManic kostete Dich bissl über 300€, braucht aber nur 16Watt.
Das P3-System schätze ich auf 45W. P3 war ja auch der Vorgänger der Centrino-Prozessoren.
d.h. Differenz 30 Watt macht im Monat bei 0,1€ pro kWh ganze 2,23€, im Jahr also 26€. Darum machts wenig Sinn den Stromverbrauch als Kaufargument für eine Neuanschaffung zu verwenden.

MfG, Thomas
 
Grundsätzlich kannst du den P3 nehmen, ja, aber das wird keine echte Freude, denke ich.
Ich hatte auf einem vergleichbaren System (TUSL-2C, P3-S 1,4GHz, 512MB RAM) mal FreeNAS laufen - es funktioniert, aber mit aktuellerer Hardware wird das ganze doch etwas flotter.

Wenn du die Zeit übrig hast, bau das mal fliegend auf dem Schreibtisch auf und stecke ein Messgerät dazwischen - dann siehst du ja, wieviel Strom der Rechner zieht. Und dann kannst du selbst entscheiden, ob du lieber in was aktuelleres investierst, oder ob das so passt.

Wenn du die alte Hardware nimmst, brauchst du noch eine Controllerkarte, wenn du nicht ohnehin eine IDE-Festplatte zur Hand hast, von der das Betriebssystem läuft, musst du aber drauf achten, dass die Karte auch bootfähig ist.
In große IDE-Festplatten investieren lohnt eher nicht, wie schon geschrieben wurde.
Was das Gigabit-LAN angeht, wäre eine Intel 1000MT Desktop eine schöne Karte, die eigentlich auch nicht all zu teuer sein sollte.

Wenn du auf neuere Hardware setzt, könnten die Atom D410/D510 eventuell noch was sein, aber da fehlen mir die Erfahrungswerte...
Zumal die bei den Atom-Boards meistens eher eingeschränkt wirst, was die Möglichkeiten angeht (nur 1 PCI-Slot, wenig Steckplätze für HDDs,...). Und 'ausgewachsene' Technik ist halt nicht gerade billig zu haben - aber dafür könntest du den Server gleich als Internet-PC und so weiter mitnutzen. (Die Atom sind, was diverse Anwendungen angeht doch eher... schwachbrüstig.)
 
@-273,15°C:
Da Switch und Router auch nicht mit Gbit-Lan laufen, brauche ich das nicht. Ist für meine Begriffe auch nicht notwendig, wenn nicht alle PCs gleichzeitig streamen. Ohne es genau zu wissen, aber wäre dabei eh nicht PCI der Flaschenhals?

@Cytrox:
Danke, daran würde ich denken. ;)

@HighTech-Freak:
0,1€ pro kWh wäre ein netter Preis, wo darf ich unterschreiben? ;)
Ich würde das eher mit 0,17€ kalkulieren, also rund 45€ im Jahr. Es hängt also ziemlich vom Preis der Box ab. Für den Eigenbau spricht dann aber wieder die Aufrüstbarkeit und Vielseitigkeit. Dem System von BeedManic fehlen allerdings eindeutig Festplatten, dafür würde ich wohl die SSD rauswerfen.

@JensS.:
IDE-Platten habe ich nur noch winzige. Die aktuellen 650GB wollen ja auch zukunftssicher gestemmt werden. Also müssen eh neue her.

Um ein bisschen Speck an den Preisvergleich zu bekommen, welche Box ist denn kaufenswert? Und welche Board/CPU-Kombi wäre bei Eigenbau sinnvoll?

Danke im voraus!
 
Ja PCI wird zum Flaschenhals wenn du eine Gigabit-LAN-PCI Karte einbaust, aber du hast dann, wenn man so will, "mehr netto vom brutto".

Ich würde aber fürs OS keine Sata Platte verwenden, da soweit ich gesehen habe diese PCI-Sata Controller (bzw. PCI selbst) nicht sonderlich schnell sind und sich ja alle PCI Geräte die selbe Bandbreite teilen (das system wird evtl. sogar stocken wenn man von mehreren Sata-HDDs gleichzeitig etwas haben will). Ich würde mir eine 160GB (oder ähnliches) WD Blue IDE HDD besorgen (~40 eur). Das sind 1-Platter HDDs mit ganz annehmbaren Geschwindigkeiten.


Wegen den Stromkosten, hast du natürlich recht, 0,2 eur sind da ein wesentlich realistischer Preis, aber das rechnet sich trozdem erst nach ~5 Jahren aus, wo das System evtl. gar nicht mehr im Einsatz ist (bzw. schon ersetzt wurde). Du kannst ja mal die Bestehende Hardware hernehmen + die Div. Erweiterungen besorgen (Gigabit-Lan, Sata-Controller, OS-HDD = ~ 100eur) und damit mal die "ersten Runden drehen" - In ca. einem Jahr (Wenn Sata 3 und USB 3 hoffentlich etwas gebräuchlicher sein werden und auch diese 2TB-"Grenze" wegfällt) kannst du dir dann Gedanken über ein Nachfolgersystem machen...
 
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PCI könnte theoretisch 133MB/s übertragen - da hängen zwar genügend andere Devices auf dem Bus, aber da geht zumindest etwas mehr als mit 100MBit-LAN.
In einem anderen PC steckt eine Intel-Karte, da hatte ich letztens Transferraten um die 50-70MB/s.
Aber wie du schreibst, wenn du ohnehin 100MBit-LAN liegen hast, kannst du dir das sparen, noch eine Gigabit-Karte zu besorgen.

Was die HDD in der verlinkten Lösung angeht - eine 1,5TB-Samsung gibts um 85€, da das Betriebssystem mit drauf wäre nicht die schnellste Lösung, aber der Server soll ja ohnehin nur streamen. Von daher kommts darauf nicht so an. Insgesamt kann man hier aber sicher ansetzen und Details verändern.
Ansonsten würde ich wie gesagt mal messen, was der P3 im Leerlauf aus der Steckdose zieht - an die 16W wirds kaum rankommen, aber wenn das erträglich ist, bist du eben mit deutlich weniger Geld dabei als wenn du ein neues System aufbaust. Eventuell ein ordentliches Netzteil, eine SATA-Controllerkarte, Platten. Viel mehr wäre ja erstmal nicht nötig. Fürs Betriebssystem reicht eigentlich auch eine Platte mit 20 oder 40GB (so hab ich das bei meinen Bastelrechnern jedenfalls immer) - und den Rest kann man ja per SATA-HDD lösen. Da ist dann auch der 'lahme' PCI-Bus kein Problem.
Mit 2x 1,5TB (Eine davon wird dann zur Spiegelung genutzt und anschließen beiseite gelegt, falls es dir den Datenbestand auf der Hauptplatte zerlegt) bist du dann bei vielleicht 250€ statt etwa 400€ mit dem i3 (ohne SSD aber mit den beiden Platten).
 
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Hab etwas ähnliches vor. Bei mir wirds dann doch eher ein Neubau - mein alter AMD saugt im IDLE schon über 70 Watt, selbst wenn sich eine Neuanschaffung erst nach Jahren rechnen würde, hab ich bei 70 Watt im Dauerbetrieb einfach kein gutes Gewissen.

Die Aufrüstbarkeit würde ich aber trotzdem nicht als Argument nehmen, da es in x Jahren, wenn du mal aufrüsten willst, eh schon wieder neue bessere Technik gibt.
 
Ok, offensichtlich möchte mich niemand zu einer Box ermuntern. Dann halt Eigenbau... :)

Ich habe hier mal etwas zusammengetragen:
Gehäuse: vorhanden
Board: FSC-Systemboard vorhanden
CPU: PIII 1Ghz vorhanden
RAM: 2x256 SD-RAM vorhanden
DVD-ROM: vorhanden
System-HDD: eine alte 40GB Seagate Barracuda ATA IV ST340016A, oder lohnt sich da eine SD-Karte oder ähnliches per IDE-Adapter?
OS: openfiler?
Netzteil: um die 300W von Seasonic, Enermax oder BeQuiet, etwas kleineres ist ja kaum zu bekommen
Festplatte: da lasse ich mich gerne von Euch beraten. Wobei ich im Moment keinen Drang zu einer Sicherungsplatte verspüre. MP3s (Radio-Mitschnitte), OTR-Filme (TV-Aufnahmen, wer es nicht kennt) und podcasts sind alle reproduzierbar oder verzichtbar, Fotos sichere ich eh schon. Gibt es Performance-Unterschiede zwischen 1TB, 1,5TB oder 2TB, unabhängig von Hersteller-/Modell-Unterschieden? Also: Macht Größe langsam? Lieber eine große oder zwei halbgroße Platte(n)?

Habe ich etwas vergessen?

PS: Falls doch jemand eine gute Box kennt, darf er die gerne vorschlagen... ;)
 
Die Systemplatte - Passt. Eine CF-Karte per Adapter (CF kommt ohne Signalwandlung aus, da es eh die IDE-Befehle nutzt) wäre eine Alternative um das ganze leiser zu bekommen.

OS - FreeNAS? Damit bin ich ganz gut klargekommen während mir Openfiler nicht so zugesagt hat.
Am besten beides ausprobieren und selbst entscheiden.

Daten-HDD - Samsung HD154UI, zur Zeit so ziemlich das günstigste, was geht. Die ist locker flott genug fürs Streaming und mehrere, kleinere HDDs verbraten nur mehr Strom. Die Unterschiede in der Geschwindigkeit liegen eher an Drehzahl und Plattergröße - aber wenn ohnehin maximal 10MByte/s gebraucht werden, kommen selbst relativ historische Platten noch hinterher. Die Samsung F2 machen im Durchschnitt gute 80MB/s.

Was das Netzteil angeht, könnte man eventuell ein SFX-Netzteil verbauen, aber da fehlt mir die Erfahrung.
 
Die Festplatte sieht gut aus. Aber mir ist gerade aufgefallen, dass der PCI-Slot wohl mit 5V statt 3,3V läuft. Zumindest wenn ich folgende Grafik als Referenz heranziehe:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:PCI_Keying.png&filetimestamp=20080816224817
Dazu kommt, dass die PCI-Karten eh alle nur auf SATA I laufen. Was ist jetzt schneller? ;)

Ein SFX-Netzteil kommt nicht in Frage, da ich noch einen alten Midi-Tower habe.

P.S.: Was macht mehr Sinn: CF-Adapter auf PCI oder IDE? IDE, oder?
 
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Was PCI angeht - 5V sind ohnehin eher Standard, ich habe hier einen ganzen Kartenzoo und alles 5V oder Dual-Voltage...
(Diese günstigen Controller, zB die Logilink, laufen auch alle mit 5V...)

Dass die Karten SATA I machen, ist egal. Das ist kompatibel. Im schlechtesten Fall musst du die Samsungs im ES Tool auf SATA I zurückschalten.

Zum Adapter - auf IDE. Das ist ein mechanischer Adapter dann, CF auf PCI wäre auch nur ein IDE-Controller.
Wenn du eh einen IDE-Kanal frei hast, kannst du zB auch einen Adapter nehmen, der als Slotblende gemacht ist. Dann kannst du auchmal schnell eine andere Karte einschieben und ein anderes OS installieren ohne das Gehäuse zu öffnen.
 
Sodele, ich habe nun erst mal den alten Krempel zusammengebaut und FreeNAS installiert. Zu 100% bin ich noch nicht überzeugt, den selbst die englische Dokumentation ist noch sehr lückenhaft, von einer deutschen ganz zu schweigen. Am Wochenende werde ich die Kiste mal auf Herz und Nieren prüfen und alternativ openfiler testen. Und wenn das alles gut läuft, werde ich die fehlende Hardware bestellen.

Hat noch jemand Ideen, wie ich Start und Stopp des Systems zeitlich steuern kann, wenn das BIOS das nicht hergibt?
 
Reagiert FreeNAS auf den Power-Taster am PC zum herunterfahren?
Dann könntest du dir was basteln mit einer kleinen Zeitschaltuhr die jeweils einen kurzen Schaltimpuls auslöst.

Oder denke ich schonwieder viel zu kompliziert und es gibt eine einfachere Lösung...?
 
Jupp, FreeNAS reagiert sogar auf den Schalter an der Tastatur, nachdem ich die Option im Bios aktiviert habe. Dabei kam mir der Gedanke, dass S3 ja eigentlich auch ausreichend sollte, sofern ein Zugriffsversuch FreeNAS wieder zum Leben erweckt. Aber irgendwie bekomme ich keine Energieoption zum Laufen, egal was ich im Bios einstelle.

Da die Frage mitunter sehr FreeNAS/FreeBSD-speziell werden kann, werde ich das Problem parallel bei sourceforge schildern.
 
Servus zusammen,

wie ich im FreeNAS-Forum erfahren musste, sind die acpi-Funktionen von FreeBSD in FreeNAS gar nicht implementiert und können auch nicht hinzugefügt werden. Wird also nichts mit Stromsparen und FreeNAS.

Gibt es noch nennenswerte kostenlose Alternativen außer openfiler? Daran habe ich mir nach 7 Installationen genug die Zähne aus gebissen.
 
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