Joe Dalton schrieb:
Ich glaube nicht, dass Du 12.000 EUR Steuern für das Auto zahlst.
Danke dir für den Hinweis – du hast natürlich recht, ich hab in meiner ursprünglichen Aussage die 12.000 Euro nicht als tatsächliche Steuerlast, sondern als zu versteuernden geldwerten Vorteil genannt. Das war nicht korrekt formuliert.
Wenn man es sauber rechnet, sieht die Realität etwas anders aus: Bei einem Verbrenner mit 100.000 Euro Listenpreis greift die 1 %-Regelung, also versteuere ich monatlich 1.000 Euro, was aufs Jahr gesehen 12.000 Euro ergibt. Bei einem persönlichen Grenzsteuersatz von 42 Prozent lande ich damit bei rund 5.000 Euro effektiver Steuerlast pro Jahr.
Beim Stromer, zum Beispiel einem i5 mit ebenfalls 100.000 Euro Listenpreis, greift die 0,25 %-Regelung, was zu einem zu versteuernden geldwerten Vorteil von 3.000 Euro im Jahr führt. Daraus ergibt sich bei gleichem Steuersatz eine tatsächliche Steuerbelastung von etwa 1.260 Euro im Jahr.
Rein steuerlich zahle ich also für den Verbrenner gut 5.000 Euro im Jahr, für den Stromer rund 1.200 Euro – ich spare also jedes Jahr rund 3.800 Euro nur durch die andere steuerliche Behandlung. Und das ganz ohne Betriebskosten oder andere Faktoren einzubeziehen.
Was mich an solchen Diskussion auch nevt ist diese Grundhaltung: „Mir doch egal, zahlt ja die Firma.“ Da wird dann nicht gerechnet, ob’s Sinn macht oder nicht – Hauptsache der Arbeitgeber übernimmt die Kosten, und wie wirtschaftlich das Ganze für ihn ist, interessiert oft keinen. Ich tick da anders und finds in unsere aktuellen wirtsschaflichen Lage komplett daneben. Wenn ich durch eine clevere Fahrzeugwahl nicht nur selbst Steuern spare, sondern auch mein Arbeitgeber am Ende weniger zahlt, dann ist das für mich eine klare Win-Win-Situation.
Und das geht beim E-Auto noch weiter: weniger Wartung, weniger Reparaturen, kein Ölwechsel, keine Abgasanlage, kein Zahnriemen – selbst die Bremsen halten durch Rekuperation länger. Das sind reale Einsparungen über die Jahre, die gerade im Firmenkontext massiv ins Gewicht fallen.
Und nur mal so nebenbei: Deutschland ist nicht der einzige Markt auf diesem Planeten. In Österreich zum Beispiel ist ein E-Auto steuerlich noch deutlich attraktiver. Keine NoVA, kein Sachbezug, keine motorbezogene Versicherungssteuer und voller Vorsteuerabzug für gewerblich genutzte Fahrzeuge – auch wenn der Markt dort kleiner ist, für die Menschen vor Ort ist ein E-Auto schlicht die wirtschaftlich sinnvollere Wahl. Und selbst der Strompreis ist dort aktuell teilweise niedriger als hierzulande.
Aquaero schrieb:
Reden wir weiter wenn sich die Reichweite gesteigert hat, die Ladedauer immens verkürzt und der Preis gesunken ist....
Hast du überhaupt mehr als die Überschrift des Artikels gelesen