News Mercedes-Benz: Steer-by-Wire soll 2026 in Serie auf den Markt kommen

wenn das erfolgreich im motorsport eingesetzt wird und stabil läuft mit feedback von der achse, dann kann man drüber nachdenken es im straßenverkehr einzusetzen. vorher nicht
 
Ist "Steer-by-Wire" da nicht irreführend? Fly-by-Wire umfasst doch auch einen Autopilot (einen echten, nicht einen von tesla) und das hier aber offenbar nicht?
 
iGameKudan schrieb:
Find ich bei den kritischsten Komponenten/Funktionen eines Autos (Lenkung/Bremse) nicht wirklich cool… Redundanz hin oder her, blöde Zufälle gibts zuhauf.

Geht doch auch so. Und gerade Mercedes ruft Preise auf, wos salopp gesagt nich auf die letzten Zweifuffzig ankommt.
Die Angst ist verständlich aber nicht rational. Das Lenkgestänge kann genauso kaputt gehen und da ist die Wahrscheinlichkeit vermutlich sogar höher aufgrund der fehlenden Redundanz. Wenn die 2 Millionen Kilometer fehlerfrei mit im Durchschnitt 60 km/h gefahren sind dann sind das 33k Stunden, im Quadrat wegen der Redundanz macht das eine Mean Probability of Failure von niedriger als 1x10^(-9).
Das entspricht dem Standard der für die sicherheitskritischen Systeme in Flugzeugen verlangt wird.
 
Was im Flugzeug funktionert, sollte doch eigentlich auch im Auto kein Problem sein.
Doch ob das wirklich so viele Vorteile bringt, wie Mercedes sich dies erhofft, da bin ich doch ein wenig skeptisch.
Andererseits wird Mercedes sowas ohne wirklichen Mehrwert wohl kaum einführen.
 
ReactivateMe347 schrieb:
Ist "Steer-by-Wire" da nicht irreführend? Fly-by-Wire umfasst doch auch einen Autopilot (einen echten, nicht einen von tesla) und das hier aber offenbar nicht?
Wie kommst Du darauf, dass FBW einen Autopiloten benötigt? Nein, das ist natürlich nicht der Fall.
Aber in modernen Verkehrsflugzeugen ist inzwischen halt beides Standard.
 
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Godyjin schrieb:
Hab so ein Knight Rider Lenkrad im neuen Peugeot. Muss sagen bin davon nicht begeistert. Nervt tierisch beim umfassen. Ich bin aber auch jmd ich habe lieber eine langsame Maus empfindlichkeit als eine schnelle für mehr Kontrolle.
Wenn man nur 1/3 Bewegung für eine Kurve braucht, so hat man auch viel weniger Kontrolle bei kleinen Lenk Passagen.
Aber gerade das was du beschreibst ist mit steer-by-wire doch möglich. Statt einer möglicherweise als zu direkt empfunden Lenkung ist sie komplett variabel einstellbar und umgreifen musst du trotzdem nicht, daher braucht es auch kein rundes Lenkrad und ein kompakter Yoke genügt.
Ergänzung ()

ReactivateMe347 schrieb:
Ist "Steer-by-Wire" da nicht irreführend? Fly-by-Wire umfasst doch auch einen Autopilot (einen echten, nicht einen von tesla) und das hier aber offenbar nicht?
"by-Wire" bedeutet lediglich, das es keine mechanische Verbindung vom Lenkrad/Joystick/Yoke zu den Rädern/Steuerflächen gibt.
 
Lan_Party94 schrieb:
Flugzeuge mit Autos zu vergleichen ist aber auch ziemlich krass.
Bei einem Flugzeug kannst du und musst du auch nie z. B. schlagartig rechts einschlagen.

Gerade wenn man auf ländlichen Regionen unterwegs ist und es mal unterm Auto derber zugeht kann ich mir gut Verschleiß oder eben schnelle defekte vorstellen.

Auch Kampfflugzeuge nutzen Fly-by-wire bzw. Fly-by-light
 
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Manchmal fühlt sich das Forum hier echt an wie Facebook auf seinem letzten digitalen Ast – früher mal eine Plattform für Austausch und Fortschritt, heute ein Sammelbecken für Techniknostalgie und Grundskepsis. Siehe diskussion über AI, zum Teil nur noch wild.

Dabei war ComputerBase doch immer ein Ort für Technikbegeisterte, die Digitalisierung und technische Neuerungen als Chance gesehen haben, nicht als Bedrohung. Früher war hier Aufbruchsstimmung, Neugier, der Wunsch, Neues zu verstehen und auszuprobieren. Und heute? Da scheint’s fast schon Pflicht zu sein, jede Neuerung mit einem „früher war alles besser – da waren die Gummistiefel noch aus Holz“ abzutun.

Ehrlich, das ist schade. Denn wenn wir selbst in einem Technikforum jede Weiterentwicklung reflexartig in Frage stellen, brauchen wir uns nicht wundern, wenn der Fortschritt woanders passiert – ohne uns.

By the way, in mehr als genug Fahrzeugen sind auch die Bremsen bereits by-Wire. Auch ihr sitzt vlt. schon in einem, wisst es aber nicht! Also besser gleich mal prüfen und im Zweifel, zurück zum Händler damit.
Lan_Party94 schrieb:
Gerade wenn man auf ländlichen Regionen unterwegs ist und es mal unterm Auto derber zugeht kann ich mir gut Verschleiß oder eben schnelle defekte vorstellen.
Jede – wirklich jede – mechanische Komponente unterliegt einem höheren Verschleiß als ein einfaches Kabel. Das ist Physik und keine Meinung. Und ganz ehrlich: Niemand hier im Forum steuert sein Auto rein mit Muskelkraft. Vielleicht der eine oder andere, der noch einen Youngtimer ohne Servolenkung fährt – aber das war’s dann auch.

Dieses „Früher war alles besser“-Gejammer passt hier einfach nicht. Wir reden über eine Technologie, die von Grund auf auf Redundanz ausgelegt ist – doppelte Aktuatoren, doppelte Signalwege, ein System, das sogar bei Ausfall über ESP und Hinterachslenkung weiter lenken kann. Und das alles, um nicht nur die Sicherheit, sondern auch den Komfort, die Flexibilität beim Design und die Alltagstauglichkeit zu verbessern.

Steer-by-Wire ist kein Gimmick – es ist ein logischer Entwicklungsschritt, gerade wenn man Richtung automatisiertes Fahren denkt. Wer das reflexartig ablehnt, nur weil „kein Gestänge mehr“ drin ist, hat entweder Angst vor Veränderung oder ein romantisch verklärtes Bild von Technik, das mit der Realität moderner Fahrzeuge wenig zu tun hat.
 
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Da geht es dahin - das Feedback der Straßenoberfläche.

Fahren die Menschen so schon schlecht genug, so wird das ohne auch nur einen Hauch des Gefühls, dass man sich evtl. auf wechselnden und sich vollends unterschiedlichen Oberflächen bewegt, damit nur noch schlimmer.

Egal, das Auto ist ja so modern und hoch elektronisch heuer, das wird schon alles richten 🤦‍♂️
 
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Sani- schrieb:
Auch Kampfflugzeuge nutzen Fly-by-wire bzw. Fly-by-light
Und da kannst du schlagartig einschlagen wie bei einem Auto? Ich behaupte mal der "Wendekreis" eines Kampfjets ist immer noch sehr viel größer als der eines Autos.

Mit einem Auto kannst du zick zack Schlagen (fahren), ich bezweifle stark das sowas mit einem Kampfjet möglich ist - gerade weil auch die Geschwindigkeiten andere sind.

Wenn Mercedes meint das es alles safe ist, dann soll das wohl so sein. Nur geht Mercedes halt von Laborbediengungen aus und nicht Alltagssituationen oder ländliche Gebiete wo Straßen auch mehr Schlaglöcher als Asphalt haben. Da kann ich mit schnell Probleme vorstellen, wenn man nicht vernünftige Langzeittests macht. Die Teile sollten extremes aushalten damit man auch lange was von hat bzw. sollten normale Situationen nicht zu tödlichen Unfällen werden, weil ein Kabel durch eine Huckel plötzlich nicht mehr richtig steckt.
 
Dogbrothers schrieb:
Mercedes-Benz erwartet Vorteile im Alltag = Kostenreduzierung
Macht mehr oder weniger auch Sinn, da fürs Autonome fahren sowieso "unsinnig" wäre
Steer by Wire kostet definitiv mehr als als eine mechanische Lenkstange aus zwei Gründen:
1) Das Vorhalten von zwei Steruergeräten, Kabelbäumen und Aktuatoren für die Redundanz kostet Ressourcen und Geld.
2) Die "Force-Feedback" Simulation im Lenkrad, um die Gegenkraft beim Lenken zu simulieren, kostet ebenfalls Geld und Ressourcen.

Sinn macht es sicherlich ab SAE Level 4, da man so kleine "Notlenkräder" etablieren kann, mit denen man im Worst Case noch nach Hause kommt, wenn der autonome Fahrbetrieb gestört ist.

Das abgebilderte Lenkrad sieht übrigens noch schlimmer aus als das im 1.000 PS-Tesla Model S Plaid.
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E1M1:Hangar schrieb:
Redundanz ist schön und gut, aber eine der Art kritische Komponente "aus der Hand" zu geben - ganz schwierig. Irgendeine Komponente in dem System wird zwangsläufig nur EINFACH verbaut sein und wenn da was ist - egal wie schnell oder langsam mal unterwegs ist -, gute Nacht Marie.
Das dürfte nahezu ausgeschlossen sein. Wie im Flugzeug dürfte alles vollständig redundant sein (und dementsprechend teuer).
Ergänzung ()

Drummermatze schrieb:
An die Skeptiker: Nutzt ihr eigentlich auch noch Gaspedale mit Seilzug?
Im Gegensatz zur Bremse (Brake by Wire) ist das Gaspedal sicherheitstechnisch nicht so kritisch einzustufen. E-Gas hatte ich schon in meinem Opel Vectra C serienmäßig vor 20 Jahren (deshalb war es dort so einfach, den Tempomat für 150 € nachzurüsten).
 
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Oha, was ist denn hier los, ein Technik-Forum das soviel Angst vor der Zukunft hat?! Was glaubt ihr wie solche Systeme entstehen, da sind 1000de, hoch bezahlte Ingenieure seit Jahren daran beteiligt. Auch das Kraftfahrtbundesamt wird sowas nicht einfach so durchwinken. Also ich freue mich drauf!
 
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frazzlerunning schrieb:
Soll Mercedes machen, gibts in Europa doch auch schon andere, zb. Toyota bZ4X.
CB wurde wieder von der Pressemitteilung eines deutschen Autoherstellers getriggert. Fehlt nur noch der Hinweis auf die schnellstmögliche Veröffentlichung.
Steer-by-wire ging vor zehn Jahren noch als innovativ durch.

@ComputerBase
Könnt ihr nicht einen Autojournalisten oder fachlich Versierten ins Team integrieren?
 
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Ich brauche die Rueckmeldung vom Lenkrad, Punkt!
 
Sehe ich kritisch, aber da Mercedes als einziger deutscher Autobauer ein OS für das ganze Fahrzeug entwickelt hat, traue ich ihnen auch am ehesten zu, dass sie das sicherheitstechnisch vernünftig umsetzen.

Also mal abwarten und Tee trinken.
 
czuk schrieb:
Bzgl. der Sicherheit habe ich keine Bedenken.

Jedoch bezüglich der praktischen Fahrerfahrung. Man hatte ja auch schon in der Vergangenheit mit alternativen Lenkkonzepten experimentiert, Joysticks z.B. und den Lenkwinkel der Räder in Abhängigkeit zur Hebelbewegung und der Geschwindigkeit gesetzt. Jedoch wirkt das auf den Fahrer eben immer ganz nach Fahrsituation unterschiedlich und eben nicht konsistent.
Mal sind 10° Lenkwinkel vielleicht 10° Lenkrad, mal sind 10° Lenkwinkel vielleicht 50° Lenkrad (oder Joystick, oder was auch immer).

Bin gespannt, wie die Akzeptanz der Fahrer sein wird.

Ich schon. Es gab schon Berichte, daß Menschen nicht mehr aus ihrem brennenden Auto herausgekommen sind, da der Türgriff keinen Seilzug hatte sondern ein Schalter war.
Genau das kann man bei brake-by-wire oder steer-by -wire auch erwarten.
Manche Dinge sind gut wie sie sind und müssen nicht elektrifiziert sein.
 
grincat64 schrieb:
...die sollen doch endlich mal bezahlbare Autos herstellen und anbieten und ihre CEO nicht mit Gehältern überschütten die jeglicher Logik widersprechen - dann klappts vielleicht auch mal ohne Existenzangst und Jammern auf hohem Niveau.
Mercedes will doch keine Bezahlbaren Autos mehr Herstellen. Deshalb streichen sie ja die A-, B-Klasse.
Sie wollen jetzt "Luxus" Anbieten...
 
Die Kommentare sind genau wie erwartet.

Irgendwann ist es dann in jedem Fahrzeug und nach langem Gejammere interessiert es keinen mehr.
 
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