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Martyn
Gast
Gegen die Zuwanderung von Fachkräften ist garnichts einzuwenden, sondern das würde ich auch voll und ganz unterstützen.Kassenwart schrieb:15% aller Beschäftigte in Deutschland sind Ausländer. Das sind über 6 Mio. Menschen. Zum Vergleich kannst du dir anschauen wie viele Deutsche arbeitslos sind. Vielleicht fällt dir was auf 😂
Aber würde eher Fachkraft so definieren, das sie mindestens a) auf Stundenbasis das 1,6 fache des aktuell gültigen Mindestlohns (aktuell also 1,6 * 12,82 €/h = 20,51 €/h) mindestens b) ein Gesamtbrutto dieses Wertes bei 35 Wochenstunden (aktuell also 35 * 4,333... * 20,51 €/h = 3.110,68€) verdienen müssen.
Dann hab ich absolut nichts gegen die Zuwanderung von Fachkräften einzuwenden.
Aber es sollte keine Zuwanderung in den Niedriglohnsektor geben dürfen, denn der Niedriglohnsektor ist es schon viel zu gross.
15% aller Beschäftigte in Deutschland sind Ausländer. Das sind über 6 Mio. Menschen. Zum Vergleich kannst du dir anschauen wie viele Deutsche arbeitslos sind. Vielleicht fällt dir was auf 😂
Im Prinzip stimme ich dir zu allerdings unter den Voraussetzungen:Kassenwart schrieb:Wir brauchen nicht weniger Zuwanderung, sondern mehr.
a) Zuwanderung ab Fachkräfteniveau aufwärts und keine Zuwanderung in den Niedriglohnsektor
b) halbwegs ausgeglichenes Geschlechterverhältnis, sagen wir maximal 60% Männer und mindestens 30% unverheiratete Frauen.
c) halbwegs ausgeglichene kulturelle Herkunft, sagen wir maximal 30% aus überwiegend muslimischen Ländern. Die Mehrheit sollte dann schon lieber aus Ländern wie der Ukraine, Moldawien, Argentinien, Venzuela, Kolumbien, Philippinen, Ruanda, Botsuana, Namibia, Südafrika, Lesotho, Eswatini, etc. kommen.
Naja, es gibt zwar einige Jobs, aber gerade in vielen Bereichen wie z.B. Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie, Kosmetik und Friseure, Lebensmittelhandwerk, Pflege und Gesundheit, Sport und Fitness, etc. wäre die Arbeit ansich garnicht schlecht, sondern gefällt z.B. vielen Schülern im Praktikum durchaus.Kassenwart schrieb:Der feine Deutsche macht die Arbeit nämlich nicht weil er 1 Euro die Stunde zu wenig bekommt, sondern weil das Knochenjobs sind.
Sondern die zwei Dinge die Leute abschrecken sind a) die Bezahlung und b) die Arbeitszeiten
In vielen Berufen kommt man heute ja trotz Mittlerer Reife oder sogar Fachabitur und drei Jahren Regelausbildungsdauer die ersten fünf Jahre nach Berufsabschluss nicht über 17 €/h und das ist dann schon sehr frustrierend.
Und dann sind in vielen Berufen die Arbeitszeiten extrem übel. Wenn du da zum Beispiel als Bäckereifachverkäuferin die 39 Wochenstunden 6 Tagen Montag bis Samstag jeweils 7-14 Uhr abarbeiten soll oder als Altenpflegerin in Contischicht arbeiten soll wo ein freies Wochenende eher eine Ausnahme als die Regel ist, dann schreckt das auch viele Leute ab.
Vier Tage Montag-Donnerstag 10:00 - 20:00 Uhr
Fünf Tage Dienstag - Samstag 7:00 - 15:30 Uhr
Vier Tage Dienstag - Freitag 10:00 - 20:00 Uhr
Fünf Tage Montag - Freitag 7:00 - 15:30 Uhr
bei 18,50€ (3.126,50€) als Einstiegsgehalt, 19,24€ (3.251,56€) nach zwei Jahren und 19,98€ (3.3376,62€) nach fünf Jahren Berufserfahrung und dazu acht Wochen also 36 Tage Urlaubsanspruch und ich glaube sehr viele würden sich für den Job intressieren.
Ähnlich ist Pflege, da ist zwar klar das es nicht ganz ohne Nacht und Wochenendarbeit geht. im Monat dann vielleicht drei Nachtschichten, einen Samtag und zwei Sonntag wären für die meisten Leute schon okay. Wenn es sonst halbwegs normale Arbeitszeiten wären.
Mit weniger Zuwanderern wären viele Jobs aber auch besser bezahlt.Knergy schrieb:Ohne Zuwanderer wäre die Wirtschaft übrigens schon längst am Ende, weil es gerade für die schlecht bezahlten Jobs keine Beschäftigten mehr gäbe.
Knergy schrieb:@Martyn Spaß kostet eben. Wer mit geringem Einkommen in teurer Wohnlage eine Wohnung mit "Luxus" braucht, muss eben draufzahlen.
Luxus wäre es wenn man als Single >75m² oder in einer Wohnlage >16 €/m² zahlt, oder sich einen Neuwagen oder Jungen Gebrauchten für >600€ least.
Da ist man mit 62m² zu 11,45€ und einen 9jährig gekauften Gebrauchten für 350€ Fixenkosten ja eh schon deutlich drunter.
Und wenn man schon mittlere Reife oder Fachabi und Ausbildung macht, und dann sein 38-40 Wochenstunden Vollzeit arbeitet, finde ich steht einem das schon irgendwie zu.



