Merz und sein Politikstil: Änderung Grundgesetz + Sondervermögen

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getexact schrieb:
Reiche fallen weich. An jeder Stelle spürt das der Normalbürger. Der Kapitalismus ist nahezu am Ende. Die Schere zwischen Reich und Arm geht immer weiter auseinander.
Wachstum ist halt auch ausgeschöpft. Unsere Ressourcen sind endlich. Merkt man vorallem am Klimawandel den wir nur bekämpfen können, wenn wir unser Wirtschatfsystem weltweit reformieren. ggf. sogar über die Abschaffung von Privatbesitz nachdenken wie es im Kommunismus vorgesehen ist. Ich sehe ansonsten keine Überlebenschancen für die Mennscheit über 2100 hinaus.

Außer wir entwickeln plötzlich eine Technologie mit der wir das CO2 aus der Luft instant filtern können und daraus was anderes produzieren können. ich hab gehört es soll sowas für die Betonherstellung schon geben. Oder zumindest wird wohl daran geforscht.

Aber selbst wenn wir das Problem mit dem Klimawandel lösen, haben wir ja auch noch das Problem mit dem Artensterben, das müssen wir auch beheben, unnendliches Wachstum was es nicht gibt steht dem ebenfalls im Weg.
 
Martyn schrieb:
Ich kann mit so einer Umfrage relativ wenig anfangen, weil es bei einem Regierungskabinett ja nicht nur um die Eignung und Fähigkeiten der Meinister als Einzelne geht, sondern immer auch auf die Ausgewogenheit des Gesamtkabinettes.
Bei einer solchen Umfrage geht es auch wirklich nur, wie die oberflächliche Wahrnehmung in der Bevölkerung ist. Ich glaube nicht, dass die meisten befragten so tief in der Materie sind, dass sie das komplette Kabinett kennen. Das viele aber auch vorsichtig sind, wenn sie die Personen nicht kennen, sieht man ja dann auch an dem nicht geringen teil von Neutrale Stimmen.

Martyn schrieb:
Aber das die SPD Linke komplett fehlt finde ich schon problematisch. Denn die hätte es schon als Gegengewicht zu den konservativen SPD Ministern und natürlich auch zu den Ministern von CDU und CSU gebraucht. Ich denke zum Beispiel Ralf Stegner als Aussenminister und Saskia Esken als Familienministerin hätten der Koalition schon gut als Kontrapunkt getan.
Die beiden Ministerien haben aber die CDU. Außerdem würde ich jetzt Bärbel Bas und Reem Alabali-Radovan nicht als als die Mega konservativen der SPD bezeichnen.
 
Weedlord schrieb:
Oder zumindest wird wohl daran geforscht.
Ja. Daran wird seit einer ganzen Weile geforscht.
Noch sind die Verfahren aber sehr energieintensiv und insgesamt ziemlich teuer.

Wenn du die Kosten für die Entnahme von 1T CO2 auf einen Liter Super e5 umrechnest, landest du (momentan noch) bei Preisen, die sich eigentlich niemand leisten will und eine ganze Menge Leute sich nicht leisten können. Ich habe die genauen Kosten nicht im Kopf, aber sie werden noch zu hoch sein.

Ich arbeite an einer Tankstelle. Das Gejammer bei solchen Preisen will ich wirklich nicht erleben.
Das ist bei 1,50 für Diesel schon nervig genug.

Die Technologie funktioniert wohl schon recht gut.
Man forscht an Möglichkeiten zur Steigerung der Effizienz, damit es irgendwann mal wirtschaftlich betrieben werden kann. Momentan wäre Kohlenstoff aus einer solchen Anlage wohl mit Abstand der Teuerste auf dem Markt ... und Überraschung ... DU würdest den dann wohl auch nicht kaufen wollen.
 
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Martyn schrieb:
Ich denke zum Beispiel Ralf Stegner als Aussenminister....
Du bist sicher, dass der olle Stiesel das Wort "Diplomatie" überhaupt buchstabieren kann...!?
Berühmt geworden sein Kommentar zur Facebook GF Sandberg : „Und ich dachte, Frau Zschäpe sei in U-Haft.“ :rolleyes:
Nee, sorry, das wäre jetzt für mich eine komplette Fehlbesetzung.
 
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Martyn schrieb:
Verbote sind nie gut!
Dieser Pauschalaussage würde ich widersprechen. Harte Drogen, Kinderarbeit und Organhandel sind beispielsweise verboten. Was ist daran nicht gut und welche unerwünschten Nebenwirkungen gibt es dadurch?
Martyn schrieb:
Die AfD ist nicht die rechteste Partei in der deutschen Parteienlandschaft, sondern es gibt noch etliche Parteien die noch weiter rechts stehen
Sie ist die rechteste Partei in den Parlamenten
Martyn schrieb:
Das würde ich nicht so sehen, sondern ich glaube ComputerBase ist eben nicht der Durschnitt der Bevölkerung sondern eher eine Besserverdiener-Bubble die leicht reden hat
Die Aussage war nicht, dass es uns allgemein gut geht, sondern besser, als in AFD-Kreisen verbreitet wird. Hört man einigen Politikern oder Wählern dort zu, leben wir in einer Diktatur, wo die Opposition unterdrückt wird und man nichts mehr sagen darf, standen kurz vor dem Blackout und schaden uns nur selbst, weil wir mit Russland nicht einfach weiter Geschäfte machen, wie bisher.
Martyn schrieb:
Aber wenn man als Single so 1.900€ Netto verdient dann ist es eben bei weitem nicht mehr gut, und man hat im Grunde nach Abzug von Fahrtkosten, Arbeitsessen, Rundfunkbeitrag, Miete und Heizkosten nur ein recht kleines Taschengeld gegenüber Bürgergeldbeziehern
Mal abgesehen von einem Feldzug gegen den ÖRR wird die AFD nichts daran ändern, im Gegenteil.
 
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Martyn schrieb:
Aber wenn man als Single so 1.900€ Netto verdient dann ist es eben bei weitem nicht mehr gut, und man hat im Grunde nach Abzug von Fahrtkosten, Arbeitsessen, Rundfunkbeitrag, Miete und Heizkosten nur ein recht kleines Taschengeld gegenüber Bürgergeldbeziehern.
Ich hab selber 1900 € Netto verdient und war in der Lage jeden Monat so 600 € auf die Hohe Kante zu legen. Von einem kleinen Taschengeld zu reden ist völlig übertrieben.

Bürgergeldempfänger bleibt in der Regel nichts am Ende des Monats und die müssen sich von minderwertigem Essen ernähren und haben kaum Zugang zu Bildung abseits des Internets und eigenrecherchen.
 
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s0undjan schrieb:
Dieser Pauschalaussage würde ich widersprechen. Harte Drogen, Kinderarbeit und Organhandel sind beispielsweise verboten. Was ist daran nicht gut und welche unerwünschten Nebenwirkungen gibt es dadurch?
Das ist ja erstens so gut wie überall verboten, aber ansich denke ich das es selbst diese Verbote nichtmal unbedingt bräuchte.

Auch Harte Drogen werden konsumiert obwohl es überall verboten ist. Ich glaube selbst wenn der Besitz und Konsum legal wäre, würde der Konsum garnich soviel zunehmen. Und solange man Harte Drogen nur als Partydrogen nutzt um drei, viermal im Jahr bei Festivals durchzufeiern und vielleicht an vier, fünf, sechs weitere Wochenende im Jahr ist das Risko sehr überschaubar. Wenn man hingegen ein so mieses und bedauerliches Leben hat das man Drogen braucht um seinen öden und trostlosen Alltag zu entfliehen, dann wird man sich wahrscheilich so oder so Zugrunde richten. Das geht dann nicht nur ohne Harte Drogen, sondern sogar auch ohne Cannabis, ohne Tabakwaren und ohne Branntweinprodukte. Das bekommt man problemlos auch nur mit Bier, Wein, zuckerhaltigen Softdrinks und Süssigkeiten. Ob das Ende dann durch Leberzirrhose, durch Herzinfarkt oder Suizid kommt spielt im Endeffekt eh keine Rolle.

Kinderarbeit ist auch so eine Sache. Selbt wenn sie legal wäre, würde es nicht viele Eltern geben die ihre Kinder dazu zwingen oder nötigen würden. Und es würde auch garnicht viele Unternehmen geben die wirklich Kinder beschäftigen würden. Allein die Angst vor schlechtem Image, sowie auch die Vorgaben von Haftpflicht- und Unfallversicherungen würden Kinderarbeit auch ohne gesetzliches Verbot defacto verhindern. Ansonsten finde ich es z.B. aber absurd das z.B. in der Landwirtschaft und Zeitungen austragen für Kinder erlaubt ist, leichte Tätigkeiten z.B. in einem Autohaus, Barbershop, Fotostudio, Solarium, etc. aber nicht. Obwohl das körperlich weniger anstrengend wäre, und auch ein deutlich geringeres Unfallrisiko hätte.

Organhadel kann man auch so sehen. Selbst wenn er in Deutschland oder Europa legal wäre, kann ich mir nicht vorstellen das es viele Ärzte und Kliniken gäbe, die dazu bereit wären, solche Operationen durchzuführen. Und eine Organtransplantation ist ja auch nichts was z.B. gescheiterte Medizinstudenten einfach auf Hausbesuch bei ihrem Klienten durchführen könnten. Und wer wirklich steinreich ist, und weltweit nach Spendern und Kliniken suchen kann, und hohe fünf- oder gar sechsstellige Summen für das Organ zahlen kann, der bekommt auch trotz Verbot ein illegales Spenderorgan.

Im Endefekt wäre es wahrscheinlich besser wenn jemand vielleicht 2.000€ an einem legalen Vermittler und dann 10.000€ an einen Lebendspender zahlen würde also 80.000€ an einen illegalen Vermittler der einen passenden Strafgefangenen liquidierten lässt.

Weedlord schrieb:
Ich hab selber 1900 € Netto verdient und war in der Lage jeden Monat so 600 € auf die Hohe Kante zu legen. Von einem kleinen Taschengeld zu reden ist völlig übertrieben.
Wenn man mit 21 / 22 noch bei seinen Eltern wohnt, oder als Paar mit jemanden der mindestens gleich viel verdient zusammen wohnt, und dann idealerweise auch noch in einer Grossstadt oder Ballungsraum wo man kein Auto braucht sondern mit Deutschlandticket, Uber und Bolt überall hin kommt, mag das funktionieren.

Aber allein in einer eigenen Wohnung in einer Kleinsadt oder auf dem Dorf wo es nich ohne eigenes Auto geht, sind 1900€ extrem wenig.

1.900€ Netto
  • 710€ Kaltmiete
  • 130€ Hausgeld
  • 19€ Rundfunkbeitrag
===============
1.041€ Zwischensumme
  • 60€ Strom
  • 35€ Festnetzanschluss
  • 4€ Hausratversicherung
================
942€ Zwischesumme
  • 350€ Fixkosten Auto
  • 60€ Kfz-Versicherung
  • 10€ Kfz-Steuer
  • 100€ Sprit
================
422€ Zwischensumme
  • 20€ Mobilfunk
  • 4€ Privathaftpflicht
  • 260€ Lebensmittel, Drogerieartikel, Kosmetik vom Supermarkt
  • 8€ rezeptfreie Medikament
==========================================
130€ Zwischensumme
  • 40€ für 480€ Rücklagen Kleidung und Schuhe
  • 35€ für 420€ Rücklagen für Elektronik
  • 34€ für Netflix und Dazn
================================
21€ um so 2x im Monat zu McDonalds zu gehen
 
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Martyn schrieb:
Und solange man Harte Drogen nur als Partydrogen nutzt um drei, viermal im Jahr bei Festivals durchzufeiern und vielleicht an vier, fünf, sechs weitere Wochenende im Jahr ist das Risko sehr überschaubar
Du unterschätzt das Suchtpotenzial von harten Drogen, vor allem Heroin oder Crystal Meth, da startet die Suchtspirale sehr früh, ähnlich wie bei Tabak oder Benzodiazepinen, da werden schnell aus hier und da Mal ein Wochenende dann jedes Wochenende und mehr.

Beim Abstieg der Konsumenten durch Legalisierung sehr ich das aber auch so, da würde sich wenig ändern, das hat sich ja auch beim Cannabis zu gezeigt.
Glaubt man einigen Aussagen von damals, müsste halb Deutschland Kiffen, am Ende sind es kaum mehr wie vorher, nur kontrollierter.
 
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Weedlord schrieb:
Ich hab selber 1900 € Netto verdient und war in der Lage jeden Monat so 600 € auf die Hohe Kante zu legen. Von einem kleinen Taschengeld zu reden ist völlig übertrieben.

Bürgergeldempfänger bleibt in der Regel nichts am Ende des Monats und die müssen sich von minderwertigem Essen ernähren und haben kaum Zugang zu Bildung abseits des Internets und eigenrecherchen.

Du kannst nicht einfach von dir auf andere schließen. Wann war das denn, als du das konntest und unter welchen Umständen?

Ich leiste mir meinen Tech-Kram äußerst selten (vom Weihnachtsgeld), fahre in einen unterdurchschnittlichen Urlaub 1 x im Sommer und gönne mir praktisch nichts, weil ich mir heute mit wesentlich mehr Geld als vor 10 Jahren viel weniger leisten kann, weil mich die Fixkosten auffressen. Gut, ich könnte ggf. am Essen sparen, möchte ich aber nicht. Wenn ich auf alles, was nicht unbedingt nötig ist, verzichten würde, könnte ich vielleicht 300 € im Monat sparen. Na, juhu.

Ich gehe davon aus, dass es nicht wenigen Menschen so geht.
 
Martyn schrieb:
Wo wohnst du das du soviel für Kaltmiete alleine brauchst?

Ich Zahl warm 479 € und bekomme jedes Jahr so 120 € zurück vom Vermieter.

Ein Auto ist extrem teuer ja, daher fahre ich seit über 10 Jahren lieber Fahrrad.
 
Martyn schrieb:
Auch Harte Drogen werden konsumiert obwohl es überall verboten ist. Ich glaube selbst wenn der Besitz und Konsum legal wäre, würde der Konsum garnich soviel zunehmen.
Klar, wenn man es überall bekommt und es kein Hindernis ist, da ranzukommen, werden die bereits süchtigen sicher nicht mehr konsumieren und eine niedrige Einstiegshürde wird garantiert nicht zu mehr Konsum führen. War ja noch nie so, der Mensch ist ja grundsätzlich vernünftig und konsumiert keine schädlichen Substanzen trotz besseren Wissens, insbesondere jene, die auch körperlich abhängig machen.... -.-

Zur Kinderabreit und Organhandel spar ich mir jetzt mal den Kommentar, das ist derart neben der Spur und so komplett weltfremd, einfach ohne jede Worte und stellt das manuelle Freischalten wiederholt in Frage. Ist ja nicht so, dass grade solche Gesetzes existieren um zu verhindern, dass Menschen ungewollt dafür missbraucht werden. Wenn Organhandel legal ist, muss jemand, dem ohne wirkliche Zustimmungen etwas entnehmen wurde nachweisen, dass es gegen seinen Willen war und kaum ist etwas einfacher zu fälschen als sowas.. Denn wenn es legal ist, gilt auch In dubio pro reo, kann also ein Geschädigter nicht stichhaltig belegen, das es gegen seinen Willen Geschehen ist, kommt der Täter davon. Kann nicht passieren, wenn Organhandel per se stets illegal ist. Daher muss man sich bei deiner Argumentation mal wieder fragen, was du so für Lebenserfahrungen haben kannst.
mykoma schrieb:
das hat sich ja auch beim Cannabis zu gezeigt.
Cannabis hat dahingehend gar nichts gezeigt, es fehlt ihm die körperlich abhängig machende Komponente der harten Drogen und ist nicht im Ansatz vergleichbar. Heroin hingegen, einmal genutzt, kann bereits zu harter Abhängigkeit führen. Grade Jugendliche oder andere, leicht zu manipulierende Bevölkerungsgruppen wären hier massiv gefährdet, da das Suchtpotential genauso falsch eingeschätzt werden würde wie Folgeschäden aus Rauchen und Alkohol (insbesondere bei minderjährigen).

Wenn du sehen willst, was geringere Einstiegshürden ausmachen, schau dir an, was Desomorphin in Osteuropa oder selbst Ostdeutschland angerichtet hat...
 
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Weedlord schrieb:
Ich Zahl warm 479 € und bekomme jedes Jahr so 120 € zurück vom Vermieter.
Say no more. Das sagt eigentlich alles. Ich zahle warm 1500 €. Umkreis Aschaffenburg/Hanau.

Mit einer so geringen Miete würde es mir wesentlich besser gehen. Leider gibt es in der Gegend keinen bezahlbaren Wohnraum. Vergleichbares ist noch teurer. Verkleinern nicht möglich.
 
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Martyn schrieb:
Kinderarbeit ist auch so eine Sache. Selbt wenn sie legal wäre, würde es nicht viele Eltern geben die ihre Kinder dazu zwingen oder nötigen würden. Und es würde auch garnicht viele Unternehmen geben die wirklich Kinder beschäftigen würden.
"Nicht viele" ist dabei doch völlig irrelevant und Kinderarbeit ist auch nicht einfach nur "so eine Sache". Ein einziger Fall wäre bereits zu viel und eine Rechtfertigung für ein Verbot. Gerade weil es vulnerable Gruppen beträfe, die selbst nicht entscheiden können, aber darunter leiden würden. Durch das Verbot hat auch niemand Nachteile.
Martyn schrieb:
Auch Harte Drogen werden konsumiert obwohl es überall verboten ist. Ich glaube selbst wenn der Besitz und Konsum legal wäre, würde der Konsum garnich soviel zunehmen.
Ich schon. Wenn es kein Verbot mehr gibt, wird das Angebot zunehmen und anschließend die Nachfrage, weil die Drogen plötzlich sehr viel leichter zugänglich sind.

Ohne Verbote würden wir hier im wilden Westen leben und niemand müsste mehr auf andere Rücksicht nehmen. Das sich die meisten weiterhin an die vorherigen Regeln halten würde, ändert nichts daran, dass das Leben für uns alle schlechter werden würde. Man denke nur mal an die Verkehrsregeln, die dann jeder willkürlich auf sich selbst zugeschnitten festlegt, ohne Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer.

"Es würden schon nicht viele machen" oder "es gibt bereits jetzt welche, die sich nicht an Verbote halten" ist kein Argument gegen ein Verbot, in keinem der genannten Bereiche.
 
Martyn schrieb:
Aber allein in einer eigenen Wohnung in einer Kleinsadt oder auf dem Dorf wo es nich ohne eigenes Auto geht, sind 1900€ extrem wenig.
Und dann rechnest du als Single mit einer Kaltmiete von 710 €? Das ist völlig übertrieben.

Und was sind diese 350 € Fixkosten Auto monatlich (!), wenn du schon die Versicherung, die Steuer und Sprit herausgerechnet hast? Für Reparaturen ebenfalls völlig übertrieben.
 
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Martyn schrieb:
Aber allein in einer eigenen Wohnung in einer Kleinsadt oder auf dem Dorf wo es nich ohne eigenes Auto geht, sind 1900€ extrem wenig.

1.900€ Netto
  • 710€ Kaltmiete
  • 130€ Hausgeld
Speziell die Kaltmiete betreffend erscheint mir das etwas sehr hoch - falls sich diese Situation auf München bezieht, sollte man prüfen, ob man mit 1900,- Nettogehalt nicht vielleicht berechtigt ist, Wohngeld/Wohnberechtigungsschein zu beantragen.

GeCKo127 schrieb:
Say no more. Das sagt eigentlich alles. Ich zahle warm 1500 €. Umkreis Aschaffenburg/Hanau.
Hier fehlt natürlich der konkrete Bezug - Wohnungsgröße, Anzahl der im Haushalt lebenden Personen. Als Single dürfte man in Hanau/Aschaffenburg eine passende Wohnung jedenfalls deutlich günstiger bewohnen können.
https://www.immobilienscout24.de/Suche/de/bayern/aschaffenburg/wohnung-mieten?sorting=4
https://www.immobilienscout24.de/Suche/de/hessen/main-kinzig-kreis/hanau/wohnung-mieten?sorting=4

-----------
Ganz grundsätzlich sind vielleicht auch die Gensossenschaften im Zusammenhang mit Wohnraum eine Empfehlung wert.
 
Ich wohne zum Glück im Eigentum.

Die Fixkosten für das Haus mit etwas unter 90m² Wohnfläche belaufen sich auf knapp €700,- ... und da ist eine kleine Pauschale für die Rücklagenbildung schon mit drin (ca. €300,-).
Mein Mitbewohner zahlt für seinen Anteil (ca. 33m²) €350 all incl..
Ich komme bestens mit meinen Einnahmen von maximal €1.350,- zurecht (mit Überstunden komme ich auch mal auf 1,5 oder 1,6k).

Die Lage ist toll ... ruhige Wohngegend mit Ein- und Zweifamilienhäusern, guten Einkaufsmöglichkeiten, zwei Kitas (alles fussläufig zu erreichen) und einer ganzen Menge Grün zwischen den Häusern.
Ich brauche hier nichtmal ein Auto, weil ich in unter 2 Minuten an einer Bushaltestelle stehe, die tagsüber im 10-Minuten-Takt angefahren wird ... laufe ich 10 bis 15 Minuten kann ich zwischen Zwei Strassenbahnlinien und noch 5 weiteren Buslinien wählen, stehe an der Universität, oder bin schon fast im Zentrum.
Die Bielefelder Schüco-Arena und die Rudolf Oetker Halle liegen ebenfalls in diesem Bereich ... genau wie zwei der schönsten Stadtparks BIelefelds oder der Teutoburger Wald.

Ich war allerdings seit fast 20 Jahren nicht mehr im Urlaub, habe nur ein etwas teureres Hobby (Musik) und bei den Preisen in der Gastronomie vergeht mir jeglicher Appetit. Aufgrund der Lage meines (Eltern-)Hauses, in dem ich nun wieder wohne, sah ich auch nie die Notwendigkeit ein Auto zu besitzen oder überhaupt einen FS zu machen.

Das wichtigste ist aber wohl, dass ich über 20 Jahre meines Lebens am Existenzminimum gelebt habe, immer in WG-Zimmern unter 12m² wohnte, und daher sehr gut damit umgehen kann, das wenig Geld da ist. Seit nunmehr 5,5 Jahren habe ich nun nicht mehr am Monatsende kein Geld mehr ... aber die geistige Einstellung "kann ich mir eh nicht leisten" ist geblieben. Und mMn sorgt nur diese Einstellung dafür, dass ich auch mit unter 1.900 Brutto klar komme.

Ich habe nie mehr als 400,- Warmmiete ausgeben wollen ... und war echt erstaunt, dass von den reinen Fixkosten her betrachtet, dieser Betrag auch Wohneigentum von 90m² bezahlt.
 
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Martyn schrieb:
Wenn man als Single mindestens 2.700€ Netto oder als Paar mindestens 4.100€ Netto verdient, dann kann man natürlich in Deutschland gut leben. Und mit 2x 2.700€ = 5.400€ Netto als Doppelverdienerpaar ohne Kinder könnte man schon eher von sehr gut als nur gut reden.

Aber wenn man als Single so 1.900€ Netto verdient dann ist es eben bei weitem nicht mehr gut, und man hat im Grunde nach Abzug von Fahrtkosten, Arbeitsessen, Rundfunkbeitrag, Miete und Heizkosten nur ein recht kleines Taschengeld gegenüber Bürgergeldbeziehern.
Hängt sicher wie du auch später noch beschreibst davon ab, wie die Lebenshaltungskosten sind und vom Wohnort.
Ich weiß nicht, ob man bei 5.400€ Haushaltsnetto zu zweit von sehr gut leben sprechen kann. Damit ist man gerade mal Top 20% in Deutschland und bei den DINKs im Mittelfeld. Sehr gut würde ich bei Top 10% sagen.
https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/HTML/2025/Einkommensrechner/index.html

Der Einkommensbereich von ca. 2.500€ - 3.500€ netto (Klasse I, also ca. 50.000 - 80.000 Brutto) umfasst ja auch viele Fachkräfte bzw. die häufig genannte Mitte und gehört in Sachen Abgaben meiner Meinung nach auch entlastet (der Bereich darunter auch, damit (Niedriglohn-)Arbeit im Verhältnis zum Bürgergeld attraktiver wird). Da bekommt man es eigentlich aktuell immer voll ab. Bemessungsgrenze schützt in den Gehaltsklassen kaum oder gar nicht vor immer höheren Abgaben, hohe Steuern zahlt man auch.

Ich habe mäßig Hoffnung, dass die neue Regierung in diesem Bereich wirklich etwas tun wird oder kann. Im Gegenzug müsste man ja die hohen Einkommen, die Spitzenverdiener und die großen Vermögen stärker zu Kasse bitten. Eigentlich längst überfällig, aber kaum jemand traut sich daran.

Unter 2.000€ netto alleine ist je nach Region schon echt knapp. Auch wenn ich deine Rechnung pauschal für zu pessimistisch halte. Man wird aber je nach Wohnort mehr oder weniger Kompromisse machen müssen.
Wohnungen werden leider eher teurer als günstiger. Wenn man in einem Ballungszentrum bzw. einer halbwegs großen Stadt einigermaßen günstig wohnt und es ohne eigenes Auto funktioniert, wird's finanziell natürlich leichter.
Auf dem Land wird es ohne Auto aber schon mitunter sehr schwierig. Da wird das Wohnen aber dann etwas günstiger sein, wobei das in meiner Region jetzt auch nicht so wirklich billig ist.

Günstigeren Wohnraum zu schaffen, nimmt sich quasi jede Regierung der jüngeren Vergangenheit vor. Umgesetzt wurde davon aber auch regelmäßig wenig bis nichts. Das liegt aber auch an den Bauvorgaben, wo wir meiner Meinung nach wesentlich pragmatischer werden müssen. Also nicht immer A+ bei der Isolierung bzw. Energieeffizienz, sondern vielleicht A-, dafür aber bezahlbar.
Besser als unsanierter Bestand ist das am Ende trotzdem.
 
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Skaiy schrieb:
Und dann rechnest du als Single mit einer Kaltmiete von 710 €? Das ist völlig übertrieben.

Und was sind diese 350 € Fixkosten Auto monatlich (!), wenn du schon die Versicherung, die Steuer und Sprit herausgerechnet hast? Für Reparaturen ebenfalls völlig übertrieben.
Bei 62m² sind das 11,45 €/m2 und auch ländlich und kleinstädtisch heutzutage ein ganz normaler, nichtmal besonders teurer Preis.

Grössenmässig müssten es natürlich nicht unbedingt 62m² sein, sondern perfekt wären eher so 48-55m². Aber man bekommt ja nicht immer die perfekte Wohnung, sondern muss froh sein weinn man dann wenn man eine Wohnung braucht überhaupt eine halbwegs passende Wohnung bekommt.

Aber gerade wenn das Einkommen knapp ist, man sich nicht viele Freizeitaktivitäten leisten kann und entsprechend viel in der Wohnung sitzt, darf die Wohnung auch nicht zu klein sein. Wichtig finde ich zum Beispiel ein kleines, abgetrenntes Schlafzimmer, das man z.B. im Sommer tagsüber gegen die Hitze abdunkeln kann. Und das man sich abends mit vier, fünf Freunden auf der Couch zusammensetzen kann, statt das man sich aus Bett setzen muss. Das wäre dann doch peinlich. Und ideal sind auch Fenster auf mindestens zwei Gebäudeseiten damit man im Sommer nachts über zwei Gebäudeseiten lüften kann damit man an möglichst viel Tagen ohne Klimagerät die Hitze raus bringt.

Wenn man sich für so 13.500€ einen Gebrauchtwagen kauft und dann nach so fünf Jahren noch 2.700€ dafür bekommt sind das schonmal 180€ im Monat Wertverlust. 420€ Jahresinspektion macht 35€ im Monat. 120€ HU alle zwei Jahre macht nochmal 5€ im Monat. Dann sind wir schon bei 220€ im Monat.

Und so 130€ also 1.560€ im Jahr muss man leider schon für Reperaturen zurücklegen. Natürlich kann man auch mal glück haben und zwei Jahren garkeine Reperaturen benötigen. Aber mal auch Pech haben und in einem Jahr gleich zwei teure Reperaturen benötigen. Da kann es schon mal sein das man erst für die HU neue Querlenker und Stossdämpfer vorne benötigt und dann ein paar Monate später mit den hinteren Bremsen Probleme bekommt und nicht nur neue Bremsscheiben, Bremsklötze sonder auch noch neue Bremssättel hinten braucht.

Thane schrieb:
Günstigeren Wohnraum zu schaffen, nimmt sich quasi jede Regierung der jüngeren Vergangenheit vor. Umgesetzt wurde davon aber auch regelmäßig wenig bis nichts. Das liegt aber auch an den Bauvorgaben, wo wir meiner Meinung nach wesentlich pragmatischer werden müssen. Also nicht immer A+ bei der Isolierung bzw. Energieeffizienz, sondern vielleicht A-, dafür aber bezahlbar.
Besser als unsanierter Bestand ist das am Ende trotzdem.
Wohnraum schaffen wäre natürlich in der Tat ein wichtiger Punkt.

Aber ich denke ein Grundproblem ist auch, das in Deutschland zuviele Leute auf Mietwohnungen angewiesen sind, weil sie sich kein Wohneigentum leisten können. Und es im Mietwohnungsmarkt zuviel Gewinnorientierung gibt. Es wird deshalb nicht das gebaut was am drigendsten benötigt würde, sondern das was die höchste Rendite verspricht. Also oft Luxusappartments und möbelierte Boardinghäuser.

Und ich denke das die Zuwanderung seit 2015 auch das Problem auf den Wohnugsmarkt verschärft hat, vorallem weil auch Zuwanderer was Wohnungen betrifft recht ähnliche Bedürfnisse haben wie Geringverdiener.

Und auch wenn es um Jobs geht, egal ob um reguläre Jobs in Branchen wie Einzelhandel und Gastronomie oder auch oder Studentenjobs geht, konkurrieren Zuwanderer da doch und halten die Löhne niedrig. Vorallem weil Zuwanderer wegen der Aufenthaltserlaubnis noch mehr auf Jobs angewiesen sind, und sich so besser ausbeuten lassen.

Die Zuwanderer können zwar selbst auch nichts dafür, aber ich denke schon das wenn die Zuwanderer nicht hier wäre, dann vielleicht die Löhne schon etwas höher wären, und es z.B. statt 16,55€ die Stunde dann immerhin 17,70€ die Stunde gäbe und der Krankenkassen-Zusatzbeitrag vielleicht 0,3% niedriger wäre, dann hätte man schon mal ca. 109€ mehr Netto. Und wenn dann auch noch die Mieten so 1,20 €/m² günstiger wären würde man nochmal so 74€ sparen. Das sind dann doch zusammen 183€.

Ähnlich sieht es bei den Themenblöcken Ukraine-Krieg, Klimapolitik und EZB Politik aus.
 
Martyn schrieb:
Die Zuwanderer können zwar selbst auch nichts dafür, aber ich denke schon das wenn die Zuwanderer nicht hier wäre, dann vielleicht die Löhne schon etwas höher wären
15% aller Beschäftigte in Deutschland sind Ausländer. Das sind über 6 Mio. Menschen. Zum Vergleich kannst du dir anschauen wie viele Deutsche arbeitslos sind. Vielleicht fällt dir was auf 😂

Der feine Deutsche macht die Arbeit nämlich nicht weil er 1 Euro die Stunde zu wenig bekommt, sondern weil das Knochenjobs sind.

Wir brauchen nicht weniger Zuwanderung, sondern mehr.
 
@Martyn Spaß kostet eben. Wer mit geringem Einkommen in teurer Wohnlage eine Wohnung mit "Luxus" braucht, muss eben draufzahlen.

Für die 13.500 € bekommt man etwa ein dreijähriges Fahrzeug, also ein Opel Corsa, Astra oder ähnliches. Solange da nicht VW, Audi, BMW & Co draufsteht, kann man sowas auch ohne große Reparaturkosten 10 Jahre fahren. Dann muss man auch nicht mehr zur jährlichen Inspektion und bei der ersten HU sind sicher keine Reparaturen in großer Höhe nötig. Kauft man dagegen einen durchgelutschen "Premiumwagen" mit 10 Jahren Alter, dann sind solche Kosten von 1600 € jährlich für Reparaturen alltäglich. Und mit 15 Jahren und der nötigsten Pflege verschachert man so eine Kiste dann auch für dein Geld.

Du hast wie so oft 0 Plan von der Lebensrealität. Ohne Zuwanderer wäre die Wirtschaft übrigens schon längst am Ende, weil es gerade für die schlecht bezahlten Jobs keine Beschäftigten mehr gäbe.
 
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