Methode und Software

t-l

Ensign
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Jan. 2010
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251
Hallo,

mein Anliegen stellt sich folgender Maßen dar:

Ich habe auf der Festplatte 1 eine Partition (E) eingerichtet, auf der ich vordergründig meine Daten speichere, verschiebe, neue Ordner und Daten erstelle sowie Daten und Ordner lösche.

Nun kopiere ich diese Daten auf eine weitere Festplatte zur Absicherung.

Ab und zu möchte ich die getätigten Veränderungen (Neue Daten, verschobene Daten und Ordner, gelöschte Daten und Ordner) von (E) auf die andere Festplatte übertragen - letztlich synchronisieren.

Wie verhält es sich nun? Wird die neue Datenstruktur mit den gelöschten, verschobenen, neuen Daten und Ordnern genauso auf die andere Festplatte übertragen oder werden die Daten nur überschrieben, so dass eigentlich gelöschte Ordner und Dateien auf der ersten Festplatte dennoch weiterhin auf der zweiten Festplatte bestehen bleiben bzw. verschobene Dateien und Ordner dann zwei Mal auf der zweiten Festplatte vorliegen - nur in verschiedenen Ordnern!?

Was für ein Programm wäre für mein Anliegen das entsprechende?

Danke und Gruß
t-l
 
Nun ja, Robocopy halte ich nicht für eine optimale Methode, Datensicherungen durchzuführen. Erstens wirbt es zwar mit inkrementeller Vorgehensweise, stellt diese aber nicht in der für Backups geeigneten Weise zur Verfügung. Auch unterstützt es von sich aus kein VSS, was das sichern geöffneter Files schwer macht. Letztlich ist Robocopy nett, wenn es ums Kopieren oder Synchronisieren von Dateien und Ordnern geht. Als Backup-Programm halte ich es für nicht sonderlich geeignet.

Zurück zum Thema:

Wie verhält es sich nun? Wird die neue Datenstruktur mit den gelöschten, verschobenen, neuen Daten und Ordnern genauso auf die andere Festplatte übertragen oder werden die Daten nur überschrieben, so dass eigentlich gelöschte Ordner und Dateien auf der ersten Festplatte dennoch weiterhin auf der zweiten Festplatte bestehen bleiben bzw. verschobene Dateien und Ordner dann zwei Mal auf der zweiten Festplatte vorliegen - nur in verschiedenen Ordnern!?

Viele Leute verstehen unter "Backup" das Vorhalten von identischen Kopien diverser Ordner und Dateien von Datenträger A auf Datenträger B. Um das zu bewerkstelligen, synchronisiert man Quelle A mit Quelle B. Ergo werden gelöschte Dateien auf A auch unter B gelöscht, A und B sind identisch. Dieses Synchronisieren oder Spiegeln eignet sich aber nicht für sinnvolle Backups. Denn diese sollen einen ja vor Datenverlust schützen. Angenommen, ein Virus auf A zerstört reihenweise Dateien und Ordner. Synchronisiert man A nun mit B und stellt den Schaden danach fest, hilft einem das vermeintliche "Backup" auf B nicht, die verlorenen Daten auf A wiederherzustellen.

Deshalb friert man mit Backups quasi den Status auf A unter B zu mehreren Zeitpunkten ein. Wenn dann unter A Daten verloren gehen, kann man unter B auf den Status von A am (z.B.) 27.09.2009 zurückgreifen und danach zerstörte Daten wiederherstellen.

Damit diese Methode nicht zu allzu viel redundanten (doppelten) Daten führt und man Speicherplatz auf dem Backupmedium B spart, haben sich verschiedene Backupmethoden etabliert. Für gewöhnlich nimmt man eine der beiden folgenden Methoden:

Methode 1: man erstellt als erstes ein vollständiges Backup von A auf B. Bei den folgenden Backups (z.B. wöchentlich) werden dann nur die Änderungen zu diesem vollständigen Backup erfasst. Das nennt man "Differenzielle Sicherung".

Methode 2: man erstellt als erstes ein vollständiges Backup von A auf B. Beim zweiten Backup werden dann nur die Änderungen zu diesem ersten, vollständigen Backup erfasst. Beim dritten Backup werden entgegen der "differenziellen Sicherung" aber nicht die Änderungen zum vollständigen Backup erfasst, sondern die zum letzten, dem zweiten Backup. Dies nennt man "Inkrementelle Sicherung".

Die Methode 2 hat daher den Vorteil, dass die der Vollsicherung folgenden Teilbackups kleiner als bei der differenziellen Sicherung sind. Allerdings muss man bei Methode 2 immer das Vollbackup und alle Teilbackups zur Verfügung haben, um Daten wiederherstellen zu können. Bei Methode 1 kann man hingegen Teilbackups rauswerfen und damit zwischendurch etwas "ausmisten".

Ich selbst nutze Acronis True Image für diese Zwecke, an Freeware-Programmen sind z.B. SyncBack Free und Cobian Backup zu empfehlen.
 
Deliberation schrieb:
SyncBack Free und Cobian Backup zu empfehlen.


Weiss jemand vielleicht gerade, ob diese Programme auch unter Win 2000 einwandfrei funktionieren?

Brauche morgen eines, um eine Datenbank-Backupdatei auf eine andere HDD abzusichern ;), bzw. um das zu automatisieren.
 
Danke war gestern abend zu faul um nachzuschauen.

Das Programm ( Syncback) ist ja dafür, dass es kostenlos ist, perfekt. Hat extrem viele Einstellungsmöglichkeiten!
 
Syncback hat eine super Oberfläche und erledigt vieles prima. Cobian ist aber das technisch umfangreichere Programm, da es Features kostenlos bietet, die bei Syncback nur in den kostenpflichtigen Editionen verfügbar sind.
 
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