News Microsoft-365-Alternative: Euro-Office in Version 1.0 erschienen, Standard-Dokumentformat erntet Kritik

Dadurch fürchtet die Document Foundation eine Gefährdung der digitalen Souveränität Europas, weil so ein „Content-Lock-In“ entstehe und die Euro-Office-Entwickler durch die Nutzung des OOXML-Formates zu „de-facto-Verbündeten von Microsoft“ werden.
EmmanuelMar schrieb:
Es ist kostenlos, verwendet aber Microsoft-Dateien... Manche Leute haben von der EU einen finanziellen Zuschuss erhalten, um das als EU-Produkt zu präsentieren und einen schicken „Made in Europe for Europe“-Flyer beizulegen, XD
Die ganze Argumentation ist da komplett rückwärts: Der Vendor Lock-In besteht schon, dementsprechend muss jede Lösung, die sich als Alternative präsentiert, die Bestandsdokumente unterstützen und neue Dokumente im gleichen Format ausspucken können - sonst ist sie schlicht DoA.

In meinen Augen also der einzig vernünftige Weg zuerst mit docx und co zu starten, und danach weiter zu schauen.

Ich wäre nämlich überrascht, wenn von 100 Leuten auf der Straße auch nur ein einziger etwas mit einer .odf Dateiendung anfangen kann, da sieht es bei .doc und .docx schon ganz anders aus.
 
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@Bright0001
Sehe ich auch so. Es wäre widersinnig bei einem Wechsel weg von MS Office zu EuroOffice ausgerechnet die Bestandsdokumente nicht mehr öffnen und mit Geschäftspartnern die bei MS Office bleiben keine passenden Formate senden zu können.

Ich musste meiner Familie klar machen, dass im Oktober mein MS365 Abo ausläuft und nicht mehr verlängert wird und sie deshalb auf ein freies Office Paket umsteigen sollten. Auch da war die allererste Sorge, ob die Bestandsdokumente dann überhaupt noch nutzbar sind. Aber da konnte ich beruhigen, auch LibreOffice kann mit den Dokumentenformaten von MS365 umgehen.
 
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Mir ists bis heute ein Rätsel, wieso scih OnlyOffice, OpenOffice, LibreOffice, EuroOffice nicht zusammensetzen und eine Software draus machen, wo dann sämtliche Energie reinfließt. So wird das doch nichts.

Und bei digitaler Unabhängigkeit auf MS Standards zu setzen kann sich auch jeder seinen Teil denken..
 
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Sehe da nicht das Riesenproblem, dann stellt man halt zur Not um...
Ausserdem ist das andere Zeug ja nicht unlesbar.
Warum sich nicht zuaammengetan wird, eckt evtl an Philosophien, aber die Entwicklung geht in die richtige Richtung.
 
Ich habe gerade mal etwas getestet:

Öffnen von OnlyOffice und LibreOffice (kein bestimmtes Programm sondern die jeweiligen Übersichtsdialoge, aus denen heraus man dann die einzelnen Programme wie Writer/Calc bzw. Text/Table starten kann): Beide jeweils ca. 3s auf meinem Laptop.

Öffnen von OnlyOffce bzw. LibreOffice und dann sofort Erstellen/Öffnen eines neuen Dokuments in Writer bzw. Text (Mauszeiger ist vorab über der entsprechenden Schaltfläche, Reaktionszeit bei beiden Programmstarts vergleichbar):

OnlyOffice: ca. 7s
LibreOffice: ca. 5s

Also das mit dem "alt und langsam" stimmt zumindest im letzten Punkt nicht. Ich denke, das eigentliche Problem ist, dass man eine Cloud-basierte Lösung haben wollte, was bei LibreOffice im Moment noch nicht existiert (beim Fork CollaboraOffice tut es das wiederum, aber ich denke, da wären die Fragen der Lizenz noch schwieriger als schon bei OnlyOffice, da dort trotz MPL-Lizenz ein gewinnorientiertes Unternehmen dahintersteckt).
 
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@tritra0815 und nochmal das Projekt hat nichts mit der EU zu tun. Ich bin als Schweizer grundsätzlich eher abgeneigt gegenüber der EU.

Aber eine Institution zu verunglimpfen auf Basis das nichts mit dieser Institution zu tun hat - und man selber wohl kaum getestet hat (sonst würde man das wissen). Ist echt ein bisschen lächerlich.
 
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Was ist der Unterschied Onlyoffice vs EuroOffice?

Ich finde gut, dass sie weiterhin bekannte Formate nutzen. LibreOffice/Openoffice waren nie gut und immer verbuggt
 
DerAnnoSiedler schrieb:
So schnell kann es passieren.
Gestern waren Ionos, Nextcloud, Tuta, Proton usw. noch Privatunternehmen.
Heute ist offensichtlich der Kommunismus ausgebrochen und wurden alle verstaatlicht. Kann man nichts machen :evillol:
Geh noch mal in Dich und dann darfst Du gerne korrigieren!
 
Piak schrieb:
Was ist der Unterschied Onlyoffice vs EuroOffice
Derzeit hauptsächlich: Keine Russen beim Euro-Office, sondern echtes OpenSource Projekt getragen von einer Reihe europäischer Firmen.
Inwieweit Euro-Office in den nächsten Jahren sich auch technisch weiterentwickelt, wird sich zeigen.

Zoldan schrieb:
Geh noch mal in Dich und dann darfst Du gerne korrigieren!
Mein Beitrag war Ironie, nur falls das nicht vertstanden wurde.
 
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areiland schrieb:
@Bright0001
Sehe ich auch so. Es wäre widersinnig bei einem Wechsel weg von MS Office zu EuroOffice ausgerechnet die Bestandsdokumente nicht mehr öffnen und mit Geschäftspartnern die bei MS Office bleiben keine passenden Formate senden zu können.

Ich musste meiner Familie klar machen, dass im Oktober mein MS365 Abo ausläuft und nicht mehr verlängert wird und sie deshalb auf ein freies Office Paket umsteigen sollten. Auch da war die allererste Sorge, ob die Bestandsdokumente dann überhaupt noch nutzbar sind. Aber da konnte ich beruhigen, auch LibreOffice kann mit den Dokumentenformaten von MS365 umgehen.
Das Format ist aber nur eine Sache. Wir haben alternative Office-Lösungen im Unternehmen vor Jahren mal ernsthaft getestet. Dabei war das Format gar nicht das Problem, sondern die Interpretation des Contents, denn wenn in PowerPoint eine Tabelle mit einen Chart-Verlauf korrekt nach oben zu sehen ist, in einem angeblich kompatiblen Produkt das selbe Slide aber einen auf dem Kopf gestellten Verlauf anzeigt, dann ist das ein katastrophales Ergebnis!
 
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aufkrawall schrieb:
Microsoft Office ist schrecklich, aber der ganze Open Source-Schlonz ist bei der Nutzungserfahrung noch viel schlimmer.
Kann man so nicht sagen. Ich habe meine Info-Diplomarbeit damals mit OpenOffice gemacht, zu dem Zeitpunkt (2008) hatte MS Office noch Probleme, einfach größere Dokumente zu verwalten oder Grafiken pixelgenau zu platzieren.
 
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tritra0815 schrieb:
Alles was EU angeht geht in die Hosen .... Nix bekommen die gebacken.
Ja komm, lass uns wieder Roaminggebühren und Minidatenkontingente beim surfen und telefonieren im europäischen Ausland einführen. Um mal nur ein Beispiel zu nennen....

Dass es ein Projekt diverser europäischer Unternehmen ist wurde ja schon mehrfach geschrieben, ist durch deine Beissreflexschranke aber wohl nicht durchgekommen. :stacheln:
Getragen wird die Initiative von einem Konsortium europäischer Technologieunternehmen. Neben Nextcloud und Ionos sind unter anderem Proton, OpenProject, XWiki, Soverin und Abilian an dem Projekt beteiligt.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Euro-Office
 
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@gustlegga
Bitte verwirre die Leute nicht mit Fakten!
 
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leider traurig, wieviele leute hier wohl nur die überschrift lesen und direkt losschießen wie an einem stammtisch.
"einfache" lösung: nächstes mal direkt alle nötigen infos in die überschrift packen!
 
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@areiland
Ja, manchmal bekommt man hier im Forum schon "Ein echter Wiener geht nicht unter" Vibes.
oder um es mit den Worten des berühmten Wiener Philosophen Edmund "Mundl" Sackbauer zu sagen:
:evillol:


@alyk.brevin
tl;dr halt. 🤷‍♂️
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das Format ist am Ende nicht so wichtig wenn es zu 99% der Zeit eh im Browser bearbeitet wird. Wichtig wäre es mal einen Google Login Ersatz zu bauen der verpflichtend ist. EU weit am besten. Mit und ohne Pseudonym Funktion. Ähnlich wie bei protonmail.
 
jimmy13 schrieb:
Als Beispiel könnten kleine Firmen stehen, die nur wenige Schreibtischplätze (<5) haben, für die sich eine Serverinfrastruktur nicht lohnt.
Was heißt lohnen. Du brauchst doch eh irgendein System um Daten zu syncen wie eine Nextcloud oder ähnliches. Dann buchst du dir einfach Office dazu. Und auch bei 5 Leuten ist es super nervig Dokumente nicht gleichzeitig bearbeiten zu können.
Ergänzung ()

Euphoria schrieb:
Da muss ich auch nicht extra Server dafür laufen lassen, sondern die laufen lokal.
Lokal laufendes Office ist totaler Mist, wenn man Dokumente gleichzeitig bearbeiten muss. Was in einer Firma dauerhaft der Fall ist.
 
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