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Microswitch von Maus ohne Löterfahrung tauschen?

jo, die billigen pumpen sind alle "china-schrott" - aber in dem fall lohnt es sich einfach nicht 20-30€ in so eine pumpe zu investieren. da hast bald die maus bezahlt :D

die hier + silikonschlauchspitze sollte ausreichend sein:
https://www.amazon.de/BIGtec-Entlötsaugpumpe-antistatisch-Teflonspitze-Leichtmetall/dp/B07DVPHKPK/ref=sr_1_10?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&dchild=1&keywords=entlötpumpe&qid=1608666971&sr=8-10

das in dem video heißt "entlötlitze" - das brauchst du aber eigentlich nicht. das ist die andere methode altes lot zu entfernen, aber in dem video sieht man auch die probleme: man bekommt es nicht sauber weg. entlötlitze wäre bspw gut um schon entlötete pads noch etwas zu reinigen. eine pumpe geht beim eigentlichen entlöten aber schneller und gründlicher.

der hinweis von vindoriel bezüglich verbleitem und unverbleitem lot ist korrekt, allerdings würde ich für die maus nicht extra unverbleites lot kaufen. ich denke die rückstände sind sehr gering und die thermische und mechanische belastung ebenfalls, so dass die lötstelle die maus trotzdem überleben sollte. optimal wäre es natürlich den lötzinntyp an den originaltyp anzupassen.

das verbleite lot hat allerdings einen vorteil: lässt sich leichter verarbeiten - aber die dämpfe sollte man nicht unbedingt in größeren mengen einatmen. aber bei den paar lötstellen ist das quasi irrelevant.
 
duskstalker schrieb:
das verbleite lot hat allerdings einen vorteil: lässt sich leichter verarbeiten - aber die dämpfe sollte man nicht unbedingt in größeren mengen einatmen. aber bei den paar lötstellen ist das quasi irrelevant.
Die Dämpfe kommen vom Flussmittel und da ist es egal, ob bleifreies oder bleihaltiges Lot.
Da ist eher der Abrieb auf der Haut tragischer, wobei man sich nach dem Löten eh die Hände wäscht und nicht Lötzinn und Brot abwechselnd anfasst.
 
@duskstalker
Habe mir die Bewertungen von der Pumpe genauer angeschaut und wenn die "10x benutzen, dann nur noch halbwegs brauchbar" stimmen, muss ich dafür nicht unbedingt 5€ ausgeben. Habe mir daher doch die von Fixpoint bestellt, das Auslösen kann dann hoffentlich mein Verwandter übernehmen.
Falls ich noch in einen Baumarkt komme und unverbleiter Lötzinn nur ein paar Euro kostet, kann ich den ja mitnehmen. Falls nicht, soll/darf ich dann, wie in dem Video gezeigt, noch mit Alkohol (?) drüber, um die letzten Reste zu entfernen?
Lötkolben, Lötzinn, Pumpe, Silikonschlauch und neue Switches - ist das alles?

@Vindoriel
Danke für den Hinweis.
 
Juleru schrieb:
Kann man den Microswitch auch als vollkommener Löt-Dau tauschen oder mache ich damit wahrscheinlich eher mehr kaputt?
versuchs doch erstmal mit Kontaktspray an den Switches, damit kann man oftmals schon den Doppelklick beheben, geht auch ohne den Switch auseinander zu bauen, dann oben durch die kleine Öffnung, ansonsten ist der Switch auch rel. einfach mit was Spitzem oder Teppichmesser auseinander zu bauen um direkt die Kontaktflächen zu reinigen
weitere Alternative wäre die Kontaktflächen anzuschleifen oder wenn die Blattfeder was hat, diese tauschen aus nem neuen Switch, alles jedenfalls "einfacher" als löten, als Laie...
bei der nyth sind angeblich Omron D2FC-F-7N 10M verbaut, gibts auch bei ebay

ich würde es erstmal mit Kontaktspray versuchen, hier ein Video dazu (ca. min. 5)

oder mit ca. 600er anschleifen oder Feder tauschen
 
In den Switch würde ich kein Kontaktspray reinsprühen, weil das keine positiven Auswirkungen hat.
In Schalter oder Taster hingegen schon, wobei es auch bessere Mittel gibt, die auch rückstandsfrei verdunsten (Oszillin glaube ich war das).
 
Vindoriel schrieb:
In den Switch würde ich kein Kontaktspray reinsprühen, weil das keine positiven Auswirkungen hat.
In Schalter oder Taster hingegen schon

hmm, was meinst Du genau mit Switch, Taster und Schalter?

ich wollte aber eh noch anmerken, dass sich Einige beim Switchtausch dann gleich "langlebigere" Switches wie die Kailh GM Red oder TTC dustproof gold einlöten und nicht wieder die Omrons

zu Frage 3: ja es macht natürlich Sinn den anderen auch gleich zu tauschen, zumindest aus meiner Sicht ^^
 
Sk3ptizist schrieb:
hmm, was meinst Du genau mit Switch, Taster und Schalter?
Vielleicht kommst Du drauf, wenn Du wieder wach bist und auch ggf. den Link zum Begriff "Switch" angeklickt hast.. ;)
Und falls doch nicht: In der Maus befinden sich Taster.
 
Vindoriel schrieb:
In Schalter oder Taster hingegen schon, wobei es auch bessere Mittel gibt, die auch rückstandsfrei verdunsten (Oszillin glaube ich war das).

Rückstandsfrei nicht, es bleibt ein Schmierfilm, aber das ist auch Sinn der Sache. Teslanol Oszillin muss nicht ausgewaschen werden. Nahezu Rückstandsfrei ist der Feinelektroreiniger von Teslanol.
 
duskstalker schrieb:
mit alkohol bekommt man nur die flussmittelreste weg. es schadet nicht, wenn man die lötstelle mit alkohol abwischt, aber dringend nötig ist das eigentlich nicht.
Einfach mit Isopropanol und mit einem Wattestäbchen?
Habe übrigens in 2 Apotheken nachgefragt und nicht mal deren Lieferant verkauft einen solchen Silkonschlauch. Baumärkte haben bis Mitte Jänner leider geschlossen und die Schläuche von Amazon kann man scheinbar vergessen (entweder sehr teuer oder angeblich doch nicht Silikon). :/

@Sk3ptizist
Ich habe diese Switches bestellt, die müssten dann doch eh länger halten (weil 50M), oder?
Danke für die Videos. Wie kann ich denn herausfinden, ob es wirklich an der Feder liegt, oder gibt es keine andere Möglichkeit? Der Feder-Austausch sieht nämlich nach noch mehr Fummelei aus als gleich den ganzen Mikroswitch zu tauschen und wenn es womöglich nachher doch nicht hilft...
In dem zweiten Video, was ist die Flüssigkeit bei 17:45 und wieso benutzt er sie?
 
ebay wäre noch eine adresse.

die flüssigkeit ist wahrscheinlich flussmittel. normalerweise nutzt man flussmittel in pastenform, weil das nicht überall herumläuft. flussmittel hilft kurz gesagt das lot in flüssiger form da hinzubekommen, wo es hin soll, und es von dort fernzuhalten, wo es nicht hin soll. bspw. lötpad und lötfahne -> da soll es hin. benachbartes lötpad - da soll es nicht hin. extra flussmittel braucht man besonders bei SMD bauteilen, wo kleine kontakte eng beeinander liegen. das geht quasi nicht ohne, weil man immer wieder lotbrücken fabrizieren würde.

es könnte aber auch eine andere art von löthilfsmittel sein.

für die microswitches ein unnötiges unterfangen, weil die lötpunkte gut erreichbar und leicht zu löten sind. lötzinn mit "integriertem" flussmittel ist hier vollkommen ausreichend und macht weniger sauerei.
 
Vindoriel schrieb:
In der Maus befinden sich Taster.
micro switch


Juleru schrieb:
Ich habe diese Switches bestellt, die müssten dann doch eh länger halten (weil 50M), oder?
naja, nur laut Angabe/Datenblatt, meinem Empfinden nach sind gerade die anfälliger dafür (kommt aber auf die Maus/weitere Faktoren an), zumindest hatte ich mit denen nach 3 und nach 9 Monaten den Fehler in einer G502 und G903...
zur Zeit halten sie aber "schon" über 1 Jahr in meiner Gladius ^^, wo sie ruhig kaputt gehen könnten, da sie da austauschbar sind, ohne zu löten...

Juleru schrieb:
Wie kann ich denn herausfinden, ob es wirklich an der Feder liegt, oder gibt es keine andere Möglichkeit? Der Feder-Austausch sieht nämlich nach noch mehr Fummelei aus
sollte man sehen, meist liegt es am erhöhtem Kontaktwiderstand durch Korrosion oder mechanische Veränderung der Kontakte o.ä., durch Kontaktspray oder anschleifen (nicht zu viel) lässt sich das meist einfach beheben
Federtausch/-ausbau sieht schwieriger aus als es ist...
naja, aber wenn Du eh schon so aufs Löten aus bist, machs halt so
 
Sk3ptizist schrieb:
Wenn schon, dann Mikroschalter, wenn Du schon auf Wikipedia verlinkst. Und da dieser nach Wegnahme der Betätigungskraft selbsttätig in die Ausgangslage zurückkehrt, ist es (als Funktionsweise, also nicht falsch) ein Taster (stell Dir mal vor, Deine Türklingel hätte an der Haustür einen Schalter...).

duskstalker schrieb:
flussmittel hilft kurz gesagt das lot in flüssiger form da hinzubekommen, wo es hin soll, und es von dort fernzuhalten, wo es nicht hin soll. bspw. lötpad und lötfahne -> da soll es hin. benachbartes lötpad - da soll es nicht hin. extra flussmittel braucht man besonders bei SMD bauteilen, wo kleine kontakte eng beeinander liegen. das geht quasi nicht ohne, weil man immer wieder lotbrücken fabrizieren würde.
Da verwechselst Du Flussmittel mit Lötstopplack.
Flussmittel dient hauptsächlich dazu, die Oberflächen durch Ätzen von Oxiden und anderen Verschmutzungen zu reinigen, so dass die Lötverbindung entstehen kann. Manche Flussmittel wie Kolophonium muss man nach dem Löten nicht beseitigen, viele Flussmittel muss man hinterher aber entfernen, weil diese sonst das Material angreifen.
 
Nein, ich verwechsle das nicht. Flussmittel erfüllt mehrere Aufgaben. Neben der von dir angesprochenen Reinigungsfunktion, dient Flussmittel als Sauerstoffbarriere und sorgt durch die komplette Benetzung der Lötstelle für veränderte Oberflächenspannung des flüssigen lots, was letztendlich dazu führt, dass man das lot bspw bei microkontrollern mit dem Lötkolben über die Kontakte "streicht" anstatt punktuell zu löten, weil sich im flussmittel das lot von selbst an die jeweilige Lötstellen "sortiert" bzw fließt und keine Brücken bildet. Ohne Flussmittel kann man einen microcontoller nicht löten, weil das lot überall Brücken bilden würde.
 
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