Monitor kalibrieren

Satya

Lt. Commander
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Moin
ich möchte nun mal endlich meinen Dell 2709W auf sRGB kalibrieren.
Ich bin Hobbyfotograf und immer fleißig am Nachbearbeiten. Bringt mir natürlich nichts wenn das Ergebnis hinterher nur auf meinem Monitor gut aussieht.
Wie kalibriere ich also möglichst günstig? Reicht es (fürs Erste) mir ein kalibriertes Profil von jemand zu besorgen, der exakt das gleiche Modell hat? Und wieso ist dies nicht auch für meinen Monitor perfekt? Liegt es nur daran, dass sich auch baugleiche Modelle in der Farbdarstellung unterscheiden? Diese minimalen Unterschiede wären mir dann wirklich erstmal egal...
>200 für ein Einsteigercolorimeter reißen dann wohl sicherlich nichts Besseres.

Gibt es !brauchbare! Programme für eine Kalibration ohne zusätzliche Hardware? Ich habe mich mal durchs Colorsync Dienstprogramm gequält und auch mal ein kleines, ganz ähnliches Programm für Windows ausprobiert. Das Ergebnis war, erwartungsgemäß, unbrauchbar.

Wir ihr sicher merkt, bin ich neu auf dem Gebiet der Farbprofile, es interessiert mich aber brennend!;)
 
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Danke, aber genau das meinte ich mit dem "ähnlichen" Programm:D
 
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MOI schrieb:
Gibt es !brauchbare! Programme für eine Kalibration ohne zusätzliche Hardware?
Ohne Hardware ist es halt im Bestfall eine Kalibrierung "nach Augenmaß", also wenig zuverlässig.

MOI schrieb:
>200 für ein Einsteigercolorimeter reißen dann wohl sicherlich nichts Besseres.
Ich hab vor einger Zeit einen Huey für 65 EUR erstanden. Der liefert ein durchaus brauchbares Ergebnis.
 
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Als Hobbyphotograph kannst Du, wenn Du auf korrekte Darstellung Wert legst, vom Gedanken an eine reine Softwarelösung gleich wieder Abschied nehmen, die bringt in dem Bereich absolut nichts, da sie immer von Deinem subjektiven Empfinden und der aktuellen Arbeitsumgebung abhängig ist.
Für 200€ bekommst Du entweder Durchschnittsware wie Spyder & Co, oder, wenn es Dir nichts ausmacht, ein Gerät zu kaufen, das unbegreiflicherweise leider nicht mehr hergestellt wird, das beste Colorimeter, das jemals hergestellt wurde, das Quato Silver Haze Pro, besser bekannt als xRite DTP94. Damit legst Du Dir Profile für die verschiedenen Umgebungen wie Tageslicht, Kunstlicht usw. an und der Monitor zeigt alles korrekt an. Der Profilwechsel ist mittels der mitgelieferten Software kein Problem.
Das oftmals empfohlene Ausleihen eines Colorimeters bringt nicht viel, da sich die Darstellungseigenschaften von Monitoren im Laufe der Zeit ändern und dann immer wieder neu kalibriert werden muß. Eizo empfiehlt z.B. für die High End Monitore der CG Serie eine Recalibration alle 200 Betriebsstunden.
Diverse Tests in der Photofachpresse haben in der Vergangenheit belegt, daß das genannte Colorimeter den sonst weit verbreiteten Spyder und erst recht den noch billigeren Geräten deutlich bis weit überlegen ist. War für mich auch der Grund, keine Mühe zu scheuen, eines zu beschaffen, was nicht so einfach war, da es, wie gesagt, leider nicht mehr hergestellt wird.
 
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Seh ich genau so, wenn Du "vernünftige" neutrale Farben möchtest wirst Du im eine Hardwareanschaffung (z.b. einen Eye One oder IColor) nicht herumkommen. Ist ja eine Hardware die ein paar Jahre überleben wird. Wenn Du überlegst das Ding die nächsten 10 Jahre zu benutzen, dann kostet es gerade mal einen Euro Fuffzig im Monat.
 
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Der Unterschied zwischen teuren und billigeren Colorimetern ist aber doch eher gering im Vergleich zu dem Unterschied zwischen Augenmaß und nem gebrauchten Eye-One oder ähnlichem. Daher würde ich mal gucken ob du was gebrauchtes günstiges bekommt, wenn du nicht im Zwang bist, farbechte Aufträge für Geld abzuliefern ;)
 
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Wo wir gerade beim Thema Kalibrierung sind, kann mir jemand sagen ob die D-SLRs über einen farblich kalibrierten Monitor zum betrachten der Bilder verfügen, oder ob die einfach irgendwas anzeigen farblich? Mit der Eos 450D hab ich zumindest die Erfahrung gemacht, dass der Monitor oft deutlich daneben liegt, meine Nikon D60 hab ich jetzt nicht lange genug in Gebrauch um ein Fazit zu ziehen, aber irgendwie kommen mir die Farben und auch kontraste recht wahrheitsgetreu vor... (da sie ja einen mini Raw -> Jpeg konverter eingebaut hat, dürfte das doch eine interessantere Funktion sein als ich zuerst dachte, eben sofern der Display realitätsnahe Ergebnisse liefert, werd wohl oder übel ein paar prints machen müssen ums rauszufinden ^^)
 
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Was willst du auf so ein kleinen Monitor denn beurteilen? Der ist in erster Linie nur für den groben überblick der Bilder zuständig. Selbst leicht Unschärfe lässt sich da eigentlich nur sehr eingeschränkt beurteilen, weil die geringe Auflösung des Monitors das nicht zulässt. Ich hab ihn an DSLR eh die meiste Zeit ausgeschaltet, weil er den Akku nur belastet. Es gibt sicher einige grenzwertige Situationen, wo man mal ein Blick riskiert, aber auch nur dann, wenn es um Portraits, Landschaft oder andere statische Motive geht. Alles andere lässt sich erst am Computer definieren.
 
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Naja reingezoomed aufs hauptmotiv erkennt man schon ob es scharf ist oder nicht, bzw sieht man das auch auf der normalen vorschau wenn man genauer hinsieht. 230.000 Pixel reichen eigentlich schon aus für eine grobe Beurteilung. Obs wirklich perfekt scharf ist, sieht man ja auch auf nem 1 mio pixel Monitor nicht so recht...

Jedenfalls "entwickle" ich die raws jetzt sowieso nur noch mit Nikons Capture NX2, das ist wirklich toll und intuitiv :)
 
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Hi,

ich hab auch den Dell 2709 und ein Quato iColor Display (200 Euro) irgendwas...
Ich finde das der Dell unkalibriert total daneben liegt. Ich wüde so keine Bilder mehr bearbeiten wollen.

Gruß
Jürgen
 
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