Monitoring Tool wie PRTG? Günstiger/Freeware?

Caine1

Commander
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hi, ich habe sowas noch nicht benutzt aber für ein projekt habe ich PRTG gelesen jedoch scheint es ziemtlich teuer für endkunden? oder sind für 500 sensoren / 1 server ca. 1200 euro normal auf dem markt? ich weiß gar nicht wieviele sensoren man für 1 server in der praxis benötigt wenn man benachrichtigungen für ausfall von server einrichten möchte :). ggf. kommt hinzu das 2 VMs laufen, also 1 server + beide VMs im monitoring, jemand ideen ? danke euch ! ichl lerne derzeit viel über monitoring & NAS . auch durch euch :)
 
für 2 VMs und die Hardware benötigen wir im PRTG ca. 10 Sensoren.
Aber ich glaube wir haben auch mit 500 gestartet, aber wir monitoren alle Kunden, nicht nur einen Server.
 
Wenn du was kostenloses suchst, wir verwenden bei uns Zabbix:

https://www.zabbix.com/

Ist open-source und läuft quasi auf jedem Linux. Man könnte dort auch Support kaufen wenn man will.
 
Über den Preis kann ich nichts sagen, ich bin da bei usn nicht mit involviert, aber da kann man doch bestimmt mit dem Anbieter Kontakt aufnehmen und sich unverbindlich was anbieten lassen. Wir nutzen jedenfalls zur Überwachung auch PRTG.
Was die Sensoren angeht kommt das sehr drauf an was du alles prüfen willst. Wir zum Beispiel haben diese Sensoren für einen einzigen Server:
- Ping, um zu prüfen ist der Server überhaupt da
- Ping zum Backupserver, damit die Verbindung dazu sichergestellt ist
- Läuft der Backupservice
- Laufwerke (je nach Anzahl Laufwerke), nicht dass irgendwas ein Überladen erzeugt und zum Stop von Datenbanken/Loads führen kann.
- RAM, hat der Server genug oder nicht
- daraus resultierend auch die Pagefile, wie sehr swappt der Server evtl.?
- Prozessorlast, braucht er evtl. mehr Power
- Läuft der RDP Service
- Datenbank und Softwaredienste, natürlich abhängig wie viele das sind
Wir kommen da schon auf 15-20 Sensoren pro Server.
 
PRTG ist mMn eine überteuerte GUI für SNMP, WMI und andere Standards..
Gute Alternativen sind das schon genannte Zabbix, Icinga2 oder z.B. Check_MK. Von allen gibt es bei Bedarf (kostenpflichtige) Enterprise-Editionen oder zumindest Support aber alle haben auch eine kostenfreie Version.

Für solche winzigen Umgebungen hast ein Check_MK vermutlich am schnellsten aufgesetzt zumindest meiner Erfahrung nach. Gibt afaik auch eine Abwandlung davon, findet man wenn man nach omd-labs sucht.

Bei der von mir genannten Lösung hast du ein recht gutes Auto-Discovery wenn du SNMP Zugriff einrichtest (z.B. bei Switchen, Routern, Firewalls, etc) bei Servern oder da direkt den mitgelieferten Agenten installierst.

Ob du dann alle automatisch gefundenen Checks auch nutzen willst obliegt dir bzw euren Anforderungen. Ansonsten gibt es natürlich die üblichen Querelen mit Monitoring:
- Wer soll wann bei welchem Event alarmiert werden?
- Passen die Default-Schwellwerte oder müssen diese an die eigenen Gegebenheiten angepasst werden
- Gibt es Abhängigkeiten, die zu beachten sind, etc
- reine Ping-Checks kann man zwar für Host-Availability machen aber sagt noch nix dazu aus, ob ein bestimmter Dienst verfügbar ist, etc. pp

Erfahrungsgemäß sollte man anfangs die Alarmierung nicht aktiv schalten und zusehen, dass man wo nötig ggf die Config anpasst. Achtung: Ein neu eingeführtes Monitoring ist idR sehr rot weil es einem vor Augen führt, was alles nicht stabil oder korrekt funktioniert. Entweder geht man die Probleme dann an oder man ignoriert es, verschließt die Augen vor dem Desaster und dreht die Schwellwerte soweit hoch, bis es vermeintlich grün wird.
Hat man dann das gröbste geklärt legt gemeinsam mit dem Empfängern fest wer wann alarmiert werden soll, welche Dienste, Checks etc sind kritisch, welche nicht etc und baut dann das Alerting auf.
 
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