MSI K8NGM-V mit Freezer 64 Pro + Sempron 2600

TcT

Lt. Commander
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Hallo,

Ich habe vor mir einen kleinen PC zu bauen, der möglichst passiv läuft.

Dabei habe ich mir folgendes vorgestellt.

Die CPU kann man ja untervolten und gegebenenfalls runtertakten.

Meine Frage kann man mit dem MSI K8NGM-V die Vcore verändern?

Würde der Freezer 64 Pro für den Passivbetrieb ausreichen?

Der Sempron ist ein Palermo Kern, der in 90nm gefertigt wurde.

Außerdem ist mir wichtig, dass die Standbyfunktionen des Mainboard fehlerfrei funktionieren. Desweiteren sollte das Board über den Lan Port zum Starten in der Lage sein.

mfG TcT
 
ich hbe vorhin meinen 3000+ @ 1,1V mit einem freezer64 pro passiv betrieben...
cpucool gab max eine temperatur von knapp 60°C grad an. als ich den kühler angefasst habe, war er sehr heiß, wie ich feststellen musste, aber der pc lief....
also deinen sempron dürftest du locker passiv kühlen können :)
 
Möchte mich hier mal mit meiner Frage anhängen. Wie kann ich untertakten, denn ich habe im BIOS nichts dergleichen gefunden, wo ich die Vcore absenken kann?
 
SiN schrieb:
Möchte mich hier mal mit meiner Frage anhängen. Wie kann ich untertakten, denn ich habe im BIOS nichts dergleichen gefunden, wo ich die Vcore absenken kann?

Wenn das Bios das nicht bietet, auch nicht mit irgendwelchen Tastenkombinationen, die diese Funktion im Bios freischaltet und damit erst sichtbar macht, kannst du meist problemlos (mit aller Vorsicht natürlich) mit Software-Tools untertakten bzw. "undervolten" (deutschen prägnanten Ausdruck gibt´s nicht), also weniger Spannung verabreichen.

Ich empfehle RMClock, weil ich damit seit einigen Versionsnummern gute Erfahrungen gemacht habe. Andere empfehlen andere Software, testen und vergleichen, was dir besser gefällt oder besser funktioniert mit deiner Hardware.

Bei RMClock wird zunächst kontrolliert, ob die CPU richtig erkannt wurde und welche Energiesparmechanismen genutzt werden können. Dann müssen die von der Software erkannten Taktraten mit den jeweiligen Spannungen mit den offiziellen Angaben verglichen werden. Das ist die Basis (Bios-Einstellungen lasse ich mal aussen vor).

Das Ergebnis sind sog. Profile, die man selbst verändern kann, anklicken und andere Spannung geben. Die Spannungsumstellung erfolgt erst mit Aktivierung des Profils. Für Änderungen gilt das Gleiche wie bei allen Takt- und Spannungsveränderungen, immer auf Stabilität prüfen. Weil es per Software geht, ist man geneigt, diesen Schritt zu übergehen und es immer weiter zu treiben, bitte nicht !

Auch mit anderer Software die tatsächlich angelegte Spannung gegentesten, niemals allein einer Software vertrauen.

Bringt ein instabiles Undervolting (aus Benchmarks etc.) keinen Gewinn an tieferen CPU-Temperaturen oder weniger Stromaufnahme (glücklich wer ein Strommessgerät hat), dann besser einen Schritt zurückgehen. Man kann auch für Office und Internet eine niedrigere Spannung nehmen, aber für Spiele etwas mehr Volt geben, bevor man startet, sehr bequem.

Ist bei Intel oder AMD grundsätzlich nicht verschieden, meinen Athlon64 konnte ich fast besser undervolten als den späteren Allendale, der jetzige Kentsfield geht auch sehr gut.

Tipp: Manchen CPUs kann man als Mobile-Variante in RMClock definieren, mit entsprechend tieferen Spannungen bzw. günstigeren Spannungsbereichen. Ist etwas risikoreicher aber auch ertragreicher hinsichtlich Stromeinsparung und niedrigerer Temperaturen.
 
Kann man dadurch etwas zerstören? Bin immer etwas vorsichtig, da ich soetwas noch nie gemacht habe, meine CPU aber sooft im Leerlauf ist, das ich trotz C&Q meine, sie könnte noch langsamer laufen.
 
SiN schrieb:
Kann man dadurch etwas zerstören? Bin immer etwas vorsichtig, da ich soetwas noch nie gemacht habe, meine CPU aber sooft im Leerlauf ist, das ich trotz C&Q meine, sie könnte noch langsamer laufen.

Man muss auch vorsichtig sein, wenn du so etwas vor hast, notiere dir deine genauen CPU-Daten und suche gezielt in Foren nach unteren Grenzen und Werten, die bei den meisten Berichten bestätigt werden, für den Anfang bitte keine Pionier-Arbeit ! Ein Schritt weg von den Standard-Settings fällt immer leichter, je kostengünstiger der Ersatz bei Ausfall der jeweiligen Komponent ist, also eine CPU für 50 Euro zu verlieren tut weniger weh, als eine Grafikkarte für 200 Euro.

Übertakten ist wesentlich heikler, untertakten und undervolten - führt in der Regel - zum Absturz und Neustart. Geringes Undervolting kann sogar eine Komponente derart schonen, daß die Lebensdauer über dem Durchschnitt liegt (bei den heutigen Zyklen erreichen wir die normale schon nicht). Physikalisch ist dies nachvollziehbar. Aber: ständig Abstürze zu provozieren schadet in jedem Fall den Festplatten und RAM, die aktuellen Boards sind schon ziemlich gut geschützt, Grafikkarten auch, trotzdem das muss nicht sein.

Wer ohnehin viel im Idle arbeitet und die CPU nur seltenst herausfordert, wird ohnehin beim Notebook landen. Die aktuellen DualCore nehmen aber locker mal 30 Watt auf, sind beleibe nicht leise und bereits in meinen Augen Overkill (wenn man einen Zweit-PC daneben stehen hat). Ein 5 Jahre altes Centrino-Notebook tut es völlig, Braucht ein Spiele-PC im Jahr bereits 250 Euro Stromkosten, so kann sich ein 400 Euro-Notebook schnell amortisieren. Irgendwann schließen wir sowieso unsere Bluetooth-Tastatur und TFT per Datenkabel ans Handy an, dessen CPU reicht heute schon für Office.

Boards mit freien Multiplikatoren und passende CPU (Intel hat da ja Riegel vorgeschoben) eignen sich gut für Experimente, noch unter dem Cool&Quiet bzw. EIST zu bleiben unter Zuhilfenahme des FSB. Bei AMD-CPUs bspw. läßt sich auch der HT-Takt runtertakten, hat bei mir aber am Stromverbrauch zu wenig gebracht und Stabilität ging gerade so.

Neue CPU-Technik macht gezielte Sparmaßnahmen einzelner Kerne möglich, siehe neue Intel C-Zustände (pdf - Seite 7), dazu braucht es aber nicht nur formal passende Chipsatz-Unterstützung, sondern oft auch ideale Praxis-Bedingungen.

Desktop-CPUs mit ausgewählten Mainboard gezielt zu untertakten/undervolten hat einfach seine Grenzen, wer wirklich sparen will, greift zu ITX-Lösungen, speziellen Netzteilen etc., das lohnt für Standard-Hardware nur begrenzt. Aber warum nicht, kostet nichts extra und man ist wieder beschäftigt. :lol:
 
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