News MSI MPG Ai1300TS & Ai1600TS: Neue Netzteile sollen Grafikkarten vor Kabelbrand schützen

stefan92x schrieb:
Also als gelernter Elektriker finde ich diesen Schritt hier völlig nachvollziehbar. Denn grundsätzlich gilt: Die Schutzeinrichtung kommt vor das zu schützende Gerät (aus Richtung der Stromversorgung betrachtet). Um das Kabel zwischen Netzteil und Karte zu schützen, muss es also die Sicherung im Netzteil geben.

Genau so ist jede Hausverkabelung aufgebaut (der Sicherungskasten sitzt beim Hausanschluss, es gibt keine Sicherung in jedem Gerät) und ich finde es immer wieder erstaunlich, wie unüblich das bei PC-Technik ist.
Ich bin ausgebildeter Energieelektroniker, mit 30 Jahren Berufserfahrung.
Der Stecker ansich ist ein Witz, die interne Verschaltung nicht angemessen, daher nicht zuverlässig.
Sowas kann man nur dem privaten Endvebraucher zumuten.
Der Vergleich mit ner Hausinstallation, passt gar nicht.
 
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rentex schrieb:
Der Vergleich mit ner Hausinstallation, passt gar nicht.
Und warum nicht? Das Problem ist doch einfach dieses: Es gibt eine Norm, die festlegt wie viel Strom pro Pin/Ader übertragen werden darf. Also muss zur Einhaltung normgerechten Betriebs jede Ader einzeln abgesichert werden.

Das gilt für diesen Stecker, das gilt für eine Hausinstallation, und das gilt für Schaltanlagen im Megawattbereich, die ich auch schon zusammengeschraubt habe. Überall das gleiche Prinzip, nur in PCs wird eben auf diese Absicherung verzichtet und das Resultat sind dann halt schmorende Stecker.

EDIT: Dessen ungeachtet sehe ich es aber auch so, dass ein Stecker, der den Strom über mehrere Pins verteilt, vielleicht generell nicht die beste Idee ist. Gibt es doch andere (z.B. XT60 im Modellbaubereich), die genau diesen Strom bei der Spannung über eine Ader übertragen können und damit prinzipbedingt solche Probleme nicht haben
 
Chinaquads schrieb:
Es geht nicht um den Stecker. Es ist eine Baumusterprüfung. Produkt A muss mit Produkt B harmonisieren.
Tut es ja nicht. Verstehe deinen Einwand nicht.
 
Ich vertrete da auch die Ansicht, dass diese Überwachung ins Netzteil gehört. Wenn eine der Leitungen zu viel Strom zieht, muss abgeschaltet werden - sofern es sich nicht durch Regelung der einzelnen Leiterspannungen kompensieren lässt. Sind die 12V Leitungen auf der GraKa Seite wieder nur einfach kurzgeschlossen, dann gibt es da eigentlich kaum Stellgrößen. Bei den Stromstärken, welche mittlerweile über die 12V Leitungen gehen, muss man ja fast von einem kontrollierten/begrenzten Kurzschluss sprechen.

Eine noch sauberere Alternative mit neuem Stecker wäre es gewesen, die Spannung anzuheben. Spannungswandler müssen auch bei 12V schon auf die GraKa, da ist das eigentlich keine Zauberei, dort 24V oder mehr zu implementieren.
 
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Laphonso schrieb:
aber das letzte 1% Paranoia hat man bei der 5090 halt wegen dieser Kackkonstruktion.

Hier, das fand ich dann doch recht interssant, Temperaturüberwachung am Stecker und dann abschalten, wenn es zu heiß wird. Zumindest hat die GraKa überlebt und die lief etwas doller... wahrscheinlich ist dann ein neues Kabel fällig aber das wäre mir so lieber als das die GraKa auch hops geht.
 
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stefan92x schrieb:
Also als gelernter Elektriker finde ich diesen Schritt hier völlig nachvollziehbar. Denn grundsätzlich gilt: Die Schutzeinrichtung kommt vor das zu schützende Gerät (aus Richtung der Stromversorgung betrachtet). Um das Kabel zwischen Netzteil und Karte zu schützen, muss es also die Sicherung im Netzteil geben.
Und wenn sich bei einem Waschmaschinentyp herausstellt, dass der Stecker minderwertig ist und er deshalb schmilzt, wäre deine Lösung eine Steckdose aus nicht brennbarem Material zu installieren und die Sicherung durch eine mit niedrigerem Auslösestrom zu ersetzen?

Nicht die Waschmaschine austauschen oder zumindest den Stecker abschneiden und durch einen Hochwertigen ersetzen?

Hier ist ja das Kabel das zu schützende Teil. Und die Gefahr geht von der Grafikkarte aus, die im Zweifel auch die volle Leistung über einen einzelnen PIN zieht, statt über alle.
 
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treky-tom schrieb:
Der Stecker kommt mir nicht in den PC.
Und was tust du, wenn auch die AMD Boardpartner zukünftig vermehrt oder gar gänzlich auf diesen Stromanschluss umschwenken sollten?
Ist das Thema PC dann für dich obsolet?
 
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Wenn man erst JETZT eine Überwachung in neue Netzteile etabliert, dann hat man noch hundertausende von unüberwachten Netzteilen im Feld.
Sollen sich die User neue NTs kaufen und die alten funktionierenden, entsorgen?
Da ist es günstiger, nur den Stecker zu wechseln.
 
die ganze pcie stromversorgung hätte man schon mit dem ersten 6 pin stecker/buchse verbieten müssen.
 
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BloodGod schrieb:
Sind inzwischen eigentlich schon weltweit mehr als ~50 Kabel angebrannt? 🤔
Wie viel Prozent sind das eigentlich? 0,0001%? Oder 0,001%?
Ist schon mehr, ich weiß persönlich von 12 Schmor 5090 (non FE) von etwa 12500 verkauften Einheiten nach knapp einem Jahr, das ist etwas mehr als bei der 7900XTX nach 3 Jahren.

Weltweit somit sicher um die 500-1000 Schmorfälle von 1 Million GPUs, schätzungsweise.
Hast halt 1 Promille in etwa.
BloodGod schrieb:
Es gibt weltweit kaum Firmen die bei diesen lächerlich geringen Zahlen weltweit irgendwie reagieren würden…
Ne, das ist vorrangig eine zusätzliche Einnahmequelle für Netzteilhersteller und oder Wireview etc. Die FE raucht tatsächlich noch etwas häufiger ab.
 
Frage als Laie:

Wenn auf den GPUs alle Pins sowieso einfach auf einer Platte zusammengeführt werden, könnte man die Pins nicht einfach schon im Stecker zusammenschweißen und eine große Kontaktfläche zur GPU konstruieren? Ob das auf der Platine oder im Stecker passiert, wäre ja komplett egal.
Vorteil daran wäre allerdings, dass es das leidige Thema schlechte Kontaktstellen einzelner Pins eliminieren würde.
Man müsste den Stecker selbst komplett neu designen aber das wäre ja das geringste Problem.
Man könnte trotzdem bei mehreren Einzelkabeln bleiben, damit das Kabel insgesamt biegsam bleibt.

Wieso macht man das nicht? Weil Nvidia den Fehler und das Problem nicht eingestehen will oder stelle ich mir das zu einfach vor?
 
Andreas10000 schrieb:
Auch weiß ich nicht wie man mit einer Frage recht behalten können soll.

Das ist, als würden Autohersteller sagen: Der Sprit muss jetzt im laufenden Betrieb die Oktanzahl ändern, weil der Motor sonst zu viel Leistung macht. Aber nein, das Steuergerät prüft jeden Zylinder selbst und hält den Motor in einem guten Bereich.

Bei den GPU´s kannst X Kabel abklemmen und bekommst nicht mal eine Fehlermeldung weil die Leitungen einfach nicht überwacht werden oder hinten eh wieder alle auf einen Anschluss laufen. Dann hätten sie auch gleich 2 Stück Blitzableiter als Kabel etablieren können. Dann müsste man es am Ende nicht auf die Stecker oder Kabel schieben.
 
D.h der Rechner geht dann aus, oder die GPU crasht, wenn die Strombelastung ungleichmäßig ist? Ist das dann ein Rücksendegrund für GPUs? Wer stellt sicher, dass die neue GPU dann stabil läuft?
 
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Fortatus schrieb:
Und wenn sich bei einem Waschmaschinentyp herausstellt, dass der Stecker minderwertig ist und er deshalb schmilzt, wäre deine Lösung eine Steckdose aus nicht brennbarem Material zu installieren und die Sicherung durch eine mit niedrigerem Auslösestrom zu ersetzen?
Jetzt müssen wir aber klären, was minderwertig bedeutet. Soweit ich gesehen habe, gibt es keinen einzigen Fall, in dem ein solcher Stecker normgerecht belastet wurde und trotzdem verschmort ist. Alle Berichte deuten auf ungleichmäßige Lastverteilung und daraus folgend zu viel Strom über einzelne Pins.

Es ist natürlich wie auch von mir geschrieben eine schlechte Konstruktion, dass die so einfach zu überlasten ist, aber wenn man den Stecker verwendet, dann hat man halt grundsätzlich dafür zu sorgen, dass er normgerecht betrieben wird. Und dafür ist der richtige Platz für die Absicherung eben im Netzteil.

MonteSuma schrieb:
Man könnte trotzdem bei mehreren Einzelkabeln bleiben, damit das Kabel insgesamt biegsam bleibt.
Könnte man nicht, denn sobald du eine Aufteilung vornimmst, kann es passieren, dass du ungleichmäßig verteilten Stromfluss hast und dann die Einzeladern überlastest.

Grundsätzlich ist deine Idee aber völlig richtig (geht nur eben nicht weit genug): Alle diese Probleme wäre man los, wenn man nicht aufteilen, sondern über eine Einzelader gehen würde. Also sowas verbauen würde: https://drohnen-lexikon.de/zubehoer/xt60-stecker/
 
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MonteSuma schrieb:
Wenn auf den GPUs alle Pins sowieso einfach auf einer Platte zusammengeführt werden, könnte man die Pins nicht einfach schon im Stecker zusammenschweißen und eine große Kontaktfläche zur GPU konstruieren?
Keine gute Idee wegen der thermischen Belastung am / im Stecker. Desweiteren sind die Stecker ja genormt und die Hersteller müssen sich dran halten. Da bräuchte man wieder eine andere Norm, und alle Komponenten müssten sie Norm unterstützen. Der Aufwand gleicht dann der Entwicklung eines neuen Steckers.

Die Lösung ist einfach, dass die GPU Hersteller die Pins einzeln kontaktieren und sich die Norm so ändert, dass es zur Pflicht wird. Nvidia hat das ja früher bei der RTX 3090 gemacht - bei der RTX 4090 dann leicht gespart und bei der RTX 5090 massiv gespart, was das Problem verschlimmert hat. Auch eine RX 9070XT mit dem Anschluss kann ja schmoren, wenn man es übertreibt oder der Stecker nicht richtig sitzt.
 
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Der8auer hat es gut in seinem Werbevideo für den WireView beschrieben. Ich denke, wenn man die Adern vernünftig ohne Spiel in den Stecker einpressen würde, wäre das Problem nicht vorhanden.
Bei einem einwandfrei verarbeiteten Kabel sollte das Problem eigentlich nicht auftreten.
 
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@MonteSuma

Du hast ja trotzdem einzelne Adern im Anschlusskabel. Die müssen ja irgendwie zusammengeführt werden. Und dabei kann jede Ader immer nur ungleichmäßigen Kontakt haben.

stefan92x schrieb:
Soweit ich gesehen habe, gibt es keinen einzigen Fall, in dem ein solcher Stecker normgerecht belastet wurde und trotzdem verschmort ist. Alle Berichte deuten auf ungleichmäßige Lastverteilung und daraus folgend zu viel Strom über einzelne Pins.
Und wer "zieht" den Strom? Die Karte. Dementsprechend kann da auch schon die gleichmäßige Aufteilung stattfinden. Das wäre deutlich sinnvoller und einfacher als neue Netzteile mit Notmaßnahmen für immer noch miese Regelungen auf den Karten.
 
MonteSuma schrieb:
Frage als Laie:

Wenn auf den GPUs alle Pins sowieso einfach auf einer Platte zusammengeführt werden, könnte man die Pins nicht einfach schon im Stecker zusammenschweißen und eine große Kontaktfläche zur GPU konstruieren? Ob das auf der Platine oder im Stecker passiert, wäre ja komplett egal.
Vorteil daran wäre allerdings, dass es das leidige Thema schlechte Kontaktstellen einzelner Pins eliminieren würde.
Man müsste den Stecker selbst komplett neu designen aber das wäre ja das geringste Problem.
Man könnte trotzdem bei mehreren Einzelkabeln bleiben, damit das Kabel insgesamt biegsam bleibt.

Wieso macht man das nicht? Weil Nvidia den Fehler und das Problem nicht eingestehen will oder stelle ich mir das zu einfach vor?
Keiner weiß, warum der Stecker weiterhin genutzt wird.
Man will wohl keinen Fehler eingestehen, der im Nachgang zu Klagen führen könnte.
Die Hersteller von elektronischen Steckverbindungen, hätten genug Alternativen in ihrem Sortiment.
 
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