News MSI MPG Ai1300TS & Ai1600TS: Neue Netzteile sollen Grafikkarten vor Kabelbrand schützen

Chinaquads schrieb:
Die Frage ist eher, wieso nicht Nvidia auf das Problem reagiert.

Als faktischer Monopolist besteht offensichtlich kein Handlungsdruck. Solange die Karten funktionieren, gelten sie offenbar als „gut genug“.

Eine konstruktive Überarbeitung würde Entwicklungs- und Herstellungskosten erhöhen. Bei ohnehin bereits ausgereizten Verkaufspreisen würde das unmittelbar die Marge schmälern – und genau daran scheint kein Interesse zu bestehen.

Es ist enttäuschend, dass ein Unternehmen mit derart hohen Gewinnen und nahezu unbegrenzten Entwicklungsressourcen eine so mangelhafte Lösung abliefert.

Zum Vergleich lohnt ein Blick auf eine deutsche Firma wie RME aus dem Studiobereich: Dort gibt es selbst für über 20 Jahre alte Produkte noch Treiberupdates, Kundenwünsche werden – sofern technisch sinnvoll – berücksichtigt, und bei bestehenden Produkten werden teilweise sogar neue Funktionen nachgereicht.

Das fühlt sich leider nur an wie pure Abzocke aus Fernost.

Würde ich mir eine RTX 5090 zulegen, hätte ich das Gefühl, irre viel Geld für ein Produkt ausgegeben zu haben, das möglicherweise schon in kürzester Zeit kaputtgehen kann. Und wetten, dass bei so einem teuren Artikel dann erst einmal nachgefragt wird, ob Du nicht als Anwender irgendeinen Fehler gemacht hast?

Wie sieht es eigentlich in dem Bereich mit Gewährleistung und Herstellergarantie aus?
Ich las letztens irgendwo, dass es im Bereich Grafikkarten keine Herstellergarantie für Endkunden gäbe.
Das heißt, es müsste dann alles über den Händler abgewickelt werden. Was ist eigentlich, wenn der Händler pleitegeht? Ich vermute mal, dann hätte man Pech gehabt und bliebe auf geschrotteter Hardware sitzen.

Dann vielleicht doch lieber eine RTX x080 als eine überzüchtete RTX x090.
Gaming in 4K lohnt sich m.E. bei den meisten anspruchsvolleren Spielen ohnehin nicht von den FPS her.
Eine RTX 5090 wäre nur schön gewesen, von der Leistung und der Memory Kapazität her, wenn man die GPU noch für andere Aufgaben zur Beschleunigung verwendet, z. B. Rendering-Tasks im Bereich Audio, Video und Bildbearbeitung.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: rentex
Simanova schrieb:
Keine gute Idee wegen der thermischen Belastung am / im Stecker.
Wenn die Kontaktfläche groß genug wäre, sollte das aber doch keine Problem sein. ich rede schon von einer Platte als kontaktstelle im Stecker und nicht von einem einzelnen Pin.

Ja, natürlich müsste man die Norm für den Stecker ändern, aber das hat Nvidia ja schonmal gemacht, gab doch die Anpassung mit den Sense-Pins etc.

stefan92x schrieb:
Könnte man nicht, denn sobald du eine Aufteilung vornimmst, kann es passieren, dass du ungleichmäßig verteilten Stromfluss hast und dann die Einzeladern überlastest.
Wenn man auf beiden Seiten die Kabel direkt an der Steckerplatine verschweißt, gibt es doch das Problem der schlechten Kontakte nicht mehr den einzelnen Adern. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man sowas nicht vernünftig produzieren kann.
 
Moep89 schrieb:
Und wer "zieht" den Strom? Die Karte. Dementsprechend kann da auch schon die gleichmäßige Aufteilung stattfinden.
Ja, das ist natürlich auch denkbar. Im Prinzip jede Ader zu ihrem eigenen Satz Spannungswandler weiterführen, statt das auf der Platine zu brücken.

Dennoch bleibt es gute Praxis, die Absicherung so früh wie möglich im Stromkreis einzubauen.

Und egal welche Lösung man nutzt: Die aktuelle, ohne Absicherungen und ohne sichergestellte geregelte Lastverteilung ist auf jeden Fall eine Katastrophe.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: chaopanda
Moep89 schrieb:
Du hast ja trotzdem einzelne Adern im Anschlusskabel. Die müssen ja irgendwie zusammengeführt werden. Und dabei kann jede Ader immer nur ungleichmäßigen Kontakt haben.
Ja, deswegen rede ich ja auch von fest verschweißen bzw. löten.
 
MonteSuma schrieb:
Wenn man auf beiden Seiten die Kabel direkt an der Steckerplatine verschweißt, gibt es doch das Problem der schlechten Kontakte nicht mehr den einzelnen Adern
Schlechte Lötstellen kommen vor, wenn jemand sowas mit Gewalt einbaut und einzelne Adern brechen, gibt es auch Probleme. Und es gibt genügend hochflexible Leitungen, dass man darauf verzichten könnte und dieses Risiko nicht mehr mit einbauen müsste.
 
MonteSuma schrieb:
Vorteil daran wäre allerdings, dass es das leidige Thema schlechte Kontaktstellen einzelner Pins eliminieren würde.

Für so etwas gibt es hochstrom buchste/stecker aber ich schätze aus kostengründen wurder der pcie-Stromstecker murks verabschiedet.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: BarBaer
GT200b schrieb:
Es wäre nice wenn sich alle großen Mainboardhersteller an ein Tisch setzen und den BTF Stromanschluss durchsetzen.
Und was genau willst du verhindern?

Dass nun nicht mehr der GPU stecker schmilzt sondern der rückseitige 12v2x6 des Mainboards?
 
MonteSuma schrieb:
Ja, deswegen rede ich ja auch von fest verschweißen bzw. löten.
Das hat dann aber mit den aktuellen Anschlussstandards überhaupt gar nichts mehr zu tun. Das ist einfach was völlig anderes. Da muss man dann auch nichts löten, sondern nimmt einfach einen einzelnen Leiter mit entsprechendem Querschnitt.
 
MonteSuma schrieb:
Ja, natürlich müsste man die Norm für den Stecker ändern, aber das hat Nvidia ja schonmal gemacht, gab doch die Anpassung mit den Sense-Pins etc.

meines erachtens waren oder sind die sens pins nicht schuld. Erst die änderung von den punkt kontakten zu den federkontakten gab es eine besserung.
 
Mondgesang schrieb:
Create the problem and sell the solution.
Der ampinel ist ja genau dafür gedacht. Wäre cool wenn die PSU direkt ein Adern balancing beinhaltet. Hier hört sich wieder nur nach reiner Überwachung an. Wie beim wireview von der8auer.
 
wern001 schrieb:
Für so etwas gibt es hochstrom buchste/stecker aber ich schätze aus kostengründen wurder der pcie-Stromstecker murks verabschiedet.
Ursprünglich aus Platzgründen, hat NV diesen Stecker gewollt.
Kann man alles nachlesen.
 
wern001 schrieb:
meines erachtens waren oder sind die sens pins nicht schuld. Erst die änderung von den punkt kontakten zu den federkontakten gab es eine besserung.
gibg mir nur darum, dass der Stecker nicht in Stein gemeißelt ist. Wenn der Wille zur Veränderung da ist, dann geht das auch. Dass die Sense Pins nicht schuld sind, ist mir klar.
Moep89 schrieb:
Da muss man dann auch nichts löten, sondern nimmt einfach einen einzelnen Leiter mit entsprechendem Querschnitt.
jo, das wäre auch ne Lösung, will man wahrscheinlich nicht, weil ein einzelnen Leiter nicht flexibel genug ist, um im PC verbaut zu werden.
 
TP555 schrieb:
Kauft keine Grakas mehr mit 12vhpwr!
Gibt ja Gott sei Dank auch noch welche mit dem guten alten PCIe 6/8 Pin Buchsen 😇

Ja, ich mach das genauso, obwohl ich gerne eine 5090 hätte. Mir kommt aber nichts rein, was nicht mit meinem guten alten corsair rm650x läuft.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: TP555
Chinaquads schrieb:
Die Frage ist eher, wieso nicht Nvidia auf das Problem reagiert.
Haben sie doch:
Chinaquads schrieb:
Nvidia sagt, Kabel ist kacke.

Das Problem ist so klein, dass es für Nvidia kein Grund gibt, hier tätig zu werden.
Schon allein bei der Anzahl an verkauften Karten mit dem Stecker und der Anzahl an verkauften Karten ist das "Problem" nahezu nicht existent. Selbst wenn man eine Dunkelziffer mit betrachtet wird die Quote so gering sein, dass es als normales Produktrisiko anzusehen wäre.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Quidproquo77
Die pcie sig hat hier misst gebaut man müsste pcie5 komplett verwerfen und pcie6 mit neuen stecker und neuen vorgaben für min 6 rails zu 12v festlegen.
Die idee dass man eine rail mit 40a-50a durch physik sich automatisch ausgleicht ist mehr als naiv.
Da kann kein hardware Kabel Netzteil Hersteller was tun wenn die basis hier versagt.
Das Thema ist aber durch da ab 2028 spätestens keine dgpu mehr gibt. Ansonsten wäre da schon was passiert.
 
zEtTlAh schrieb:
Immer wieder spannend, wenn Hersteller nach langer Zeit doch Lösungen für Probleme auf den Markt werfen, die es angeblich überhaupt nicht gibt.


Ist ja keine Lösung, die GPU und damit der Rechner schmiert dann ja ab. Zuverlässiger Betrieb sieht anders aus.
 
Die GPUs - wie auch einige CPUs - hätte man längst für 48V statt 12V auslegen müssen.

Die Lösung via Netzteil ist wichtig, nur wenn der Übergangswiderstand zu hoch wird bleibt nur abschalten übrig - Bildschirm dunkel?

600 Watt via 12V sind 50 Ampere, selbst beim Auto nur für weniger Verbraucher relevant.
Via 48V wären es noch 13 Ampere, was viele Stecker alleine packen. Das wären dann 5x 1,5 mm2 Kabel, 3x GND und 2x 48V plus Datenleitung wie früher 10 Mbps LAN über Coax-Kabel. Sowas wäre auch für CPUs geeignet.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: DaZpoon und MGFirewater
GT200b schrieb:
wenn sich alle großen Mainboardhersteller an ein Tisch setzen und den BTF Stromanschluss durchsetzen.

und dann? ... Hat man den Schrottstecker einfach am Board. Suuupi.

Ich würde ja an der Ursache arbeiten, Stecker mit 2 Litzen + Sense Pins, fertig.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: BarBaer
stefan92x schrieb:
Ja, das ist natürlich auch denkbar. Im Prinzip jede Ader zu ihrem eigenen Satz Spannungswandler weiterführen, statt das auf der Platine zu brücken
Nicht zwangsläufig. Es würde reichen, jeder Zuleitung einen eigenen Shunt-Widerstand zu verpassen, um den Strom zu messen, und dann zusammenlegen.

Falls es ein Problem gibt, kann die Grafikkarte runtertakten und so den Stromverbrauch auf Idle reduzieren und der Treiber eine Fehlermeldung anzeigen.

Mit der Schutzschaltung im Netzteil bleibt nur das Abschalten, was zum Komplettabsturz führt.
Wird dann nett im Forum, wenn sich Leute mit 1300W Netzteil und 5080 melden und man sagen muss: "Kann sein, dass das Netzteil in Ordnung ist und ausreichend dimensioniert ist, aber es die GPU trotzdem abklemmt."

Ausserdem ist das alles wieder eine Quelle von Instabilitäten, wenn das Netzteil zu nervös ist und z.B. bei kurzen Lastspitzen die Schutzschaltung triggert.
 
Naja man wird irgendwann einfach die Spannung erhöhen, dann wird das wieder weniger krtitisch - 48V oder so wäre evtl sinnvoll.
 
Zurück
Oben