Nachbarschaftskonflikt, ich fühl mich gut

Chakotay192

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Mein Nachbar hat sich einen Teil des Gemeinschaftshof-Gartens zur alleinigen Nutzung angeeignet. Er hat dort einen niedrigen Zaun errichtet und Deko-Pflanzen angebaut.

Die Hausverwaltung das geduldet, obwohl eigentlich niemand diese Fläche privat nutzen darf.

Da nun dort die Erde schön ist und einen Zaun gibt, wollte ich auch meine Kaninchen da für ne Stunde Täglich hinaus lassen.

Der Nachbar ist absolut dagegen, weil angeblich die Hasen die Pflanzen zertrampeln würden.

Da es sich nicht um seine privat Fläche handelt, habe ich es nicht akzeptiert, dass ich die Tiere da nicht raus lassen kann.

Aus diesem Grund habe ich die Hausverwaltung gebeten, den Zaun entfernen zu lassen und die Fläche wieder vollständig zurück zu stellen. Jetzt kommt dort wieder normaler Rasen hin, wo die Hunde hin kacken werden.

ich finde, das geschieht dem Nachbarn recht, dass er sich einbildet harmlose Tiere dort zu verbieten und nur selbst zu nutzen. Die zerstören keine Pflanzen, sind Hauskaninchen. Und er ist vom Charakter auch ein negativer Mensch.

Mich würde mal eure Meinung interessieren. Wie hättet ihr reagiert.
 

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Chakotay192 schrieb:
Jetzt kommt dort wieder normaler Rasen hin, wo die Hunde hin kacken werden.
Dachte noch jemand im ersten Moment, dass der braune Fleck auf dem Bild genau das ist 😅
 
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Chakotay192 schrieb:
Mich würde mal eure Meinung interessieren.
Mir ist durchaus nachvollziehbar, dass Du Dich über Deinen Nachbarn geärgert hast.

Wer Gemeinschaftsflächen eigenmächtig in Beschlag nimmt, darf sich nicht beschweren, wenn er Regeln einhalten muss, sobald er anderen den Zugang verwehrt.

Es ist zwar schade um die Pflanzen und die "schöne Erde," aber ein Gemeinschaftshof ist kein privates Pachtgrundstück.

Dass er womöglich Deine Kaninchen als Gefahr für seine Deko-Pflanzen sah, während er selbst die Fläche unberechtigt nutzte, zeigt eine gewisse Doppelmoral.

Jetzt hast Du zwar "gewonnen", aber Deine Kaninchen haben trotzdem keinen geschützten Platz mehr (wegen der Hunde). Das ist die Ironie an dem Fall – am Ende haben beide Seiten weniger als vorher, nur die Gerechtigkeit ist wiederhergestellt.

Chakotay192 schrieb:
Wie hättet ihr reagiert.
Vor Einschaltung der Hausverwaltung hätte ich den Nachbarn um ein letztes Gespräch gebeten und ihm klar gemacht, dass beide Seiten von der eingezäunten Gartennutzung hätten profitieren können und diese Gartenfläche ansonsten wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden würde. Wäre dieser Einigungsversuch gescheitert, hätte ich höchstwahrscheinlich auch die Hausverwaktung um Abhilfe ersucht.
 
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Chakotay192 schrieb:
Und er ist vom Charakter auch ein negativer Mensch.
Ich vermute mal, er wird jetzt über dich auch nicht besser denken. ^^

Kann man nicht den ganzen Gemeinschaftsgarten hübsch gestalten und einen kleinen Zaun drum machen? Sodass jeder mehr von hat und nicht nur den kleinsten gemeinsamen Nenner, den man sich gegenseitig gönnt.
 
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Der Post hat natürlich eine ziemliche Bias vom TE. Aus der Sicht des "bösen Nachbarn" könnte man die Geschichte so erzählen:

"Wir haben im Gemeinchaftshof eine Dreckecke in der immer die Hunde hingekackt haben. Ich habe daraufhin mit Absprache und Duldung der Hausverwaltung dort einen kleinen Garten angelegt mit Dekopflanze1, Dekopflanze2 und Dekopflanze3. (Eventuelle Erwähnung einer Sitzecke, Lob/Akzeptanz von anderen Nachbarn.)
Vor Kurzem habe ich durch Zufall gesehen, dass ein Nachbar dort seine Kaninchen grasen lässt. Ich habe ihn gebeten das zu unterlassen, da die Kaninchen die Blumen kaputtfressen und den Rasen kaputttrampeln. Die Frassspuren und Trampelpfade waren schon sichtbar. Die schöne Dekopflanze3 ist schon völlig abgenagt! Außerdem war alles voller Knödel.

Der Nachbar hat sich bei der Hausverwaltung beschwert und ich muss alles entfernen und wieder Rasen säen."
 
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Jeder Post dieser Art zeigt mir mal wieder, das man mit freistehendem Eigenheim vor allem erstmal eines hat. Ruhe und Frieden in den eigenen 4 Wänden.
Hier hat gefühlt jeder verloren - wie man sich darüber freuen kann, entgeht mir vermutlich. Warum hast du z.B. nicht die andere Hälfte des Gartens für deine Hasen hergerichtet analog zu dem, was dein Nachbar gemacht hat?
Wir kenn die Gegebenheiten nicht, ich pers. hätte eher versucht, mich so zu einigen.

Das er deine Hasen nicht drin haben wollte, kann ich völlig nachvollziehen.
Wenn das Gras weg ist knabbern die sicherlich auch die Pflanzen an. Und wenn dann evtl. was giftiges für die Hasen dabei ist und einer deswegen drauf geht, gibst du ihm vermutlich noch die Schuld und willst Schadensersatz^^
 
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Kleintierzaun dazu stellen
 
in der jährlichen Eigentümerversammlung besprechen, beschließen
 
Das übliche und rechtskonforme Vorgehen ist ein TOP auf der WEG Versammlung und dort wird dann darüber abgestimmt, auch über die Hasen Zutrittsberechtigung.
Die HV hätte das gar nicht erst dulden oder erlauben dürfen.
Jetzt ist es wieder abgebaut und es kommt Rasen hin, dann stellt der Dekopflanzen Eigentümer einen offiziellen Antrag, der wird dann möglicherweise genehmigt (per Abstimmung) und dann wird alles wieder umgebaut?
 
Restart001 schrieb:
der zweite Absatz , klingt nicht legal für mich
Du meinst den 2. Absatz aus meinem Beitrag, @Restart001 ? :confused_alt:

Das ist ein klassischer Fall von "Wer die Vorzüge nutzt, muss auch die Lasten tragen." ;) :)

In Wohngemeinschaften oder Wohnungseigentümergemeinschaften gilt in der Regel, dass die Gemeinschaftsflächen allen gehören. Beansprucht ein Einzelner diese Flächen exklusiv für sich, sei es durch Möbel im Hausflur, Sperren eines Gartenteils oder Dauerbelegung des Waschkellers, verlässt er den Boden der gemeinschaftlichen Nutzung und muss die Konsequenzen, die sich aus diesem Handeln ergibt tragen.

Wer Sonderrechte beansprucht, muss im Gegenzug oft strengere Auflagen (Brandschutz, Reinigungspläne, Ruhezeiten) akzeptieren, um den Hausfrieden zu wahren.

Da aber in der Regel wiederum kein Gewohnheitsrecht auf illegal genutzte Gemeinschaftsflächen besteht, kann die Gemeinschaft jederzeit die Räumung verlangen, wenn die Regeln nicht passen.

Wer sich also ausbreitet, verliert die moralische und oft auch rechtliche Basis, sich über die "Pingeligkeit" der anderen zu beschweren.

Gemeinsinn funktioniert nur über Gegenseitigkeit.
 
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