Nachhaltigkeit im Alltag - Erfahrungen der Community

aha das Spielchen,
was versuchst du gerade zu verteidigen? den massiven Verbrauch und Ignoranz der Leute, weil das schon immer so war?
oder ist es für dich ok, solange Grosskonzerne nichts ändern, da bei deinem Nachbar die Hühner nicht 100% auf BIO sind?
 
Ich verstehe einfach deinen vorherigen Post nicht.
 
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whtjimbo schrieb:
und noch weitere Forderungen die den Tierschutz dadurch aushebeln
Damit der Tierschutz nicht ausgehebelt wird, soll man also höchstens den Mindestlohn zahlen oder wie soll man das verstehen? 🧐

whtjimbo schrieb:
es scheitert meist am intersektionellen Kampf, weil "mehr als Mindestlohn auch sein muss"
 
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whtjimbo schrieb:
oder ist es für dich ok, solange Grosskonzerne nichts ändern
So funktioniert doch Kapitalismus oder nicht ? Konzerne mit Kapital nehmen Einfluss auf die Politik, je mehr Kapital je größer der Einfluss. Also was möchtest du jetzt genau kritisieren ?

Tierwohl schmälert die Gewinne.

Übrigens aus welcher politischen Richtung kommen eigentlich Forderungen nach mehr Tierwohl ? Ach Moment das sind ja die verhassten Links-Grün versiften.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Gerade bei Tomaten schmeckt man einen großen Unterschied, Obst/Gemüse kaufe ich fast nur noch beim Bio Bauern.
Die billigen Tomaten vom Discounter/Supermarkt haben so gut wie keinen Geschmack, die sind das Geld nicht wert.
Das hängt aber auch mit der Sorte zusammen. Die Discounter, wie bei fast allen, favorisieren Sorten und Züchtungen die auch eine längere Lagerung und Transport unbeschadet überstehen und natürlich viel Ertrag bringen - das geht jedoch auf Kosten von Geschmack, Textur, Geruch, Umgang mit Umweltstress (Trockenheit, Feuchte usw. usf).
Betrifft nicht nur Tomaten, betrifft quasi alles Gemüse und auch Obst.
Im Bioanbau sind noch andere Sorten vertreten und man hilft sich mehr durch bessere Fruchtfolge und Mischung an Pflanzen im Feld - was aber den Ertrag mindert aber wie es scheint Planungssicherheit bringt weil der Ertrag weniger Schwankungen ausgesetzt ist (man kennt es ja, manch Schädlinge können bestimmte Pflanzen nicht ausstehen).

Bei Tiere ähnlich. Moderne Milchkühe sind meistens speziell gezüchtete Rassen, eine heutige moderne Milchkuh könnte gar nicht mehr überleben wenn diese Futter wie vor 50 Jahren bekommen würden.
Die benötigen zusätzliches Energiefutter wie Soja oder Mais. Weltweit ca. 50-70% der Maisproduktionen dient als Tierfutter und ca. 77% von Soja geht an die Tiere. Hierdurch sind dann 500g Gulasch für 2€ möglich, industrielle Skalierung machts möglich.

Deswegen gibts ja die Diskussion wir müssen was an unserer Fleischernährung tun, weil das alles andere als Nachhaltig ist.
Ein Almkuh und dessen Fleisch ist was ganz anderes, kostet aber auch entsprechend.
 
Ja, so ehrlich muss man sein: wem es wirklich und in letzter Konsequenz um das Tierwohl geht, der verzichtet auf die Produkte schlicht vollständig. Hab ich persönlich auch noch nicht ganz auf die Kette gekriegt. Kaufe nur Bio, aber ich lüg mir auch nicht in die Tasche, dass deshalb alles tutti wäre. Andererseits wäre schon viel gewonnen, wenn ein Großteil der Verbraucher konsequent nur noch die höchste Haltungsstufe kaufen würde oder die Gesetze viel strenger würden. Ja, dann lässt sich der aktuelle Bedarf nicht mehr decken. Aber der muss sowieso runter. Nicht nur aus Tierschutzgründen, sondern auch aus Klimaschutzgründen. Jeden Tag Fleisch essen ist nicht nachhaltig, unabhängig von der Haltungsform. Wer behauptet, tierische Produkte sind an sich nicht nachhaltig, hat sicher auch nicht Unrecht. Aber da müssen wir schrittweise hin, nicht schlagartig.

Was die Bio-Tomaten und Discounter-Tomaten angeht: ehrlich gesagt schmecke ich da keinen Unterschied, wenn ich da ne Tomatensauce draus bastel oder weiß der Geier. Da nehm ich sogar Dosentomaten ohne schlechtes Gewissen, geht auch schneller. Nackige Tomaten esse ich tatsächlich eher selten. Rohkost ist bei mir zumeist Obst. Und da bin ich mit der Discounter-Ware tatsächlich einverstanden, nennt mich anspruchslos. Der Gedanke der Nachhaltigkeit endet für mich auch dort, wo die Versorgungssicherheit beginnt. Gen-Gemüse in Massen ist mir allemal lieber als Menschen, die hungern weil sie sich den Kram nicht mehr leisten können. Um es etwas überspitzt zu formulieren.

Würden wir den Fleischkonsum erheblich reduzieren, hätten wir bei Obst und Gemüse allerdings auch kein Flächenproblem mehr. Also ja, irgendwie hängt am Ende alles am exzessiven Fleischkonsum. =P
 
Kassenwart schrieb:
Übrigens aus welcher politischen Richtung kommen eigentlich Forderungen nach mehr Tierwohl ? Ach Moment das sind ja die verhassten Links-Grün versiften.

Die sind sicher nicht wegen des Tierwohls verhasst, sondern weil sie an den falschen Stellen "Gebäudesektor" und "Verkehrssektor" bereits maßlos überzogen haben. Auf die Corona-Inflation noch das Heizungsgesetz draufzusetzen, anstatt die lange überfällige Notbremse zu ziehen, war das dümmste, was man überhaupt machen konnte. Die Ampel hat sich selbst zerstört.

https://www.focus.de/earth/diese-vi...cht_dc2c779b-79ac-4007-80b1-0b1d13bfb41e.html
 
Kassenwart schrieb:
Das was da die meisten Deutschen wollen passt irgendwie gar nicht zum Wahlergebnis

Was die Deutschen wollen, bekommen sie sowieso nicht. Und aus Verzweiflung wählen sie die, die versprechen, etwas unerwünschtes wegzuschaffen.

Wenn der "Bau-Turbo" im Sande verläuft, wird die CDU auch untendurch sein, und dann haben wir den Salat.
 
whtjimbo schrieb:
... müssen nichts ändern, solange dem Kunden das Tierwohl spätestens beim Blick auf die eigenen Finanzen plötzlich nicht mehr ganz soo wichtig erscheint.

Solange es den Discounterschrott direkt neben dem guten (aber leider recht teuren) Futter gibt, wird es auch Menschen geben, die zu diesen Produkten greifen. Nicht selten schämen diese Menschen sich dann auch noch dafür, ernährungsphysiologisch untrerirdische Nahrung kaufen zu müssen ... aber ohne kämen sie mit ihrem Geld halt nicht über die Runden.

Das gleiche gilt für "fast-fashion" ... solange diese Produkte bestellt werden können, wird es auch Menschen geben, die diesen Textilabfall kaufen ... und es werden sich auch immer Länder finden, die diesen Müll mit Kusshand ins "thermische recycling" geben.

Da müssen wir auch garnicht verständnislos den Kopf schütteln ... wir wissen alle wo das her kommt ... es ist das MiniMax-Prinzip aus der Wirtschaft ... so viel Benefit wie nur irgendwie möglich für so wenig Eigenleistung wie nur irgendwie möglich.

Im Privatbereich bedeutet dieses Prinzip nichts anderes, als im Unternehmensbereich ... man spart wo es geht ... und das befeuert Tierleid und Ausbeutung (von Mensch und Natur).
Der Grund ist simpel und im Großen wie Kleinen der selbe: Dadurch bleibt mehr, was man in andere Dinge investieren kann.
"Geiz ist Geil" lässt sich 1:1 in "mehr Geld ist Geiler" übersetzen.
Aber Kosteneffiziez kann doch nichts schlechtes sein?
 
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DerOlf schrieb:
Das gleiche gilt für "fast-fashion" ... solange diese Produkte bestellt werden können, wird es auch Menschen geben, die diesen Textilabfall kaufen ... und es werden sich auch immer Länder finden, die diesen Müll mit Kusshand ins "thermische recycling" geben.

Dabei könnte man dieses Problem leicht lösen, ohne der Unterschicht zu schaden: rigorose Mindeststandards wie 200 Maschinenwäschen, dann Reißtest und Prüfung auf Farbabweichungen.

Dann gäbe es zwar nur noch teurere Produkte, die dafür aber länger halten würden. Sprich kein Mehrpreis für vernünftige Konsumenten, sondern nur für Luxusprasser.

Von meinen Trigema-T-Shirts hat sich bisher keins in Papier verwandelt, wie es das Billigzeugs tut.
 
Wenn wir nachhaltigere Produkte haben wollen, dann sollten wir auch die ins Auge fassen, die massenhaft nicht nachhaltige Produkte nach Europa bringen. China konnte bis vor ein paar Jahren extrem günstig kleine Päckchen und Briefsendungen in die EU senden, weil es noch als Entwickungsland galt. (Quelle)

Aktuell nimmt sich die EU die Flut von Warensendungen von Temu & Shein vor. (Quelle) Importiert wird dort irgend ein billiger Müll - ohne wirklich die Standards hier in der EU einzuhalten. Sei es eine CE Zertifizierung, Garantieleistungen oder simple Rückgaberechte. Da wird den Kunden eher noch das Geld zurück bezahlt und er darf die Ware/Müll behalten.
 
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_killy_ schrieb:
Importiert wird dort irgend ein billiger Müll - ohne wirklich die Standards hier in der EU einzuhalten
So nutzt man Temu ja auch nicht.
Man bestellt bei Temu (Klein) Zeugs, was hier im Handel das zigfache kostet aber schlussendlich unwichtig ist, wenn was dazwischen ist was vielleicht nicht so toll ist.
Ob der deutsche Handel in China bestellt und mich für teuer Geld beliefert, oder ich als Privatperson direkt bestelle ist irgendwie wumpe und spart mir reichlich Kohle.
Beispiele?
Für 3 Kupplungen von einem deutschen Berliner Laden mit Sägespuren und wirklich unterirdischen Qualität, habe ich 12 Kupplungen aus China bekommen, die feinsgedreht waren und doppelter Verschraubung. Ist halt so....
So kommt inzwischen 1 X im Monat irgend ein Paket aus China.
Grade wieder:
50 Microfaser Putztücher
2X Poliersets (14 Scheiben für Rotex)
150 Angelhaken ( 3X 50 verschiedene Größen)
20 Rollen einfaches Isolierband
25€
Jeder dieser Posten hätte mich im Handel, egal ob OBI, Askari oder Netto je 20€ gekostet .
Das ist inzwischen die Realität
 
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JMP $FCE2 schrieb:
Dann gäbe es zwar nur noch teurere Produkte, die dafür aber länger halten würden. Sprich kein Mehrpreis für vernünftige Konsumenten, sondern nur für Luxusprasser.

Von meinen Trigema-T-Shirts hat sich bisher keins in Papier verwandelt, wie es das Billigzeugs tut.
Da faellt mir das Dilemma von Mumm's Stiefeltheorie ein.
https://en.wikipedia.org/wiki/Boots_theory
Zusammengefasst: Man muss sich die gute Ware auch leisten koennen. Sonst kann man nur billig kaufen, und gibt ueber die Zeit aber mehr Geld aus.
 
Auf meine Basic Cotton T-Shirts von Engelbert Strauss lass ich nichts kommen, Kosten quasi nichts und sind unverwüstlich 😬😬
 
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Ranayna schrieb:
Da faellt mir das Dilemma von Mumm's Stiefeltheorie ein.
https://en.wikipedia.org/wiki/Boots_theory
Zusammengefasst: Man muss sich die gute Ware auch leisten koennen. Sonst kann man nur billig kaufen, und gibt ueber die Zeit aber mehr Geld aus.
Oder man kauft diese Sachen auf Flohmärkten oder Kaufhaus mit Herz oder oder oder.

Wir verkaufen bspw die Kindersachen von Engelbert Strauß auch gebraucht. Die halten ewig und so können auch Eltern sich diese Leisten. (Und der billige Müll kommt auch nicht in den Verkauf)
 
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Temu hat ja zumindest den minimalen Vorteil, dass die einen Mindestbestellwert haben (oder ist das nur bei mir so?)
Ich hab tatsächlich an einem Punkt angefangen, wegen Kleidung in China zu gucken und auch schon mehrmals bestellt. Warum? Weil es zwischendurch so einen merkwürdigen Trend in deutschen Boutiquen gab, dass man eigentlich nix anständiges mehr in kleinen Größen gefunden hatte, dass nicht aussah, als wär es für sechs Größen drüber.
Die Nachhaltigkeit war auch nicht immer gegeben.
Sowas wie Esprit und s.Oliver hab ich schon vor Jahren aufgegeben, da sind die Hosen für 60 - 80 Euro oder die Shirts für 20 - 40 Euro unglaublich schnell kaputtgegangen.
T-Shirts, die ich vor drei Jahren bei Aliexpress bestellt habe, sind immer noch absolut in Ordnung. Da war für mich einfach nicht die Nachhaltigkeit gegeben, die teureren Produkte hier in den Boutiquen zu kaufen. Wenn ich da hin und wieder mal eine Bestellung fertig mache (bei Temu noch weil ich Manhua mitbestelle, krieg die mal irgendwo in Deutschland) seh ich da auch nicht das Problem. Ich bestell ja nicht jede Woche was, was ich im Laden um die Ecke krieg.
Engelbert Strauss ist da eine schöne Ausnahme. Da kriegt man Oberteile in guten Größen und Farben, die meiner Meinung nach auch ihr Geld wert sind. Ich würde mir zwar wünschen, die Poloshirts würden nicht alle unterschiedlich sitzen, obwohl es das selbe Modell sein sollte, aber okay.
 
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knoxxi schrieb:
Auf meine Basic Cotton T-Shirts von Engelbert Strauss lass ich nichts kommen, Kosten quasi nichts und sind unverwüstlich 😬😬
B&C E190er 😁 (190g/m²) 100% Baumwolle ~4€ Stck (idR Unifarben)
Kauf die im 10er Pack für auf Arbeit. Wenn die nix mehr sind = Putzlappen.
Halten echt lang.
Mei Junior zieht die auch gerne an
 
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Der Preis ist halt auch schon lange kein Garant mehr für Qualität.

Meine ältesten Polohemden sind über 10 Jahre alt. Von Esprit für damals 30 Euro gekauft.
Die von heute kann man wie @rallyco erwähnte nach paar Jahren in die Tonne kloppen.

Gerade Kleidung hat mit wenigen Ausnahmen so dermaßen nachgelassen.
 
Ranayna schrieb:
Man muss sich die gute Ware auch leisten koennen.

27€ pro Jahr (wenn ich einen Wochenvorrat mit 7 Jahren Lebensdauer ansetze) sind jetzt nichts, was einen Geringverdiener wirklich in Bedrängnis bringen wird.
Ergänzung ()

rallyco schrieb:
Sowas wie Esprit und s.Oliver hab ich schon vor Jahren aufgegeben, da sind die Hosen für 60 - 80 Euro oder die Shirts für 20 - 40 Euro unglaublich schnell kaputtgegangen.

Noch ein Grund mehr, an der Stelle die staatliche Keule anzusetzen, statt Baustandards in immer absurdere Höhen zu treiben.

Das beste an Mindeststandards für die Haltbarkeit wäre, dass sie die europäische Produktion fördern würden, ohne einen Zollkrieg anzufangen. Fällt ein Importprodukt bei Stichproben durch, muss es vom Markt geputzt werden, ähnlich wie bei Verstößen gegen Produktsicherheitsregeln.
 
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