Nachhaltigkeit im Alltag - Erfahrungen der Community

@DerOlf

Anscheinend hast du mich an der Stelle wirklich falsch verstanden. Wir sind eine 5-köpfige Familie und wohnen in einer Stadt im Hamburger-Speckgürtel. Wir kommen bisher super klar mit Wege zu Fuß erledigen bzw. Lastenrad. Ja, wenn es nicht anders geht, dann nutzen wir auch das Auto.

Wenn wir uns in Hamburg bewegen, dann primär per ÖPNV sowie zu Fuß. Du musst halt verstehen, im ÖPNV Netzwerk ist Bus, S-Bahn, U-Bahn, RE Express, HVV Fähren mit inkl. und die haben eine gute Taktung.

Als Autofahrer fühle ich mich nicht benachteiligt - auch nicht, weil sowohl meine Frau als ich primär ÖPNV nutzen für den Weg zur Arbeit. Und wenn wir das Auto nehmen, dann kommen wir damit auch klar.

Bei uns in der Stadt sieht die Verkehrsführung für PKW wie folgt aus:
-> mehrere Hauptstraße die entsprechend die unterschiedlichen Stadtgebiete verbindet
-> alle Wohngebiete und Nebenstraßen sind verkehrsberuhigt (primär 30-iger Zonen), auch durch entsprechende Blockaden wie Parken auf der Straße erlaubt, Bäume auf kleinen Inseln um die Straßenbreite zu verkleinern ...
-> für Fußgänger ... ist es m.E. super, wir haben diverse Abkürzungsmöglichkeiten da die Fußwege auch direkt geführt werden und nicht nur entlang der Straßen gebaut sind (historisch gewachsene Laufwege ... nicht alles super gerade wie am Reizbrett - sondern entsprechend des Laufverhaltens angepasst)
-> als Radfahrer kannst du auf den Straßen gut fahren - da es ja eh verkehrsberuhigt ist und da wo es passte, lässt man den PKW Fahrer einfach überholen
-> als Radfahrer halte ich beim "überholen" den gleichen Abstand ein, wie die PKW ... ich drücke mich also nicht durch eine Engstelle durch, nur um mich danach zu beschweren, dass der PKW Fahrer keine 1,5m Abstand hält ...

Eine gute Verkehrsplanung ist m.E., dass man den Individualvekehr abfängt, der kann gerne per Bundestraße oder Autobahn herangeführt werden, dann aber in den Außenbezirken auf P+R Flächen geleitet werden. Von dort sollte dann der ÖPNV übernehmen. Das funktioniert natürlich nur in sehr sehr großen Städten. In unserer Stadt haben wir bisher nie ein Bus genutzt ... die Taktung ist extrem schlecht. Wir haben halt ein RE & S-Bahn Anschluss nach Hamburg.

Und wir teilen die Einkäufe auch entsprechend auf mehrere Tage auf. Eier & Co. gibts beim Bauern ... kann man zu Fuß hinlaufen oder per Fahrrad. Ja, der ist nicht Bio ... die Hühnerwagen sind zu klein, die stehen aber den ganzen Tag auf der Wiese. Gleiches für die Kühe ... der Stall ist sicher schon gute 60 Jahre alt. Dafür führt er die Kühe auf diverse Wiesen. Dass passt nicht zu irgend einem Bio Siegel. Aber ich sehe ja jeden Tag, wo die Kühe sind.
 
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_killy_ schrieb:
Eine gute Verkehrsplanung ist m.E., dass man den Individualvekehr abfängt, der kann gerne per Bundestraße oder Autobahn herangeführt werden, dann aber in den Außenbezirken auf P+R Flächen geleitet werden.
Genau das versucht man in Bielefeld seit den 1980er Jahren umzusetzen.

Es gibt 4 Linien der StadtBahn (eine Mischung aus Strassen- und U-Bahn), und an jedem Endpunkt gibt es große Parkplätze. Die Haltestellen werden von 6:00 bis 21:00 im Takt von 10 Minuten bedient ... bis 23:00 im 15 Minutentakt und erst danach nur noch alle 30 Minuten.

Angenommen wurde dieses Konzept aber nie so richtig ... es gibt Leute, die das System nutzen ... es gibt aber deutlich mehr, die mit dem Auto ditrekt an allen P+R Möglichkeiten vorbeifahren, und sich dann beschweren, dass man in der Innenstadt so schlecht einen Parkplatz findet, weil da immer schon ein andere steht, der aus "Gründen" auf den ÖPNV verzichtet hat.
Und draußen vor der kleinen Stadt, steh'n die ... Parkplätze ... sich die Füße platt.

Die Idee ist gut ... wurde aber hier irgendwie nie so richtig angenommen ... alle finden die Möglichkeit toll, aber kaum jemand nutzt sie.
Schade.
 
Die meisten Menschen sind eher faul und lieben es bequem. Darauf sollte man entsprechend abzielen. Anscheinend ist das P+R System mit Stadtbahn nicht bequem genug.
Tarife zu undurchsichtig? In den Niederlanden kannst du bspw. einfach in eine Straßenbahn springen, hälst deine EC Karte gegen ein Lesegerät in der Bahn - steigst du aus - dann wieder Karte gegens Lesegerät - schon zahlst du nur die gefahrende Strecke. Keine Tarifzonen oder irgend ein bla-bla.

Fehlen ggf Schließfächer? Sowohl bei P+R als auch in der Innenstadt?!? So kann man ein Teil des Einkaufs dort kurzzeitig unterbringen und dann weiter die Stadt zu Fuß erkunden.
 
Das mit Einkauf im Wandel der Zeit hatte einen subtilen Grund. Verstehe gar nicht, dass ihr euch da so sehr aufs Auto, Fahrrad oder zu Fuß konzentriert.
Die Supermärkte und Discounter haben die kleinen Läden und Geschäfte auf dem Gewissen.
Und denen ging es durch den Online Handel an den Kragen. Jetzt werden die Gebiete Global neu zerteilt bzw verteilt. Und da ist China halt der Gewinner bzw sieht so aus, als wenn denen niemand mehr das Wasser reichen kann.

Daher stehen alte Geschäftstrassen leer, werden in Wohnraum umgebaut und driften unter anderem dann auch sozial ab. Ist hier im Rheinland jedenfalls in den Vorstädten so.
Was früher ein funktionierender Microkosmos war, ist jetzt "am Arsch der Welt" wo keiner leben will.
Was sich langsam auch wieder auf Immobilien und Grundstückepreise auswirkt.

Das Dorf aus dem ich entsprungen bin, hatte als größten Arbeitgeber den Bergbau.
Das Dorf hatte 2 Kirchen, ein Kloster mit Altenheim, Kindergarten, Grund und Hauptschule, Coop, REWE, und Geschäftstrasse, Arzt und Zahnarzt, Post, Sparkasse und Volksbank. Metzger, Bäcker, Schreibwaren uvm. Schichtbeginn (also auch nachts) waren die Busse voll, weil nur wenige Autos hatten.
Inzwischen alles weg....
Und von diesen Dörfern mit ähnlicher Struktur gab hier einige.
 
Also wenn ich mal ein bisschen mehr einkaufe, benutze ich einen Bollerwagen. Zumindest für Lebensmittel. Viel mehr gibt's hier auf der Insel nicht, außer halt die Touri-Läden mit Krimskrams. Zum Media Markt oder sowas fahr ich meistens mit dem Auto, sind 50 km. Manchmal benutze ich auch den Zug, aber das ist unpraktisch, der letzte fährt viel zu früh zurück und es ist auch noch abartig teuer. Viel teurer als mit dem Auto, auch mit Wartungskosten usw. mit eingerechnet.

Ich gehe aber tatsächlich auch seltener lokal einkaufen. Was schlicht daran liegt, dass die Auswahl vor Ort echt mies geworden ist. Ich war früher gern in Elektronikläden. Aber da kriegst du irgendwie nur noch billigen Käse. Die guten Sachen muss man immer ordern. OK, könnte auch an der Strukturschwächen Gegend hier liegen, keine Ahnung.

Musikinstrumente und Zubehör muss ich online kaufen. Der letzte Musikladen in der Gegend hat kürzlich dichtgemacht. Aber bis dahin war ich regelmäßig dort.
 
Ich hab bis vor kurzem in einer... äh... Kleinstadt mit 35.000 Einwohnern gelebt (ich hab mir sagen lassen, das ist eine Kleinstadt, für mich Bauerntölpel war das schon Großstadt). Als ich vor 20 Jahren zugezogen bin, richtig ins Stadtzentrum, hatten wir in 5 Minuten Laufreichweite ein Einkaufszentrum mit Promarkt, Drogerie, Kleidungsläden und was weiß ich noch. In der Fußgängerzone davor gab's einen großen Intersport, Spielwarenläden, Bücherläden, einen richtig echten Fotoladen, Optiker, was weiß ich noch. Historische Altstadt und der Weg dahin ähnlich. Gab sogar ein Modelleisenbahnfachgeschäft. Dann kam ein neues großes Einkaufszentrum am Bahnhof, das war auch nochmal gut. Also super viel zu Fuß erreicht. Auto haben wir nie gebraucht.

Dann ging langsam alles den Bach runter. Erst hat das alte Einkaufszentrum geschlossen, das Gebäude mit dem Intersport wurde begen baulicher Mängel abgerissen, das neu gebaute Einkaufszentrum wurde nei richtig gepflegt und hübsch gemacht, so dass es immer dreckig war, alte Läden wurden wegen Altersgründen aufgegeben und reingekommen sind diese Billigausländerläden (nenn ich jetzt mal so). Also Läden, wo das meiste in Arabisch statt Deutsch steht, die Ware billiger Schund ist, etc. Heißt: Nach und nach sind die alteingesessenen Läden verschwunden und anscheinend konnten/wollten sich nur noch Araber die Pacht leisten. Demnach hatten wir plötzlich vier Handyläden, drei Shishabars, vier Barbiere, zwei Sportwettenbars, und ungefähr die selbe Anzahl nochmal in Ramschläden.

Corona hat dann dem restlichen alteingesessenen Handel den Rest gegeben. Dann ist die Innenstadt verkommen und ich bin weggezogen.

Was wollte ich damit jetzt sagen? Die deutschen Innenstädte haben die letzten Jahre nicht gut überstanden. Ob da jetzt der Onlinehandel dran Schuld ist, vermag ich nicht zu sagen. Ähnliches ist mir schon in Darmstadt und noch viel früher in Rüsselsheim aufgefallen. Und ähnlich wie in meinem vorherigen Wohnort sind die Leute anscheinend froh, wenn sie nicht in die Stadt müssen, einfach, weil es da nicht mehr viel gibt und was es gibt, ist deprimierend.

Dass der Mediamarkt nicht mehr so spaßig ist wie noch vor 20 Jahren tut dabeif ür mich nix zur Sache.
 
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_killy_ schrieb:
Fehlen ggf Schließfächer?
Ob den Anderen welche fehlen, kann ich nicht beurteilen.

Im Grunde stehen im ganzen Innenstadtbereich an mehreren Stellen Schließfächer zur Verfügung, sodass eigentlich niemand seinen Einkauf die ganze Zeit mit sich herumtragen muss ... zwischen den einzelnen Stationen liegen meist weniger als 500m.
Allerdings kosten diese Schließfächer halt auch Geld ... vielleicht stört das irgendwie.

Ich weiß es einfach nicht, weil ich sowas nie genutzt habe.
Sperrige oder schwere Sachen werden als letztes beim Sammeleinkauf eingeplant, weil ich die natürlich beim restlichen Einkauf nicht mitschleppen will.
OdinHades schrieb:
Musikinstrumente und Zubehör muss ich online kaufen.
Oh ... ein "Leidensgenosse" ... ich bin ja soooo neugierig ... was spielste denn?

Bei mir sind es Gitarre, Bass, Klavier, Cavaquinho und ein paar Rhythmusinstrumente ("Schlagzeug" wäre übertrieben). Seit kurzem liegt hier noch ein Tenor-Banjo, aber mehr als ein paar Melodien kann ich auf dem Ding noch nicht.
 
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Was Musikinstrumente angeht: Wir hatten in meinem vorherigen Wohnort einen Musikalienladen, der hatte aber nur Gitarren und Bässe ab 800 Euro aufwärts im Haus und man durfte auch nicht anspielen, weil den Instrumenten dann was passieren könnte :freak:
Der Gitarrenbauer in der Altstadt hat irgendwann zugemacht, war zu alt.
Ansonsten bestellen wir auch größtenteils beim großen T oder stöbern auf dem Gebrauchtmarkt. Wir haben aber auch einen recht bekannten Gitarrenbauer eine größere Stadt weiter (Lakewood)
 
DerOlf schrieb:
Oh ... ein "Leidensgenosse" ... ich bin ja soooo neugierig ... was spielste denn?
Hauptsächlich Ukulele, mein Schmuckstück ist eine waschechte E-Ukulele. Auch ein bisschen Gitarre, aber das fasziniert mich nicht so sehr. Spiele auch bevorzugt Fingerstyle, meine Frau schrammelt lieber Akkorde auf der Gitarre. Das harmoniert dann aber auch ganz gut, wenn wir zusammen spielen, sie Akkorde und ich die Melodie. Irgendwann hatte ich auch mal ein riesiges Keyboard geholt, aber dann kaum damit gespielt. =D

Und um beim Thema zu bleiben: die Auswahl an guten Ukulelen im Einzelhandel ist... stark eingeschränkt. Wenn es mal was gibt, sind es diese 20-Euro-Nippes-Dinger, die schlicht vollkommen unbrauchbar sind. Die Klingen so schrecklich, wer mit sowas anfängt, wird es wahrscheinlich auch schnell wieder sein lassen. =P
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum Thema Verkehrsinfrastruktur: Da gibts seit Jahrzehnten Pläne, aber Deutschland ist halt Autoland. Und wie man von der Diskussion um "Tempolimit auf Autobahn" ableiten kann, stößt man bis ins kleinste Dorf auf erbitterten Widerstand, wenn es heißt "Verkehrsberuihgte Zone - Tempo 30." Die Problematik wird sich rauswachsen, ist aber noch existent.

Musikgeschäfte: Thomann hat seinen Umsatz in den letzten 20 Jahren ca. verzehnfacht und gehört zu den Größten weltweit. Das + die heutigen Möglichkeit wie "Kleinanzeigen", da können kleine Läden mit Standardsortiment einfach nicht mithalten. Seit Jahren stirbt da alles weg. Betrifft aber vermutlich die meisten Geschäfte mit "Standardangebot"...Kunden sind gut informiert und kennen die aktuellen Preise - Tendenz steigend. Irgendwie alles ziemlich logisch.
 
rallyco schrieb:
Wir hatten in meinem vorherigen Wohnort einen Musikalienladen, der hatte aber nur Gitarren und Bässe ab 800 Euro aufwärts im Haus und man durfte auch nicht anspielen, weil den Instrumenten dann was passieren könnte :freak:
hmm, Kumpel von mir ist ein grosser Sammler von Bässen &co. und wie ich den immer verstanden habe:
so unter paar Tausend Euro ist da nichts zu machen, da erscheinen mir 800Euro als extrem billig und damit auch anspielbar
 
Pffft... das war früher vielleicht mal so. Du kriegst ja heute schon gute Einsteigerbässe für um die 300 Euro die dich auch wirklich lange begleiten können.
Meinen FGN Bass made in Japan hab ich für 700 Euro neu gekauft, der ist absolut top verarbeitet.
Ich hab mir vorhin Multiscale Bässe angeguckt, die rangieren so zwischen 1290 bis 3000 Euro, darüber wird's albern.
Persönlich wüsste ich nicht, warum ich mehr als 2000 Euro für nen Bass ausgeben sollte, wenn ich wirklich gerne was tolles hätte. Darüber haste ja meiner Meinung nach diminishing returns, da hätte ich dann schon gerne einen Custom Bass.
 
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rallyco schrieb:
Du kriegst ja heute schon gute Einsteigerbässe für um die 300 Euro die dich auch wirklich lange begleiten können.
Ich habe zwar keine Ahnung, was der mal neu gekostet hat, aber meiner (Aria Pro II) begleitet mich mittlerweile seit gut 30 Jahren. ich habe ihn von meinem Bruder übernommen, und am Ende etwa €100,- dafür bezahlt.
Dafür hält der den drop-C Satz gut aus, den ich für meine Band brauche. Der Drummer findet es allerdings schade, dass er passiv ist ... und nur 4 Saiten hat.

Bei Lakewood gibts GItarren aus heimischen Hölzern ... um auch was zum Thema Nachhaltigkeit zu sagen.
Scheinbar aber nur mit Stahlsaiten (ob die Materialien dafür wohl auch aus Deutschland kommen?).

Unser Gitarrenbauer bietet sowas auch an ... mit Nylons so ab €2.500,- aufwärts.
Aber sich ein eigenes Instrument bauen zu lassen, ist mir dann doch noch ne Nummer zu groß.

Meine Aktuelle Konzertgitarre (ebenfalls Aria) war ein Dachbodenfund und hat mich €50,- gekostet. Mittlerweile hatte sie eine Reparatur für €99,- nötig ... das war sie mir wert.
Mit diesem Instrument (und dem Cavaquinho) habe ich mittlerweile die meiste Auftrittserfahrung.
Ich nutze gerne alte Instrumente, die andere eventuell schon lange ersetzt hätten. Und ich repariere (oder lasse reparieren), was zu reparieren ist.
Ich habe noch kein Musikinstrument entsorgen müssen. Was nicht mehr spielbar ist, wird optisch aufpoliert, und dient dann als Deko für meine Wohnung.
 
Ich hab vor 25 Jahren auch mit einem Yamaha RGX 170 für unter 200 Euro angefangen, der lebt immer noch und klingt auch noch gut.
Wesentlich später bin ich auf einen Jackson für 350 Euro umgestiegen, der FGN Bass war dann für mich schon etwas Luxus mit 700 Euro. Wichtig ist ja die Verarbeitung, ob alles bündig abschließt, nix hervorsteht, Hals gut eingestellt ist (oder sich einstellen lässt) und wie die Elektronik ist. Der Rest ist Geschmackssache, find ich persönlich.
Gibt auch Leute, die in ihren 150 Euro Harley Benton Bass (oder Gitarre) die übelst teurersten Pick Ups einbauen, einfach, weil ihnen das Instrument an sich gefällt und gut in der Hand liegt. Ich hatte nochnie einen Bass für über 1500 Euro in der Hand, unser teuerstes Instrument ist eine Lakewood für etwa in dem Bereich und mein Mann spielt trotzdem lieber seine gebrauchte Standford für ein Drittel des Preises.
Alte Gitarren die man nicht mehr spielt sind auch super, um ein wenig Arbeiten am Instrument zu üben. Letzten Endes wandern sie auch bei uns an die Wand, wenn sie nicht merh spielbar sind.

Aktuell überlege ich, einen gebrauchten Multiscale Bass von Cort von Kleinanzeigen zu kaufen. Ich kauf gern gebraucht :daumen:
 
Ich finde ja die Leute immer etwas niedlich, die meinen, nur auf teuren Instrumenten wirklich gut und mit Spass spielen zu können.
Ich denke da immer an den NIchtschwimmer-Bauern mit seiner neuen Badehose ... durch die kann der auch nicht plötzlich schwimmen.
 
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DerOlf schrieb:
Ich finde ja die Leute immer etwas niedlich, die meinen, nur auf teuren Instrumenten wirklich gut und mit Spass spielen zu können.
Eher ein so genannter skill issue.
 
ÖPNV zur Arbeit dauert bei mir 4x so lang (Haustür zu Haustür) und ist von den Zeiten unpassend (keine Gleitzeit).
Ergo habe ich auch kein ÖPNV Ticket.

Was mich aber wirklich aufregt:
In die nächste Großstadt mit den Öffis kostet mittlerweile als App Ticket 6,21€. Da ich auch wieder heim muss sinds 12,42€. Da ist dann aber auch keine freie Tram/Bus Nutzung in der Stadt drin. Da wären es dann schon 13,70€.
Sobald man zu zweit ist wirds lächerlich.

Auch per Punktekarte oder 8er Karte wird es nicht günstiger als das Mobilticket.

Bevor ich 12,42€ für sie Öffis zahle, fahre ich lieber mit dem Auto, zahle die hohen Preise fürs parken und nutze die Tram einfach als Schwarzfahrer für 1-2 Halte.
 
rallyco schrieb:
Ich hab bis vor kurzem in einer... äh... Kleinstadt mit 35.000 Einwohnern gelebt (ich hab mir sagen lassen, das ist eine Kleinstadt, für mich Bauerntölpel war das schon Großstadt).
Eine Kleinstadt hat 5000-20000 Einwohner. Bei 35000 nennt man es "Mittelstadt". ;)
 
Das hab ich tatsächlich auch so gedacht, @Exit666, wurde aber von mehreren Seiten eines besseren belehrt die wohl meinten, es besser zu wissen ;)
Ich hab's aber auch gerade gelesen. War damals nicht so, bin ich mir sicher, muss wieder die Timeline geändert worden sein
 
DerOlf schrieb:
Genau das versucht man in Bielefeld seit den 1980er Jahren umzusetzen.

Es gibt 4 Linien der StadtBahn (eine Mischung aus Strassen- und U-Bahn), und an jedem Endpunkt gibt es große Parkplätze. Die Haltestellen werden von 6:00 bis 21:00 im Takt von 10 Minuten bedient ... bis 23:00 im 15 Minutentakt und erst danach nur noch alle 30 Minuten.
Indirekt hat das doch durch die Verkehrspolitik funktioniert. Überall Stau -> die Leute haben keinen Bock mehr in die Altstadt zu fahren -> Onlinehandel boomt / stationärer Handel verfällt.
Am nachhaltigsten ist, man fährt gar nicht dahin. Die Bustickets sind teuer und die Parkplätze im Parkhaus auch. Vielleicht ist es trotz Verpackung und Anfahren zum Kunden beim Onlinehandel sogar sinnvoller, weil alle Waren in Lagern zentriert sind und nicht in zig Geschäften.

Auf den Keks geht mir trotzdem die Verpackungspolitik im Lebensmittelbereich. Da besteht die Hälfte ja nur aus Kunststoff. Und es muss auch nicht jede Gurke in Folie eingeschweißt werden.
 
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