Nas Bs (OMV) vs Linux Desktop Ubuntu Derivat

Alf2000

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Hi

Ich würde gerne wissen:
Wenn ich Ubuntu (z.B. Linux Mint) einsetzte und es als HTPC mit Kodi verwende, dazu noch Datei freigaben erstelle für die anderen Geräte im Netzwerk, spare ich mir einen zusätzlichen PC den ich als HTPC verwenden muss. Die Daten würde ich dann gerne über das Netzwerk verwalten. (also wie bei einem NAS)

Welche vor- oder nachteile hat das gegenüber OMV + extra HTPC (mit Linux Desktop)?
Gibt es da sicherheits technisch nachteile oder probleme?

(Mir geht es nur um die Software, nicht um die Hardware - Lautstärke etc)

Hardware:
Mainboard Chipsatz - C236
Ram - ECC
Hdds - WD Reds

Nutzung:
HTPC / NAS
Snapraid
Mergerfs
Kodi

Gruss Alf
 
Zuletzt bearbeitet:
zur eigentlichen frage kann ich nichts sagen außer dass ich mit einem FreeNAS system momentan ganz zufrieden bin obwohl ich am überlegen bin eventuell auf Unraid umzusteigen oder es zumindest mal auszuprobieren.

was ich dir aber raten würde wäre auf amd statt intel zu setzen. intel boards mit ecc support und die passenden xeons sind sehr teuer. die meisten am4 boards und alle ryzen cpus unterstützen ecc genauso. das einzige was du eventuell aufgibst ist ipmi

falls es intel sein muss du aber nicht unbedingt die aktuellste generation brauchst schau mal ob du noch einen HP proliant microserver gen8 bekommst. ich hab so einen für 200€ mit celeron und 4gig ecc gekauft. 16gb ecc dazu und einen xeon 1260L und schon hat man einen server mit top preis leistungsverhältnis (summa summarum ohne HDDs ca 450-500€)
 
Nun OMV basiert auf Debian und ist damit im Kern garnicht so viel anders als es ein Ubuntu oder Derivat wäre. Hauptunterschied: OMV kommt ohne Desktopumgebung, dafür mit Weboberfläche.

Man kann jetzt entweder eine Desktopdistribution hernehmen und Netzwerkfreigaben rein konfigurieren oder OMV und dort eine Desktopumgebung. Ersteres habe ich schon gemacht und kann nur sagen: Dienste wie NFS oder Samba selbst aufsetzen oder ein Raid via mdadm aufsetzen ist kein Hexenwerk, aber deutlich aufwändiger als es bei OMV ist, wo man sich einfach durchklicken kann. Ob das Aufsetzen einer via Browser verwalteten NAS-Oberfläche auf eine Desktopdistribution genauso einfach ist, weiß ich nicht.

Evtl. ist ja auch der Einsatz von VMs eine Option für dich: eine mit z.B. OMV und eine mit z.B. Openelec für Kodi.

@SamSemilia prinzipiell richtig bezüglich AMD/Intel mit ECC und den Kosten, ein nicht ganz unerheblicher Faktor spielt da aber auch mit rein, der Stromverbrauch. AM4 basierte Boards sind im Vergleich mit Intel-Boards stromhungriger im Leerlauf, was hauptsächlich am Chipsatz liegt. diese ca. 10W klingen erstmal nicht nach viel, aber bei einem NAS ist ein 24/7 Betrieb nicht unwahrscheinlich. Wenn dann vielleicht noch die eine oder andere Komponente bereits da ist, ist Intel vielleicht doch die bessere Wahl (in meinem Fall war z.B. ein Xeon1231v3 bereits vorhanden, da war es nur logisch ein passendes Board und RAM dazu zu kaufen).
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Hardware habe ich bereits von daher spielt das keine rolle. Das einzige was ich kaufen müsste wäre noch ein HTPC wenn ich die variante mit OMV nehme.

Was mich beschäftigt ist halt, ob ich OMV + HTPC nehmen sollte oder ob ich mir das Geld sparen kann und mir sozusagen ein HTNAS bastel mit einem Ubuntu derivat. Wichtig ist mir dabei vorallem die sicherheit der Daten wobei ich nicht von aussen über das Internet darauf zugreifen will und ob ich mit einem Desktop Linux dann die Daten genauso einfach wie bei einem NAS bearbeiten / Verwalten kann . Wird also ein reines Heimnetzwerk sein. Die Parität der Daten werde ich wieder mit Snapraid gewährleisten, das reicht mir für den Heimgebrauch und ich spare so eine menge Strom.

Für die Erstinstallation ist OMV + HTPC mit Openelec sicher einfacher und schneller.
Aber das ist mir nicht so wichtig.

Wichtig ist mir das wenn ich ein Desktop Linux benutze, es am ende genau so Sicher und Stabil läuft wie wenn ich OMV + HTPC nutzen würde. Ich möchte nicht alle paar Tage oder Wochen wieder etwas am System Konfigurieren müssen oder im schlimmsten fall neu Installieren müssen.

Ich werde Snapraid, Mergerfs und Hdparm einsetzten, für Snapraid werd ich dann Cron Jobs konfigurieren. (Was in OMV ja schon alles integriert ist) und dazu noch Kodi installieren.

Mein Ziel ist es wenn ich die HTNAS Variante mit einem Desktop Linux nehme,
gibt es dann genau so wenig Wartungsaufwand, Stabilität und Sicherheit wie wenn ich OMV + HTPC nehmen würde?

Gruss Alf
 
Ich habe bis vor ca. 3 Monaten ein Serversystem (Xeon, RAID 6, 32 GB RAM, etc.) mit Linux Mint und dem gleichen Einsatzzweck wie bei dir betrieben. Das ganze lief weitestgehend Fehlerfrei, aber auch reichlich Wartungsintensiv, gerade, weil das System eben auch nicht Technikaffinen Menschen bedient werden musste.
Seit ca. 3 Monaten ist der Server jetzt ein richtiger Server mit Ubuntu 18.04 LTS ohne grafische Oberfläche und mein Kodi läuft auf einem ASUS Tinkerboard, welches die Quellen entsprechend eingebunden hat. Bisher bin ich mit diesem Setup sehr zufrieden. Der Server installiert alle Securitypatche automatisch und schnurrt leise im Schrank vor sich hin, während mit dem ASUS Tinkerboard alle ohne Probleme Filme gucken oder SNES Emulator spielen können. Und ich muss mir keine Gedanken mehr machen, ob irgendwer was kaputt machen kann am Server.
Außerdem sind deutlich weniger Pakete auf dem Server installiert und somit auch weniger Fehlerquellen vorhanden.

Mfg Kae
 
hast du denn andere wiedergabegeräte?
falls nein würde ich es an deiner stelle so machen dass der server gleichzeitig auch das wiedergabegerät ist.
falls du aber schon passende wiedergabegeräte hast (konsole, smarttv, android tv oder ähnliches) würde ich einfach den server server sein lassen und einen seperaten client benutzen.
 
KaeTuuN schrieb:
Ich habe bis vor ca. 3 Monaten ein Serversystem (Xeon, RAID 6, 32 GB RAM, etc.) mit Linux Mint und dem gleichen Einsatzzweck wie bei dir betrieben.
Linux Mint habe ich auch in die engere auswahl gezogen, kenne mich mit Linux Mint auch schon etwas aus.
KaeTuuN schrieb:
Der Server installiert alle Securitypatche automatisch
Das neuste Linux Mint (19) hat ebenfalls eine option Updates automatisch zu installieren, habe ich aber noch nicht getestet da mein Mint noch auf version 18 ist und ich gelesen habe das die 19 noch nicht ganz so stabil sein soll.

SamSemilia schrieb:
hast du denn andere wiedergabegeräte?
zur zeit habe ich kein HTPC daher die frage :D
SamSemilia schrieb:
falls nein würde ich es an deiner stelle so machen dass der server gleichzeitig auch das wiedergabegerät ist.
Was mir dabei sorgen bereitet ist:
KaeTuuN schrieb:
aber auch reichlich Wartungsintensiv
Wenn das installieren bischen länger dauert macht mir das nichts, aber wie oben schon geschrieben möchte ich dann nicht alle paar Tage oder Wochen irgendetwas Konfigurieren müssen. wenn ich es mal fertig installiert habe sollte es einfach laufen da ich am System dann nichts mehr andern will.
Was mich einwenig beruhigt:
KaeTuuN schrieb:
Das ganze lief weitestgehend Fehlerfrei, aber auch reichlich Wartungsintensiv, gerade, weil das System eben auch nicht Technikaffinen Menschen bedient werden musste.
weitestgehend Fehlerfrei, klingt schon mal gut und jeder der mit der Maschine zu tun hat ist auch Technikaffin :D

Wahrscheinlich bleibt mir nichts anderes übrig, als es mal mit Linux Mint 19 zu testen, wenn ich dann nicht zufrieden bin muss ich mir dann halt dennoch ein HTPC zulegen. Scheint mir momentan die kostengünstigste variante zu sein, wobei ja Zeit auch Geld ist :) Das schöne bei Snapraid ist das ich die Daten nicht verliere und alles wieder mühsam vom Backup kopieren muss, so kann ich dann nur die Betriebsysteme wechseln.

Vielen Dank für eure Hilfe :)

Gruss Alf
 
sicher dass du da einen pc für brauchst? sowas wie ein roku stick kann prima mit heim und internet streaming umgehen.

ich würde falls ein wiedergabegerät besorgt wird sowas holen (oder apple tv, nvidia shield etc)
 
Einen HTPC halte ich hier für das klassische "mit Kanonen auf Spatzen schießen". Der HTPC soll ja nichts weiter machen, als Inhalte ab zu spielen, die entweder lokal oder im Internet liegen. Dafür reicht auch ein kleiner Raspberry Pi, oder, wenn auch ein bischen Retrogaming betrieben werden soll ein ASUS Tinkerboard.

Mfg Kae
 
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