Fireplace April 2026

NAS-Mediathek unterwegs auf iPhone/iPad nutzen – Remotezugriff & passende Apps

jtr00

Lt. Commander Pro
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Im Zuge der nun endlich durchgezogenen Entscheidung, wo immer möglich von Streaminganbietern wegzukommen, schaue ich mich gerade nach Lösungen für eine selbst gehostete Mediathek mit DRM-freien Inhalten um.

Ziel ist, die auf dem NAS liegende Mediathek sowohl zu Hause als auch unterwegs komfortabel per iPhone und iPad nutzen zu können, ohne die einzelnen Dienste direkt ins Internet stellen zu müssen.

Meine Wunschlösung sollte folgendes berücksichtigen:
  • Trennung zwischen Anbindung/Hosting und Wiedergabe, sodass ich mich nicht von einer bestimmten App oder Plattform abhängig mache
  • Audio: FLAC / MP3 / AAC / M4B, via z.B. libro.fm, Bandcamp, Qobuz etc.
  • Video: MKV / HEVC, via Indie-Anbieter, eigene Aufnahmen
  • E-Books: EPUB / PDF / CBZ via ebooks.com, Humble Bundle etc.
  • Apps jeweils für iOS und iPadOS
    Nice to have: ebenfalls macOS
  • Audioausgabe lokal am Gerät und per Bluetooth
    Nice to have: CarPlay
  • Offline-Download/Cache auf iPhone/iPad wäre wünschenswert
  • Apps vorzugsweise mit Einmalkauf/Lifetime-Modell, sodass nicht wieder diverse monatliche Abos zusammenkommen
  • Vorhandene Hardware zur Umsetzung: FRITZ!Box 4060, Raspberry Pi 5, Synology DS220j
  • Internet aktuell 1000/60 Mbit/s mit öffentlicher IPv4 / ohne CGNAT
    Wechsel auf Glasfaser mit 2,5/10 Gbit/s steht zeitnah an
Bisher scheint mir folgender möglichst schlanker Ansatz dem Ziel am nächsten zu kommen:
  • NAS per WireGuard über die FRITZ!Box erreichbar machen
    -> Keine einzelnen Dienste nach aussen exponieren; unterwegs Zugriff aufs NAS praktisch wie aus dem lokalen Netz.
  • Video: Infuse (nutze ich bereits lokal)
    -> Sehr breite Format-/Codec-Unterstützung, Direct Play von MKV/HEVC/HDR etc. direkt vom NAS und gute Bibliotheksdarstellung.
  • Musik: Flacbox
    -> Auf Lossless/Hi-Res und eigene Musikbibliotheken spezialisiert, direkter NAS-Zugriff und trotzdem Komfortfunktionen einer modernen Musik-App.
  • Hörbücher: BookPlayer
    -> Auf M4B/MP3 zugeschnitten mit Kapiteln, Fortschritt, Sleep-Timer, variabler Geschwindigkeit und CarPlay.
  • E-Books: Yomu Pro
    -> DRM-freie EPUB/PDF-Bibliothek mit gutem iPhone-/iPad-Reader und Pro-Version als Einmalkauf statt Abo.
Die Grundidee wäre also bewusst kein Plex/Jellyfin/etc. als zentrale Ebene, sondern zunächst: DRM-freie Datei -> Synology -> WireGuard -> spezialisierte Wiedergabe-App

RPi5 und zusätzliche Serverdienste wie Jellyfin, Navidrome, Audiobookshelf, Calibre/Kavita etc. würde ich nur ergänzen, wenn sie gegenüber dem direkten NAS-Zugriff tatsächlich einen Mehrwert bringen.

Habt ihr noch weitere Ideen oder bessere Ansätze?
Insbesondere würde mich interessieren, ob jemand einen Teil davon bereits ähnlich betreibt und welche Vor-/Nachteile sich im Alltag ergeben haben.

Danke im Voraus!
 
Ich verstehe jetzt nicht, was genau gegen einen Jellyfin-Docker spricht?

Ich nutze ein DXP4800 Plus und habe mir dort ein anderes OS draufgeladen. Im Gegensatz zu QNAP und Synology ist das hier nämlich kein Problem. Da kann man sich also auch gern einfach ein UnRAID oder TrueNAS selbst draufpacken und dann ist gut.

Zum Abspielen aus dem Jellyfin-Docker gibt es ja diverseste OpenSource-Apps, die auf Android, iOS und MAC problemlos laufen.

Synology ist bei mir sowieso unten durch, seit sie via Update versucht haben, nur noch ihre eigenen Festplatten und SSD's nutzbar zu machen (Vendor-Lock-in-Strategie). Das ist ja noch nicht mal ein Jahr her. Seither verkaufen sich Asustor und Ugreen plötzlich deutlich zahlreicher als zuvor... komisch.
 
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WireGuard ist mMn. schon mal der richtige Ansatz.
Bzgl Synology kann ich nichts sagen. Ich weiß nicht ob diese Geräte leistungsfähig genug sind. Persönlich würde ich immer auf Docker gehen. Damit ist man vermutlich flexibler. So mache ich es auch. Auf meinem Server/Nas läuft Unraid und darin dann der Docker. Dienste wie Navidrome, Jellyfin und Audiobookshelf laufen ganz problemlos.
Immich ist für Fotos auch sehr zu empfehlen. Und wenn du schon dabei bist gleich noch Pihole dazu nehmen.

Für den VPN-Zugriff unterwegs habe ich mir auf meinen Apple-Geräten per Automator Regeln gebastelt. Sobald ich das heimische Wifi verlasse oder unterwegs eine der relevanten Apps öffne aktiviert sich der VPN automatisch. Betrete ich mein Wifi zuhause wieder wird der VPN deaktiviert.
 
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Man muss sich natürlich überlegen, welche Internetgeschwindigkeit man im Upload hat.
Auch wenn WireGuard gegenüber IPSEC, "schneller" ist, bleibt vermutlich der ""Flaschenhals/Tempobremse" die Uploadgeschwindigkeit.

Für meinen Einsatzzweck reicht mir ein Mini-NAS von WeLine. (Ok, die Übersetzung von Chinesisch nach Deutsch ist nicht immer perfekt). WeLine hat einen Client, den ich auf PC und Mobilen Endgeräten Android/IOS nutzen kann und das Gehäuse selbst ist nur etwas größer als ein externes 2,5 Zoll Gehäuse ist.

Produktlink: https://yottamaster.com/products/yottamaster-nas-enclosure-for-2-5-sata-hdd-ssd

Und wenn ich doch mal mehr Tempo brauche, läuft noch ein selbst gehosteter Cloud-Server in einem RZ.
 
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Ich denke maldie Daten liegen auf der Synology.
Dort einfach die "Medieserver"-App installieren. Dann sind all deine Daten via DLNA ansprechbar. Das ist der Standard für Medienfreigabe im Netzwerk. Damit kann (fast) jedes moderne Gerät/App direkt umgehen. Da sich Apple aber manchmal hat mit Standards, weis ich nicht wie es da aussieht, denke aber da gibt es was...

Jellyfin und Co. kannst du dann nebenher laufen lassen.
Hier empfehle ich übrigens genau diesen Jellyfin. Da gibts auch mittlerweile so viel Apps, offiziell oder kompatibel, die damit umgehen können. Zur Not läufts auch in jedem Browser...

Das ist nicht auf Video beschränkt, dort kannst du auch Hörbücher, Musik und Co. mit einbinden...

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Edit:
Alternativ biete Synology mit der Video- und Audio-Station auch direkt "Streaming"-Services für Medien...
 
K-551 schrieb:
Dort einfach die "Medieserver"-App installieren. Dann sind all deine Daten via DLNA ansprechbar. Das ist der Standard für Medienfreigabe im Netzwerk. Damit kann (fast) jedes moderne Gerät/App direkt umgehen.

Wie genau machst du das über Wireguard? Denn DLNA nutzt für das Discovery UDP Multicast. Über einen Wireguard-Tunnel geht aber kein Multicast. Wie sieht dein Setup aus?


jtr00 schrieb:
NAS per WireGuard über die FRITZ!Box erreichbar machen

Klar, das geht. Einfach eine SMB-Freigabe und auf die dann mit geeigneter Software zugreifen.

jtr00 schrieb:
RPi5 und zusätzliche Serverdienste wie Jellyfin, Navidrome, Audiobookshelf, Calibre/Kavita etc. würde ich nur ergänzen, wenn sie gegenüber dem direkten NAS-Zugriff tatsächlich einen Mehrwert bringen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass du über kurz oder lang bei einem echten Medienserver wie Jellyfin landen wirst. Denn genau dafür sind die da. Inkl. automatischem Fetching von Metadaten wie Plot, Cover, Lyrics etc.
 
jtr00 schrieb:
NAS per WireGuard über die FRITZ!Box erreichbar machen
Genauer ... VPN Funktion der Fritz!Box nutzen und ins heimische Netzwerk connecten. Dann bist du gesichert als wärst du zuhause.

jtr00 schrieb:
Die Grundidee wäre also bewusst kein Plex/Jellyfin/etc. als zentrale Ebene, sondern zunächst: DRM-freie Datei -> Synology -> WireGuard -> spezialisierte Wiedergabe-App
Dann könntest einfach die VLC Player App nutzen. Ich selbst bevorzuge aber Jellyfin.
 
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