NAS nach CPU Wechsel zu langsam

Corvus Corax

Lt. Junior Grade
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Ich habe von meinem Selbstbau NAS (NAS4FREE) CPU und Mainboard gewechselt. Von einen G2020 auf einem J3160.
Seitdem kommen die Daten nur noch mit 3 bis 25MB an. Vorher lag die Datenübertragungsrate bei 45 bis 80MB.

Als Backupsoftware nutze ich Paragon, aber auch mit anderen Backupprogrammen ist die Geschwindigkeit so niedrig.
Kopiere ich allerdings über den Windows Dateimanager Dateien auf's NAS, ich die Datenübertragungsrate normal.

Am Rechner kann es auch nicht liegen, weil das Problem auch an einen anderen PC auftritt.
 
Hallo, das Problem ist der Intel "Atom" CPU. Ich habe es mit meinem Celeron J1900 auch schon bemerkt, dass die Netzwerkgeschwindigkeit im Vergleich zu einer "normalen" CPU/Mainboard Konfig niedriger ist.

Wenn du die volle Netzwerkgeschwindigkeit willst, dass solltest du zu einem z. B. Pentium G4400 und passendem Mainboard greifen. Die ganzen Intel Atom Lösungnen (egal welche Generation) können dir nicht die Netzwerkgeschindigkeit liefern.

Wie gesagt, habe ich selbst mit meinen ASRock J1900M festgestellt und daher lieber einen Celeron G1840 eingesetzt.
 
Das es an der CPU liegt habe ich auch schon gedacht, aber die fertigen Geräte wie Synology, Qnap und co haben teilweise noch schwächere Prozessoren wie z.B. ARM.

Wenn das wirklich der Grund ist, habe ich das Mainboard mit J3160 umsonst gekauft. Und ich wollte mit der CPU Strom sparen :mad:.

Nur warum ist das kopieren über den Windows Dateimanager wesentlich schneller?
 
Naja die Fertiglösungen und deren OS sind halt wirklich auf den Einsatzbereich und die Hardware optimiert, während man beim Selbstbau halt einen breiten Bereich normaler Desktop/-Serverhardware nutzen kann. Apple hat potentiell ja auch immer viel schwächere Hardware verbaut aber halt ein sehr gur drauf angepasstes OS.
So hat zB der Atom C2538 in meiner NAS direkt integriertes LAN mit 4x1 or 4x2.5 GbE (Synology nutzt leider nur 2x 1GbE).
Wobei ich da bei einem 4core Celeron nun auch keine Probleme sehen würde, auch wenn der nen externen Chip nutzen muss.
 
Das erklärt aber immer noch nicht wieso das kopieren über den Windows Dateimanager wesentlich schneller ist.

Edit: Ich habe die alten Daten vom G2020 gefunden. Da war das kopieren über den Dateimanager doppelt (105 zu 40MB) so schnell, aber nur vom NAS zum Rechner. Vom Rechner zum NAS ist mit dem J3160 genau so schnell (105MB).

Dann liegt es wohl wirklich am J3160?
 
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andere NIC als vorher?
und für die jetzige: andere treiber probiert?
 
Also am Throughput der CPU liegt das nicht hier ist das Problem was anderes. Selbst ein echt schwacher AMD E350 schafft selbst AES Verschlüsselt noch das Gigabit gerade so voll zu machen. Die aktuellen Atome schaffe bei SMB locker >400 MB/s.

Entweder kommt die NAS Software nicht mit der neuen Hardware klar, also ggf. neuinstallieren, o.ä. oder eine Einstellung macht Probleme, oder auf dem AiO -Board ist was, womit das OS nicht klar kommt, also Inkompaitbilität. An der CPU liegt es definitiv nicht ein Athlon 5350, vergleichbar mit einem J1900, langweilt sich während ich 110 MB/s über das Netzwerk jage und das mit einem normalen, nicht angepassten OS (Windoof).

Hat die CPU denn überhaupt Vollauslastung beim SMB Zugriff?

Mal einen anderen Client versucht?

Solche Werte kenne ich nur von "Microsoft Speicherplätze mit Parität". Da schafft dann aber auch ein Monster Xeon nicht mehr, weil einfach die Software schlecht ist.
 
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mercury schrieb:
andere NIC als vorher?
und für die jetzige: andere treiber probiert?
Das alte NAS hatte den Realtek RTL8111E und der J3160 hat den Realtek RTL8111GR.
Ich werde mal den Treiber neu installieren bzw. einen anderen probieren.
Nur wie soll ich bei NAS4FREE einen anderen Treiber installieren?


Nicht ich schrieb:
Hat die CPU denn überhaupt Vollauslastung beim SMB Zugriff?...
CPU Auslastung ist bei 15 bis 25%.
 
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Siehst du, die CPU ist nicht das Problem.
 
Ich aktualisiere gerade NAS4FREE von 10.1.0.2.1513 auf 10.2.0.2.2545.
Vielleicht sind da neuere Treiber drin.
 
Hmm kenne FreeNAS nun nicht, aber wurden da am Treiber Einstellungen wie Jumo Frames und so vorgenommen, die nun nicht mehr aktiv sind?
 
Ob Jumo Frames aktiviert sind oder nicht, macht nicht viel aus.

Ich habe jetzt NAS4FREE aktualisiert, die Übertragungsgeschwindigkeit liegt jetzt immerhin bei 25 bis 34MB und die CPU Auslastung bei max. 25%.

Vielleicht sollte ich von NAS4FREE auf FreeNAS oder OpenMediaVault wechseln?
 
Samba müsste eine Single Core Anwendung sein und somit wäre derzeit tatsächlich die CPU der limiterende Faktor. Ich würde vllt. trotzdem ncoh einmal versuchen NAS4Free neu zu instsallieren, damit die korrekten Treiber verwendet werden.
 
Selten soviel Unsinn in eine Thread gelesen, vonwegen, dass eine aktuelle CPU bei Samba limtiert...:freak: Insebsondere da das Problem ja nur im Zusammenhang mit Backupsoftware auftritt.

Samba:
Single-Thread? Ja​
Durch CPU Takt limitiert? vielleicht bei einer 10 Gbit/s Leitung, aber nicht bei 1 Gbit/s da limitiert einfach die Leitung.​

Benchmarks usw. mit FreeNAS und J1900 könnte ihr hier sehen.
http://www.technikaffe.de/anleitung-141-4_bay_eigenbau_nas_mit_intel_celeron_j1900_und_freenas

Das Problem von Corvus Corax ist nicht in der Hardwareleistung zu suchen, sondern in der Software. Aus irgendeinem Grund passt das nicht zusammen. Daher ist die Idee ein anderes OS zu nehmen nicht verkehrt. Ein andere Idee wäre eine Nas4Free mal neuzuinstallieren. Ich weiß nicht wie tauschbar bei Nas4Free die Hardware ist, bei Windows ist das ja eher eine schlechte Idee, beim Xpenology, das ich fahre wiederum wurscht, da das Kernsystem, also der Bootloader eh stets wie bei Live-System von USB-Stick Read-Only bootet.

Zu dem Thema Backupsoftware. Also so wie ich die kenne limitiert dort i.d.R. das System, von dem der Snapshot erstellt wird.

Das Einlesen von kleinen Dateien kann sehr langsam sein, daher kann die Geschwindigkeit auch mal zeitweise schlecht sein. Das einlesen von großen Dateien geht schneller, selbst von SSD auf SSD werden die 1MB / s nicht geknackt, wenn es nur Dateien < 1 kbytes sind. Ein Snapshot eines Systems beinhaltet aber primär kleine Dateien. Dazu kommt, dass das ganze Komprimiert werden will.

Wie sieht denn die HDD und CPU Last an dem System aus, das den Snapshot mit Paragon erstellt, während der Snapshot erstellt wird?

Wenn du stromsparen willst mit dem NAS, muss man nicht zwingend auf kastrierte CPUs setzen (siehe meine Sig). Denn die rechnen an "großen Brocken" länger und ziehen länger eine zwar niedrigere Leistung aus der Dose, die in Summe doch nicht weniger kW/h sein muss.

Wichtig für ein sparsames System in Idle (in der Reihenfolge):
  1. Das richtige Board (Unterschiede liegen mitunter bei bis zu 20 Watt)
  2. das richtige Netzteil (auf den Leistungsbereich abgestimmt)
  3. dann lange nichts
  4. die richtigen HDDs
  5. und zum Schluss die CPU
 
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Nicht ich schrieb:
...Benchmarks usw. mit FreeNAS und J1900 könnte ihr hier sehen.
http://www.technikaffe.de/anleitung-141-4_bay_eigenbau_nas_mit_intel_celeron_j1900_und_freenas

Das Problem von Corvus Corax ist nicht in der Hardwareleistung zu suchen, sondern in der Software. Aus irgendeinem Grund passt das nicht zusammen. Daher ist die Idee ein anderes OS zu nehmen nicht verkehrt. Ein andere Idee wäre eine Nas4Free mal neuzuinstallieren....
Zu dem Thema Backupsoftware. Also so wie ich die kenne limitiert dort i.d.R. das System, von dem der Snapshot erstellt wird.
..........
Wie sieht denn die HDD und CPU Last an dem System aus, das den Snapshot mit Paragon erstellt, während der Snapshot erstellt wird? ....

Die Werte von technikaffe hatte ich mit dem G2020 auch.

NAS4FREE habe ich geupdatet und neu installiert, hat aber nur wenig gebracht.
Ich wollte es mit FreeNAS probieren, aber dafür müsste ich die Festplatten formatieren und dafür müssen vorher alle Daten auf externe HDD's kopiert werden.
Damit habe ich gerade angefangen, dauert aber bei 3TB etwas.

Wenn der Snapshot erstellt wird, ist die HDD und CPU Last sehr gering (i3-6100 u. i7-6700K).

Ich habe mir extra für 80,- Euro das J3160 Board mit 6Watt gekauft, damit es den alten G2020 ablösen kann.
Es wäre ja ein Witz, wenn ich das Mainboard umsonst gekauft hätte.
 
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Das mit dem Witz ist unabhängig von den aktuellen Problemen nicht allzu abwegig.
Was die Sparsamkeit angeht, vielleicht öffnet dir der Link etwas die Augen:

https://docs.google.com/spreadsheets/d/1LHvT2fRp7I6Hf18LcSzsNnjp10VI-odvwZpQZKv_NCI/edit#gid=0

Link von http://www.hardwareluxx.de/community/f84/die-sparsamsten-systeme-30w-idle-1007101.html

Die TDP garantiert keine niedrige Leistungsaufnahme. Sie ist nur nützlich um den Kühler und Spannungsversorgung zu dimensionieren. Und nur weil die CPU eine TDP von 6 Watt hat, heißt das noch lange nicht dass das Board im Idle mit allem (ohne HDD) nicht mehr braucht und unter Last deutlich im zweistelligen Bereich liegt.

Ein Energiekostenschätzgerät (KD302 kann ich empfehlen, gibt es aber kaum noch zu kaufen) kann hier helfen. Viellleicht hätte ein passendes NT schon dein G2020 in ein sparsames System verwandelt. ATX NTs sind denkbar uneeignet für NAS, da sie ständig nur bei 2-10% Last oder weniger rumgurken und da nur eine Effizienz von < 70% meist haben.

PS: Auch das von mir verlinkte System von Technikaffe ist furchtbar schlecht in der Energiebilanz, auch wenn sich der Autor wie ein Honigkuchenpferd freut.

PPS: FreeNAS und auch NAS4free setzen auf ZFS und dies ist ohne ECC RAM (Serverboard) nicht zu empfehlen.
 
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Danke für die Links.
Ich habe auch schon gemerkt das das neue NAS nicht viel sparsamer ist (30 bis 35 zu 20 bis 25 Watt etwa).

Das KD302 habe ich auch. Netzteil ist ein E9 400 Watt. Habe aber auch eine Wandlerplatine mit 90 Watt für ein Laptop NT hier liegen. Das sollte demnächst ins NAS eingebaut werden.

Ich habe kein ZFS bei NAS4FREE aktiviert.


Gleich bin ich mit dem kopieren fertig und werde dann FreeNAS ausprobieren.
Ergänzung ()

Mit FreeNAS schaffe ich 5 bis 10MB. Bin mit meinem Latein am Ende :confused_alt:.

Ich werde die Festplatten mal an den i3-6100 hängen...
 
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Du kannst vllt. einmal mittels "top" Befehl auf dem NAS analysieren, ob ein Unterschied zwischen dem Kopieren mittels Windows Manager und Paragon besteht, denn, laut deiner Aussage, gibt es die Probleme beim Windows Dateimanager ja nicht.

Ansonsten einmal die Einstellungen im Bios überprüfen und gucken ob die CPU auch korrekt hochtaktet.

Hast du eine Verschlüsselung aktiviert oder sonst irgendwelche "besonderen" Funktionen?
 
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Ich habe mal Acronis neu installiert. Jetzt schafft das NAS 40 bis 60MB unter FreeNAS.

Den "top" Befehle kenne ich nicht.
Bios Einstellungen sind ok.
Keine Verschlüsselung oder anderes.
 
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ich würde OpenMediaVault einsetzen, da der Hardwaresupport da viel besser ist. Die BSD sachen hinken immer etwas hinterher.
 
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