Retsam-Master schrieb:
Nein.
Ich habe sogar eher Leistungsverlust da der Controller ausgelasteter ist.
Du verwechselst Raid 0 (Leistung) mit Raid 1 (Spiegelung)
Tut mir Leid aber da muss ich dir eindeutig widersprechen.
Als Anfangslektüre:
https://en.wikipedia.org/wiki/Standard_RAID_levels und die verlinkten weiterführenden Artikel und Quellen.
Raid 0: Es werden neue Blöcke abwechselnd auf die beteiligten Disks geschrieben. Höhere Schreibgeschwindigkeit. Beim Lesen kein Gewinn.
Raid 1: Es werden neue Blöcke auf beide Disks geschrieben. Kein Gewinn. Beim lesen können beide Disks antworten. Beim linearen lesen spielt dies keine Rolle. Bei zufälligen Lese-Operationen liest Disk 1 Block 1 während Disk 2 den Kopf schon zu Block 2 bewegen kann. Höhere Lesegeschwindigkeit bei nicht-linearen Zugriffen.
Deshalb nimmt man bei zufälligen Lese- & Schreiboperationen ja auch ein Raid 10 um höhere Lese- & Schreibperformance zu bekommen.
Bei der DS214se kann es der Controller sein oder auch die recht schwache CPU und der knappe RAM. Synology hat das Rad ja auch nicht neu erfunden und nutzt unter der Haube einen Linux Kernel und mdadm fürs Raid. Mdadm nutzt pro Raid einen CPU-Thread. Bei 2x Disks also ein Thread bei 4 Disks die je zwei Raid1 darstellen zwei Threads. Ein Raid 10 mit mdadm nutzt ebenfalls einen Thread. Lege ich jedoch zwei Raid1 aus je zwei Disks an und erstelle dann ein Raid 0 über die beiden Raid1 (also ein Raid1+0) werden insgesamt 3 Threads genutzt.
Retsam-Master schrieb:
Und "Verfügbarkeit" im warste Sinne des Wortes.... Da spielen ganz andere Faktoren eine Rolle.
Als nur wie ich die Festplatten schalte
Und wen mir dies wichtig wäre, würde ich auch eher ein anderes Nas mit Raid 5 wählen
Wieso? Ein Raid 1 erhöht die Verfügbarkeit des einzelnen Blockdevices. Fällt eine Disk aus funktioniert weiterhin der Zugriff auf die Daten genau so wie bei einem Raid 5. Vorteil des Raid 1: Der Rebuild geht deutlich schneller da nur linear die Blöcke gelesen werden müssen und keine Paritäten neu berechnet bzw. Daten anhand der Paritäten berechnet werden müssen. Dafür ist bei einem Raid 5 das Verhältnis brutto/netto eben besser.
Bei beiden Varianten kann dies natürlich weiterhin schief laufen wenn man einen nicht korrigierbaren Fehler beim Rebuild hat, dann ist mindestens ein Teil der Daten hin sofern der Rebuildprozess nicht komplett abbricht. Gegen dieses Problem kann man sich mit checksum nutzenden Dateisystemen wie z.B. ZFS, BTRFS oder ReFS schützen, im besten Fall in Kombination mit ECC Ram.
Ich sehe keinen Unterschied bei der Verfügbarkeit zwischen einem Raid 1 und einem Raid 5. Bei beiden dürfen je eine beliebige Disk ausfallen.
Betrachtet man natürlich allgemein die Verfügbarkeit z.B. der Freigaben dann muss man natürlich nicht nur das Blockdevice redundant auslegen. Klar kann man mehrere Lüfter, Netzteile etc nehmen aber SPoF bleibt das Mainboard. Also besser zwei Server nehmen, Daten spiegeln, z.B. ganz klassisch und old school per DRBD und den SMB Dienst per pacemaker/corosync mit floating IP. Dazu dann noch redundante Netzteile pro Server die an unterschiedlichen USVs hängen, redundante Switche, Server natürlich in unterschiedliche Brandabschnitte usw. usf. Alles das sind Maßnahmen gegen unterschiedliche Arten von Ausfällen und erhöhen eben nur in bestimmten Bereichen die Redundanz. Am anfälligsten sind nun einmal bewegliche Teile daher wird zuerst an Raid und ggf. zusätzliche Lüfter gedacht.