NAS + Platten

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Lt. Junior Grade
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Feb. 2011
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Hallo,

mein Eigenbau "Server/HTPC" stößt langsam aber sicher an seine Grenzen (Asus E35M1-I Deluxe mit 4Gb RAM und 2x2TB, 1x1TB und 1x500GB, das ganze in einem LianLi PC-Q08B).
Eigentlich sollte das Teil als HTPC genutzt werden...
Zurzeit benutze ich diesen PC aber als Netzwerk-Storage, wobei dort meine Musik, Filme, Serien, Bilder, Dokumente usw. gespeichert werden.
Mit einem Raspberry Pi (OpenElec) greife ich auf den PC zu, um Filme und Serien auf meinem Fernseher anzuzeigen.
Daten von anderen PC's speichere ich manuell ab, Backups werden also nicht automatisch syncronisiert.

Wie ihr sicher bemerkt habt, ist die Lösung mehr ein zusammengebastel...
Diesen Umstand würde ich nun gerne verbessern!

Ich dachte an ein 4-Bay-NAS von Synology. Dabei erschien mir die DS414 mit 4x2TB im RAID5 als optimal. Backups werde ich mit externen Platten regeln.

Was haltet ihr von dieser Idee? Schlecht? Wenn ja was?

Vielen Dank im Voraus :)
 
Was ist am Eigenbau auszusetzen? Wo stößt du an Leistungsengpässe?

Was soll ein Fertig-NAS besser können als ein individuell auf deine Bedürfnisse angepasstes Eigenbau-NAS?

Zumal dein NAS erweiterbar ist

Was setzt Du als OS ein?
 
5 SATA-Ports intern .... OpenMediaVault drauf, 4x2 TB oder auch mehr im Raid 5, die 500er Platte vielleicht als Systemplatte. Vielleicht ne TV-Karte in den PCIe-Slot und eine DVBLink-TV-Server aufsetzen.

Alternativ FreeNAS/NAS4Free und ein RaidZ mit 3x2 TB oder 5x2 TB, Betriebssystem auf einen Stick und gut ist.

Eine Neuanschaffung wär reine Geldverschwendung
 
Vielen Dank für die schnellen Antworten! Freut mich sehr :)

Zurzeit läuft auf dem PC Windows Server 2012 (gibt kein besonderen Grund, bekam ich im DreamSpark Programm)

Es gibt einige Dinge die mich stören:
- Für ein "NAS" relativ hoher Stromverbrauch und daher nicht 24/7 tauglich
- Zudem zu "laut" um in meinem Zimmer ununterbrochen zu laufen (Nachts)
- Datenspeicherung/Backups erweisen sich als schwierig (wird zurzeit mit Filezilla bewerkstelligt --> manuell ... sehr umständlich)

Ein NAS OS würde ich mir genauer anschauen. RaidZ kenne ich nicht, habe aber gehört, dass es nicht empfohlen wird.
Inwiefern OS auf eine Stick packen? Kannst du das näher erläutern?
 
Ein passiv-System zu laut? Übeltäter Platten, Netzteil oder Gehäuselüfter. WD Red oder grundsätzlich 5400 RPM-Platten nutzen!

Stromverbrauch zu hoch? Nenn doch mal eine Hausnummer und auch gleich das Netzteil, welches du nutzt.

FreeNAS, NAS4Free und (OpenMediaVault) kann man von einem USB-Stick (oder Disc on Module) booten und spart somit einen SATA-Steckplatz. Letzteres fühlt sich aber auf einer HDD/SSD wohler.

Backups sind mit Rsync recht komfortabel zu automatisieren.

Was spricht denn gegen ZFS? ... Mal andersrum: Zu den Synology NAS: Ich hab gehört das Raid 5 auf denen sei unperformat, da es kein echtes Hardware-Raid ist sondern Software ...

ZFS=Meiner Meinung nach das modernste Software-Raid. Etwas Rescourcenhungrig.

Dein Raid 5 bekommst du mit OpenMediaVault auch ganz locker aufgesetzt. WebGUI kommt gleich mit, Einrichten ein Kinderspiel. Samba, FTP, ownCloud, rsync, etc. sind in Handumdrehen installiert, brauchst mal einen extra-Service, OMV ist ein Debian und du kannst jeden Serverdienst aus dieser Ecke installieren und nutzen.
 
RaidZ ist zudem Controller-unabhängig, kann an jedem OS mit ZFS/RaidZ-Unterstützung importiert werden. Die Reihenfolge in welcher die Platten eingesteckt werden spielt auch keine Rolle.

Erweitern geht nicht wie bei Raid 5, aber wer erweitert schon von sagen wir mal 3x2TB auf 4x2TB und steckt ne Platte nach. Wenn macht man doch eher einen Expand auf 3x4TB, was zwar teurer ist, aber mehr Platz bietet, stromsparender und leiser ist. Bei RaidZ einfach eine Platte nach der Anderen gegen eine größere umstecken, Rebuild macht er von allein. 9 Argumente für ZFS/RaidZ

Edit: Zum Stromverbrauch Idle ohne Platten solltest das Board auf um die 18-20 Watt drücken können.
 
Zuletzt bearbeitet:
RAID5 als optimal.
Ich würde auf RAID komplett verzichten, das bringt im Zweifelsfall nur Ärger. Siehe hier.

Backups werde ich mit externen Platten regeln.
Sehr gut. Aber warum ist das an einem Synology-NAS einfacher als am Selbstbau-NAS?

Für ein "NAS" relativ hoher Stromverbrauch und daher nicht 24/7 tauglich
Was braucht er tatsächlich in Werten? Generell eine gute Idee.

Zudem zu "laut" um in meinem Zimmer ununterbrochen zu laufen (Nachts)
Mir ist sogar eine DS114 mit einer 3 TB WD Red im Wohnzimmer zu laut und habe sie daher in den Flurschrank verfrachtet. Selbst dort höre ich sie immer, wenn ich vorbei gehe. Ich höre allerdings auch stummgestellte Fernseher, Energiesparlampen, Dimmer, Netzteile, SSDs. Das Toleranzgrenze ist aber bei jedem anders.

Datenspeicherung/Backups erweisen sich als schwierig
Du meinst von den PCs auf das NAS? Warum sollte das mit einem Synology besser gehen?

Ein NAS OS würde ich mir genauer anschauen.
https://www.synology.com/de-de/dsm/live_demo
http://www.qnap.com/i/de/support/con_show.php?cid=8

Edit: Bei Qnap können manche Geräte Virtuelle Maschinen laufen lassen. Man kann also z.B. Windows auf dem NAS virtuell installieren. https://www.computerbase.de/artikel/storage/qnap-ts-451-nas-test.2553/seite-3
 
Zuletzt bearbeitet:
Das QNAP TS-451 ist schon ein echtes Schnuckelchen, aber €600 für etwas ausgeben, was man eigentlich schon daheim stehen hat und nur etwas Optimierung braucht?
 
Verstehe auch nicht so richtig die ganze Diskussion NAS mit Raid, ein NAS funktioniert auch ohne Raid bestens.
Das QNAP TS-451 mit Software ist schon eine feine Sache aber der Preis auch, wäre mir zu teuer.
 
Als was würdest du denn 4 Platten sonst verschalten? JBOD? Einzellaufwerke? Dann doch lieber höhere Verfügbarkeit bei geringer "Speicherplatzverschwendung"

Ich würde mich nicht ärgern wollen und x Stunden Backups wieder einspielen wollen wenn mal eine Platte beschließt dass heute nicht ihr Montag sei ...

Backups werden erst beim Super-GAU rausgekramt aber regelmäßig auf den aktuellen Stand gebracht.

Gabs nicht auch das Synology oder QNAP OS für seperate Hardware?
 
Der TE wollte 4 Platten verbauen ... Da kommt man auf solche Ideen ;)
 
Vielen Dank!!! Die Hilfe ist echt super!

Bezgl. des Stromverbrauches hier das komplette System:
  • Asus E35M1-I Deluxe
  • 4GB Kingston ValueRAM PC3-8500U CL7
  • LianLi PC-Q08B
  • 2 Gehäuselüfter (vorne und oben) sowie ein Lüfter auf dem Kühlkörper für die CPU, da diese zu warm wurde
  • Be Quiet PURE POWER BQT L6-UA-350W
  • 1xST3500413AS ATA - 500GB
  • 1xWDC WD10EAVC - 1TB
  • 2xWDC WD20EARX - 2TB

Ich erinnere mich vor langer Zeit eine Strommessung durchgeführt zu haben, weiß aber leider nicht mehr den Wert... Werde bei Zeit eine neue Messung durchführen.

Zu den Sata Steckplätzen:
Ich könnte mir vorstellen, die 500GB Platte für das OS zu verwenden und noch eine weitere 2TB Platte zu kaufen, dann hätte ich 7 TB zur verfügung (JBOD).

Habe ich die allgemeine Meinung richtig aufgefasst, dass mir kein Raid empfohlen wird, sondern JBOD?

Meine o.g. Probleme können also mit FreeNAS und der passenden Software gelöst werden (Backups, Sync, Plattenverwaltung etc.) Wieso werden jedoch immer die Komplettpakte von namhaften Herstellern in den Himmel gelobt (höre immer, dass Synology ein super Softwarepaket liefert, sehr einfach zu benutzen, Benutzerverwaltung, Erweiterungen).
 
Ich würde nicht mal ein JBOD machen, sondern die Platten so lassen wie sie sind .... Und diese dann auf gleich große bzw. eine, die die Menge mehrerer fasst, zu backuppen ... Und dann Ubuntu-Server + rsync Jobs fürs Backup ... Fertig! :)
 
Kannst du dich genauer erklären?
Die Platten so lassen wie sie sind [OK - passt] und diese dann auf eine, welche die Menge mehrere fasst [sprich das alle Platten zusammengefasst und als eine aufgeführt werden? Wenn das so gemeint ist, wie geht das?].
Was meinst du mit Ubuntu-Server + rsync Jobs?

Ich bin noch nicht sonderlich tief in der NAS-Thematik drin, daher bitte Rücksicht :)

Ist es also nun ratsam, FreeNAS auf die Systemplatte zu installieren und dann sieht man weiter? So hab ich das jetzt in der Art verstanden
 
1. Ubuntu Server als OS
2. Backup-Job mehrerer Platten: Kopiere deine 2x2 TB auf EINE 4 TB :) Als Beispiel :)
3. Rsync ist wie xcopy oder robocopy ... Damit machst du dann Backup-Jobs, die per Cron (Aufgabenplanung) ausgeführt werden.
4. Da ich immer gern viel unter der Haube fummel, war FreeNAS und NAS4Free nichts für mich :P ...
 
Wer die Konsole scheut oder weniger "Schrauben" mag nimmt FreeNAS, NAS4Fee oder OpenMediaVault.
 
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