NAS sichern

bandchef

Lt. Commander
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Hi Leute,

wie ihr in meinem alten Thread vielleicht gelesen habt, bin auf der Suche nach einer Festplatte mit der ich mein gesamtes NAS sichern kann.

Ich will hier nun keine Kaufberatung, sondern einfach eine Aufklärung, welche Festplatten-Art besser wäre.

Zur Auswahl stehen eine 2,5" externe Festplatte die über USB3.0 angeschlossen werden soll, oder eine externe Festplatte mit einer 3,5" HDD drin, die auch über USB3.0 angeschlossen wird. Gegenüber einer normalen externen Festplatte benötigt 3,5" eine externe Stromversorgung.

Meine Sicherung soll wöchentlich einmal das gesamte NAS sichern.

Welche der beiden Arten an Festplatten würdet ihr dem Vorzug geben? Der kleinen 2,5" externen HDD oder der 3,5" HDD mit externer Stromversorgung?
 
Die 2.5 Zoll: Braucht kein extra Strom, die Dinger sind m.W.n. robuster da Haupteinsatzgebiet Mobile und Grösse/Gewicht sind hosentaschenkompatibel bzw brauchen nicht viel Platz zum verstauen.
Wenn Du 8 TB sichern müsstest, wird Dir nur die 3.5 Zoll Variante bleiben da es für 2.5 Zoll keine solche Kapazitäten gibt.
 
Hat die 2.5" nur einen USB oder zwei USB Anschlüsse? Auch da gibt es noch unterschiede.

Würde trotzdem zur 3.5" Lösung greifen. Soll ja als Sicherung dienen und nicht zum ständigen Transport.
Daher Strom und USB Kabel ein mal gut verlegen und nur die HDD eben anstöpseln oder wo anders sicher verstauen.
 
Ich hab in meinem NAS 2 mal 4TB HDDs die ich im RAID1-Verbund habe. Das heißt mir genügen 4TB auf der externen HDD.

Bezieht sich robuster auch auf die Schreib-/Lesezyklen? Denn, wenn ich ein bzw. zwei-wöchentlich die HDDs sichern möchte, dann kommt da doch einiges "Arbeit" auf die HDD zu.
Die SW am NAS lässt inkrementelles sichern zu, vielleicht wird es dann nicht ganz so viel Arbeit?

Meine gewählte HDD als externe Sicherung (die 2,5") hat einen Anschluss. Konkret ist es das Modell von WD: WD MyPassport mobile
 
Wenn die Backupplatte an Ort und Stelle verbleibt, dann würde ich die 3,5'' nehmen. Preis-/Leistung ist einfach besser.
 
Loopman schrieb:
Wenn die Backupplatte an Ort und Stelle verbleibt, dann würde ich die 3,5'' nehmen. Preis-/Leistung ist einfach besser.

Eigentlich schließt diese Anmerkung von Loopman den Kauf einer 3,5" HDD mit externer Stromversorung aus. Die externe Backup-Platte soll nämlich nicht ausschließlich neben dem NAS verbleiben...
 
Ja das ist weitgehend sinnfrei, deswegen habe ich die 2.5 Zoll Variante vorgeschlagen: Die kann man im Auto lagern, im Spind im Büro oder Sportclub, etc und zum transportieren dahin ist sie nicht gross und schwer.
Ein Schritt weiter wäre man kauft sich 2 davon und wechselt die wochenweise ab falls es das NAS und das Backupmedium röstet während die Sicherung gerade läuft.

Robuster im Sinn der Mechanik weil die mehr Schutzmassnahmen gegen Stösse und solche Fälle bietet die i.d.R. nur bei Notebooks passieren und nicht bei Desktops.

Würde es nach Möglichkeit so machen dass z.B. 1x pro Monat eine Vollsicherung läuft und sonst inkrementell.
 
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Ganz einfach:
Bis 4TB Daten -> 2.5" HDD
Alles darüber -> 3.5" HDD

Die Vorteile einer kleinen externen HDD haben die Vorposter schon ausführlich genannt.
Wenn es um viele Daten geht bleibt dir nichts anderes übrig als eine große HDD.
 
Vielen Dank für deine (eure) Antworten.

Lawnmower schrieb:
Würde es nach Möglichkeit so machen dass z.B. 1x pro Monat eine Vollsicherung läuft und sonst inkrementell.

Was ist eigentlich (kurz erklärt) der Unterschied zwischen einem Voll-Backup und einem inkrementellen Backup? Das inkrementelle Backup ersetzt nur die Daten, die sich auch wirklich geändert haben, richtig? Bei einem Voll-Backup wäre es wohl notwendig, die Festplatte im Vorfeld komplett zu löschen um dann den Inhalt des gesamten NAS kopieren zu können, richtig?

Wenn man kontinuierlich inkrementelle Backups durchführt, hat man ja dennoch immer den aktuellen Stand, wie man ihn auch auf dem NAS hat, oder? Warum wird dann doch immer wieder empfohlen, das NAS in längeren Abständen mit einem Voll-Backup zu sichern?
 
Die inkrementelle Datensicherung ähnelt der differenziellen Datensicherung - mit einem entscheidenden Unterschied. Zwar geht dem inkrementellen Backup auch eine Vollsicherung voraus, danach werden mit jeder Sicherung aber nur die Daten gesichert, die seit der letzten inkrementellen Sicherung erstellt oder verändert wurden.

Dadurch sind die einzelnen Datensätze alle miteinander verknüpft und zur Wiederherstellung der Daten benötigt man die erste Vollsicherung sowie alle nachfolgenden inkrementellen Sicherungen.

Edit: Noch ein kleiner Bericht von Heise: https://www.heise.de/ct/ausgabe/2016-11-Daten-Trojaner-sicher-speichern-3199496.html
 
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Es kommt aber auch auf die Daten selbst an, was sich lohnt.

Sind sie essentiell wichtig? (Beruflicher Hintergrund usw.)
Oder nur Urlaubsbilder?

Mein NAS z.B. beherbergt hauptsächlich Bilder und Videos, und Sicherungen von wichtigen Dokumenten (Rechnungen, Kontoauszüge usw.).

Die Dokumente werden auf USB-Sticks Gesichert als Backup (unkompliziert, schnell und auf mehrere Verteilt, sodass ich auch alte Versionen hab).
Bilder Werden auf einer 3.5" HDD gesichert inkrementell, ca. alle 2-3 Monate bzw. nach einem Urlaub oder so. Der NAS ist bei mir nicht immer an, da alles auf dem PC liegt und auf dem NAS im Raid nochmal alles Redundant ist.
So halte ich den aufwand gering.
 
Ledeker schrieb:
Die inkrementelle Datensicherung ähnelt der differenziellen Datensicherung - mit einem entscheidenden Unterschied. Zwar geht dem inkrementellen Backup auch eine Vollsicherung voraus, danach werden mit jeder Sicherung aber nur die Daten gesichert, die seit der letzten inkrementellen Sicherung erstellt oder verändert wurden.

Dadurch sind die einzelnen Datensätze alle miteinander verknüpft und zur Wiederherstellung der Daten benötigt man die erste Vollsicherung sowie alle nachfolgenden inkrementellen Sicherungen.

Edit: Noch ein kleiner Bericht von Heise: https://www.heise.de/ct/ausgabe/2016-11-Daten-Trojaner-sicher-speichern-3199496.html

Vielen Dank!

Eine Frage hab ich noch zur inkrementellen Sicherung: Ich mache da als erstes ein Vollbackup und dann alle nachfolgenden Backups dann eben inkrementell. Inkrementell bedeutet doch, dass nur die Daten vom NAS auf die externe HDD kopiert werden, die einen neueren Zeitstempel haben als auf der externen HDD verfügbar, oder?

Ich möchte aber so sichern, dass ich jedes Mal alle und auch die neuesten/veränderten Daten drauf hab. Was muss ich da dann machen?
Muss ich dazu dann jedes Mal die gesamte externe HDD löschen und eine neue Vollsicherung machen?! Was aber nicht so gut ist, wenn mir die externe oder das NAS während der Vollsicherung dann stirbt...

Ist das was ich meine, die differenzielle Sicherung?
 
Vollbackup: Alle Daten werden bei jedem Durchlauf komplett gesichert. Sollte das Ziele jedesmal der selbe Ordner sein, werden alle Daten, auch nicht veränderte nochmal überschrieben -> Sinnfrei
Inkrementelles Backup: Dateien, die sich seit dem letzen Backup (egal ob Vollbackup oder inkrementeller Durchlauf) nicht verändert haben, werden auch nicht nochmal gesichert.
Ein differentielles Backup bezieht sich immert auf das letzte Vollbackup. Sicherst du immer in den letzten Ordner, ist es quasi identisch zum inkrementellen Backup.

Aber: Sicherst du immer in den selben Ordner, synchronisierst du eigentlich nur (was auch inkrementell geschehen kann, macht z.B. Robocopy). Dabei werden in der Regel keine alten Versionen oder gelöschten Dateien behalten.

Landen die Backups immer in neuen Ordnern mit z.B. Datums/Zeitstempel, wirds interessant:
Bei inkrementellen Backups benötigst du immer alle Backups bis zurück zum letzten Vollbackup.
Bei differentiellen Backups nur das aktuelle und das letzte Vollbackup.

Deshalb: Macht man intelligente Backups, arbeitet inkrementell und verwendet harte Links...

Lektüre: http://forum.chip.de/datensicherung...erung-backup-datensynchronisation-732609.html
--> Vorwort lesen


Ist natürlich die Frage, was bietet dein NAS an Sicherungsmöglichkeiten an!
 
Zuletzt bearbeitet:
Also das NAS (ein WD MyCloudMirror Gen2) bietet bei einer Sicherung folgende Optionen:

Kopieren: Kopiert Dateien von der Quelle ans Ziel. Doppelte Dateien werden nicht überschrieben.

Synchronisieren: Kopiert Dateien von der Quelle ans Ziel. Doppelte Dateien werden überschrieben.

Inkrementell: Kopiert inkrementelle Dateiänderungen von bis zu 25 Kopien ans Ziel.


Ich denke, dass ich dann wohl die Option Synchronisieren verwenden sollte, oder? So wie ich das verstehe, kopiert "Synchronisieren neue Dateien, dort auf die externe HDD hin wo sie am NAS auch liegen und überschreibt vorhandene Dateien (ob sie dabei aber nur die geänderten Dateien überschreibt oder alle vorhandenen Dateien die es am NAS wie auch auf der externen HDD gibt, geht daraus ja irgendwie nicht hervor...)
Die Option "Inkrementell" verstehe ich hinter dieser Tooltip-Erklärung aber leider nicht so ganz.


Kann sich vielleicht auch MyCloudMirror Besitzer zu Wort melden, der diese Funktionen schon mal ausprobiert hat? Danke!
 
bandchef schrieb:
Die Option "Inkrementell" verstehe ich hinter dieser Tooltip-Erklärung aber leider nicht so ganz.

Naja, ausprobieren!
Ich gehe davon aus, daß damit ein richtiges Backup erzeugt wird, bei der veränderte Dateien bis zu 25 Versionen aufbewahrt.
 
Wenn bei so einem "inkrementellen Backup" veränderte Dateien von bis zu 25 Versionen aufgehoben werden, treibt das den Speicherplatz, den das Backup auf der externen HDD belegt, aber schon gut in die Höhe, oder? Kommt halt auch vermutlich darauf an, wie viele Dateien verändert wurden.
 
Richtig erkannt. Ein intelligentes Backup speichert keine redundanten (=doppelte) Daten, aber einen Versionsverlauf.
 
Ich möchte aber irgendwie keinen Versionsverlauf speichern, sondern einfach die jeweils aktuellen Dateien sichern, aber ohne dabei jeweils die komplette HDD zu löschen und dann wieder knapp 3TB komplett kopieren zu müssen.

Ich denke, dass sich für meinen Anwendungsfall wohl die angebotene Option "Snychronisieren" die richtige wäre, oder was meinst du?
 
bandchef schrieb:
Ich denke, dass sich für meinen Anwendungsfall wohl die angebotene Option "Snychronisieren" die richtige wäre, oder was meinst du?

Ja -
bei dieser Variante überschreibt die neuere Version der Dateien die jeweils ältere Version mit gleichem Namen. Komplett neue Dateien werden einfach hinzugefügt! Deiner Beschreibung nach ist das genau die von Dir gewünschte Sicherungsmethode.
 
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