NAS-Zusammenstellung aus Restteilen

G

gamorr

Gast
Hallo Leute,

ich habe hier noch folgende Komponenten rumliegen:

  • MB: ASRock B75 Pro3-M
  • NT: SeaSonic SS-380HB Active PFC F3
  • HDD1: Samsung SP2514N 250GB (IDE)
  • HDD2: Samsung HD154UI 1500GB (SATA)
  • Gehäuse

Ich würde die Teile gerne als Grundlage für ein NAS nutzen, das folgende Aufgaben erfüllen soll:

  • TimeMachine Backup von einem MacBook
  • Datengrab (Fotos, Dokumente, Photoshop-Dateien)
  • Filme an Chromecast/Pi oder direkt an den Fernseher streamen
  • MP3s an Laptops, PC, etc. streamen

Das NAS würde ich direkt an den Router anschließen und unregelmäßig nutzen, weshalb Wake-On-LAN sinnvoll wäre. Durchschnittlich auf ein Jahr gesehen, würde der Rechner vielleicht 4 Std. pro Tag was zutun haben.

Nun zu meiner Frage: Lässt sich aus den Teilen eine NAS-Lösung bauen, die mit den aufgezeigten Aufgaben klarkommt und nicht allzu gierig Strom frisst? Welche Teile sollte ich dafür noch dazu kaufen (Gerne auch 2nd-Hand oder eBay)?

Danke im Voraus :cool_alt:

-gamorr

PS: Tipps zum Betriebssystem/Software (FreeNAS?) nehme ich auch gerne entgegen. ;)
 
Verkauf die HW und kaufe ein kleines 2 Bay fertig NAS. Damit wirst du deutlich besser fahren vor allem was Stromverbrauch angeht.
 
Celeron G1620 und 4 oder 8GB RAM rauf - dann sollte das schon laufen. Wie genau das mit dem Timemachine Backup funktioniert, weiß ich leider nicht. Die Frage ist halt, ob das einfach auf einen Netzlaufwerk sichern kann oder nicht.

Welches OS soll auf dem Server zum Einsatz kommen? Hab persönlich ganz gute Erfahrungen mit OpenMediaVault gemacht, bin aber letztendlich, auch wegen der Storage Spaces, doch bei Windows Server 2012 gelandet (auch wenn ich meinen wirklich nur als File- und Plex-Server nutze). Streaming an den Chromecast geht übrigens sehr gut mit Plex :)

Die IDE HDD kannst du wegschmeißen, da auf dem Board kein Anschluss vorhanden ist. Falls nötig, evtl noch eine WD Red dazukaufen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die IDE-Platte würde ich entsorgen (das Board hat eh keinen passenden Anschluss). Das Netzteil hat auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Das Board und die 1,5 TB-Platte sollten noch verwendbar sein.

Aber: Muss es Selbstbau sein?
Wenn du keine weiteren Besonderen Anforderungen hast (VMs etc.) würde ich einfach eine Synology DiskStation DS215j oder ein vergleichbares 2-Bay-NAS kaufen und die 1,5 TB-Platte einbauen. Dann kannst du falls nötig noch um eine Platte erweitern, der Stromverbrauch sollte deutlich niedriger sein als bei einem Selbstbau und der Einrichtungsaufwand ist auch deutlich geringer.
 
Celeron drauf, 4 bis 8GB Ram drauf, OS nach Wahl (kannst ja durchtesten, in VM oder auf der vorhandenen Hardware): FreeNAS, OpenMediaVault, Nas4Free, OS von Synology, beliebiger Unixoide, Windows. So lange du nicht viel mehr als Netzwerkspeicher willst reicht das System locker aus. WOL sollte dein Board können, musst du glaub ich blos im UEFI einschalten.
 
Danke für die zahlreichen Antworten. Top! :daumen:

Eine Synology DS klingt nach einer guten Alternative. Allerdings wollte ich keine 160€ ausgeben, wenn es auch anders gut geht.

Wie hoch sind denn die Unterschiede im Stromverbrauch zwischen Synology DS und Eigenbau?

Für den Eigenbau müsste ich noch ein NT, Speicher und Prozessor organisierten. Welche Teile empfehlt ihr mir dafür? Teilweise gibts es z.B. einen Celeron 1610 schon für 15€ bei eBay oder für 30€ neu.

Mich interessieren die Kosten insgesamt, also: Stromverbrauch in Anbetracht der geringen Nutzung und Anschaffungskosten für Teile oder Komplettlösung.
 
Bei 4 Std. täglicher Nutzung und geschätzten 20W im Idle Betrieb wären das 8€ Stromkosten pro Jahr. Die 20W sind vllt sogar zu viel. Mein Haswell Pentium verbraucht laut CoreTemp 3-4W im Idle. Deine eine Festplatte wird auch nicht mehr als 7W verbrauchen.

Wenn du das NT austauschen willst: Einfach ein Be Quiet System Power 7 mit 300W rein. Dazu einen Celeron G1620 und 8 GB RAM, z.B. von Crucial
 
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Ich habe noch Speicher aus einem älteren MacBook Pro (Mitte 2010) gefunden. Ist der für das Board und das System brauchbar?
Wenn ja, hätte ich folgende Komponenten zur Verfügung:

  • MB: ASRock B75 Pro3-M
  • HDD2: Samsung HD154UI 1500GB (SATA)
  • Gehäuse
  • 2x2 GB SO-DIMMs, 1066 MHz DDR3
Fragen:
  1. Sind die L7 und L8 NT von Be Quiet beide brauchbar?
  2. Könnte ich auf dem System nicht auch Synology DSM laufen lassen?
  3. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen der Vielzahl an Celerons?
Sorry, sollten die Fragen teilweise noob-mäßig trivial sein. :freaky:
 
RAM passt nicht. Die aus dem MB sind SO-DIMMs, also kleiner als die normalen Desktop DIMMs.

1) ja sind beide ok, hab selbst mehrfach das L8 verbaut.
2) Möglicherweise keine Ahnung :)
3) Die ganzen "vierstelligen" Gxxxx sind Dual Cores, die drestelligen Gxxx Single Cores und älter. Ansonsten nur Taktrate. Modelle mit einem T am Ende haben etwas weniger TDP.
 
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Aber es gibt doch auch Boards die SO-DIMM - quasi die aus dem MacBook - aufnehmen können, oder?
 
Ja aber die sind idR teurer.

Wie ich schon schrieb ich würde meine Hardware verkaufen und auf ein Synology oder QNAP 2 Bay System setzen. Für die HW bekommst bestimmt noch um die 60-80 € damit wäre der Betrag auch nicht ganz so hoch was du ausgeben müsstest.

Edit:

Kann Raijin da nur zustimmen. Ich habe selber 4 Linux root-Server und würde mal behaupten ich kenne mich doch recht gut mit Linux aus. Trotzdem hätte ich keine Lust auf ein Selberbau NAS weil es einfach sau viel Zeit frisst. Ich habe erst gestern wieder ein Update für mein Synologie gemacht. Geladen, installiert, neu start und fertig. Das geht sicherlich auch unter Linux oder einem anderen OS so aber die Frage ich halt was passiert wenn es doch mal nicht klappt?
 
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Eine Frage stellt sich abgesehen von der Hardware auch noch: Hast du die Kentnisse und/oder den Willen, dich in die Materie einzulesen? QNAP, Synology und Co sind fertige Systeme, bei denen du banal ausgedrückt nur noch Stecker rein und loslegen kannst. Baust du dir ein NAS selbst, ist die Hardware noch das kleinste Problem (PC zusammenstecken ist ja nicht die Welt), aber dann musst du dir ein Betriebssystem aussuchen (spezielle NAS-OS oder gar nacktes Linux) und dann gehts los.. Im schlimmsten Fall läuft eine Hardwarekomponente nicht so sauber mit dem OS. Im Falle eines nackten Linux, brauchst du entsprechende Kentnisse, um ein funktionsfähiges und sicheres System gewährleisten zu können - und viel Zeit.

Willst du nur ein simples NAS, empfehle ich daher eindeutig ein dediziertes NAS. Es muss ja nicht unbedingt die eierlegende Wollmilchsau von Synology sein, es gibt auch günstigere NAS-Lösungen, die ihren Dienst ohne Murren verrichten. Da sind beispielsweise die günstigen Zyxel NSA-xxx zu nennen. Ob die nu wirklich alles können was du möchtest, wäre zu klären.
 
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Naja, man kann sich auch ein Windows 8.1 in der Bucht kaufen, damit ist das NAS dann in 'ner Stunde, wenn überhaupt, aufgesetzt. Aber es stimmt schon, wenn es nur ein Fileserver sein soll, tuts natürlich auch ein simples Fertig-NAS. Ich weiß allerdings nicht, wie es da mit dem auf Chromecast streamen aussieht.
Plex kann das auf jeden Fall, aber da braucht man eben ein NAS, welches mit dem Plex Media Server kompatibel ist und ein wenig mehr CPU Leistung hat.
 
NiThDi schrieb:
und ein wenig mehr CPU Leistung hat.

Nö. Das brauch es nur wenn man Medien Transkodiert. Einfach die Medien schon korrekt haben z.B. als mp4 oder m4v (h264, AAC Ton) und schon langt ein 100 MHz Prozessor :)

Man muss auch nicht umbedingt Plex nehmen sondern kann effektiv jeden DLNA Server nehmen.
 
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